Wenn sie nicht umkehren, werde ich sie vom Antlitz der Erde hinweg vernichten

Alma der Jüngre zitiert gegenüber seinem Sohn Helaman das Wort Gottes (Alma 37:24): „Ich werde alle ihre geheimen Werke und ihre Greuel aus der Finsternis ans Licht hervorbringen; und wenn sie nicht umkehren, werde ich sie vom Antlitz der Erde hinweg vernichten, und ich werde alle ihre Geheimnisse und Greuel ans Licht bringen, für jede Nation, die das Land später noch besitzen wird.“ (Alma 37:25).

Wenn sie nicht umkehren, werde ich sie vom Antlitz der Erde hinweg vernichten. Fast dieselben Worte finden wir noch zweimal im Buch Mormon; einmal auch als Aussage des Herrn und beim zweiten Mal als Aussage eines gottesfürchtigen Hauptmanns der nephitischen Heere:

Um 148 v. Chr. war ein König an der Herrschaft, dessen Leben, „… soviel wert sein [wird] wie ein Kleid in einem heißen Ofen …“ (eckige Klammer hinzugefügt; Mosia 12:3). Er herrschte über eine Gruppe Nephiten im Land Nephi und verführte diese dazu, ebenso schlecht zu sein (Mosia 11:1-15). Der Herr sandte den Propheten Abinadi und ließ dem Volk verkünden: „… Wenn sie nicht umkehren, werde ich sie völlig vom Antlitz der Erde hinweg vernichten; …“ (Mosia 12:8). Weil Abinadi dem Herrn gehorsam blieb und den bösen Absichten König Noas und seiner Priester widerstand, wurde er von ihnen hingerichtet (Mosia 17:20).

Um die 63 v. Chr. waren die Nephiten in einen Krieg mit den Lamaniten verstrickt und zwischen dem König der Lamaniten, Ammoron, und dem obersten Hauptmann der nephitischen Streitkräfte, Moroni, fand ein Briewechsel bezüglich Gefangenenaustausch statt. Nachdem in dem Briefwechsel aus Sicht Moronis keine zufriedenstellende Lösung zustande kam, äußerte Moroni: „… ich werde euch Kampf liefern, selbst bis ihr vom Antlitz der Erde hinweg vernichtet seid.“ (Alma 54:12).

Alle diese Aussagen erfüllten sich und so sie sich auch noch auf unsere Zeit beziehen, werden sie sich weiterhin erfüllen. Das Volk Jareds hat sich selber vollständig vernichtet (Ether 15) und zumindest der lamanitische König wurde, weil er seine Mordabsichten nicht aufgab, von den Nephiten geschlagen (Alma 54:9,13; 62:36).

Wir fragen uns natürlich, warum lässt der Herr Kriege, Morde usw. zu. Zu einen, weil der Mensch frei ist, selber zu entscheiden und zu handeln (Helaman 14:30) und der Herr in seine Entscheidungsfreiheit nicht eingreift und auch zulässt, die Folgen selber zu tragen. Des Weiteren: Damit Gerechtigkeit über die Schlechten komme (Alma 60:13). Ich lerne daraus, dass ich mit den Konsequenzen meiner Entscheidungen und Handlungen leben muss. Will ich nicht „vom Antlitz der Erde hinweg“ vernichtet werden, hat mir der Herr die Möglichkeit der Umkehr eröffnet (Alma 37:26). Wem gibst du die Schuld für Konsequenzen deiner Entscheidungen?

Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch. - Johann Wolfgang von Goethe(Bild: Quelle)

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