Als diese Worte gesprochen hatte, waren sie wütend

Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch, ehe er unfreundlich reagiert? Bist du auch schon mal in einer Situation gewesen, in der du gerechtfertigt kritisiert (Beurteilung von Handlungen anhand von Maßstäben) wurdest? Ab welchem Zeitpunkt hast du auf die Kritik nicht mehr rational reagiert?

Der Prophet Abinadi hat den Nephiten im Auftrag des Herrn, ihnen ihre Untaten vorgehalten und ihnen aufgezeigt, wie der Herr darauf reagieren würde. Wie reagierte das Volk darauf? „Nun begab es sich: Als Abinadi diese Worte zu ihnen gesprochen hatte, waren sie wütend auf ihn und trachteten ihm nach dem Leben; aber der Herr befreite ihn aus ihren Händen.“ (Mosia 11:26).

Als Abinadi diese Worte zu ihnen gesprochen hatte, waren sie wütend. Zuviel Negativwahrheit, erst recht, wenn sie berechtigt und konstruktiv vorgetragen wird, können viele Menschen offensichtlich nicht gelassen ertragen. Sie werden mit der Zeit aggressiv, oft bis hin zu Mordgedanken. Allerdings: „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“. Soll sagen: Wenn man erst einmal seine Fehler erkannt hat, beginnt die Arbeit an sich, sich zu verbessern. Bei der Selbsterkenntnis hilft mir häufig konstruktive Kritik von jemandem, der die Materie beherrscht. Wenn ein Prophet Gottes Kritik übt, so bin ich fest überzeugt, dass die Materie beherrscht wird, weil Gott dahintersteht, und ich bin gut beraten, sie dankbar anzunehmen. Auf diese Weise begebe ich mich auf den Weg der Verbesserung. Wie gehst du mit einer solchen Kritik um?

der kritiker

Aus dem Buch: Der Kritiker (Quelle)

Wenn dieses Volk nicht umkehrt

Abinadi, der Prophet des Herren, der die Nephiten aus ihrer Abkehr von Gott und ihren Gräueltaten unter König Noa aufrütteln sollte, sagt ihnen, was eintreten wird, wenn sie nicht umkehren: „Und es wird sich begeben: Wenn dieses Volk nicht umkehrt und sich nicht zum Herrn, zu seinem Gott, wendet, werden sie in Knechtschaft geraten; und niemand wird sie befreien, außer der Herr, der Allmächtige Gott.“ (Mosia 11:23).

Wenn dieses Volk nicht umkehrt …, werden sie in Knechtschaft geraten. In einer ähnlichen Lage befand sich Israel. Auch hier hat das Volk sich vom Herrn abgewandt und Unzucht getrieben (Hosea 5:3). Es ist von seinen Gräueltaten nicht umgekehrt (Hosea 5:4). Sein Treuebruch führte dazu, dass sein Besitz vom glühenden Wind gefressen wurde (Hosa 5:7). Ich lerne daraus, dass der Herr mir nicht aus Schwierigkeiten heraushelfen wird, in die ich mich selber wissentlich gebracht habe, durch Untreue gegenüber den Bündnissen, die ich mit ihm schließen durfte, außer ich übe Umkehr (Lehre und Bündnisse 19:4). Jeden Sonntag sinne ich beim Abendmahl darüber nach, wo ich wohl noch nicht Umkehr geübt habe und bitte den Herrn um Vergebung und bemühe mich, mich in der kommenden Woche zu verbessern. Wie gehst du mit deinen Bündnissen mit Gott um?

glühender wind

Glühender Wind (Hosa 5:7; Quelle)

Und wenn sie nicht in Sack und Asche umkehren

Abinadi predigt den durch König Noa und seinen selbst ernannten Priestern verführten Nephiten Umkehr und kündigt ihnen an, was bei Nichtbeachtung folgen würde. Sie würden in Knechtschaft geraten (Mosia 11:23) und der Herr würde ihr Schreien nur langsam beachten (Mosia 11:24), des Weiteren: „Und wenn sie nicht in Sack und Asche umkehren und mächtig zum Herrn, zu ihrem Gott, schreien, werde ich ihre Gebete nicht vernehmen, und ich werde sie auch nicht aus ihren Bedrängnissen befreien; und so spricht der Herr, und so hat er mir geboten.“ (Mosia 11:25).

Und wenn sie nicht in Sack und Asche umkehren. Im Orient war der `Sak´ ein schmuckloses raues Kleid, mittels dessen der Träger anzeigte, dass gerade Trauer anstatt Freude sein Leben bestimmte. Die Asche, in die er sich ggf. setzte, war ein Zeichen für die Vergänglichkeit. `In Sack und Asche´ gehen bedeutet im übertragenen Sinn traurig über Fehlverhalten zu sein, es zu bereuen und aufrichtige Umkehr zu üben und von Demut erfüllt den Herrn um Vergebung anzuflehen (Esther 4:1; Lukas 10:13; Daniel 9:3). Genauso ergeht die Warnung Abinadis, die von heute lebenden Propheten in ähnlicher Form bestätigt wird, auch mir: Wenn ich nicht von begangenem Übeltun umkehre, den Herrn demütig um Vergebung bitte, werde ich genau sowenig in den Genuss der heilenden Auswirkungen des Sühnopfers Jesu kommen. Wie gehst du mit dem in `Sack und Asche gehen´ um?

sach und asche

(Quelle)

ich bin der Herr, ihr Gott

Folgende Aussage des deutschen Philosophen und Theologen Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher (1768-1834) wird wohl eher Verwirrung stiften, als zur Klärung des Begriffes Eifersucht beizutragen: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ Ein sumerisches Sprichwort soll helfen zu verstehen: „Wird der Ochse gestriegelt, knurrt ihn der Hund an.“ will sagen: Was der eine bekommt oder hat und der andere nicht, verursacht in diesem eine gewisse starke Enttäuschung und Unzufriedenheit, verbunden mit dem starken Verlangen, es auch haben zu wollen, was zu unkontrollierten Handlungen führen kann, womit wir bei dem Zitat von oben sind.

Der Prophet Abinadi erklärt den Nephiten, dass sie, wenn sie aufgrund ihrer Gräueltaten, von denen sie nicht umkehren (Mosia 11:20-21), keine Hilfe vom Herrn in ihren Bedrängnissen zu erwarten haben: „Und es wird sich begeben: Sie werden wissen, dass ich der Herr bin, ihr Gott, und ein eifersüchtiger Gott bin und die Übeltaten meines Volkes heimsuche.“ (Mosia 11:22).

Sie werden wissen, dass ich der Herr bin, ihr Gott, und ein eifersüchtiger Gott bin. Wie können wir uns nun erklären, dass Gott eifersüchtig ist und worauf? Ich denke an das erste der Gebote, die der Herr Mose gegeben hatte: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ (Exodus 20:3). Ich verstehe das so: Er ist nicht eifersüchtig auf etwas, was wir haben und er nicht; paradox, er hat ja alles, er stellt es uns zur Verfügung. Er hat uns ein Gebot gegeben, neben ihm keinen anderen Gott anzubeten. Wenn wir es dennoch tun, übertreten wir sein Gebot. Die Verletzung führt zu angekündigten Folgen und der Herr wird nicht helfend eingreifen außer wir üben ernsthafte Umkehr (Exodus 20:5). Wenn wir anderen Göttern dienen, gehen wir dem Herrn fremd und begehen im übertragenen Sinn `Ehebruch´; wir brechen unser Bündnis, ihm treu zu bleiben. Sein Sühnopfer ist im übertragenen Sinn das Eifersuchtsopfer, das unsere Schuld feststellt (Numeri 5:15). Was sind deine Gedanken zu einem eifersüchtigen Gott?

eifersucht

(Quelle)

Und wenn sie nicht umkehren

Im täglichen Leben haben wir es unaufhörlich mit dem Erleben von Konsequenzen zu tun: „Wenn am Himmel dunkle Wolken aufziehen, dann wird es bald regnen.“ Du hast sicherlich ähnlich formulierte `wenn-dann-Aussagen´ aus deiner Kindheit und Jugend in Erinnerung, wirst sie aber sicherlich ebenso selber in der Erziehung deiner Kinder eingesetzt haben. Oft ist es eben so, dass wir Menschen nur über solcherlei Aussagen vor den Konsequenzen unbedachter Handlungen zurückschrecken.

So sollte auch der Prophet Abinadi dem Volk Nephi, welches nun mehr und mehr den Untaten König Noas folgte, Strafe androhen, wenn es sich nicht wieder dem Herrn zuwenden würde: „Und wenn sie nicht umkehren und sich nicht zum Herrn, zu ihrem Gott, wenden, siehe, dann werde ich sie ihren Feinden in die Hände liefern; ja, und sie werden in Knechtschaft geraten; und sie werden durch die Hand ihrer Feinde Bedrängnis leiden.“ (Mosia 11:21).

Und wenn sie nicht umkehren und sich nicht zum Herrn, …, wenden, …, dann. Eine weitere solcher `wenn-dann-Aussagen´ finde ich im Neuen Testament im Fall der falschen Prophetin Isebel (Offenbarung 2:20-23). Ich überlege mir, warum der Herr wohl diese `wenn-dann-Aussagen´ einsetzt. Versetzen wir uns in eine Prüfungssituation, in der ein Test geschrieben wird. Werden da nicht im Vorhinein Konsequenzen für Täuschungen kommuniziert, hätte der Prüfer keine Handhabe gegen diejenigen, die sich ein gutes Ergebnis, trotz Nichtbeherrschens der getesteten Materie, erschleichen. Würde der Herr uns nicht die Folgen des Nichtbeachtens seiner Vorgaben kundtun, hätte er im Fall des Nichtbefolgens keine Handhabe gegen uns. Vorteil für uns: Wenn wir Entscheidungen treffen, wissen wir im Vorhinein, was uns erwartet. Vorzugsweise aber halte ich die Vorgaben des Herrn aus Liebe zu ihm ein, anstatt aus Angst vor schmerzhaften Konsequenzen. Welches sind deine Antriebe Entscheidungen zu treffen?

wenn-dann

(Quelle)

Siehe, so spricht der Herr

Nachdem König Noa die kirchliche Ordnung auf den Kopf gestellt hat und meinte, er kann eigenmächtig die Vollmacht über die Kirche übernehmen, musste der Herr eingreifen: „Und es begab sich: Es war ein Mann unter ihnen, dessen Name war Abinadi; und er trat unter sie und begann zu prophezeien, nämlich: Siehe, so spricht der Herr, und so hat er mir geboten, nämlich: Gehe hin und sage diesem Volk, so spricht der Herr: Weh sei diesem Volk, denn ich habe ihre Greuel gesehen und ihre Schlechtigkeit und ihre Hurerei; und wenn sie nicht umkehren, werde ich sie in meinem Zorn heimsuchen.“ (Mosia 11:20).

Siehe, so spricht der Herr. Diese Aussage kommt in dieser Form in der Bibel etwa 270 Mal und in neuzeitlichen heiligen Schriften weitere 101 Mal vor. In den heiligen Schriften wird `der Herr´ als Titel, unter großer Achtung und Ehrerbietung, für Gott, den Vater, und den Erretter Jesus Christus benutzt. Hierdurch wird ihrer Stellung, als die höchsten, ihre Schöpfung liebenden Herren, Ausdruck verliehen. Diese Formel benutzen ausschließlich diejenigen, die vom Herren (Gott Vater oder Jesus Christus) hierzu ermächtigt wurden oder werden – die Propheten und Apostel Jesu Christi. Seit Joseph Smith haben wir wieder solche bevollmächtigten Diener des Herrn (heute lebende siehe hier) auf Erden und ich tue gut daran, deren Worte zu beachten, da mich dann die Mächte der Finsternis nicht überwältigen können (Lehre und Bündnisse 21:4-6). Wie reagierst du auf Aussagen, die so beginnen: „Siehe, so spricht der Herr“?

so spricht der herr

(Quelle)

So prahlten sie und freuten sich am Blut

Wenn dir etwas besonders gut gelingt, bekommst du dann auch ein überaus wohliges Gefühl? Bei den Nephiten unter König Noa ging dieses wohlige Gefühl dann aber etwas zu weit: „Und nun wurden sie in ihrem Herzensstolz wegen dieses großen Sieges überheblich; sie prahlten mit ihrer eigenen Stärke und sagten, ihrer fünfzig könnten Tausenden Lamaniten standhalten; und so prahlten sie und freuten sich am Blut und am Vergießen des Blutes ihrer Brüder, und dies wegen der Schlechtigkeit ihres Königs und ihrer Priester.“ (Mosia 11:19).

So prahlten sie und freuten sich am Blut und am Vergießen des Blutes ihrer Brüder. Ganz im Gegensatz zuzeiten seines Vaters Zeniff, wo die Nephiten um die Hilfe des Herrn bei ihrem Versuch ihr Leben gegen die Angriffe der Lamaniten zu verteidigen und er ihnen die notwendige Hilfe zugestand, und sie ihm, dem Herrn, dafür die Ehre gaben (Mosia 9:17), denken die Nephiten unter König Noa, dass sie aus eigener Stärke heraus die Lamaniten besiegten. Daraus entstand Überheblichkeit und offensichtlich eine Sucht am Blutvergießen. Und das alles, nur wegen der Schlechtigkeit eines Einzigen, des Königs.

Ich lerne daraus zumindest drei Dinge:

  • dass ich trotz Erfolgs in meinen guten Vorhaben, die Ehre allein dem Herrn gebe und daran denke, dass er mir geholfen hat, diesen Erfolg zu erreichen, nachdem ich ihn vorher um seine Hilfe angerufen hatte (Jeremia 13:16);
  • dass ich in dem Zusammenhang evtl. aufkommenden Stolz im Keim ersticke und sofort durch Demut ersetze (1. Petrus 5:5);
  • dass ich durch schlechtes Verhalten andere ggf. anstecke auch zu sündigen.

Wie gehst du mit Erfolgserlebnissen um?

Junger Geschäftsmann ist erfolgreich und jubelt

(Quelle)

Er verbrachte seine Zeit

Mae West (US-amerikanische Filmschauspielerin und Drehbuchautorin; 1893-1980) wird diese Aussage zugeschrieben (allerdings tätigte sie auch Joe Louis): „Man lebt nur einmal. Doch wenn man es richtig anstellt, reicht das voll und ganz.“ Mit ihrem Lebensstil brach sie etliche damals gültige sexuelle Tabus und war bekannt als `Femme fatale´ (frz. für „verhängnisvolle Frau“). Nach diesem Prinzip handelten auch König Noa und seine selbst ernannten Priester um die 160 v. Chr. im Land Nephi und Schilom: „Und es begab sich: Er hängte sein Herz an seine Reichtümer, und er verbrachte seine Zeit in ausschweifendem Leben mit seinen Frauen und seinen Nebenfrauen; und ebenso verbrachten seine Priester ihre Zeit mit Dirnen.“ (Mosia 11:14).

Er verbrachte seine Zeit in ausschweifendem Leben. Der erste Teil des Spruches „Man lebt nur einmal“ oder auch sehr beliebt: „Einmal ist keinmal“, wird häufig benutzt, um Ausschweifungen zu verharmlosen, ja sogar zu rechtfertigen. Im Ernstfall sieht es jedoch so aus: „Wenn man dem Teufel den kleinen Finger reicht, nimmt er gleich die ganze Hand“. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, ist es gut, die Gebote Gottes so zu befolgen, wie er sie uns gegeben hat, ohne Wenn und Aber. Wenn er uns sagt, dass berauschende Mittel für uns nicht gut sind (Lehre und Bündnisse 89:5), dann werde ich sie auch nicht ein einziges Mal ausprobieren. Was daraus wird, sehen wir an König Noa, er erzeugte Wein im Überfluss und wurde zu einem Weinsäufer (Mosia 11:15). Wenn der Herr uns sagt, dass Tabak nicht für den innerlichen Gebrauch bestimmt ist (Lehre und Bündnisse 89:8), dann werde ich ihn nicht kauen und auch nicht inhalieren. Auch nicht einmal, denn wir wissen, dass diese Mittel, ebenso wie auch andere, abhängig machen. Die Industrie möchte ja gerne Profit einfahren und so sieht sie zu, dass vieles, was sie zum Genussverzehr herstellt, als gesund darstellt, es aber Appetit auf mehr anregt – wir werden süchtig – und meistens macht die Dosis den Unterschied zwischen gesund und ungesund. Bist du eine Süße oder ein Süßer? Dann weißt du, was ich meine. Wie gehst du mit abhängig machenden Substanzen um?

man lebt nur einmal

(Quelle)

Die Sitze den Hohenpriestern vorbehalten

Möchtest du gerne in der Masse verschwinden, oder eher gerne anders sein. Ist es etwas Schlechtes, wenn man sich von anderen abheben möchte?

Über diejenigen, die dem Volk Nephi im Land Nephi und Schilom etwas zu sagen hatten, wird uns berichtet, dass König Noa sie in besonderem Maße bedachte: „Und die Sitze, die den Hohenpriestern vorbehalten waren, die höher als alle anderen Sitze waren, verzierte er mit reinem Gold; und er ließ vor ihnen eine Brüstung errichten, so dass sie ihren Leib und ihre Arme darauflegen konnten, während sie lügenhafte und nichtige Worte zu seinem Volk sprachen.“ (Mosia 11:11).

Die Sitze, die den Hohenpriestern vorbehalten waren, die höher als alle anderen Sitze waren. Jeder Mensch hat seine Persönlichkeit, die sich nicht unbedingt mit der anderer Menschen deckt. Demzufolge ist jeder Mensch etwas Besonderes. Dessen ungeachtet sind wir alle Kinder ein und desselben Vaters, nämlich Gottes. Wir haben in seinem Erstgeborenen im Fleische, Jesus Christus, ein ganz besonderes Vorbild, was das sich Abheben von anderen betrifft. Als unter den Jüngern ein Streit ausbrach, wer von ihnen wohl der Größte sei, unterwies sie der Herr: „der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste und der Führende soll werden wie der Dienende.“ (Lukas 22:26) und sagt über sich selber: „Welcher von beiden ist größer: wer bei Tisch sitzt oder wer bedient? Natürlich der, der bei Tisch sitzt. Ich aber bin unter euch wie der, der bedient.“ (Lukas 22:27). Das spornt mich an, mich über meinen Dienst am Nächsten von anderen hervorzuheben. Wie hebst du dich von anderen ab, durch einen größeren LED-Fernseher, ein größeres Auto oder Haus …?

hervorheben

Aus der Masse hervorstechen, klar. Fragt sich nur wie? (Foto: birgitH/ pixelio.de; Quelle)

König Noa baute viele vornehme Gebäude

Kennst du Menschen, die ihren Reichtum dadurch kundtun, dass sie sich prächtige Villen errichten lassen? Solange dieser Reichtum durch eigener Hände Arbeit ehrlich erwirtschaftet wurde, ist daran nicht allzu viel auszusetzen. Kam dieser Reichtum allerdings auf dem Rücken anderer zustande, wie im Fall des Königs Noa im Buch Mormon, so ist das sicherlich verwerflich: „Und es begab sich: König Noa baute viele vornehme und geräumige Gebäude; und er verzierte sie mit feinen Arbeiten aus Holz und aus allerart Kostbarkeiten, aus Gold und aus Silber und aus Eisen und aus Messing und aus Siff und aus Kupfer; 9  und er baute sich auch einen geräumigen Palast und mitten darinnen einen Thron; dies alles war aus feinem Holz und war mit Gold und Silber und mit Kostbarkeiten verziert.“ (Mosia 11:8-9).

Es kommt mir die Vision Lehis vom Baum des Lebens in Erinnerung, wenn ich dies lese (1. Nephi 8). Hierin kommt auch ein geräumiges Gebäude vor (1. Nephi 8:26). Lehis Sohn Nephi hatte auf eigenen Wunsch dieselbe Vision und erklärt uns, was dieses geräumige Gebäude bedeuten soll:

  • Das Gebäude stellt den Stolz der Welt dar (1. Nephi 11:36).
  • Es war voll von fein gekleideten Menschen, die über diejenigen spotteten, die von der Frucht des Baumes auf der anderen Seite des Flusses genossen (1. Nephi 8:27)
  • Die überaus weiße Frucht steht, wie der Baum insgesamt, für die überaus große Liebe Gottes zu seinen Kindern, die sich im Sühnopfer Jesu als Höhepunkt ausdrückt – die größte aller Gaben Gottes (1. Nephi15:36) -, und damit verbunden die Bündnisse, die wir mit Gott schließen (1. Nephi 11:21-25)

König Noa baute viele vornehme und geräumige Gebäude. Ich habe auch von der Frucht des Baumes des Lebens genossen und bin bestrebt, den Bündnissen, die ich schließen durfte, treu zu bleiben und mich nicht zu schämen, wenn weltlich gesinnte Menschen mich mit Spott überhäufen und mit den Fingern auf mich deuten (1. Nephi 8:24-28). Bist du aufgrund deiner Glaubenseinstellung schon mal verspottet worden und wie hast du reagiert?

baum des lebens

Symbole in Lehis Traum vom Baum des Lebens (Quelle)