Möge der Herr sein Volk in Rechtschaffenheit und in Herzensheiligkeit bewahren

Der nephitische oberste Hauptmann Gidgiddoni umstellte nun des Nachts seinerseits die Gadiantonräuber, sodass er ihnen sowohl im Norden als auch im Süden den Rückzug in ihre Verstecke in den Bergen versperrte (3. Nephi 4:24-27). „Und ihr Führer Zemnarihach wurde ergriffen und an einem Baum gehenkt, ja, nämlich an dessen Spitze, bis er tot war. Und als sie ihn gehenkt hatten, bis er tot war, fällten sie den Baum zur Erde und riefen mit lauter Stimme, nämlich: 29 Möge der Herr sein Volk in Rechtschaffenheit und in Herzensheiligkeit bewahren, so daß es alle diejenigen, die danach trachten, es um der Macht und um geheimer Verbindungen willen zu töten, zur Erde fällen lassen möge, so wie dieser Mann zur Erde gefällt worden ist.“ (3. Nephi 4:28-29)

Möge der Herr sein Volk in Rechtschaffenheit und in Herzensheiligkeit bewahren. Es fällt einem schwer zu verstehen, dass die gottesfürchtigen Nephiten diesen Anführer der Gadiantonbande, Zemnarihach, erhängten. Wir müssen berücksichtigen, was sein Vorgänger Gaddianhi und er vorhatten. Sie wollten das Volk Nephi ausrotten (3. Nephi 3:8). Im Volk Israel wurden solche Verbrechen mit dem Tode bestraft. Entweder durch Steinigung oder aber auch durch Erhängen. In der `Tempelrolle´, einer Schriftenrolle, die am Toten Meer gefunden wurde, wird der Tod durch Erhängen für die vorliegenden Handlungen der Gadiantonbande unterstützt. Dort heißt es: „Wenn es einen Spion gegen sein Volk geben sollte, der sein Volk an ein fremdes Volk verrät oder seinem Volk böses angetan hat, so sollst du ihn an einem Baum aufhängen und er wird sterben.“ (Tempelrolle , (11Q19), col. 64, Zeilen 6–13, in Florentino García Martínez, Die Schriftrollen vom Toten Meer , 2. Aufl. Leiden: Brill, 1996, 178.). Weiter besagt das Gesetz Mose, dass ein solch Gehängter samt dem Baum an dem er gehängt wurde, zu begraben sei (Deuteronomium 21:22-23). Dazu wurde der Baum natürlich gefällt. Zemnarihachs Todesurteil hat auch eine symbolhafte Komponente. Er wurde vor dem Volk, das er zu Fall bringen wollte, selber zu Fall gebracht. Das Ganze wurde öffentlich durchgeführt und mit einem Eid des Volkes bekräftigt, sich solcher Vergehen nicht schuldig zu machen (3. Nephi 4:29). Zur Vertiefung lies gerne in Book of Mormon Central „Why Did the People Cut Down the Tree after Hanging Zemnarihah?

Was kann ich nun für mich daraus entnehmen? Zum einen Dankbarkeit, dass ich in einer Zeit leben darf, in der das Gesetz des Mose, der alte Bund, durch Christus erfüllt (3. Nephi 15:5,8) und durch seinen Neuen Bund ersetzt wurde (Hebräer 8:13; Lehre und Bündnisse 22:1). Zum anderen, dass ich in geistiger Hinsicht den Herrn, sein Werk und sein Volk, nicht verraten darf, wenn ich vor geistiger Vernichtung, indem ich nicht mehr in die Gegenwart des Herrn zurückkehren darf, verschont bleiben will. Außerdem sollte ich mich verpflichten, dem Bösen in meiner Umgebung entschlossen zu widerstehen und es nicht zuzulassen. Wie stellst du sicher, dass der Herr dich in Rechtschaffenheit und in Herzensheiligkeit bewahren kann?

zemnarihach

(Bild: Quelle Video Why Did the People Cut Down the Tree after Hanging Zemnarihah?)

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