Die Nephiten förderten und unterstützten sie

Was die früher so glaubenstreuen und rechtschaffenen und nun im Abfall begriffenen Nephiten, im Gegensatz zu den früher atheistischen und nun gläubigen Lamaniten (2. Nephi 5:9-10; Helaman 6:34-35), in Bezug auf die Gadiantonräuber taten, schildert uns Mormon so: „Und es begab sich anderseits: Die Nephiten förderten und unterstützten sie, mit den Schlechteren von ihnen beginnend, bis sie das ganze Land der Nephiten überzogen hatten und den größeren Teil der Rechtschaffenen verführt hatten, bis diese so heruntergekommen waren, daß sie an deren Werke glaubten und an ihrer Beute teilhatten und sich ihnen bei ihren geheimen Morden und in ihren Verbindungen anschlossen.“ (Helaman 6:38).

Die Nephiten förderten und unterstützten sie. Wenn ich jemanden fördere, helfe ich ihm bei seiner Entfaltung, unterstütze ihn bei seinem Vorankommen, verhelfe ihm zum Erfolg beim Erreichen seines Zieles. Wie bei allem in unserer Welt hat das `Fördern´, wie eine Medaille, zwei Seiten. Ich kann jemanden in positiven Angelegenheiten zum Erfolg verhelfen, aber eben auch in negativen. Für Letzteres hatten sich nun die Nephiten entschieden. Zunächst versuchten sie großen Erfolg mit wenig Aufwand zu erzielen, indem sie bei den schon Schlechten deren Schlechtigkeit `förderten´. Im Schneeballsystem verbreitete sich dann die Schlechtigkeit, bis sogar der größte Teil der Rechtschaffenen infiziert war und die überwiegende Mehrheit an die Werke Satans glaubte.

Das ist nicht die Art von Förderung, die der Herr im Auge hat. Der Apostel Paulus spricht über das rechte Fördern, die richtige Seite der Medaille. Er spricht davon, „… dass alles, was mir zugestoßen ist, die Verbreitung des Evangeliums gefördert hat.“, seine Bedrängnisse seine Brüder veranlasst hat, die Verbreitung des Wortes Gottes furchtlos voranzutreiben (Philipper 1:12-14). Um den Glauben seiner Brüder und Schwestern in Philippi zu `fördern´, zieht er es vor, bei ihnen zu bleiben, anstatt bei Christus zu sein (Philipper 1:22-25). Er denkt nicht an sich zuerst, sondern an die, die er im Glauben `fördern´ kann. So haben auch wir, als heutige Diener des Herrn die Aufgabe, diejenigen, die uns anvertraut sind, im Glauben zu fördern. Meine Brüder und Schwestern und ich tun dies, indem wir die uns zugeteilten Familien betreuen. Lies auch gerne hierzu diese Rede von Elder Jeffrey R. Holland, vom Kollegium der Zwölf Apostel, „Bei ihnen zu sein und sie zu stärken“, und auch die von Sister Jean B. Bingham, Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung, „Anderen dienen, wie der Erretter es tut“. Wie förderst du deine dir Anvertrauten?

Sich anderer annehmen, wie der Erretter es tat
(Bild: Quelle)

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