Wir werden nicht zulassen, dass wir euch einen Eid leisten, von dem wir wissen, daß wir … ihn brechen werden

 

Nachdem der nephitische oberste Befehlshaber ihrer Streitkräfte, Moroni, mit seinem Befehl an Zerahemnach, den obersten Befehlshaber der lamanitischen Angreifer zu Ende gekommen war, „… begab es sich: Als Zerahemnach diese Worte gehört hatte, trat er vor und übergab sein Schwert und seinen Krummdolch und seinen Bogen in die Hände Moronis und sprach zu ihm: Siehe, hier sind unsere Kriegswaffen; wir wollen sie euch abliefern, aber wir werden nicht zulassen, daß wir euch einen Eid leisten, von dem wir wissen, daß wir und auch unsere Kinder ihn brechen werden; aber nimm unsere Kriegswaffen und laß uns in die Wildnis ziehen; andernfalls wollen wir unsere Schwerter behalten, und wir werden zugrunde gehen oder siegen.“ (Alma 44:8).

Wir werden nicht zulassen, dass wir euch einen Eid leisten, von dem wir wissen, daß wir … ihn brechen werden. Mit einem Eid bekräftigt man eine persönliche Zu- oder Aussage. Durch ihn ist derjenige, der ihn ablegt, zur Wahrheit und zum Tragen der Konsequenzen der Eidaussage verpflichtet. So verpflichtet der altgriechische Eid des Hippokrates (griechischer Arzt von Kos, um 460 bis 370 v. Chr.), Ärzte zur Einhaltung ihrer Berufspflichten und ethischer Prinzipien (u. a. Kranke vor Schaden zu bewahren, die Pflicht zur Verschwiegenheit).

Im religiösen Bereich ist ein Eid ein heiliger Bund oder ein heiliges Versprechen. Doch auch Satan veranlasst seine Anhänger Eide einzugehen, um ihre bösen Ziele zu erreichen. Der Herr hat in alttestamentlicher Zeit zwar Eide erlaubt, sie durften aber nicht im Namen Gottes oder seiner Schöpfungen geleistet werden (Matthäus 5:33-37). So hat der Herr z. B. Abraham einen Eid geleistet, aus ihm ein großes Volk erwachsen zu lassen (Genesis 26:3; Genesis 17:2). Auf der anderen Seite stiftete Satan Kain an ein schreckliches Vorhaben zu planen und auszuführen und beim lebendigen Gott zu schwören, dies keinem zu verraten (Köstliche Perle Mose 5:29). Bevollmächtigte heilige Handlungen in der Kirche von Jesus Christus, die für Zeit und Ewigkeit gelten sollen – z. B. die Eheschließung im Haus des Herrn – werden durch Eide bekräftigt und müssen den Stempel der Gültigkeit durch den Heiligen Geist erhalten, wenn sie in Kraft treten sollen (Lehre und Bündnisse 132:7). Ich lerne von Zerahemnach, dass ich mir der Bedeutung der Ablegung eines Eides bewusst sein und mir vorher im Klaren sein muss, ob ich ernsthaft willens bin, den Schwur auch einzuhalten. Ein Bruch des Eides würde ungünstige Konsequenzen in Bezug auf das ewige Leben für mich haben. Welche Eide hast du in deinem Leben schon abgelegt?

Vereidigung von Bundespräsident Steinmeier
(Bild: Quelle)

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