Gott wird nicht zulassen, dass wir über das hinaus, was wir ertragen können, versucht werden (1.Korinter 10:13). Oft denken wir aber, dass die Versuchung zu stark sei, als dass wir ihr widerstehen könnten. Und wenn dann die Versuchung kommt, denken wir, dass wir über das hinaus versucht werden, was wir ertragen können.

Das geschieht aber nur, weil zuerst mit der Versuchung gespielt wurde. Dann müssen wir uns nicht wundern, dass wir zum Beispiel abhängig werden und nun doch über unsere Kraft hinaus versucht werden. Dieses Versprechen Gottes – der treu ist – kann nur eingehalten werden, wenn wir ständig wachsam und demütig sind (LuB 10:5).

Wenn wir uns immer im Hoheitsgebiet Gottes aufhalten, werden wir nicht über unsere Kraft hinaus versucht werden, da wir bei Gott sind und mehr Kraft haben, als wenn wir ohne ihn wären.

Im Zusammenhang mit 1.Korinther 10:13 stehen die Worte Almas: Wenn wir uns „vor dem Herrn demütigen und seinen heiligen Namen anrufen und ständig wachen und beten“ (Alma 13:28), dann sorgen wir vor, sodass wir „nicht versucht werde[n] über das hinaus, was [wir] ertragen könn[en]“ (ebd.). Wir müssen demütig sein und Demut ist das Gegenteil von Mut. Mut ist, sich auf sich selbst zu verlassen und Demut ist, sich auf Gott zu verlassen.

Wenn wir auf Gott vertrauen, der treu ist, werden wir nicht in eine Versuchung fallen, die zu schwer zu ertragen ist. Wenn wir aber der Sünde verfallen und unseren Körper entweihen (was wir ja durch das Verletzen von Geboten tun), wird der Körper der zerstörerischen Kraft der Sünde preisgegeben (LuB 93:35).

Süchtig, zum Beispiel, wird man nur, wenn man etwas ausprobiert, was gegen Gottes Gebote ist. Gehorchen wir dem Wort der Weisheit, dann werden wir nie tabaksüchtig. Dem Tabak zu widerstehen – wenn nicht süchtig – werden wir immer können, denn Gott gibt uns Kraft und wir entweihen den Körper nicht. Dem Tabak zu widerstehen – wenn süchtig – werden wir nicht mehr so leicht können, denn Gott ist von nun an nicht mehr verpflichtet zu tun, was er in 1.Korinther 10:13 durch einen Prophet zu uns gesagt hat (LuB 82:10).