Dann wird ihnen das Größere vorenthalten werden

Klar, schon immer hat er das Größere bekommen
(Bild: Quelle)

Mormon erklärt, was passiert, wenn wir nicht an das glauben, was uns der Herr als sein Wort zukommen lässt: „Und wenn es so ist, daß sie nicht an dies glauben, dann wird ihnen das Größere vorenthalten werden, zu ihrer Schuldigsprechung.“ (3. Nephi 26:10).

Dann wird ihnen das Größere vorenthalten werden. Ist es dir auch schon so ergangen: Du sitzt bei einer Familienfeier in einer fröhlichen Kafferunde. Der Kuchen wird verteilt. Dein Sitznachbar bekommt gerade das größte Stück, was auf dem Teller liegt und für dich bleibt gerade noch das kleinste Stück übrig. Tapfer reißt du dich zusammen und machst gute Mine zum für dich nicht so gut gelaufenen Spiel. Wer möchte nicht gerne das größte Stück abbekommen (jedenfalls wenn man Kuchenliebhaber ist)? Wer sich emotional nicht so im Griff hat, wird da unter Umständen auch schon mal Protest eingelegt haben: Immer kriegt Peter das größte Stück!

Beim Herrn läuft es etwas anders. Er bietet uns einen Teil seines Wortes an. Glauben wir daran, dann wird er uns mehr von seinem Wort zukommen lassen, bis wir schlussendlich die Fülle bekommen haben werden. Aber es ist eben davon abhängig, ob wir an das glauben, was er uns bisher gegeben hat. Dies lernen wir ganz besonders in der Auslegung der Schrift, die Alma dem Zeezrom gab. Zeezrom, ein Gesetzeskundiger, der um die 82 v. Chr. in der Stadt Ammoniha wohnte und dem Volk schmeichlerische Lügen auftischte, wurde von Almas Mitarbeiter im Missionswerk, Amulek, entlarvt. Alma belehrte ihn daraufhin bezüglich der Geheimnisse Gottes, die er den Menschen gemäß ihrem Eifer zugesteht. Derjenige, der sein Herz dagegen verhärtet, bekommt ein `kleineres Maß´, derjenige, der es nicht verhärtet ein `größeres´, bis er sie völlig erkennt. Den anderen wird das zugemessene Wort immer kleiner werden, bis sie nichts mehr von Seinen Geheimnissen wissen, und sogar vom Teufel gefangen genommen werden (Alma 12:9-11). Ich bin so unendlich dankbar, dass ich bei Eltern aufwachsen durfte, die mir das Samenkorn des Glauben ins Herz pflanzten, das mit ihrer Hilfe immer weiter wuchs, bis ich selber in der Lage war, es weiter zu hegen und zu pflegen, sodass es zu einem großen Baum heranwachsen konnte. Nun nehme ich täglich immer ein großes Stückchen von diesem Wort und überlege, was ich damit anfangen kann, bete um Kraft und Hilfe und versuche die gewonnene Kenntnis für meine Umwelt und mich richtig anzuwenden.

Hattest du schon mal das Empfinden, dass dir etwas `Größeres´ von den Geheimnissen Gottes nicht zuteil wurde, und welche Gedanken bewegten dich da?

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