Nun sehen wir also, meine Brüder, dass Gott eines jeden Volkes gedenkt, in welchem Land auch immer sie sein mögen

In der Reflexion Ammons bezüglich ihrer Missionsarbeit, sind dies nun die überlieferten Schlussworte: „Nun sehen wir also, meine Brüder, dass Gott eines jeden Volkes gedenkt, in welchem Land auch immer sie sein mögen; ja, er zählt sein Volk, und sein herzliches Erbarmen ist über der ganzen Erde. Nun ist dies meine Freude und meine große Danksagung; ja, und ich will meinem Gott danken immerdar. Amen.“ (Alma 26:37).

Nun sehen wir also, meine Brüder, dass Gott eines jeden Volkes gedenkt, in welchem Land auch immer sie sein mögen. Auch von Petrus lesen wir eine ähnliche Aussage: Einem Juden war es nicht erlaubt mit einem Nichtjuden zu verkehren, oder sein Haus zu betreten. Doch Petrus wurde in Joppe in einer Vision eines Besseren belehrt. In einer Schale wurden ihm aus dem Himmel diverse unreine Tiere zum Essen dargeboten. Er wollte nicht zugreifen, aber es wurde ihm gesagt: „… Was Gott für rein erklärt, nenne du nicht unrein!“ (Apostelgeschichte 10:15). Es ging um den Taufwunsch des Hauptmanns Kornelius, und seines Gefolges, die Heiden waren. Petrus hatte durch die Vision erkannt: „Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, 35 sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.“ (Apostelgeschichte 10:34-35).

Wie wunderbar, dass der Herr kein Anseher der Person ist, wo es uns Menschen untereinander doch schwerfällt, kein Anseher der Person zu sein. Den Richtern in den Ortschaften hat Gott geboten: „… Du sollst kein Ansehen der Person kennen …“ (Deuteronomium 16:19). An die in der Zerstreuung lebenden zwölf Stämme richtet Jakobus folgende Anweisung: „Meine Brüder, haltet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, frei von jedem Ansehen der Person.“ (Jakobus 2:1) und gibt in den nächsten Versen ein Beispiel (Jakobus 2:2-4) und sagt uns dann noch, dass solch ein Verhalten eine Sünde sei (Jakobus 2:9). Wie leicht bin ich doch geneigt, Abstand von einem Menschen zu nehmen, der in die Sonntagsversammlungen kommt und nach Alkohol oder Zigaretten riecht, oder nicht nach meinem Geschmack gekleidet erscheint, oder anders aussieht als ich es gewohnt bin … Ich muss an mir arbeiten, ein solches Verhalten abzulegen, denn wir alle sind Gottes Kinder und ich rieche vielleicht nicht nach Zigaretten, aber habe u. U. ein geistiges Problem, das nicht von außen sichtbar ist, aber der Herr auf jeden Fall sieht. Soll er mich deshalb auch verabscheuen? Ich weiß, der Herr lädt alle ein „… zu ihm zu kommen und an seiner Güte teilzuhaben; und er weist niemanden ab, der zu ihm kommt, schwarz und weiß, geknechtet und frei, männlich und weiblich; und er gedenkt der Heiden; und alle sind vor Gott gleich, die Juden ebenso wie die Andern. (2. Nephi 26:33). Wie machst du dich frei vom Ansehen der Person?

Illustration: Jesus Christus hilft einem jungen Mann, der auf einem Baum hocktChristus hielt nach denen Ausschau, die abgelehnt und ausgestoßen waren – die anders zu sein schienen.
(Bild: Quelle)

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