Wenn ihr dies nicht tut, so werde ich ihr Unrecht rächen

Es geht immer noch um den Brief, den Giddianhi, der Regierende der Gadiantonräuber, an den Regierenden der Nephiten im Land Zarahemla schrieb (3. Nephi 3:1): „Und ich schreibe dir, Lachoneus, diesen Brief, und ich hoffe, daß ihr eure Ländereien und eure Besitzungen ohne Blutvergießen ausliefert, damit dieses mein Volk seine Rechte und seine Regierungsgewalt zurückgewinnt, denn sie haben sich von euch weg abgespalten, weil ihr so schlecht wart, ihnen ihre Regierungsrechte vorzuenthalten; und wenn ihr dies nicht tut, so werde ich ihr Unrecht rächen. Ich bin Giddianhi.“ (3. Nephi 3:10).

Wenn ihr dies nicht tut, so werde ich ihr Unrecht rächen. Giddianhi stellt hier Behauptungen aus falscher Überlieferung der Vorfahren des Volkes der Lamaniten auf (Mosia 10:11-17) und fordert aus dieser seiner Sicht, die Übergabe aller Ländereien und Regierungsmacht an sein Volk, die Lamaniten. Andernfalls will er Rache üben, den Ausgleich von zuvor angeblich oder tatsächlich erlittenem Unrecht bewirken.

Dass Giddianhi bei Nichterfüllung seiner Forderungen mit Rache droht, lässt mich an folgende Aussage des Herrn denken: „… Mein ist die Rache, ich werde vergelten, …“ (Hebräer 10:30). Wie gerne möchte man sich doch als Rächer der Unterdrückten, der Verfolgten, der Misshandelten sehen. Ist dieser Wunsch legitim? Wenn ich einen Film sehe, in dem jemand einem anderen Unrecht zufügt, dann wünsche ich mir ganz arg, dass dem Verursacher Vergeltung zuteilwird. Wenn dies nun aber im Alltag nicht in zufriedenstellendem Maß geschieht, tröste ich mich und muss mich damit zufriedengeben, dass der Herr gerecht `vergelten´ wird, auch wenn es nicht unbedingt sofort sein wird. Nur er kann eine Situation richtig beurteilen und wird dementsprechend Vergeltung üben. (Römer 12:19). Demzufolge hüte ich mich davor, Vergeltung zu üben. Wie gehst du mit Rache um?

(Bild: Quelle)

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