Nun will ich mich freuen, und morgen will ich …….

Du kennst sicherlich das altbekannte Sprichwort: Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude. In diesem Sinn handelte auch König Limhi: „Und nun begab es sich: Nachdem Limhi die Worte Ammons gehört hatte, war er überaus froh und sprach: Nun weiß ich mit Gewissheit, dass meine Brüder, die im Land Zarahemla waren, noch leben. Und nun will ich mich freuen, und morgen will ich dafür sorgen, dass auch mein Volk sich freut.“ (Mosia 7:14).

Unser Wohlbefinden kann gesteigert werden, wenn wir unsere Erlebnisse mit anderen teilen können. Denk nur einmal an ein äußerst freudiges Erlebnis zurück. War es da nicht dein Bestreben, diese Freude mit anderen zu teilen – z. B. als du in jungen Jahren das erste Mal verliebt warst? Hattest du es mit solchen Menschen geteilt, die im Wesentlichen mit deiner eigenen Einstellung übereinstimmen, bestärkte ihr positives Mitempfinden wiederum dein Glücksgefühl. Hattest du es auch mal mit jenen Menschen versucht, die deinen Empfindungen eher kritisch gegenüberstanden? Wenn du deine Freude mit ihnen teiltest und sie darauf nicht positiv reagierten, wurde deine eigene Freude eher gedämpft.

Nun will ich mich freuen, und morgen will ich dafür sorgen, dass auch mein Volk sich freut. Auch der Herr will uns gerne an seiner Freude teilhaben lassen (Matthäus 25:21). Ich lerne daraus, dass es für mein Wohlbefinden förderlich ist, wenn ich sowohl positive als auch negative Erlebnisse mit anderen Menschen teile, besonders aber mit Freunden und Verwandten, da ihre Auffassungen mit meinen eigenen Überzeugungen am stärksten übereinstimmen. Durch ihre Zustimmung geben sie mir ein Gefühl der Zugehörigkeit und tragen somit dazu bei, dass ich doppeltes Glück empfinde. Wie gehst du mit Erlebnissen um, teilst du sie eher und wenn ja, wie wirkt sich das auf dein Befinden aus?

freud und leid teilen

(Quelle)

Ging er hin und neigte sich vor dem König

Was haben die Medien sich überschlagen, uns Normalmenschen auf einige Benimmregeln hinzuweisen, die es zu beachten gilt, wenn man Königin Elizabeth II gegenüberstehen sollte. So wird von einem Mann erwartet, dass er bei der Begrüßung seinen Kopf leicht senkt, von Frauen ein angedeuteter Knicks. Bei der ersten Anrede heißt es „Your Majesty“, weiterhin reicht „Ma´am“, wobei die Königin natürlich das erste Wort führt. Bei dem Gespräch plappert man nicht einfach drauf los und bleibt höflich bei dem Thema, das sie angeschnitten hat …

Wie hat sich Ammon als Expeditionsführer gegenüber König Limhi verhalten: „Und als Ammon nun sah, dass er sprechen dürfe, ging er hin und neigte sich vor dem König; und als er sich wieder aufrichtete, sprach er: O König, ich bin vor Gott heute sehr dankbar, dass ich noch lebe und sprechen darf; und ich werde mich unterfangen, unerschrocken zu sprechen;“ (Mosia 7:12).

Ging er hin und neigte sich vor dem König. Wenn wir nun schon höhergestellten Menschen größeren Respekt erweisen als dem Normalbürger, wie sieht es denn da mit unserem Verhalten gegenüber Gott Vater und seinem Sohn aus? Wir brauchen nicht auf die Genehmigung zu warten sprechen zu dürfen. Der Herr wünscht sich, dass wir ihn als erstes ansprechen. Wir haben die Möglichkeit, dies in einer ehrfürchtigen Weise – indem wir unsere Knie vor ihm beugen oder zumindest unser Haupt und eine entsprechende Geisteshaltung einnehmen -, im Gebet, zu tun. Im Namen Jesu Christi dürfen wir uns an den Vater wenden, in Gedanken oder Worten, sowohl laut, als auch im Stillen, öffentlich, als auch im Verborgenen (Lehre und Bündnisse 19:28). Wir dürfen uns mit ihm über alles und überall unterhalten (Alma 34:18-27). Er hört uns zu und antwortet uns auf seine Weise (Lehre und Bündnisse 112:10). Ein Muster hat er uns im `Vater unser´ gegeben (3. Nephi 13:9-13; Matthäus 6:9-13). Wie hältst du es mit der ehrfürchtigen Unterhaltung mit Gott?

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Jesus Christus unterweist die Nephiten und betet mit ihnen
(Quelle; siehe dir auch den kurzen Clip an)

Um nach ihren Brüdern zu forschen

Die Frankfurter Allgemeine titelte am 10.03.2015: „Deutschland verliert Talente an das Ausland“ und hält dabei fest: „Aus der EU erfährt Deutschland einen Zuwanderungsboom. Die Deutschen selbst aber streben hinaus in die Welt. Auch junge Hochqualifizierte verlassen die Bundesrepublik. Experten fordern Rückkehrer-Programme.“ (Quelle)

So ähnlich muss es wohl bei dem Volk Zarahemla gewesen sein. Etwa 200 v. Chr. ist eine Gruppe aus Zarahemla aufgebrochen, um in ihre frühere Heimat, das Land und die Stadt Lehi-Nephi, zurückzukehren. Unterwegs gab es Streit und dabei Tote. Fünfzig überlebten und kehrten wieder nach Zarahemla zurück (Omni 1:27-28). Unter ihnen war ein gewisser Zeniff, der sich kurz drauf wieder aufmachte und sich mit seiner Gruppe erfolgreich wieder im Land Lehi-Nephi und Schimlon ansiedeln konnte (Mosia 9:3-7). Allerdings verfolgte der Aufnehmende König Laman damit eine List (Mosia 9:10). Er verlangte von ihnen die Hälfte ihrer Erträge an ihn abzuführen (Mosia 7:22).

In Zarahemla machte sich das Volk achtzig Jahre später starke Gedanken, was mit diesen Auswanderern passiert ist, da sie seit ihrem Auszug unter Zeniff nichts mehr von ihnen gehört hatten und sie bedrängten König Mosia II einen Suchtrupp zu entsenden: „Und es begab sich: König Mosia erlaubte, dass sechzehn ihrer starken Männer hinauf in das Land Lehi-Nephi gingen, um nach ihren Brüdern zu forschen.“ (Mosia 7:2).

Um nach ihren Brüdern zu forschen. Wenn es ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl gibt, interessiert man sich füreinander. So wollten eben viele vom Volk Zarahemla wissen, wie es den Auswanderern ergangen ist und sie wollten sich auf eine äußerst beschwerliche Reise durch die Wildnis begeben, um sie ausfindig zu machen. Ich denke in diesem Zusammenhang daran, wie meine Mutter sich bildhaft auf den Weg gemacht hat um ihre Vorfahren ausfindig zu machen und ich es versuche immer noch fortzusetzen. Allerdings geht es hierbei um unsere verstorbenen Vorfahren. Was bezwecken wir damit? Unzählige von ihnen hatten nicht die Gelegenheit das wahre Evangelium von Jesus Christus kennenzulernen, da es in seiner Reinheit nicht auf Erden zu finden war. Wir wollen ihnen helfen, es durch stellvertretende Taufe annehmen zu können, da die Taufe nur hier im irdischen Leben möglich ist. Wir erfüllen damit auch eine Prophezeiung die Maleachi um 430 v. Chr. aussprach (Maleachi 3:23-24). Dieser angekündigte Elija suchte Joseph Smith am 3. April 1836 im Kirtlandtempel auf und überbrachte die notwendigen Vollmachten (Lehreund Bündnisse 110:14-16)

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Taufbecken für stellvertretende Taufe für verstorbene in einem Tempel
(Quelle; lies auch den dortigen Artikel „Im Tempel“)
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Elija überbringt Joseph Smith Priestertumsvollmachten
(Quelle; lies auch „2. The Return of Elijah“)

König Mosia wandelte auf den Wegen des Herrn

Wenn ich auf den Wegen eines Anderen wandle, werde ich auch dorthin kommen, wo dieser hinging. König Benjamin hatte nun auf der großen Konferenzversammlung um 124 v. Chr. in Zentralamerika die Nachfolge seinem Sohn Mosia übertragen. Von ihm wird uns berichtet: „Und es begab sich: König Mosia wandelte auf den Wegen des Herrn und beachtete seine Richtersprüche und seine Satzungen und hielt seine Gebote in allem, was immer er ihm gebot.“ (Mosia 6:6).

Uns wird über König Mosia berichtet, er:

  • Wandelte auf den Wegen des Herrn
    um dereinst dorthin zu kommen, wohin Jesus Christus gegangen ist, nämlich zu seinem und zu unserem himmlischen Vater – also zurück in unsere himmlische Heimat, allerdings aufgrund hier gemachter Erfahrungen, in eine höhere Ebene transferiert;
  • Beachtete seine Richtersprüche und seine Satzungen
    Christus ist der Richter der Lebenden und der Toten (2. Timotheus 4:1) und als solcher fällt er natürlich Richtersprüche. Gegen Richtersprüche zu handeln würde so viel bedeuten, wie der Legislative zu widersprechen und sich, die endgültige Instanz betreffend, noch mehr strafbar zu machen;
    Satzungen betrifft zum einen festgesetzte Rechtsnormen von Körperschaften, deren eigene Angelegenheiten regelnd, hier der Kirche des Herrn, als auch ihren Organisationsstatus betreffend. In der Bibel heißt es häufig: „Spruch des Herrn“. Dieser beinhaltet meist Verheißungen aufgrund von Gehorsam (Genesis22:16-18) oder Androhung von Vergeltung aufgrund von Ungehorsam (Numeri 14:28), aber auch Ankündigung von Vorhaben des Herrn (2. Könige 19:33) bzw. bestimmte Grundsätze betreffend (Jesaja 55:8-9). Sich diesen zu widersetzen bzw. sie nicht anzuerkennen wäre nicht gerade zielführend;
  • Hielt seine Gebote in allem
    Will ich dorthin gelangen, wohin Christus gegangen ist, ist es unablässig, in allem seine Gebote zu halten (Johannes 15:10).

König Mosia wandelte auf den Wegen des Herrn. Alle Propheten des Herrn waren uns in Sachen Gehorsam gegenüber den Geboten, Richtersprüchen und Satzungen des Herrn gute Vorbilder und wäre es anders, würde der Herr einen solchen von seinem Posten entfernen. Aus diesem Grund kann ich auch ihrem Wandel folgen und mir sicher sein, dass ich das mir gesteckte Ziel erreichen werde. Welche Personen nimmst du dir als Vorbild?

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(Quelle)

Darum zogen sie viele Tage in der Wildnis dahin, ja, vierzig Tage

Vielleicht hast du schon mal folgenden Aphorismus (eine prägnant knappe, geistreiche oder spitzfindige Formulierung eines Gedankens) gehört: „Wenn man nicht weiß, wohin man will, so kommt man am weitesten.“ Er stammt von William Shakespeare (1564 – 1616, englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter).

Ganz so verhielt es sich bei der Expedition der sechzehn starken Männer unter der Führung von Ammon, einem Abkömmling des Volkes Zarahemla (Mosia 7:3), zum Land Lehi-Nephi nicht. Sie wussten zwar wo sie hin wollten, aber nicht wo es lang ging: „Und nun wussten sie den Weg nicht, den sie in der Wildnis einschlagen sollten, um zu dem Land Lehi-Nephi hinaufzugelangen; darum zogen sie viele Tage in der Wildnis dahin, ja, vierzig Tage zogen sie dahin.“ (Mosia 7:4).

Darum zogen sie viele Tage in der Wildnis dahin, ja, vierzig Tage. Diese Zahl `vierzig´ begegnet uns in den heiligen Schriften sehr häufig:

  • Sintflut
    „Der Regen ergoss sich vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde.“ (Genesis 7:12)
  • Heirat
    Isaak und Esau heirateten mit vierzig Jahren (Genesis 25:20; Genesis 26:34)
  • Einbalsamierung
    sie dauerte bei Josephs Vater Jakob vierzig Tage (Genesis 50:3)
  • Israels Wanderung durch die Wüste
    dauerte 40 Jahre (Exodus 16:35)
  • Mose
    blieb vierzig Tage auf dem Berg um Gottes Bund mit Israel zu empfangen (Exodus24:18)
  • und noch viel mehr, bis hin zu
    Christus, der sich vierzig Tage in der Wüste auf seine große Berufung vorbereitete (Markus 1:13).

Die Zahl vierzig hat in der jüdischen und christlichen Überlieferung eine hohe Symbolkraft (Produkt aus 4 und 10; die Vier symbolisiert das Weltumspannende – vier Himmelsrichtungen; die Zehn gilt als das vollendete Ganze – zehn Finger und nicht zuletzt gibt es zehn Gebote).

Darum zogen sie viele Tage in der Wildnis dahin, ja, vierzig Tage. Die Sechzehn Männer hatten ein Ziel, das sie konsequent verfolgten, obwohl sie den Weg nicht kannten, vierzig Tage lang eine beschwerliche Reise durchhielten um ihr Projekt nach einem Zwischenstopp (Mosia 7:5) letztendlich erfolgreich zu beenden, auch wenn es zunächst nicht danach aussah (Mosia 7:7). Das ist für mich ein Anreiz meine guten Ziele ebenso konsequent zu verfolgen, auch wenn ich nicht sofort weiß, wie sie erreicht werden können und was mich auf dem Weg erwartet. Wie verfolgst du deine guten Ziele?

 beschwerliche reise
(Quelle)

Ich bin Limhi, der Sohn Noahs, der der Sohn Zeniffs war

Menschen wollen gerne wissen, mit wem sie es zu tun haben. So werden sie sich gegenseitig bekanntmachen, wenn sie das erste Mal aufeinandertreffen. Dringt eine unbekannte Person in den Hoheitsbereich einer anderen ein und ist man sich nicht sicher, ob sie in friedlicher Absicht kommt, ergreift man Sicherheitsmaßnahmen. So erging es auch Ammon mit seinen drei Brüdern, die sich dem Bereich eines fremden Königs näherten. Sie wurden zunächst festgesetzt (Mosia 7:7).

Nachdem der König gerne wissen wollte, um wen es sich da handelt, ließ er sie nach 2 Tagen vor sich bringen (Mosia 7:8) und stellte sich nun als Erster vor, vielleicht in der Absicht sie erkennen zu lassen, in welcher Situation sie sich befanden: „Und er sprach zu ihnen: Siehe, ich bin Limhi, der Sohn Noah, der der Sohn Zeniffs war, der aus dem Land Zarahemla heraufgekommen war, um dieses Land zu ererben, denn es war das Land ihrer Väter, und er wurde durch die Stimme des Volkes zum König gemacht.“ (Mosia 7:9).

Um welche Persönlichkeiten handelt es sich:

  • Limhi
    war ein rechtschaffener König einer Gruppe von Nephiten im Land Lehi-Nephi um 122 v. Chr. Er übernahm das Königtum seines Vaters Noa und zwar als ein Wahlmonarch – er wurde vom Volk zum König gewählt (Mosia 19:26).
  • Noa
    war ein nichtrechtschaffener König einer Gruppe von Nephiten im Land Lehi-Nephi um 160 v. Chr. Als Erbmonarch wurde ihm das Königtum durch seinen Vater Zeniff übertragen (Mosia 11:1).
  • Zeniff
    war um 200 v. Chr. Teilnehmer einer Expedition einer Gruppe Nephiten, die von Zarahemla aus wieder zurück in das Land ihres ersten Erbteils Lehi-Nephi ziehen wollten. In der Wildnis waren sie sich über die Art und Weise der Rückkehr so uneinig, dass sie sich gegenseitig umbrachten bis auf eine Gruppe von fünfzig Teilnehmern (Omni 1:27-28). Unter ihnen befand sich Zeniff. Dieser Rest zog wieder zurück nach Zarahemla. Zeniff führte danach eine weitere Expedition mit demselben Ziel an, aber diesmal erfolgreich, und wurde im ihnen von den Lamaniten überlassenen Land Lehi-Nephi und Schimlon König (Mosia 9:1-7).

Ich lerne daraus, dass es seit eh und je eine Beziehung zwischen Mensch und Raum gibt, einen Raum, in den ein Mensch hinein geboren wird und in dem seine ersten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassung prägen. In diesen Raum zieht es die meisten Menschen immer wieder hin. Diesen Raum nennen wir Heimat. Ich wurde in Deutschland geboren und wuchs hier auch auf. Erinnerungen an mein Aufwachsen rufen besondere Empfindungen in mir hervor. Wie verstehst du Heimat und was empfindest du über sie?

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(Quelle)

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Warum ihr euch erkühnt habt, bis an die Mauern der Stadt zu kommen

Ich denke bei diesem Vers an eine Mauer, die errichtet wurde, um das eigene Volk vor dem Klassenfeind zu schützen, und es fällt mir ein, dass es lebensgefährlich war, sich ihr auch nur zu nähern. Diese Mauer hatte sehr scharf bewachte Tore, die man nur mit einem gültigen Papier und nach gründlicher Durchsuchung passieren konnte. Stimmte irgendetwas nicht, musste man damit rechnen ins Gefängnis geworfen und verhört zu werden.

Ammon hatte sich mit seinen drei Brüdern Amaleki, Helem und Hem (Mosia 7:6), auch der Mauer einer Stadt genähert und sie wurden verhaftet und verbrachten zwei Tage in einem Gefängnis (Mosia 7:7-8), bis der König des Landes sie vor sich bringen ließ und sie zu verhören begann: „Und nun wünsche ich den Grund zu wissen, warum ihr euch erkühnt habt, bis an die Mauern der Stadt zu kommen, als ich selbst mit meinen Wachen außerhalb des Tores war.“ (Mosia 7:10).

Warum ihr euch erkühnt habt, bis an die Mauern der Stadt zu kommen. Im Alten Testament begegnet mir eine parallele in Sachen „außerhalb des Tores“. Der Herr beauftragte Josua (ehemals Hosea) aus dem Stamme Ephraim (Numeri 13:8,16) , den Nachfolger Moses (Numeri 27:18-19), dass das Volk Israel `Asylstädte´ einrichten sollte, in die sich Menschen flüchten konnten, die versehentlich ohne Vorsatz einen Menschen getötet hatten, damit sie vor den `Bluträchern´ (Numeri 35:19) in Sicherheit wären: „Wenn jemand in eine von diesen Städten flieht, soll er am Eingang des Stadttors stehen bleiben und den Ältesten der Stadt seine Sache vortragen. Sie sollen ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm eine Unterkunft geben, damit er bei ihnen bleiben kann.“ (Josua 20:4; lies gerne alle Verse). Auch heute gibt es Staaten in denen Menschen willkürlicher Verfolgung bis hin zur Tötung ausgesetzt sind. Gibt es auch heute `Asylstädte´ – Asylländer?

Blutrache

Blutrache im alten Israel (Quelle)

Als König Benjamin…

Joseph Smith, der Prophet der Wiederherstellung hat dargelegt, dass Bestandteil unseres Glaubens ist, dass jemand, der das Evangelium predigt, dazu von einem von Gott bevollmächtigten dazu berufen worden sein muss (Glaubensartikel 5).

Dies war auch schon zuzeiten König Benjamins um 120 v. Chr. in der Kirche des Herrn in Zentralamerika so: „Und weiter begab es sich: Als König Benjamin mit dem allen zu Ende gekommen war und seinen Sohn Mosia zum Herrscher und König über sein Volk geweiht hatte und ihm alle Verantwortung in bezug auf das Reich übergeben hatte und auch Priester bestimmt hatte, um das Volk zu belehren, damit sie so die Gebote Gottes vernehmen und kennenlernen könnten, und um sie aufzustacheln, den Eid, den sie abgelegt hatten, im Gedächtnis zu bewahren, entließ er die Menge, und sie kehrten, ein jeder gemäß seiner Familie, in ihre eigenen Häuser zurück.“ (Mosia 6:3).

Als König Benjamin … Priester bestimmt hatte. Ohne Bevollmächtigte Diener Jesu kann hier auf Erden natürlich nicht in seinem Namen gehandelt und sein Evangelium gelehrt werden. Die Gesamtvollmacht wird in Form von Schlüsseln (sinnbildlich) von Jesus Christus an immer nur eine Person zur selben Zeit übergeben (Matthäus 16:19) und er darf Teile seiner Schlüsselvollmachten an würdige Nachfolger Jesu weitergeben (Prophet, Seher und Offenbarer und Präsident der Kirche). Dies alles geschieht unter der Führung des Heiligen Geistes. Niemand bewirbt sich in der Kirche des Herrn um eine Aufgabe bzw. überträgt sie sich erst recht nicht selber (Hebräer 5:4), sie wird einem durch Handauflegung derer übertragen, die Schlüsselträger sind, und das schon seit eh und je (1. Timotheus 4:14). Wen alles anerkennst du als solche von Gott heutzutage berufenen Diener?

 
Christus ordiniert seine zwölf Apostel durch Handauflegen (Quelle)