Der faire Prozess

Hätte Christus vor seiner Kreuzigung einen fairen Prozess gemacht bekommen, wäre er auf jeden Fall freigesprochen worden. Da er aber, um das Sühnopfer ganz zu vollbringen, gekreuzigt werden musste, musste so einiges nicht ganz koscher gelaufen sein. Diese fiktive Gerichtsverhandlung beleuchtet die Nacht der Festnahme und des Verhörs, die nach jüdischem Gesetz so nicht stattgefunden haben durfte. Die zwölf Punkt der Verteidigung können in Elder James E. Talmages Opus „Jesus der Christus“ nachgelesen werden.

 

Personen

Einige jüdische Richter

Einige Kläger

Ein Verteidiger mit Namen Johannes

Der Angeklagte Jesus Christus

Ein Verräter

Petrus

Ein Gerichtsvorsteher

Soldaten

 

Erste Szene

Tag vor der Verhandlung

In einem Haus in Jerusalem

 

Verräter                     Euer Ehren, bald soll Jesus festgenommen und vernommen werden. Wir bieten Euch 20 Stücke Silber, damit Ihr ihn schuldig sprecht.

Richter                       So viel ist das Euch Wert?

Verräter                     Aber ja. Er wird diese kommende Nacht festgenommen.

Richter                       In der Nacht?

Verräter                     Ja. Er wird dann sofort verurteilt und noch Morgen ans Kreuz geschlagen.

Richter                       Zeigt mir die Silberstücke.

Verräter                     Hier, nehmt sie. Sie gehören Euch.

 

 

 

 

 

Zweite Szene

In der Nacht

In einem Olivenbaumgarten

 

Verräter                     Meister [küsst ihn].

Jesus lässt es zu. Einige Soldaten kommen, um ihn festzunehmen. Petrus stellt sich vor

Jesus, zieht sein Schwert und schlägt einem Soldaten ein Ohr ab. Jesus schreitet ein,

hält Petrus zurück und heilt die Wunde. Jesus wird sodann abgeführt. Die Soldaten

folgen ihm. Petrus und die übrigen Apostel bleiben zurück.

Petrus                         Damit werden sie nicht durchkommen. Er wurde nachts festgenommen. Sie müssen ihn freilassen. Er sagt zu sich: Ich habe bewiesen, dass ich mit ihm ins Gefängnis ginge. Oh Herr, mein Gott, wir retten dich.

 

Dritte Szene

In derselben Nacht

In einem Haus in Jerusalem

 

Petrus                         Euer Ehren, wir stellen Antrag auf Freilassung. Jesus Christus wird zu Unrecht als Gefangener gehalten. Wir verteidigen hiermit Christus und wollen einen gerechten Prozess.

Richter                       Wo ist der Verteidiger für diesen Jesus. Bist es etwa du Petrus?

Petrus                         Ich werde als Zeuge dienen und gegen jeden, der gegen Christus ist, Zeugnis ablegen.

Richter                       Und wo ist denn nun der Verteidiger?

Petrus                         Hier. Johannes wird Jesus verteidigen.

Richter                       So sei es dann. Ich habe schon Wort bekommen, dass ein Jesus Christus festgenommen wurde und wegen Rebellion und Aufständen festgehalten wird. Er befindet sich schon im Gerichtssaal. Geht ihr nur vor, ich werde rechtzeitig zur Verhandlung da sein.

Kurz nachdem Petrus und Johannes das Haus verlassen haben, steckt der Richter

seine Hand in die Tasche und holt den Sack voll Silberstücke hervor. Er wiegt sie mit

der Hand. Er wägt ab, ob er das Geld brauche oder ob er Recht walten lassen solle.

Er lächelt kurz.

                                    Warum sollte ich? Ich bin doch immerhin Jude und kein Christ.

 

 

 

 

 

Vierte Szene

In derselben Nacht

Ein Gerichtssaal

Alle – Jesus in Ketten eingeschlossen – sind anwesend. Auf der Anklagebank sitzt auch

Johannes, der als Verteidiger dient. Auf der Klägerbank sitzen drei Männer, die in

schwarz gekleidet sind und eine Kopfbedeckung tragen. Jesus ist ganz ruhig, Johannes

nervös. Außer diesen Männern befindet sich niemand im Saal, die Verhandlung

geschieht unter dem Ausschuss der Öffentlichkeit.

 

Gerichtsvorsteher    Erheben Sie sich für die ehrenhaften Richter.

Alle erheben sich. Die Richter betreten den Saal und nehmen auf ihrem Richterstuhl

Platz. Sie blicken kurz zu den drei Männern und dann zu Jesus. Einer dieser Richter

gilt als Wortführer. Die beiden anderen Richter sind anwesend, doch sprechen sie

selbst nicht.

                                    Der Angeklagte wird der Gotteslästerung angeklagt. Außerdem hat er den Sabbat entweiht, mit seinen Nachfolgern plant er eine Rebellion gegen Rom und scharrt Religionsfanatiker um sich.

Richter                       Auf was plädieren Sie, Johannes.

Johannes                   Unschuldig, Euer Ehren, in allen Punkten.

Kläger                        Schuldig in allen Anklagepunkten, Euer Ehren.

Richter                       Ich gebe das Wort der Verteidigung.

Johannes                   Vielen Dank, Euer Ehren. Wir haben zwölf Punkte, die sowohl die Art und Weise, wie dieses Verhör durchgeführt wird, als auch wie mit Jesus umgegangen wird, anklagen. Jesus wurde schon vor dieser Verhandlung privat vernommen.

Richter                       Zwölf Punkte? Das kann ja lange dauern. Nun, beginnen Sie doch mit dem ersten Punkt.

Johannes                   Die Verhaftung Jesu war ungesetzlich, Euer Ehren. Die Verhaftung durfte nicht bei Nacht vorgenommen werden. Außerdem ist Judas ein Mitschuldiger und er selbst wurde nicht festgenommen.

Kläger                        Einspruch, Euer Ehren, wenn Jesus nicht in diesem Augenblick festgenommen worden wäre, dann wäre er wohl geflohen. Immerhin befand er sich schon außerhalb der Stadtmauern.

Richter                       Stattgegeben.

Johannes                   Einspruch, Jesus ist ein guter Bürger gewesen. Er zahlte seine Steuer und stellt keine Armee gegen Rom auf.

Richter                       Abgelehnt. Sie haben noch elf Punkte, Johannes. Ich hoffe für sie, dass diese Punkte ein wenig mehr hergeben als dieser letzte.

Johannes                   Jesus wurde – ohne die Anwesenheit seines Anwalts – privat vernommen.

Kläger                        Und wo bitte soll diese Vernehmung stattgefunden haben?

Johannes                   Bei Hannas oder Kaiphas!

Kläger                        Geht es vielleicht ein wenig genauer?

Johannes                   Natürlich nicht, weil es im Privatem geschah. Es geschah kurz vor diesem Verhör. Diese Vernehmung war weder öffentlich, noch war sie frei – Jesus war in Fesseln. Auch kann es nicht sein, dass nur ein Richter über ihn richtet.

Kläger                        Jesus ist noch immer in Fesseln, denn sonst würde er ja fliehen. Außerdem, Euer Ehren, ist der Verteidiger sich nicht einmal sicher, wer Jesus verhört haben soll, Hannas oder Kaiphas – vielleicht waren es ja doch mehr als ein Richter? Es soll angeblich im Privaten geschehen sein – wer soll da bitte aussagen?

Johannes                   Die Verteidigung ruft Hannas in den Zeugenstand.

Kläger                        Jetzt hören Sie doch bitte auf. Sie können doch auf Vermutung nicht irgendeinen angesehen Richter in den Zeugenstand rufen und ihn mit Dreck besudeln.

Richter                       Ich stimme dem Kläger zu. Weder Hannas noch Kaiphas werden in den Zeugenstand gerufen. Bei ihrem zweiten Punkt mangelt es an Beweisen. Aber bitte, fahren Sie fort.

Johannes                   Die Anklageerhebung gegen Jesus ist formal ungesetzlich.

Richter                       Bitte werden Sie doch ein wenig genauer, mein Herr Verteidiger.

Johannes                   Dieses Verhör hier ist nicht öffentlich. Christus ist nicht frei. Und wie wir nun schon gesehen haben, ist eine Sicherung gegen alle Gefahren in den Aussagen nicht gegeben.

Kläger                        Natürlich nicht, was reden Sie da. Einspruch, Euer Ehren.

Richter                       Stattgegeben.

Johannes                   Was? Aus welchem Grund. Der Kläger hat seinen Einspruch nicht einmal annähernd begründet. Wie können Sie, Richter, diesem Einspruch stattgeben?

Richter                       Hüten Sie Ihre Zunge, sonst lasse ich sie wegen Missachtung des Gesetzes aus dem Gerichtssaal bringen.

Johannes lässt sich erschöpft nach hinten fallen. Er stand die ganze Zeit schon und

versuchte mit aller Macht seinen Meister zu verteidigen. Er ist erschöpft und nahe

daran zu verzweifeln. In diesem Augenblick spürt er, wie Wärme in ihn einfährt. Er

blickt zu seiner linken Seite und schaut Jesus direkt in die Augen. Jesus lächelt ihn an

und zeigt ihm damit, dass er nicht enttäuscht von ihm sei. Jesus weiß, wie diese

Verhandlung ausgehen würde.

Johannes, fahren Sie nun mit ihren restlichen Punkten fort?

Johannes hat neuen Mut geschöpft und ist voller Energie. Er steht wieder und mit

Jesus an seiner Seite fühlt er sich so stark wie ein Löwe.

Johannes                   Gewiss, Euer Ehren. Die Verteidigung beantragt eine Vertagung des Verhörs, da es bei Nacht stattfindet. Ich zitiere von der Mischna.

Er blättert kurz durch seine Unterlagen. Es ist ein Wunder, dass er einigermaßen

vorbereitet ist – so schnell, wie die Ereignisse sich überschlagen haben.

                                    Hier, Sanhedrin 4:1: „Ein Kapitalvergehen ist während des Tages zu verhandeln, während der Nacht ruhen zu lassen.“

Johannes spürt, dass er etwas hat. Er erkennt an der Haltung der Richter und die der

Kläger, dass sie zögern.

Kläger                        Einspruch, Euer Ehren. Es ist doch wohl kaum von Kapital-vergehen die Rede, oder?

Johannes                   Entweihung des Sabbats, Gotteslästerung, Rebellion gegen Rom?

Kläger                        Also geben Sie zu, dass sich Jesus dies alles zu Schulden gekommen lassen hat?

Johannes                   Natürlich nicht.

Kläger                        Wovon haben Sie dann solche Angst?

Richter                       Der Einspruch wird somit stattgegeben. Der Antrag auf Vertagung wird abgelehnt. Je schneller wir das hier hinter uns bringen, desto besser. Die Verteidigung hat noch einige Punkte, nehme ich an?

Johannes                   Wurde schon das Morgenopfer dargebracht, Euer Ehren?

Richter                       Natürlich nicht, es ist ja noch nicht morgen. Wo wollen Sie mit dieser Frage hin, Johannes?

Johannes                   Und das Abendopfer, Euer Ehren, wurde dies schon dargebracht?

Richter                       Selbstverständlich! Ich bin hier nicht auf der Anklagebank. Behandeln Sie mich nicht wie einen Zeugen. Meine Geduld ist langsam erschöpft.

Johannes                   Noch einen Augenblick, Euer Ehren. Zwischen Abend- und Morgenopfer dürfen keine Verfahren stattfinden. Ich fordere den sofortigen Abbruch!

Richter                       Abgelehnt. Lehnen Sie sich nicht zu weit aus dem Fenster, sonst fallen Sie noch heraus! Und das ist eine direkte Warnung!

Johannes                   Aber hier im Talmud steht doch, dass keine Sitzung des Gerichtshofes vor der Darbietung des Morgenopfers stattfinden darf.

Kläger                        Einspruch, Euer Ehren, der Verteidiger dreht sich im Kreis. Diese Sitzung dient doch nur dazu, festzustellen, ob Jesus ein paar Gebote gebrochen hat.

Johannes                   Ein paar Gebote? Wegen ein paar Geboten seid Ihr Kläger doch vollkommen erbost.

Ein wildes Durcheinander folgt. Alle stehen auf – nur Jesus und die Richter bleiben

sitzen. Johannes hat an Größe noch ein wenig zugenommen und zeigt mit dem Finger

auf die Kläger. Die Kläger zeigen auf Johannes. Was gesagt wird, kann niemand

verstehen. Der Richter fängt an, mit seinem Hammer auf das Pult zu hauen, doch erst

als Jesus Johannes traurig anschaut, wird der Verteidiger wieder ruhig. Er beugt sich

zu Jesus herunter und muss wohl kurz weinen. Der Meister sagt ihm etwas ins Ohr.

Johannes verliert jeglichen Mut. Sein Meister wird dieses Verhör verlieren und

schuldig gesprochen werden. Er sammelt sich und wird weiter verteidigen.

                                    Entschuldigen Sie, Euer Ehren. Ich werde von nun an Ruhe bewahren und die Entscheidungen des Richters respektieren.

Kläger                        Ausgezeichnet.

Johannes                   Euer Ehren, es ist nun Freitag. Morgen ist Sabbat. In der Mischna, Sanhedrin 4:1 steht und ich zitiere: „Sie sollen nicht richten am Vorabend des Sabbats.“

Kläger                        Einspruch, Euer Ehren. Wie schon angemerkt: erstens könnte Jesus ja fliehen und zweitens war er schon außerhalb der Stadt.

Richter                       Einspruch stattgegeben. Sie sind bei Punkt sieben, glaube ich.

Johannes                   Ja, Euer Ehren.

Richter                       Nun bitte, fahren Sie doch fort. Und bitte verschonen Sie uns mit diesen ganzen „bei Nacht“ Anschuldigungen. Dieses Thema ist – wie meine Geduld – zum äußersten gereizt.

Johannes                   Der Prozess darf nicht innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Ich bitte Sie, davon abzusehen, noch heute ein Urteil zu erzwingen.

Kläger                        Einspruch, Euer Ehren. Die Sache muss noch hier und heute geregelt werden.

Richter                       Abgelehnt.

Johannes hat zum ersten Mal den Richter auf seiner Seite. Er lässt es sich nicht

anmerken, doch in ihn lacht kurz die Sonne. Er blickt voller Hoffnung zu Jesus, wird

aber von den Worten des Richters in die Dunkelheit zurückgeholt.

                                    Ich werde heute kein Urteil erzwingen. Doch ich werde Pilatus von einem ersten Urteil berichten. Es wird sowieso an ihm liegen, was mit Jesus geschehen wird. Es kann sein, dass er ihn frei spricht, wer weiß. Dieser Prozess muss noch heute abgeschlossen werden, doch dieser hier ist doch nur ein Teil des gesamten Prozesses. Jesus muss sich am Tag noch vor den römischen Beamten rechtfertigen. Ich lehne den Einspruch der Anklage ab, kann aber auf die Bitte der Verteidigung nicht vollends eingehen. Bitte, Johannes, Ihr nächster Punkt.

Johannes                   Niemand der hier anwesenden Richter spricht für Jesus. Wenn der Schuldspruch einstimmig erfolgt, dann wird damit ein Freispruch bewirkt.

Kläger                        Euer Ehren, noch ist doch gar kein Schuldspruch erfolgt und wie Ihr sagtet, wird dies auch noch bis später verzögert.

Johannes                   Aber es muss dennoch bedacht werden, dass niemand der Richter für Jesus stimmt und Pilatus somit von einem Freispruch unterrichtet werden muss.

Richter                       Lassen Sie das nur meine Sorge sein. Der Schuldspruch ist noch nicht erfolgt und vielleicht ist einer von uns von Ihrer Verteidigung überzeugt.

Johannes                   Und wer, Euer Ehren?

Richter                       Wie gesagt, lassen Sie das nur meine Sorge sein. Aber bitte, fahren Sie fort.

Johannes                   Die Kleider meines Mandanten wurden zerrissen, das Verfahren fand schon an verschiedenen Orten statt und wird wohl noch an einem weiteren Orten stattfinden. All diese Punkte sprechen gegen ein Verfahren.

Richter                       Sind diese Punkte alle für sich oder ist es ein einzelner Punkt ihrer zwölf Punkte?

Johannes                   Es ist ein Punkt der zwölf Punkte, Euer Ehren.

Richter                       Die Umstände ließen kein anderes Vorgehen zu, das tut mir Leid. Ich werde es aber in das Protokoll aufnehmen lassen. Dennoch muss ich Ihnen mitteilen, dass wir an diesem Punkt nicht verweilen werden. Sie haben noch zwei Punkte.

Johannes                   Die Richter sind Feinde Jesu. Sie dürfen nicht über ihn richten.

Kläger                        Ist das so? Dieser Mann er zeigte dabei auf Jesus ist so berühmt, dass ihn jeder kennt. Sie können doch nicht sagen, dass der Richter ein Feind Jesu ist, nur weil er von ihm gehört hat.

Johannes                   Richter, sind Sie ein Feind Jesu?

Kläger                        Einspruch, Euren Ehren steht nicht als Zeuge, sondern als Richter hier.

Richter                       Kläger, ich spreche für mich selbst: Ich werde aber kein Wort über meine Beziehung und meine Gefühle zu diesem Mann verlieren. Sie haben noch einen Punkt.

Johannes                   Es wurde weder gründlich gesucht, noch geforscht, noch gefragt (5.Moses 13:15). Weder Jesus noch irgendwer sonst befand sich im Zeugenstand.

Richter                       Aber sie wissen doch, dass Jesus seinen Mund nicht auftut. Er schweigt.

Johannes                   Weil er wie ein Lamm ist, dass vor seinem Scherer verstummt (Jesaja 53:7). Dennoch wurde nicht geforscht und gefragt. Ich rufe also Petrus in den Zeugenstand! Sein Wort wird zeigen, dass die Punkte der Rebellion, der Gotteslästerung und der Sabbatentweihung falsche Anschuldigungen sind!

Richter                       Nun gut, rufen Sie doch bitte Petrus zu uns. Er wird sich bestimmt irgendwo vor den Toren des Gerichts befinden.

Gerichtsvorsteher    Die Verteidigung ruft Simon Petrus in den Zeugenstand!

Von nun an vergeht die Zeit für Johannes unendlich langsam. Jesus hat die Augen

geschlossen und erinnert sich an seine Worte an Petrus: „In dieser Nacht, ehe der

Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“ (Matthäus 26:33). Draußen hört man

nur Menschen, die den Name des Apostels rufen. Dann kräht der Hahn und Jesus

öffnet wieder seine Augen und sieht Petrus, der ihn draußen leugnet.

Werte Richter, es scheint, als ob Petrus nicht in den Zeugenstand kommen wird.

Kläger                        Er leugnet ihn, Euer Ehren. Petrus leugnet den großen Jesus. Schuldig, sagen wir. Schuldig in allen Punkten!

Johannes klappt in seinen Stuhl zusammen. Er spürt, wie Jesus seine beiden Hände auf

sein Knie legt und in sein Ohr flüstert: „Sei guten Mutes, ich habe die Welt

überwunden“ (Johannes 16:33). Johannes blickt seinen Meister direkt in die Augen.

Sie haben noch immer ihre Erhabenheit! Auch Johannes flüstert etwas und steht dann

auf.

Johannes                   Euer Ehren, die Verteidigung beendet hiermit ihre Beweisaufführung.

Richter                       Wir werden Pilatus über unser Urteil informieren! Das Gericht ist hiermit geschlossen.

Der Hammer fällt und alle bis auf Jesus, der Gerichtsvorsteher und einige Soldaten

bleiben im Raum. Johannes hat die Verhandlung verloren, doch Glauben in seinen

Messias gefunden.

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