Sie sind fleischlich und teuflisch, und der Teufel hat Macht über sie

Von den Nachkommen Adams sagt Abinadi, der Prophet des Herrn um 148 v. Chr.: „Denn sie sind fleischlich und teuflisch, und der Teufel hat Macht über sie; ja, nämlich jene alte Schlange, die unsere ersten Eltern verleitet hat, was die Ursache ihres Falles war; was die Ursache dafür war, dass die ganze Menschheit fleischlich, sinnlich, teuflisch geworden ist und Böses von Gutem unterscheiden kann und sich dem Teufel unterwirft.“ (Mosia 16:3).

Als der Mensch sich im vorirdischen Dasein nicht mehr weiterentwickeln konnte, begann für ihn die nächste Entwicklungsstufe, und zwar mit Adam und Eva im Garten von Eden. Sie befanden sich noch in der Gegenwart des Herrn und er gebot ihnen von allen Früchten außer denen, vom Baum der Erkenntnis, zu essen, denn dann würden sie sicherlich sterben (Köstliche Perle 3:16-17). In einer Unterhaltung zwischen Satan und Eva, durch deren Mund der Schlange,  wurde Eva davon überzeugt, dass es für ihre weitere Entwicklung notwendig sei, doch von der verbotenen Frucht zu essen und sie tat es und gab auch Adam davon (Köstliche Perle Mose 4:6-12). So wurde der Mensch sterblich und aus der Gegenwart Gottes ausgestoßen (Köstliche Perle Mose 4:25,29,31).

Sie sind fleischlich und teuflisch, und der Teufel hat Macht über sie. Obwohl es im Plan Gottes keine Erbsünde gibt, haben wir aufgrund des Falls doch alle die Sterblichkeit vererbt bekommen und wir sind in eine Welt hineingeboren, in der Satan so viel Macht hat, wie wir ihm zugestehen. Der Prophet Joseph Smith hat über die Macht des Satans Folgendes gesagt: „Alle Wesen, die einen Körper haben, besitzen Macht über diejenigen, die keinen haben. Der Teufel hat nur so viel Macht über was, wie wir ihm einräumen. In dem Augenblick, wo wir uns gegen etwas, was von Gott kommt, auflehnen, ergreift der Teufel die Macht.“ (Lehren des Propheten Joseph Smith, Seite 184 f.; siehe auch hier). Somit sind wir ständig der Versuchung des `Fleischlichen´ (Galater 5:16-26) ausgesetzt und unterliegen ihr allzu häufig (Ether 3:2), können aber zwischen Gut und Böse unterscheiden (Köstliche Perle Mose 4:11) und frei wählen (Lehre und Bündnisse 29:39). Welche Gedanken bewegen dich, wenn du über den Sinn der heute betrachteten Schriftstelle nachdenkst?

der herr redet mit mose

Der Herr offenbart Mose den Erlösungsplan (Quelle)