Wir wünschen den Grund für euren Zustand der Gedankenlosigkeit zu erfahren

Hauptmann Moroni schreibt in einem weiteren Brief an den obersten Richter der Nephiten, Pahoran (Alma 60:1): „Und nun siehe, wir wünschen den Grund für diese überaus große Vernachlässigung zu erfahren; ja, wir wünschen den Grund für euren Zustand der Gedankenlosigkeit zu erfahren.“ (Alma 60:6).

Wir wünschen den Grund für euren Zustand der Gedankenlosigkeit zu erfahren. Moroni schreibt die Vernachlässigung der an der Front auf Verstärkung wartenden Truppen u. a. der Gedankenlosigkeit der Regierenden zu. Gedankenlosigkeit in diesem Zusammenhang hat etwas mit Geistesabwesenheit zu tun, mit Achtlosigkeit. Bestimmte Dinge werden einfach nicht registriert und entsprechend wird auf Vorkommnisse auch nicht reagiert.

Gedankenlosigkeit, ein Persönlichkeitsmerkmal, hat auch etwas mit Unaufmerksamkeit zu tun. Bei mir könnte man annehmen ich bin gedankenlos, wenn ich neue Bekanntschaften mache. Mir werden die Personen vorgestellt, das nehme ich auch wahr, aber nach dem nächsten Satz weiß ich schon wieder nicht mehr ihren Namen. Das ist mir dann recht peinlich. Mein Gegenüber könnte das auch als nicht wertschätzend ansehen. Um diesen Eindruck zu vermeiden, muss mich in solchen Situationen einfach dazu zwingen, aufmerksam den Namen aufzunehmen und ihn sofort mit irgendeinem markanten Begriff oder Ereignis verknüpfen und so in meinem Gedächtnis `verankern´. Ich muss eine `Gedankenfülle´ herstellen. Hinterher muss ich immer wieder mal an die Person denken und mir ihren Namen in Erinnerung rufen, sodass er ins Langzeitgedächtnis überführt wird. Inwiefern hast du schon Gedankenlosigkeit erlebt?

Spruch_des_Tages_Ebner-Eschenbach_Denkende(Bild: Quelle)

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.