So wird niemand als nur der wahrhaft Reumütige errettet

Nachdem Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton klar gemacht hat, dass es Gesetze, und Strafen für deren Verletzung, geben muss, und wie Barmherzigkeit, die unter der Voraussetzung der Umkehr, zustande kommt und es aufgrund des Sühnopfers eine Auferstehung geben wird, die den Menschen vor den ewigen Richter bringen wird (Alma 42:21-23), erklärt er: „Denn siehe, die Gerechtigkeit macht alle ihre Forderungen geltend, und die Barmherzigkeit beansprucht auch all das Ihre; und so wird niemand als nur der wahrhaft Reumütige errettet.“ (Alma 42: 24).

So wird niemand als nur der wahrhaft Reumütige errettet. Was bedeutet es, `wahrhaft reumütig´ zu sein? Zunächst muss einem überhaupt erst mal bewusst werden, dass man ein göttliches Gesetz missachtet oder übertreten hat. Das muss einem dann leidtun und man muss den Wunsch haben, seine Fehlhandlung bei den Betroffenen, inklusive dem Vater im Himmel, zu bekennen und sich bei ihnen dafür zu entschuldigen. Dort wo es möglich ist, muss man dann auch für Wiedergutmachung sorgen. Dann muss man den festen Wunsch entwickeln, dieses Fehlverhalten nicht zu wiederholen.

Das bedeutet für mich, dass ich mich demütigen muss, um mein Fehlverhalten einzusehen. Ich muss `zerknirscht´, meiner Schuld, meines Versagens bewusst und daher niedergeschlagen sein – reumütig, für den Willen Gottes empfänglich, denn der `zerknirschte´ wird durch ihn wiederbelebt (Jesaja 57:15 in der King James Version, weil dort explizit von Zerknirschten die Rede ist, in der Einheitsübersetzung heißt es stattdessen `zerschlagenen´), denn er hat sein Leben gelassen, „… damit dem zerknirschten Herzen die Sünden vergeben werden.“ (Lehre und Bündnisse 21:9). Ein weiterer großer Segen, der mich dann erwartet: Sein Geist wird mich führen und leiten – erleuchten (Lehre und Bündnisse 136:33). Je schwerwiegender eine Übertretung war, umso schwerer ist es mir gefallen `wahrhaft reumütig´ zu sein. Ich habe mich einfach zu sehr geschämt und Scheu davor gehabt, mein Fehlverhalten vor den Betroffenen zuzugeben. Hatte ich mich dann aber überwunden, weil der innere Leidensdruck, ausgelöst durch mein Gewissen (Alma 42:18) – dem Geist Christi, der allen gegeben ist (Moroni 7:16) – fühlte ich mich endlich wieder frei! Denn: Aufgrund der Vergebung, durch das Sühnopfer Jesu ermöglicht, war nun mein Gewissen wieder frei von Schuld. Welche Erfahrungen hast du in dieser Hinsicht des `Zerknirscht seins´ schon gemacht?

(Bild: Quelle)

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