Weil das Volk seine Worte nicht verstehen wollte, haben sie ihn zu Tode gesteinigt

Alma der Jüngere erklärt den gedemütigten Zoramiten: „Und nun, meine Brüder, ihr seht, dass ein zweiter Prophet aus alter Zeit den Sohn Gottes bezeugt hat; und weil das Volk seine Worte nicht verstehen wollte, haben sie ihn zu Tode gesteinigt.“ (Alma 33:17).

Weil das Volk seine Worte nicht verstehen wollte, haben sie ihn zu Tode gesteinigt. In diesem Zusammenhang fällt mir die Begebenheit mit Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen ein. Er bat sie um Trinken. Sie fragte ihn, wie er als Jude sie als Samariterin darum bitten könnte. Jesus antwortete ihr, wenn sie wissen würde, wer sie gebeten hat, dann hätte sie ihn selber um lebendiges Wasser gebeten. Sie antwortete ihm, er habe doch gar kein Schöpfgefäß, wie wolle er denn das lebendige Wasser schöpfen. Darauf Jesus zu ihr, wer vom lebendigen Wasser trinken würde, dem würde nie wieder dürsten. Natürlich wollte die Frau von dem Wasser: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen.“, allerdings hatte sie ein anderes Bild vom lebendigen Wasser in ihrem Kopf, als Jesus. Sie hatte im Kopf, dass sie sich dann den Weg zum Brunnen sparen könnte und Jesus das vom Wort Gottes, das zu ewigem Leben führt (Johannes 4:3-15).

„Hast du einen Mann?!“ – „Nicht nur einen. Ich hasse alle!“ (Dialogfetzen von Prof. Dr. phil. habil. Rainer Kohlmayer *1940). Ist es dir nicht auch schon oft passiert, dass du missverstanden worden bist? Missverständnisse sind häufig Ursache für ausgewachsenen Streit. Im Fall des alttestamentlichen Propheten Zenoch sogar Ursache seiner Steinigung (Alma 33:15,17). Verständigung hängt von den jeweiligen Bildern ab, die Sender bzw. Empfänger zu dem Gesagten in ihrem Kopf entwerfen. Der Hörer interpretiert das Gehörte aus seiner Perspektive heraus und ist sich sicher, dass der Sprecher das gleiche Bild im Sinn hat. Wie können wir also Missverständnissen relativ leicht aus dem Wege gehen? Wir müssen sicherstellen, dass beide Seiten, die gleichen Bilder vor Augen haben. Das können wir, indem im Zweifelsfall jeder dem anderen seine Bilder vermittelt. Stellt man fest, dass sie unterschiedlich sind, kann man sich erklären. Wie vermeidest du Missverständnisse?

Christ in white robes, sitting on the edge of a stone well, talking to a woman who sits on the ground next to a water jug, listening to His words.
(Bild: Quelle)

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