Sie strebten nach Macht

Was aus Zwist (siehe Blogbeitrag von gestern) werden kann, sehen wir nun im weiteren Verlauf der Geschichte. Diejenigen Nephiten nämlich, die nicht auf die Worte der `Hohepriester über die Kirche´ – die Präsidentschaft der Kirche -, Helaman und seine Brüder (Alma 46:6) hören wollten, wurden auf die Gläubigen zornig und waren sogar entschlossen, sie zu töten. Ihr Anführer hieß Amalikkja (Alma 46:1-3). „Und Amalikkja hatte den Wunsch, ein König zu werden; und alles Volk, das wütend war, hatte auch den Wunsch, er solle ihr König werden; und zum größten Teil waren dies die unteren Richter des Landes, und sie strebten nach Macht. 5  Und sie waren von den Schmeicheleien Amalikkjas verleitet worden, nämlich, sofern sie ihm Beistand leisteten und ihn zu ihrem König erhöben, werde er sie zu Herrschern über das Volk machen.” (Alma 46:4-5).

Sie strebten nach Macht. Wie wir aus der früheren Geschichte wissen, hat Mosia um die 92 v. Chr. das politische System von Königtum auf vom Volk gewählte Richter umgestellt (Mosia 29:11). Die Richter waren in drei Hierarchien unterteilt, ein oberster Richter (Mosia 29:42), höhere und niedere Richter (Mosia 29:28-29). Die niederen Richter ließen sich nun, durch das Angebot auf höhere Posten, von Amalikkja verleiten, ihn zu unterstützen.

So sehen wir, dass es auch damals schon Korruption gab. Dabei geht es um Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung, die wir auch in unserer Zeit sehr verbreitet vorfinden. Wikipedia erläutert: „Im juristischen Sinn steht Korruption für den Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik oder auch in nichtwirtschaftlichen Vereinigungen oder Organisationen (zum Beispiel Stiftungen), um für sich oder Dritte einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtmäßiger Anspruch besteht.“ (siehe hier). Im Alten Testament werden die vom Sprecher des Königs, Joschafat, eingesetzten Richter belehrt, dass sie nicht im Auftrag von Menschen Gericht halten, sondern im Auftrag des Herrn (2. Chronik 19:1-6) und er wies sie an: „Lasst euch also von der Furcht des HERRN leiten und handelt gewissenhaft; denn beim HERRN, unserem Gott, gibt es keine Ungerechtigkeit, kein Ansehen der Person, keine Bestechlichkeit.“ (2. Chronik 19:7). So fühle ich mich selbstredend genauso aufgefordert nicht korrupt zu sein, mich nicht durch versprochene Vorteile, oder um des Erhaltens von Macht, verleiten zu lassen gegen Gesetze des Herrn oder des Landes zu handeln. Wie stehst du zu Korruption?

(Bild: Quelle)

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