Darum schütteten wir unsere Seele im Gebet vor Gott aus

Helaman war mit seinen Kriegern irritiert, dass er nach längerer Zeit nur recht wenig Verstärkung und Vorräte bekommen hatte (Alma 58:9) und teilt uns mit: „Darum schütteten wir unsere Seele im Gebet vor Gott aus, er möge uns stärken und uns aus den Händen unserer Feinde befreien, ja, und uns auch Kraft geben, unsere Städte und unsere Ländereien und unsere Besitzungen für den Unterhalt unseres Volkes zu behalten“. (Alma 58:10)

Darum schütteten wir unsere Seele im Gebet vor Gott aus. Helaman befand sich mit seinen Kriegern in einer bedrohlichen Situation und hatte sich erhofft, aus dem Landesinneren größere Hilfsanstrengungen durch sein Volk zu erhalten. Als dies nicht der Fall war, schütteten sie ihre Seele im Gebet vor ihrem himmlischen Vater aus. Sie suchten in einer ehrfürchtigen Verbindung zu Gott Trost und Stärkung. Ich gehe davon aus, dass sie es nicht in der Weise taten, den Willen des Herrn ändern zu wollen, sondern um die Segnungen zu erbitten, die der Herr schon für sie vorgesehen hatte.

Das Gebet als Mittel mit Gott zu kommunizieren gibt es seit Menschheitsbeginn. Im Zusammenhang mit der Geburt des Enosch, dem Sohn von Set, den Adam und Eva nach dem Brudermord bekamen, heißt es: „Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.“ (Genesis 4:26). Ja, Mose wurde offenbart, dass ein Engel dem Adam erschien und ihm gebot: „Darum sollst du alles, was du tust, im Namen des Sohnes tun, und du sollst umkehren und Gott im Namen des Sohnes anrufen immerdar.“ (Köstliche Perle Mose 5:8). Das Gebet ist die einzige Möglichkeit mit Gott in Verbindung zu treten. Wir dürfen mit all unseren Sorgen und Nöten zu ihm kommen. Wenn wir Antworten auf zu lösende Probleme benötigen, wenden wir uns im Gebet an ihn. Und wir tun es im Namen des Sohnes (Johannes 16:23-24), vergessen über all dem aber auch nicht Danke zu sagen für all die Segnungen, die er schon über uns ausgeschüttet hat. Wenn wir dies im rechten Geist tun, wird uns unseren Wünschen gemäß geschehen (Lehre und Bündnisse 46:30). Warum? Weil uns nicht in den Sinn kommen würde, etwas Unrechtes zu erbitten (3. Nephi 18:20). Welche Erfahrungen hast du schon mit dem Gebet gemacht?

(Bild: Quelle)

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