Wenn kein Gesetz gegen Sünde gegeben worden wäre

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton: „Und weiter, wenn kein Gesetz gegen Sünde gegeben worden wäre, so würden sich die Menschen nicht fürchten zu sündigen.“ (Alma 42:20).

Wenn kein Gesetz gegen Sünde gegeben worden wäre. Was wäre, wenn es in der Gesellschaft keine Regeln bezüglich des Miteinanders geben würde? Jeder würde das Gesetz für sich selber aufstellen und für dessen Einhaltung in Eigenregie sorgen. Wir hätten Zustände wie im `Wilden Westen´: Es setzt sich der Stärkere mit seinem Gesetz durch. Wo Menschen zusammenleben, muss dieses auch gesetzlich geregelt werden und die Einhaltung muss überprüft werden. Es muss auch festgelegt werden, welche Folgen eine Gesetzesmissachtung oder -übertretung nach sich zieht. Würden keine Strafen festgelegt, gäbe es keine Hemmschwelle. Ist die Hemmschwelle zu niedrig, nützt es auch nichts.

Schon Adam und Eva hatte der Herr Gesetze gegeben mit Angabe der Konsequenzen bei Nichteinhaltung. Im Garten von Eden sagte der Herr zu ihnen: „… doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn am Tag, da du davon isst, wirst du sterben.“ (Genesis 2:17). Nach der Vertreibung aus dem Garten von Eden gab der Herr ihnen weitere Gebote (Köstliche Perle Mose 5:5). Hier gab er aber noch keine weiteren Erklärungen ab. Adam und Eva hielten sich dessen ungeachtet daran. Erst nach Erprobung ihrer Glaubenstreue erhielt Adam weitere Erläuterungen durch einen Engel (Köstliche Perle Mose 5:6-8). Ich lerne daraus, dass wir Menschen geneigt sind, unseren eigenen Vorteil zu suchen. Wenn es mir vermeintliche Vorteile bringt, eine Vorgabe der Straßenverkehrsverordnung zu missachten, so werde ich dies in der Hoffnung des Nichterwischtwerdens tun, anderenfalls die festgesetzte Strafe in Kauf nehmen. Bei Übertretung von göttlichem Gesetz weiß ich aber, dass ich auf jeden Fall eines Tages mein eigener Richter sein werde und um die gerechte Strafe nicht umhinkommen werde. Besser ist es aber, die Gesetze Gottes aus dem Wissen heraus zu halten, dass sie uns freimachen (Jakobus 1:25; Lehre und Bündnisse 98:8). Denk dran: „Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen“. Aus welcher Motivation heraus hältst du Gesetze?

(Bild: Quelle)

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