Da waren sie wegen des Wortes zornig, denn es zerstörte ihre Machenschaften

Alma der Jüngere und die anderen Missionare beendeten ihre Belehrungen bei den Zoramiten und zogen in das Land Jerschon, welches die Nephiten ihren Brüdern, die sie nach ihrer Bekehrung das Volk Ammon nannten (Alma 27:12,25-26). Unter den Zoramiten gab es aber noch eine Nachlese: „Und es begab sich: Nachdem sich die Angeseheneren unter den Zoramiten miteinander über die Worte beraten hatten, die ihnen gepredigt worden waren, da waren sie wegen des Wortes zornig, denn es zerstörte ihre Machenschaften; darum wollten sie auf die Worte nicht hören.“ (Alma 35:3).

Da waren sie wegen des Wortes zornig, denn es zerstörte ihre Machenschaften. Auch Friedrich Schiller erlebte am eigenen Leib `Machenschaften´ des durch und durch absolutistischen württembergischen Herrschers, Herzog Carl Eugen (*1728), und rächte sich dafür mit einem bürgerlichem Trauerspiel „Kabale und Liebe“ (um 1782 verfasst), wobei Kabale ein heute ungebräuchlicher Ausdruck für Intrigen, bzw. Machenschaften, ist. In diesem Stück greift er den Absolutismus an und kritisiert die Machenschaften des Adels, die völlige Rechtlosigkeit der Untertanen, des Bürgertums, am Beispiel der Vereitelung der Liebe zwischen der Tochter eines bürgerlichen Stadtmusikanten und Ferdinand von Walter, dem Sohn des adligen Präsidenten von Walter, aufgrund niederträchtiger Intrigen (Kabalen).

Diejenigen, die sich Machenschaften bedienen, um andere zu unterdrücken, bzw. zu schädigen, sind natürlicherweise nicht darüber erfreut, wenn diese aufgedeckt und angeprangert werden. So auch die angeseheneren Zoramiten. Auch unsere Bosse der Automobilindustrie sind sicherlich nicht erfreut darüber, dass ihre Machenschaften ans Tageslicht gekommen sind, oder die der Pharmaindustrie oder der Lebensmittelindustrie, der Politik … Wir haben heute, ganz genauso wie unsere Vorfahren, unter `Machenschaften´ einflussreicher, machtbesessener Kräfte zu leiden, die nur auf Gewinnmaximierung und Machtausübung fixiert sind. Das hat doch was mit `Priesterlist´ zu tun. Darunter sind Menschen zu verstehen, die sich der Welt als `Licht´, als Vorbild hinstellen, um von der Welt Gewinn und Lob zu ernten. Dabei trachten sie nicht nach dem Wohlergehen ihrer `Untertanen´ (2. Nephi 26:29). Solche Leute dürfen wir uns nicht als Vorbild nehmen und doch sind sie in der Wirtschaft oder Politik sehr gefragt. Ich versuche mich an solchen Menschen zu orientieren, die nicht aus Gewinnsucht handeln (1. Petrus 5:2), denn „… sollte sich Priesterlist unter diesem Volk durchsetzen, so würde dies seine gänzliche Vernichtung bewirken.“ (Alma 1:12). Nach welchen Kriterien suchst du deine Vorbilder aus?

An image of a young man and an elderly woman, combined with a quote by Elder D. Todd Christofferson: “Our example should be such that no one can deny that the Latter-day Saints love the Savior.”

Wir sollten jedoch immer ein gutes Vorbild sein, damit niemand behaupten kann, die Mitglieder der Kirche würden den Erlöser nicht lieben.Elder D. Todd Christofferson
(Bild: Quelle)

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