Darum, o mein Sohn, kann jeder, der kommen will, … uneingeschränkt von den Wassern des Lebens nehmen

Nachdem Alma der Jüngere seinem Sohn erklärt hatte, dass Gerechtigkeit nicht durch Barmherzigkeit außer Kraft gesetzt werden kann, wenn deren Bedingungen nicht erfüllt wurden, und klar gemacht hatte, dass Gott seine ewigen Absichten zustande bringen würde, sagt er weiter: „Darum, o mein Sohn, kann jeder, der kommen will, kommen und uneingeschränkt von den Wassern des Lebens nehmen; und jeder, der nicht kommen will, der ist nicht gezwungen zu kommen; aber am letzten Tag wird ihm gemäß seinen Taten wiederhergestellt werden.“ (Alma 42:27).

Darum, …, kann jeder, der kommen will, … uneingeschränkt von den Wassern des Lebens nehmen. Bei `Wasser des Lebens´, welche Begebenheit aus dem Neuen Testament fällt dir dazu ein? In der gesamten Bibel (Einheitsübersetzung von 2016) wird `das Wasser des Lebens´ an vier Stellen erwähnt, und zwar in der Offenbarung des Johannes. Einmal als es um die Auserwählten aus allen Völkern geht: Das Lamm, ihr Hirte, „… wird sie zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens entspringt.“ (Offenbarung 7:17). Zum Zweiten, als es um das Wohnen Gottes unter den Menschen geht, sagte Alpha und Omega zu Johannes: „… Wer durstig ist, den werde ich unentgeltlich aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.“ (Offenbarung 21:6). Zum Dritten, als es um die neue Welt Gottes geht, zeigte einer der sieben Engel dem Johannes „… einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus.“ (Offenbarung 22:1). Zum vierten Mal, als der Geist dem Johannes sagt: „… Wer durstig ist, der komme! Wer will, empfange unentgeltlich das Wasser des Lebens!“ (Offenbarung 22:17).

Wie bei Alma, beinhaltet auch die letzte Aussage in der Offenbarung das `will´. Wer etwas will, der hat sich für etwas entschieden, bzw. hat den Vorsatz etwas zu tun, um etwas zu erlangen oder zu erreichen. Der Herr stellt uns frei, ob wir „… uneingeschränkt von den Wassern des Lebens nehmen …“ – und das auch noch „… unentgeltlich …“ – oder eben nicht. Er zwingt niemanden vom `Wasser des Lebens´ zu trinken, sein Evangelium anzunehmen. Er hat uns die Freiheit gegeben, selbst zu handeln. Allerdings kommen wir nicht umhin, auch die Folgen unseres Handelns zu tragen, seien sie positiv oder aber negativ (Helaman 14:30). Er überlässt es uns, „… Freiheit und ewiges Leben …“, oder „… Gefangenschaft und Tod zu wählen …“ (2. Nephi 2:27). Gerne komme ich und nehme uneingeschränkt von den Wassern des Lebens, die ins ewige Leben fließen (Johannes 4:14) und versuche mein Leben nach besten Kräften daran auszurichten. Wie sieht dein Wollen in Bezug auf dieses Wasser aus?

Christ in white robes, sitting on the edge of a stone well, talking to a woman who sits on the ground next to a water jug, listening to His words.Auf der Reise durch Samarien erklärt der Erlöser einer Frau am Jakobsbrunnen, dass er das „lebendige Wasser“ ist.
(Bild: Quelle)

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