Die Herrlichkeit des Königs der ganzen Erde, und … des Himmels, wird sehr bald unter all den Menschenkindern leuchten

Alma der Jüngere sagt weiter: „Ja, so spricht der Geist: Kehrt um, all ihr Enden der Erde, denn das Himmelreich ist bald nahe; ja, der Sohn Gottes kommt in seiner Herrlichkeit, in seiner Kraft, Majestät, Macht und Herrschaft. Ja, meine geliebten Brüder, ich sage euch, der Geist spricht: Siehe, die Herrlichkeit des Königs der ganzen Erde, und auch des Königs des Himmels, wird sehr bald unter all den Menschenkindern leuchten.“ (Alma 5:50).

Die Herrlichkeit des Königs der ganzen Erde, und … des Himmels, wird sehr bald unter all den Menschenkindern leuchten. Ich verstehe diese Aussage nicht so, dass hier das erste Kommen des Heilandes in einen irdischen Körper gemeint ist, sondern ein späteres Ereignis. Die Rede ist nämlich davon, dass der Sohn Gottes „in seiner Herrlichkeit, in seiner Kraft, Majestät, Macht und Herrschaft“ bald kommen wird, und diese Verherrlichung sollte erst nach seinem ersten Erdenaufenthalt stattfinden (JS-Matthäus 1:1). Diese Herrschaft tritt er erst an, wenn er das zweite Mal „in der Herrlichkeit seines Vaters“ (Matthäus 16:27) auf diese Erde herabkommen wird (Apostelgeschichte 1:11; Lehre und Bündnisse 45:16) und mit ihm das Himmelreich (Judas 14; Lehre und Bündnisse 65:5-6) und er wird über alles Fleisch regieren (Lehre und Bündnisse 133.25). Vor diesem Ereignis muss die Erde allerdings noch von aller Unreinheit gesäubert werden (Maleachi 3:2; Lehre und Bündnisse 101:24-25). Während dieser Reinigungsprozedur werden die Rechtschaffenen in den Himmel aufgenommen, um dann mit Christus wieder zu kommen (Lehre und Bündnisse 63:53-54).

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Sie sind eine auserwählte Generation, von Gott zu einem bemerkenswerten Werk vorherbestimmt, nämlich die Menschen dieser Welt auf das Zweite Kommen des Herrn vorzubereiten.
(Ein wahres Kind des Millenniums werden; lies hier)
(Bild: Quelle)

Dies ist die Ordnung, wonach ich berufen bin

Alma der Ältere teilt seinem Kirchenvolk mit, dass er berufen ist, allen Menschen zu predigen: „Und nun sage ich euch: Dies ist die Ordnung, wonach ich berufen bin, ja, meinen geliebten Brüdern zu predigen, ja, und einem jeden, der im Land wohnt; ja, allen zu predigen, seien sie alt oder jung, seien sie geknechtet oder frei; ja, ich sage euch, den Alten und auch denen im mittleren Alter und der heranwachsenden Generation; ja, ihnen zuzurufen, dass sie umkehren und von neuem geboren werden müssen.“ (Alma 5:49).

Dies ist die Ordnung, wonach ich berufen bin. Genauso wie vor alters, sind auch in der heutigen Zeit Diener Gottes von ihm selber oder von dazu von ihm berufenen, beauftragt allen Menschen auf der Erde den Erlösungsplan bekannt zu machen. Wie sieht nun diese Ordnung, nach der der Herr beruft, aus?

  • Handauflegung
    In der Kirche des Herrn nimmt sich niemand selber das Recht heraus, in einer Aufgabe zu dienen (Hebräer 5:4). Schon aus dem Alten Testament lernen wir die Art und Weise des Herrn, Berufungen auszusprechen. Mose durfte nicht mit in das verheißene Land und so bat er den Herrn, einen Führer für das Volk zu bestimmen (Numeri 27:15-17). Der Herr gab Mose die Anweisung einem mit Geist begabten Mann namens Josua die Hände aufzulegen und ihm vor dem Priester und der Gemeinde seinen Auftrag und die entsprechende Vollmacht zu übertragen (Numeri 27:18-20).

In gleicher Weise beruft der Herr in heutiger Zeit seine Diener zu den für sie vorgesehenen Aufgaben. Gebeterfüllt sinnen diejenigen, die dazu berufen sind, darüber nach, wem im Werk des Herrn welche Aufgabe übertragen werden soll. Hat der Herr ihnen durch den Geist Gewissheit über ihre Entscheidung gegeben, wird der Betroffene darüber informiert und gefragt, ob er die Berufung annehmen will (Prinzip der Entscheidungsfreiheit: Lehre und Bündnisse 37:4). Stimmt er zu, wird er der ganzen Gemeinde vorgelegt. In dem Fall, indem die Gemeinde ihre Unterstützung zusagt, werden demjenigen, von einem mit entsprechender Vollmacht ausgestatteten Diener, die Hände aufgelegt, um ihm den entsprechenden Auftrag zu erteilen, verbunden mit der Übertragung der dafür notwendigen Vollmachten (Lehre und Bündnisse 42:11).

berufungenMose ordiniert Josua
(Bild: Quelle)

Ich weiß, dass Jesus Christus kommen wird

Alma der Jüngere bezeugt gegenüber dem Kirchenvolk etwa 83 Jahre vor dem Kommen Christi: „Ich sage euch: Ich weiß für mich selbst, dass alles, was ich euch über das Künftige sagen werde, wahr ist; und ich sage euch: Ich weiß, dass Jesus Christus kommen wird, ja, der Sohn, der Einziggezeugte des Vaters, voller Gnade und Barmherzigkeit und Wahrheit. Und siehe, er ist es, der da kommt, die Sünden der Welt hinwegzunehmen, ja, die Sünden eines jeden Menschen, der standhaft an seinen Namen glaubt.“ (Alma 5:48).

Ich weiß, dass Jesus Christus kommen wird. Woher weiß Alma der Jüngere dies? Zum einen von seinen Vorfahren (Alma 5:44), zum anderen, weil er gefastet und gebetet hatte und der Geist ihm die Wahrheiten bestätigte (Alma 5:46). Außerdem hatte er ja, als er mit den Söhnen Mosias die Kirche verfolgte, eine Engelserscheinung mit dem Zweck ihn von der Macht Gottes zu überzeugen (Mosia 27:8,11,14). Was meinst du, was auf Alma den Jüngeren mehr Wirkung ausgeübt hatte, die Engelserscheinung oder die Bestätigung durch den Geist?

Viele Menschen denken, wenn ihnen ein Engel erscheinen würde, würden sie bis an ihr Lebensende an den Herrn glauben. Aber haben nicht Laman und Lemuel auch Engelserscheinungen gehabt (1. Nephi 3:29)? Und hat es etwas genützt (1. Nephi 3:31)? Wie hat Oliver Cowdery Kenntnis über die Aufzeichnungen empfangen, die Joseph Smith übersetzte? Durch die Macht des Heiligen Geistes, der dieses Wissen in seinen Verstand und in sein Herz dringen ließ (Lehre und Bündnisse 8:1-2). Eine Engelserscheinung nehme ich also mit Augen und Ohren wahr, der Heilige Geist aber berührt meinen Verstand und mein Herz! Weiterhin haben wir nach der Taufe mit dem Heiligen Geist (2. Nephi 31:13) die Möglichkeit ständig von ihm belehrt zu werden (Lehre und Bündnisse 121:45-46).

Erlebnisse, die auf meinen Verstand und mein Herz einwirken, prägen sich unauslöschlich ein, während Eindrücke mit meinen Augen und Ohren wahrgenommen, sich mit der Zeit verflüchtigen können. Elder Richard G. Scott vom Kollegium der Zwölf Apostel hat beschrieben, was Eingebungen des Heiligen Geistes bewirken können: „Eine Eingebung an den Verstand ist sehr konkret. … Eine Mitteilung an das Herz ist eher ein allgemeiner Eindruck. … Ein im Herzen empfundener Eindruck, der befolgt wird, wird durch konkretere Anweisungen an den Verstand bekräftigt.“ („Helping Others to Be Spiritually Led“, CES Symposium zum Buch Lehre und Bündnisse, 11. August 1998, Seite 3f.) Welche Erfahrung hast du schon in dieser Hinsicht gemacht?

heiliger geistDer Heilige Geist spricht zum Verstand und zum Herzen
(Bild: Quelle; im Video auf 6:15 Minuten)

So ist es mir offenbart worden, dass die Worte, die unsere Väter gesprochen haben, wahr sind

Alma der Jüngere bezeugt seinem Kirchenvolk: „Und weiter sage ich euch: So ist es mir offenbart worden, dass die Worte, die unsere Väter gesprochen haben, wahr sind, nämlich gemäß dem Geist der Prophezeiung, der in mir ist, und dieser kommt auch durch die Kundgebung des Geistes Gottes.“ (Alma 5:47).

  • Offenbarung
    ist die Art und Weise, wie der Herr mit uns, seinen Kindern hier auf Erden, Kontakt aufnimmt. Sie kann erfolgen durch das `Licht Christi´ oder den Heiligen Geist. Sie dient dem Zweck, glaubenstreuen Menschen den Weg ins celestiale Reich zu weisen. Jeder Glaubenstreue (Alma 26:22) kann für sich und seinen Zuständigkeitsbereich persönliche Führung mittels Offenbarung erhalten (Lehre und Bündnisse 42:61), wenn er sich dafür empfindsam macht (1. Könige 19:12), sich durch Weltliches nicht ablenken lässt. Für die Kirche als Ganzes und für die Welt ergeht das Wort des Herrn aber nur an den von ihm berufenen Propheten, Seher und Offenbarer (Lehre und Bündnisse 28:2-7).

So ist es mir offenbart worden, dass die Worte, die unsere Väter gesprochen haben, wahr sind. Genauso, wie Alma der Jüngere ein Zeugnis von der Wahrheit dessen hatte, und auch gegenüber seinem Volk ablegte, wovon seine Vorfahren gesprochen haben, kann auch jeder Mensch Zeugnis von den Wahrworten Gottes erlangen, die frühere oder jetzt lebende Diener des Herrn kundgetan haben oder kundtun. Er muss nur den Herrn fragen (Jakobus 1:5). Ich kann bezeugen, dass der Herr denjenigen, der ihn glaubensvoll und demütig um Dinge befragt, die ihn in Licht und Wahrheit führen können, nicht ohne Antwort lässt. Wenn ich mich dann daran halte, werde ich aufgrund Erfahrung erkennen, dass es Wahrworte sind, und kann ebenfalls Zeugnis davon ablegen, so wie Alma und andere Diener des Herrn. Welche Erfahrungen mit Offenbarungen hast du schon in deinem Leben gemacht?

erste visionAufgrund einer Frage erschienen Gott Vater und Sohn dem jungen Joseph Smith
(Bild: Quelle)

Wie, meint ihr, weiß ich denn, dass es gewiss und wahr ist?

Nachdem Alma der Jüngere seinen Zuhörern sagte, dass er von Gott berufen war, über die Evangeliumsgrundsätze zu ihnen zu sprechen, sagte er ihnen, woher er dies alles weiß: „Und dies ist nicht alles. Meint ihr denn nicht, ich wisse dies alles selbst? Siehe, ich bezeuge euch, ich weiß, dass das, wovon ich gesprochen habe, wahr ist. Und wie, meint ihr, weiß ich denn, dass es gewiss und wahr ist? 46  Siehe, ich sage euch: Es wird mir durch den Heiligen Geist Gottes zu wissen gegeben. Siehe, ich habe viele Tage gefastet und gebetet, um dies für mich selbst wissen zu können. Und nun weiß ich für mich selbst, dass es wahr ist; denn der Herr, Gott, hat es mir durch seinen Heiligen Geist kundgetan; und dies ist der Geist der Offenbarung, der in mir ist.“ (Alma 5:45-46).

Alma der Jüngere erklärt seinen Zuhörern, wie man Wahrheiten der Evangeliumsgrundsätze für sich erkennen kann.

  • Wahrheit
    Neuzeitliche Offenbarung erklärt uns, was Wahrheit ist: „Wahrheit ist Kenntnis von etwas, wie es ist und wie es war und wie es kommen wird;“ (Lehre und Bündnisse 93:24). Christus erklärt, wenn wir uns an sein Wort halten: „Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien.“ (Johannes 8:31-32). Weiter führt Christus aus, dass Wahrheit uns aus der Sklaverei der Sünde befreit (Johannes 8:34-36).
  • Evangeliumsgrundsätze
    Joseph Smith, der Prophet Gottes der Neuzeit, beschreibt die Grundsätze des Evangeliums so: „Wir glauben, dass die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums sind: erstens der Glaube an den Herrn Jesus Christus; zweitens die Umkehr; drittens die Taufe durch Untertauchen zur Sündenvergebung; viertens das Händeauflegen zur Gabe des Heiligen Geistes.“ (Glaubensartikel 1:4).
  • Erkennen
    Die Wahrheit der Evangeliumsgrundsätze kann ich nur mithilfe des Heiligen Geistes erkennen (Johannes 14:26; 16:13). Durch ihn kann ich von allem wissen, ob es wahr ist (Moroni 10:5). Er wird mich Wahrheit durch meinen Verstand und mein Herz erkennen lassen (Lehre und Bündnisse 8:2). Damit das auch gut klappt, muss ich mich konzentrieren können. Dies gelingt mir mittels Fasten und Beten.

Wie, meint ihr, weiß ich denn, dass es gewiss und wahr ist? Gewissheit über Evangeliumsgrundsätze kann jeder erlangen, der es gerne möchte und sich auf die Kommunikationswege des Geistes einlässt. Welche Erfahrungen hast du schon mit dem Erlangen von Evangeliumswahrheiten gemacht?

BibelBuchMormonJeder kann Gewissheit erlangen, was wahr ist – wenn er denn möchte
(Bild: Quelle)

Ich bin berufen, auf diese Weise zu sprechen, gemäß der heiligen Ordnung Gottes

Alma der Jüngere bezeugt: „Denn ich bin berufen, auf diese Weise zu sprechen, gemäß der heiligen Ordnung Gottes, die in Christus Jesus ist; ja, mir ist geboten, aufzustehen und diesem Volk das zu bezeugen, was von unseren Vätern in Bezug auf das Künftige gesprochen worden ist.“ (Alma 5:44).

Männer, die auf diese Weise berufen sind zu sprechen, sind Propheten Gottes. Sie empfangen von Gott Gebote, Prophezeiungen und Offenbarungen und tun sie den Menschen kund (Lehre und Bündnisse 43:1-7). Sie weisen die Menschheit auf Sünden hin und erklären deren Folgen. Sollte es der Herr für notwendig erachten, lässt er sie auch die Zukunft vorhersagen (Amos 3:7). Ihre eigentlichen Aufgaben allerdings bestehen darin, vom lebendigen Christus Zeugnis abzulegen (Apostelgeschichte 10:43). Der Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist zugleich der Prophet Gottes auf Erden (Epheser 2:19-20; Lehre und Bündnisse 107:91-92). Er hat zwei Ratgeber (Matthäus 17:1-9) und ein Kollegium von zwölf Aposteln (Matthäus 10:1-8), die ihn in seiner Aufgabe unterstützen und auch Propheten, Seher und Offenbarer sind. Informationen über die heutige Erste Präsidentschaft erfährst du hier und über die Zwölf hier.

Ich bin berufen, auf diese Weise zu sprechen, gemäß der heiligen Ordnung Gottes. Ich anerkenne die Autoritäten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage als die geistlichen Führer des Herrn hier auf Erden und empfange ihr Wort als sei es aus dem Mund des Herrn gesprochen (Lehre und Bündnisse 21:4-6). Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf, wenn du hörst, dass es genauso wie in vergangenen Zeitaltern, auch heute von Jesus Christus berufene Propheten und Apostel gibt, die die Aufgabe haben, die heutige Menschheit zu führen und zu leiten?

erste präsidentschaft(Bild: Quelle)

Und nun, meine Brüder, möchte ich, dass ihr auf mich hört

Alma der Jüngere sagt zu seinen Zuhörern: „Und nun, meine Brüder, möchte ich, dass ihr auf mich hört, denn ich spreche mit der Kraft meiner Seele; denn siehe, ich habe deutlich zu euch gesprochen, so dass ihr euch nicht irren könnt, oder habe gemäß den Geboten Gottes gesprochen.“ (Alma 5:43).

  • Dass ihr auf mich hört
    Nachdem wir jemandem, der deutlich zu uns gesprochen hat, schon zugehört haben, fordert dieser uns nun auch noch auf, auf ihn zu hören. Das kann ich als Aufforderung verstehen, das, was gesagt worden ist, auch anzuwenden.
  • Ich spreche mit der Kraft meiner Seele
    verstehe ich so, dass Alma der Jünger mit allen Fasern seines sterblichen, als auch seines unsterblichen Körpers, seines Geistes, diese Aussagen tätigt (Köstliche Perle Abraham 5:7). Er will seine Zuhörer mit all seiner Macht auf die Bedeutung seiner Aussagen für das ewige Leben hinweisen.
  • Ich habe deutlich zu euch gesprochen
    Damit bringt Alma der Jüngere m. E. nach zum Ausdruck, dass seine Botschaft unmissverständlich war, dass seine Aussagen sinnlich wahrnehmbar und inhaltlich zu verstehen gewesen sein mussten.
  • Gemäß den Geboten Gottes gesprochen
    Die Worte Alma des Jüngeren sind so aufzunehmen, als hätte der Herr selber gesprochen.

Und nun, meine Brüder, möchte ich, dass ihr auf mich hört. Diese Aussage beziehe ich auf alle Propheten, also auch auf unsere lebenden. Ich höre auf das, was sie in ihrer Berufung als `Sprachrohr Gottes´ verkünden so, als wenn es der Herr selber sagen würde (Lehre und Bündnisse 21:4-6). Wie gehst du mit der Aussage Alma des Jüngeren um?

Presidents Henry B. Eyring, Thomas S. Monson and Dieter F. Uchtdorf smile at attendees prior to the Saturday morning session of 185th Annual General Conference for The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints in Salt Lake City Saturday, April 4, 2015.

Presidents Henry B. Eyring, Thomas S. Monson and Dieter F. Uchtdorf
Befassen Sie sich mit den Worten der lebenden Propheten und schätzen Sie sie (lies hier)
(Bild: Quelle)

Wer aber böse Werke hervorbringt, der wird ein Kind des Teufels

„Wenn darum ein Mensch gute Werke hervorbringt, so hört er auf die Stimme des guten Hirten, und er folgt ihm nach; wer aber böse Werke hervorbringt, der wird ein Kind des Teufels, denn er hört auf seine Stimme und folgt ihm nach.“ (Alma 5:41).

Johann Wolfgang von Goethe sagte in Zusammenhang mit den Arbeiten des französischen Psychologen und Philosophen Léon Dumont folgendes: „Die Wahl der Gegenstände zeigt immer, was einer für ein Mann und wes Geistes Kind er ist.“ (siehe hier). In der King James Version der Bibel spricht Jesus zu seinen Jüngern, die über diejenigen Feuer vom Himmel fallen lassen wollten, die Jesus keine Unterkunft gewähren wollten (frei übersetzt): „Aber er drehte sich um und wies sie zurecht und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?“ (Lukas 9:55; King James Version).

Wer aber böse Werke hervorbringt, der wird ein Kind des Teufels. Also: Unsere Taten verraten, `wes Geistes Kind´ wir sind. Bringen wir gute Taten hervor, sind wir Kinder des Herrn, im anderen Fall Kinder des Teufels. Wenn ich nun dabei bleibe böse Werke hervorzubringen und nicht Umkehr übe, wird es für mich keine Möglichkeit der Errettung aus meinem gefallenen Zustand geben (Mosia 16:3-5), ich werde ein Kind des Teufels sein. Das ist aber nicht meine Absicht, so bin ich täglich bemüht mein Handeln zu reflektieren, um es an den Forderungen des Erlösungsplanes auszurichten. Wie beantwortest du für dich die Frage des Herrn an seine Jünger: „Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?“

wes geistes kinderWisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid?
(Bild: Quelle)

Alles, was gut ist, kommt von Gott, und alles, was böse ist, kommt vom Teufel

„Denn ich sage euch: Alles, was gut ist, kommt von Gott, und alles, was böse ist, kommt vom Teufel.“ (Alma 5:40).

Auch Jakobus, der Bruder des Herrn (Markus 6:3), tätigt ca. 113 Jahre später eine Aussage gleichen Inhalts: „Lasst euch nicht irreführen, meine geliebten Brüder; 17 jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt.“ (Jakobus 1:16-17). Du kennst sicherlich die Redensart: „Alles Gute kommt von oben“, wie so viele Redensarten, ist auch diese aus der Heiligen Schrift abgeleitet, nämlich aus dem vorher zitierten Vers. Warum das so ist, sagt uns Mormon, der Vater Moronis: „… der Teufel ist ein Feind Gottes und kämpft beständig gegen ihn und lädt ein und lockt, zu sündigen und beständig das zu tun, was böse ist.“ (Moroni 7:12). Der Herr selber bestätigt die Tatsache, dass alles Gute von ihm kommt, durch Jareds Bruder (Ether 2:4Ether 4:12).

Feindschaft entsteht, wenn Ansichten und Ziele einander total entgegengesetzt sind und mit sich widersprechenden Mitteln erreicht werden sollen: Christus hat das Ziel alle Menschen über Entscheidungsfreiheit und selbständiges Handeln (Köstliche Perle Mose 7:32) in die Gegenwart unserer ewigen Familie zurückgelangen zu lassen (Köstliche Perle Mose 1:39), Satan wollte dies durch Zwang erreichen und dafür auch noch selber die Stellung Gottes für sich in Anspruch nehmen. So wurde Luzifer zu Satan, dem Teufel, der Quelle allen Übels (Köstliche Perle Mose 4:1-4).

Alles, was gut ist, kommt von Gott, und alles, was böse ist, kommt vom Teufel. Für mich steht fest, dass ich aus der Quelle schöpfen möchte, aus der das Gute kommt. Nur manchmal bin ich mir nicht ganz im Klaren, was das Gute für mich ist und da hakt Satan gerne ein, um mich weiter zu irritieren, um dadurch zu erreichen, dass ich mich für das Falsche entscheide. Hier hilft mir nur, mich mehr und gebeterfüllt der Quelle des Guten zuzuwenden und Erkenntnis und Kraft aus ihr zu schöpfen. Welcher Quelle wendest du dich gerne und freiwillig zu und aus welchem Motiv heraus?

alles guteAlles Gute kommt von oben
(Bild: Quelle)

Wenn ihr nun nicht die Schafe des guten Hirten seid, von welcher Herde seid ihr dann?

Im vorausgehenden Vers erklärt Alma der Jüngere dem Kirchenvolk, dass sie nicht Schafe des guten Hirten wären, wenn sie nicht auf sein Rufen hören würden (Alma 5:38): „Und wenn ihr nun nicht die Schafe des guten Hirten seid, von welcher Herde seid ihr dann? Siehe, ich sage euch, dass der Teufel euer Hirte ist und ihr von seiner Herde seid; und nun, wer kann dies leugnen? Siehe, ich sage euch: Wer dies leugnet, ist ein Lügner und ein Kind des Teufels.“ (Alma 5:39).

Wenn ihr nun nicht die Schafe des guten Hirten seid, von welcher Herde seid ihr dann? Du kennst den Ausspruch: Jede Medaille hat zwei Seiten. Hast du schon mal probiert, beide Seiten zur selben Zeit anzuschauen? So geht es auch mit dem Dienst für unterschiedliche Arbeitgeber. Du kannst nicht zwei Arbeitgebern gleichzeitig deine Kräfte zur Verfügung stellen (Matthäus 6:24). Es wird sogar noch davon gesprochen, dass man den einen lieben wird und den anderen hassen.

Es ist also unmöglich gleichzeitig sowohl Christus als Hirten zu haben, als auch jemand anderen. Und dieser andere wäre dann nur Luzifer, weil es in Bezug auf das Leben nach diesem, unserem irdischen Leben, nur diese beiden Hirten mit ihren Herden gibt. Will ich zur Herde des Herrn gehören, muss ich auch auf die Stimme dieses Hirten hören (Mosia 5:10). Wo und wie höre ich diese Stimme? Sie spricht aus den Heiligen Schriften zu mir, ich höre sie in den Worten, die die Diener des Herrn an mich richten. Und wenn ich sie gut genug kennengelernt habe, kann ich sie in meinem Innersten empfinden und mein Geist wird sie verstehen (1. Samuel 3:1-10; Lehre und Bündnisse 1:11). Welcher Herde möchtest du zugehören und wie willst du dies erreichen?

medailleDu kannst nicht beide Seiten einer Medaille gleichzeitig ansehen
(Bild: Quelle)