Ich fürchte eure Macht und eure Gewalt nicht, sondern es ist mein Gott, den ich fürchte

In seinem Brief an Pahoran schreibt Moroni folgendermaßen weiter: „Ja, siehe, ich fürchte eure Macht und eure Gewalt nicht, sondern es ist mein Gott, den ich fürchte; und es ist gemäß seinen Geboten, daß ich das Schwert nehme, um die Sache meines Landes zu verteidigen, und es ist wegen eures Übeltuns, daß wir so viel Verlust erlitten haben.“ (Alma 60:28).

Ich fürchte eure Macht und eure Gewalt nicht, sondern es ist mein Gott, den ich fürchte. Wie ist die Aussage zu verstehen? Unter Furcht kann man zweierlei verstehen. Zum einen Ehrfurcht bzw. heilige Scheu vor Gott zu empfinden und seinen Geboten zu gehorchen. Zum anderen als Gefühl der Bedrohung, als Reaktion auf eine gegenwärtige oder vorausgeahnte Gefahr. Den ersten Halbsatz interpretiere ich mit der Zweiten und den zweiten Halbsatz mit der ersten Definition von Furcht. Moroni empfindet die Macht Pahorans nicht als Bedrohung, aber er empfindet eine heilige Scheu vor Gott und ist bemüht, seine Gebote zu halten, ohne Rücksicht auf eventuell zu erwartende Gefahren.

Ich erkenne, dass wenn ich Gott fürchte, ich den Tod nicht zu fürchten brauche. Denn wer Gott fürchtet – ihm ehrfürchtig gehorcht, für den wird der Tod süß sein (Lehre und Bündnisse 42:46). Gerne folge ich dem Ruf des Engels: „Fürchtet Gott und erweist ihm die Ehre!“ (Offenbarung 14:7), denn ungerne lasse ich mich aufschrecken, um bis ins Innerste zu zittern und zu beben (Lehre und Bündnisse 10:56). Wie ergeht es dir mit Furcht in beiderlei Sinn?

furchtMaria Yakunchikova „Fear“ 1893–95
(Bild: Quelle)

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