Es ist ratsam, dass es ein großes und letztes Opfer gebe

Amulek erklärt nun dem gedemütigten Teil der Zoramiten: „Denn es ist ratsam, dass es ein großes und letztes Opfer gebe; ja, nicht ein Opfer von Menschen, auch nicht von Tieren, auch nicht von Vögeln irgendwelcher Art; denn es soll nicht ein menschliches Opfer sein, sondern es muss ein unbegrenztes und ewiges Opfer sein.“ (Alma 34:10).

Im Intrigenlustspiel „Casanova im Fort St. André“ (1839) von Carl August Lebrün, lässt dieser den Casanova gegenüber dem Gondoliere, dem Überbringer einer nicht so guten Nachricht einer Geliebten, sagen, indem er ihm ein Antwortschreiben aushändigt: „Da, dies für die Person, die dich sandte, und sage ihr – wenn du ihr gegenüber reden kannst – sie hätte ein großes Opfer von mir verlangt, aber ihr Wunsch sei mir Befehl.“ Hier und da wird von einem jeden von uns ein großes Opfer verlangt, etwas, was man hergeben, oder auf das man verzichten soll, obwohl es einem schwerfällt.

Es ist ratsam, dass es ein großes und letztes Opfer gebe. Im Alten Testament verlangt Gott von den Menschen seines Bundesvolkes allerlei Opfergaben. Schon Adam und Eva wurde das Gesetz des Opferns gegeben, als sie aus dem Garten von Eden vertrieben wurden, wozu auch Tieropfer gehörten (Köstliche Perle Mose 5:4-5). Als sie später von einem Engel befragt wurden, weshalb sie dem Herrn Opfer darbrächten und sie den Grund nicht nennen konnten, wurde ihnen erklärt: „… Dies ist ein Sinnbild für das Opfer des Einziggezeugten des Vaters, …“ (Köstliche Perle Mose 5:7). All die vom Bundesvolk geforderten Blutopfer durch Erstlingstiere deuteten auf dieses eine `große und letzte Opfer´ hin, welches nur der makellose Sohn Gottes, nämlich Jesus Christus, erbringen konnte. Sein Opfer war das letzte Blutopfer (Alma 34:13-14). Er führte mit seinen Jüngern das Abendmahl ein, welches uns seitdem immer an das `große und letzte Opfer´ erinnern soll. Von seinem Opfer an, brauchte sein Volk keine Blutopfer mehr zu erbringen. Heute fordert er von uns „… als Opfer ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist …“ (3. Nephi 9:20). Ich bemühe mich tagtäglich, dem Herrn dieses Opfer, mit allem, was sonst noch dazugehört, in Dankbarkeit darzubringen. Wenn mir dies bis zum Ende meiner Erdentage gelingt, weiß ich, dass aufgrund seines `großen und letzten Opfers´, nämlich seines Sühnopfers, für meine Sünden Sühne vor Gott geleistet wurde und die Barmherzigkeit die Gerechtigkeit überwältigt (Alma 34:11,15-16) und ich so, durch Sein Blut gereinigt, vor Gott treten darf. Wie stehst du zu diesem, Seinem Opfer?

Das Opfer der Witwe
(Lukas 21.1-4; Bild: Quelle)

3 Kommentare
  1. Adelheid Rothhaar Schnell sagte:

    Bedeutet das Opfer eines reuigen Herzens und eines zerknirschten Geistes nicht dasselbe wie zu erkennen, dass wir ohne Gott nichts sind? Aber Gott ist derjenige, der uns genügt, der alles für uns ist und ohne den wir nichts sind.

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  2. Manfred L.
    Manfred L. sagte:

    Danke für deinen Kommentar Adelheid. Du hast völlig recht, ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist zu haben, bedeutet demütig zu sein.

    Ein reuiges Herz haben heißt, demütig, zerknirscht, umkehrwillig und sanftmütig zu sein—das bedeutet, für den Willen Gottes empfänglich zu sein. (siehe hier: https://www.lds.org/scriptures/gs/broken-heart.html?lang=deu&letter=R)

    „Wenn wir sündigen und uns Vergebung wünschen, bedeutet ein reuiges Herz und ein zerknirschter Geist, „gottgewollte Traurigkeit“ zu verspüren, die eine „Sinnesänderung zum Heil“ hervorruft (siehe 2 Korinther 7:10).“ (siehe hier: https://www.lds.org/general-conference/2007/10/a-broken-heart-and-a-contrite-spirit?lang=deu)

    Zerknirscht sein bedeutet Reue zu zeigen wenn man etwas falsch gemacht hat.

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