Infolge ihrer Übertretung schwach geworden

Mormon beschreibt den Zustand der Nephiten aufgrund ihrer furchtbaren Schlechtigkeit (Helaman 4:25): „Denn siehe, sie sahen, daß die Stärke der Lamaniten so groß war wie ihre eigene Stärke, ja, Mann für Mann. Und so waren sie in diese große Übertretung gefallen; ja, so waren sie im Zeitraum nicht vieler Jahre infolge ihrer Übertretung schwach geworden.“ (Helaman 4:26)

Infolge ihrer Übertretung schwach geworden. Wie kann man aufgrund von Schlechtigkeit schwach werden? Der Mensch ist von sich aus grundsätzlich schwach, es mangelt ihm an Fähigkeiten, Kraft oder Fertigkeiten. Stärke und Macht, rechtschaffene Taten zu tun, empfängt er erst durch Gottes Gnade. Wie kann dies geschehen? Wir müssen in den heiligen Schriften forschen. Durch die darin enthaltenen Zeugnisse erlangen wir Hoffnung und unser Glaube wird unerschütterlich, und zwar „… so sehr, daß wir wahrhaftig im Namen Jesu gebieten können, und selbst die Bäume gehorchen uns oder die Berge oder die Wellen des Meeres.“ (Jakob 4:6). Damit wir aber nicht größenwahnsinnig werden, holt uns der Herr immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, indem er uns unsere Schwächen vor Augen führt (Jakob 4:7).

Wende ich mich nun von den Schriften ab und entferne mich dadurch von Gott, wird meine Stärke mit zunehmendem Abstand schwächer. Wie bei einem Magnet. Seine unsichtbaren Kraftlinien breiten sich im Raum aus. Bin ich mit meiner eisernen Rüstung ganz nahe am Magneten, wirken seine Kräfte sehr stark und werden mich an ihn binden und andere störende Einflüsse fernhalten. Entferne ich mich nun gewaltsam von ihm, nimmt die Anziehungskraft immer mehr ab. Ist der Abstand zu groß geworden, wirkt sie gar nicht mehr und ich kann den anderen Einflüssen allein nicht mehr standhalten, ihnen gegenüber bin ich schwach geworden (denke daran, wie uns das Erdmagnetfeld vor kosmischen Strahlen schützt und was passiert, wenn wir die Erde ungeschützt verlassen würden). Was machst du, um nicht schwach zu werden?

Das Magnetfeld (blau) schützt die Erde vor dem Sonnenwind. Foto: ESA
(Bild: Quelle)

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