Sie strömten aus allen Gebieten rund um Sidom herbei und ließen sich taufen

Die Missionsbemühungen Alma des Jüngeren und Amuleks in Sidom waren offensichtlich sehr erfolgreich, denn: „… Es waren ihrer viele; denn sie strömten aus allen Gebieten rund um Sidom herbei und ließen sich taufen. 15  Aber was das Volk betraf, das im Land Ammoniha war, blieb es weiterhin ein hartherziges und ein halsstarriges Volk; und sie kehrten von ihren Sünden nicht um, schrieben vielmehr alle Macht Almas und Amuleks dem Teufel zu; denn sie gehörten dem Bekenntnis Nehors an und glaubten nicht an die Umkehr von ihren Sünden.“ (Alma 15:14-15).

Sie strömten aus allen Gebieten rund um Sidom herbei und ließen sich taufen. Auch heute ist es so, dass es viele Menschen gibt, die aus allen Gebieten herbeiströmen und sich von berufenen Dienern der Kirche des Herrn Jesus Christus taufen lassen. Aber es gibt leider auch viele Gebiete, in denen die Menschen, wie das Volk in Ammoniha, auf die liebevolle Einladung zu Christus zu kommen, ablehnend reagieren und der Einladung nicht folgen wollen.

Viele Gegner der Kirche Jesu Christi haben ihr ein baldiges Ende nach ihrer offiziellen `Gründung´ am 06. April 1830 vorhergesagt (Lehre und Bündnisse 20:1) – eigentlich war es eine `Wiederherstellung´, denn Christus hatte im Alten Testament Propheten berufen, die seine Kirche führten und zu seinen Lebzeiten berief er Petrus und die anderen Elf als Propheten und Apostel, um sie in seinem Namen zu führen. Doch dann wurden Apostel ermordet und die Vollmacht seine Kirche zu leiten, wurde wie schon so oft in der Menschheitsgeschichte, von der Erde genommen. Aber wenn wir uns das Wachstum der Kirche des Sohnes Gottes mit damals sechs Gründungsmitgliedern bis in die heutige Zeit ansehen, dann kann man nur feststellen, dass sich diese sehr geirrt haben (siehe hier). Im Dezember 2015 hatte die Kirche weltweit 15.634.199 Mitglieder in 188 Ländern (siehe hier) und sie wächst ständig weiter, so wie es von Daniel beschrieben wurde, als er Nebukadnezzars Traum von den Weltreichen von seiner Zeit um 600 v. Chr. bis heute deutete (Daniel 2:44-45; Lehre und Bündnisse 138:44) und wird fortbestehen, bis Christus selber wiederkommen wird, um seine Herrschaft anzutreten (Hiob 19:25; Apostelgeschichte 1:11; Lehre und Bündnisse 29:9-12). Ich bin dankbar, dass ich von diesen ewigen Wahrheiten ein festes Zeugnis haben darf. Du kannst diese Thematik gerne hier vertiefen.

Jesus Christus richtete während seines irdischen Wirkens und nach seiner Auferstehung seine Kirche auf.
(Bild: Quelle)

Alma richtete im Land Sidom eine Kirche auf

Nachdem Alma der Jüngere den ehemaligen Gesetzeskundigen aus Ammoniha, Zeezrom, getauft hatte, begann dieser in Sidom zu predigen (Alma 15:12), und Alma der Jüngere richtete „…  im Land Sidom eine Kirche auf und weihte in dem Land Priester und Lehrer, damit sie dem Herrn alle diejenigen tauften, die getauft zu werden wünschten.“ (Alma 15:13).

Alma richtete im Land Sidom eine Kirche auf. Kann irgendjemand einfach so eine Kirche aufrichten, eine Kirche, die auf Jesus Christus gründet und seinen Namen trägt (3. Nephi 27:3,5,8) und darin Ämter vergeben? Das wäre so, als wenn ich mir anmaßen wollte, eine Arztpraxis zu führen und an der vertragsärztlichen Versorgung teilzunehmen, um gesetzlich krankenversicherte Patienten ambulant zu behandeln, ohne dafür eine Zulassung des zuständigen Zulassungsausschusses zu haben. Erst recht muss ich für das Aufrichten der Kirche des Herrn dafür eine `Zulassung haben´.

Diese Zulassung gibt es selbstredend nur von demjenigen, auf dessen Name die Kirche lautet. Handelt es sich um die Kirche Jesu Christi, ist es die Kirche des Herrn, und die Amtsträger, die seine Stellvertreter auf Erden sind, besitzen seine Vollmacht. Die Vollmachtslinie kann ein jeder von ihnen auf Jesus Christus zurückführen. Zwei Beispiele:

1. Petrus wurde von Christus berufen der Führer seiner Kirche auf Erden zu sein (Matthäus 16:18-19). Er war der führende, der erste Apostel (Matthäus 10:2), der Schlüsselträger, was wir auch daran sehen, dass er die Brüder zusammenrief, um einen Ersatz für den ausgeschiedenen Apostel Judas zu berufen (Apostelgeschichte 1:15 ff).

2. Joseph Smith wurde von diesem Petrus als Apostel ordiniert und ihm wurden die notwendigen Schlüssel übertragen, die Kirche Jesu Christi auf Erden wieder aufzurichten, nachdem Johannes der Täufer ihm zuvor das vorbereitende Priestertum Aarons übertragen hatte (Lehre und Bündnisse 27:8,12-13). Er ist der Prophet, Seher und Offenbarer der Neuzeit (Lehre und Bündnisse 127:12). Ihm wurden alle notwendigen Schlüssel dafür übertragen und er hat sie an weitere Beamte der Kirche übertragen und sie sind bis heute noch auf Erden und werden auch nie wieder weggenommen (JS Lebensgeschichte 1:69,72).

Ich habe ein festes Zeugnis, dass die Vollmacht des Herrn, seine Kirche heute hier auf Erden zu führen und zu leiten in den Händen lebender Propheten und Apostel liegt (siehe hier). Lies gerne auch diesen Artikel „Vorbereitungen für die Wiederherstellung und das Zweite Kommen: „Meine Hand wird über dir sein“ – Robert D. Hales Of the Quorum of the Twelve Apostles.

A painting showing the restoration of the Aaronic Priesthood to Joseph Smith and Oliver Cowdery.Upon You My Fellow Servants, by Linda Curley Christensen
(JS-Lebensgeschichte 1:69; Bild: Quelle)

Alma taufte Zeezrom

Nachdem Zeezrom Glauben an Gottes Macht aufbrachte, konnte Alma der Jüngere ihn, mit der Macht des Priestertums Gottes und dessen Einverständnis, heilen (Alma 15:10-11): „Und Alma taufte Zeezrom in dem Herrn; und von der Zeit an fing er an, dem Volk zu predigen.“ (Alma 15:12).

Alma taufte Zeezrom. Ich lerne aus dieser Begebenheit, dass der Herr einem die Möglichkeit der Umkehr gewährt, egal, wie schwer die begangenen Sünden auch gewesen sein mögen: „… Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle.“ (Jesaja 1:18). Sogar „Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; …“ (Matthäus 12:32). Aber eine Ausnahme gibt es dann doch: „… wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.“ (Matthäus 12:32; Markus 3:29; Lukas 12:10).

Worin besteht nun diese unverzeihliche Sünde? Wenn ich den Heiligen Geist empfangen, seine Gabe verstanden habe und dennoch seine Existenz leugne, dann habe ich mich der `unverzeihlichen Sünde´ schuldig gemacht. Dieses Vergehen wird mir nicht vergeben werden, denn dadurch habe ich den Sohn Gottes noch einmal ans Kreuz geschlagen (Hebräer 6:4-6). Neuzeitliche Offenbarung an Joseph Smith konkretisiert die Aussage im Hebräer noch (Lehre und Bündnisse 76:31-35). An anderer Stelle wird uns weiter erklärt, dass wir diese Sünde auch dadurch begehen, wenn wir den `neuen und immerwährenden Bund´ (Lehre und Bündnisse 66:2) empfangen haben, dann unschuldiges Blut vergießen und dadurch dem Tod Jesu bewusst zustimmen (Lehre und Bündnisse 132:27). Wie können wir uns also „stets Vergebung für unsere Sünden bewahren“?

An image of a seaside landscape combined with a quote by Elder Bednar: “By the sanctifying power of the Holy Ghost … we can always retain a remission of our sins.”
„Und dadurch, dass die heiligende Macht des Heiligen Geistes immer bei uns ist, können wir uns stets Vergebung für unsere Sünden bewahren.“ – Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel
(Bild: Quelle)

Wenn du an die Erlösung durch Christus glaubst, kannst du geheilt werden

Als nun Alma der Jüngere bei Zeezrom angekommen war, fragte er Zeezrom: „Glaubst du daran, dass Christus die Macht hat, zu erretten?“ (Alma 15:6) und Zeezrom antwortete, dass er allen Worten, die er gepredigt hatte, glauben würde (Alma 15:7). „Und Alma sprach: Wenn du an die Erlösung durch Christus glaubst, kannst du geheilt werden.“ (Alma 15:8).

Wenn du an die Erlösung durch Christus glaubst, kannst du geheilt werden. Zeezrom antwortete: „… Ja, ich glaube gemäß deinen Worten.“ Wonach Alma der Jüngere den Herrn anrief, ihn gemäß seinem Glauben in Christus zu heilen und zur Verwunderung alles umstehenden Volkes sprang er geheilt auf seine Füße „… und die Kunde davon ging durch das ganze Land Sidom.“ (Alma 15:9-11).

Da werde ich u. a. an die Begebenheit der Heilung eines besessenen Jungen durch Jesus erinnert. Ein Vater hatte seinen von einem unreinen Geist besessenen Sohn zu den Aposteln gebracht, aber sie konnten den Geist nicht austreiben. Als Jesus dazukam, bat der Vater ihn: „… wenn du kannst, hilf uns; hab Mitleid mit uns!“ Jesus sagte: „… Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt.“ und der Vater rief: „… Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Jesus heilte den Jungen schlussendlich (Markus 9:14-27). Auch mir geht es in bestimmten Situationen ähnlich wie diesem Vater. Ich bin zwar zutiefst überzeugt davon, dass „… Alles kann, wer glaubt.“ Aber dann kommt Unsicherheit in der Weise auf, dass ich mich frage, ob es auch der Wille des Herrn ist, dass sich mein Wunsch erfüllt und auch ich in Gedanken ausrufe: „… Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Wie ergeht es dir?

Anmerkung: Anstelle des Fragezeichens steht in der King James Version ein Komma und das lässt die Aussage in einem etwas anderen Licht erscheinen; KJV Markus 9:23. In der inspirierten Version der King James Ausgabe von Joseph Smith (siehe hier) lautet die Antwort Jesu folgendermaßen: „… If thou wilt believe all things I shall say unto you, this is possible to him that believeth.“ (JST Markus 9:20). Die Antwort des Vaters stimmt wieder überein: „… I believe; help thou mine unbelief.“ (JST Markus 9:21). Da denke ich an den achten Glaubensartikel, den Joseph Smith aufgestellt hat: „Wir glauben, dass die Bibel, soweit richtig übersetzt, das Wort Gottes ist; …“ (Glaubensartikel 1:8).

Mark 9:23, With faith all things can be accomplishedWenn du kannst? Alles kann, wer glaubt.
(Markus 9:23; Bild: Quelle)

Sie gingen unverzüglich und folgten der Botschaft, die er ihnen gesandt hatte

Wie erleichtert muss Zeezrom gewesen sein, als er hörte, dass Alma der Jüngere und Amulek noch am Leben und sogar in Sidom waren. Er ließ ihnen unverzüglich Botschaft mit der Bitte ihn aufzusuchen zukommen (Alma 15:4): „Und es begab sich: Sie gingen unverzüglich und folgten der Botschaft, die er ihnen gesandt hatte; und sie gingen in das Haus hinein zu Zeezrom; und sie fanden ihn auf seinem Bett, krank und vom brennenden Fieber ganz schwach; und auch sein Gewissen schmerzte ihn über die Maßen wegen seiner Übeltaten; und als er sie sah, streckte er die Hand aus und flehte sie an, ihn zu heilen.“ (Alma 15:5).

Der Begriff `unverzüglich´ begegnet einem recht häufig in Gesetzes- oder Vertragstexten und stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, der vom Schuldner subjektiv zumutbares alsbaldiges Handeln verlangt. `Sofort´ würde hingegen objektiv zumutbares Handeln ohne irgendeine Verzögerung voraussetzen.

Sie gingen unverzüglich und folgten der Botschaft, die er ihnen gesandt hatte. Ich reflektiere hierbei mein eigenes Handeln. Wie gehe ich z. B. vor, wenn eine Person meiner Heimlehrfamilien den dringenden Wunsch äußert, einen Krankensegen zu bekommen. Schaue ich da auch zu, diesem Wunsch `unverzüglich´ nachzukommen, d. h. so schnell es mein Terminkalender zulässt, ohne dass ich andere sowohl wichtige als auch dringende Termine platzen lasse? Du kennst das Eisenhowerprinzip (siehe hier)? Haben Aufgaben eine sowohl hohe Wichtigkeit als auch Dringlichkeit, sind es Dinge, die ich selber sofort zu erledigen habe. Nun kann es natürlich sein, dass solch ein Hilferuf für den Betreffenden sowohl hohe Wichtigkeit als auch Dringlichkeit hat. Da muss ich dann abwägen, was ist zeitlich vorzuziehen und was sind eigentlich nur Zeitfresser, die ich als Ausrede benutze um meiner Bequemlichkeit nachzugeben. Gerne nehme ich ja auch den Lohn des Herrn `unverzüglich´ entgegen, wenn ich seinen Willen erfüllt habe (Mosia 2:24). Wie priorisierst du deine Aufgaben bei unerwarteten Hilferufen, die dich erreichen?

(Bild: Quelle)

Darum fing er an, von einer brennenden Hitze versengt zu werden

Der Versuch des gesetzeskundigen Ammonihaiten Zeezrom, Alma den Jüngeren und Amulek vor den Ammonihaiten zu rehabilitieren, war erfolglos und nun wurde auch er von seinem eigenen Volk ausgestoßen (Alma 14:7). Auch er floh aus Ammoniha und: „… lag zu Sidom krank darnieder mit einem brennenden Fieber, das aufgrund seiner Schlechtigkeit durch die großen Drangsale seines Geistes verursacht worden war; denn er meinte, Alma und Amulek seien nicht mehr; und er meinte, sie seien wegen seines Übeltuns getötet worden. Und diese große Sünde und seine vielen anderen Sünden marterten seinen Geist, bis es ihn über die Maßen schmerzte, denn er fand keine Befreiung; darum fing er an, von einer brennenden Hitze versengt zu werden.“ (Alma 15:3).

Darum fing er an, von einer brennenden Hitze versengt zu werden. Es ist leicht einzusehen, wie Erkenntnis über schwere Vergehen gegen Gott nicht nur den Geist betreffen, sondern auch auf den Körper übergreifen, denn: Körper und Geist zusammen bilden die Seele eines Menschen (Lehre und Bündnisse 88:15). Beide sind miteinander verbunden. Leidet der eine Teil, überträgt sich das auch auf den anderen. Es ist erwiesen: Geht es dem Geist gut, ist auch der Körper gesünder und umgekehrt. Körperliche Erkrankungen und Beschwerden, die durch psychische Belastungen hervorgerufen werden nennt man psychosomatische Erkrankungen. Wer darunter leidet, verspürt körperliche Symptome, die medizinisch nicht erklärbar sind. So kann der Blutdruck in die Höhe schnellen, wenn wir über längere Zeit gehetzt sind, also Stress erleben.

Der griechische Philosoph Platon (428 – 348 v. Chr.) sagte: „Der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten ist, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch beides nicht voneinander getrennt werden kann.“ Ich lerne daraus, dass ich gesünder lebe, wenn ich mich nicht gegen die Gesetze des Herrn auflehne, sondern mein Handeln mit ihnen in Einklang bringe. Es passiert aber doch immer wieder, dass es mir nicht in allem gelingt. Und so wende ich mich ständig an den Arzt, der für beides zuständig ist, nämlich Gott und er hilft mir immer wieder aus dem Schlamassel, wenn ich aufrichtig Umkehr übe. Wie hältst du Körper und Geist gesund?

„Hoffnung und Heilung findet man jedoch nicht in einem verborgenen, finsteren Abgrund, sondern im Licht und in der Liebe unseres Heilands Jesus Christus.“ Der größte aller Heiler – Carole M. Stephens, Erste Ratgeberin in der Präsidentschaft der Frauenhilfsvereinigung
(Bild: Quelle)

Sie gingen weg und kamen von dort bis in das Land Sidom

Nachdem das Volk in Ammoniha gesehen hat, was mit dem Gefängnis passiert ist und dass Alma der Jüngere und Amulek unbeschadet herauskamen, während die anderen umgekommen sind, ergriff sie so große Furcht vor ihnen, dass sie flohen (Alma 14:29) und dann „… wurde Alma und Amulek geboten, aus jener Stadt wegzugehen; und sie gingen weg und kamen von dort bis in das Land Sidom; und siehe, dort fanden sie alle diejenigen, die aus dem Land Ammoniha weggegangen waren, die ausgestoßen und gesteinigt worden waren, weil sie den Worten Almas geglaubt hatten.“ (Alma 15:1).

Sie gingen weg und kamen von dort bis in das Land Sidom. Dies war nun auch der Teil des Landes, in den Zeezrom und diejenigen geflohen waren, die an die Worte Alma des Jüngeren und Amuleks in Ammoniha geglaubt hatten und deshalb misshandelt und verfolgt wurden, während diejenigen, die dort blieben, mit ihren Schriften verbrannt wurden (Alma 14:6-8). Alma der Jüngere und Amulek berichteten ihnen nun, was alles passiert war (Alma 15:2).

Wo dieses Land Sidom lag, ist uns nicht überliefert, aber aus den verschiedenen Angaben im Buch Mormon, die auf die Geografie Rückschlüsse erlauben, haben einige versucht Karten zu erstellen, die uns zumindest die Lage der Orte zueinander aufzeigen. Dabei handelt es sich aber nur um menschliche Überlegungen.

Cover
Die mögliche Lage der im Buch Mormon erwähnten Stätten basiert auf Angaben in diesem Buch. Es sollte nicht versucht werden, auf dieser Landkarte angegebene Stätten mit derzeit bestehenden geographischen Gegebenheiten zu vergleichen. Ursprünglich angefertigt von Daniel H. Ludlow und mit seiner Genehmigung veröffentlicht. (Das Buch Mormon – Leitfaden für den Schüler S. 212)
(Bild: Quelle)

Alma und Amulek kamen aus dem Gefängnis heraus, und sie waren nicht verletzt

Es trat ein, was der Prophet Alma der Jüngere gegenüber seinem Mitarbeiter im Werk des Herrn, Amulek, vorhersagte (Alma 14:12-13): „Und Alma und Amulek kamen aus dem Gefängnis heraus, und sie waren nicht verletzt; denn der Herr hatte ihnen Macht gewährt gemäß ihrem Glauben, der in Christus war. Und sie kamen geradewegs aus dem Gefängnis heraus; und sie waren von ihren Banden befreit, und das Gefängnis war zur Erde gestürzt, und jede Seele innerhalb seiner Mauern war getötet worden, außer Alma und Amulek; und sie kamen geradewegs heraus in die Stadt.“ (Alma 14:28).

Ich lerne, dass wenn ich festen Glauben ausübe und mich dem Willen des Herrn füge, er alles so richten wird, dass alles so ausgehen wird, wie es ein jeder verdient hat. Alma der Jüngere und Amulek waren dem Herrn treu und sie bekamen die Kraft ihre Fesseln zu zerreißen (Alma 14:26) und unversehrt aus dem zusammengestürzten Gefängnis herauszukommen, während alle anderen, die die Diener des Herrn vorher unsäglich gequält hatten, und damit Gott lästerten, darin umkamen.

Alma und Amulek kamen aus dem Gefängnis heraus, und sie waren nicht verletzt. Dies geschah aufgrund ihres unerschütterlichen Glaubens. Und aufgrund dessen, dass sie sich dem Willen des Herrn unterordneten, konnten sie mit seiner Macht, die er ihnen im Priestertum verliehen hat, gebieten, und es geschah (Jakob 4:6). Wie wunderbar zu wissen, dass der Herr uns seine Macht verleiht, wenn unsere Wünsche den seinen entsprechen. Wenn dies der Fall ist, sind es reine Wünsche und dienen einem jeden, der davon betroffen sein wird, zur Gerechtigkeit. Dessen bin ich mir sicher, die heiligen Schriften sind voll von Zeugnissen darüber. Eines finden wir im Gottesurteil am Karmel, wo Elija dem König Ahab die Macht Gottes demonstrierte und sich das Volk Israel dadurch wieder zu seinem wahren Gott bekehrte (1. Könige 18:17-39). Welches Beispiel fällt dir ein?

Elia kämpft gegen die Priester des Baal von Jerry Harston
(Bild: Quelle)

Die auf Alma und Amulek eingeschlagen hatten, wurden durch den Einsturz getötet

Nachdem Alma der Jüngere und Amulek gemäß ihrem Glauben an Christus mit der ihnen verliehenen Kraft ihre Stricke mit denen sie gebunden waren zerrissen und die Mauern des Gefängnisses einstürzten (Ether 12:13), bekamen es die Anwesenden mit der Angst zu tun: „Und es begab sich: So groß war ihre Furcht, dass sie zur Erde fielen und nicht bis zur äußeren Tür des Gefängnisses gelangten; und die Erde bebte heftig, und die Mauern des Gefängnisses brachen entzwei, so dass sie zur Erde stürzten; und der oberste Richter und die Gesetzeskundigen und Priester und Lehrer, die auf Alma und Amulek eingeschlagen hatten, wurden durch den Einsturz getötet.“ (Alma 14:27).

Ich lerne daraus, dass der Triumph derjenigen, die meinen, ihre menschliche Stärke sei größer als die aus Glauben an Christus entstehende Macht, nicht lange anhält. Der Herr sieht sich dieses Gebaren eine Zeit lang an, dann aber zeigt er jenen, was ein solcher Glaube zu bewirken vermag. In diesem Fall wurde der sehr kurzzeitige Triumph des obersten Richters und der Gesetzeskundigen, Priester und Lehrer, die meinten, Alma und Amulek nach ihrem Belieben tyrannisieren zu können, mit dem Leben bezahlt.

Die auf Alma und Amulek eingeschlagen hatten, wurden durch den Einsturz getötet. Ich werde mich nicht gegen die Diener des Herren auflehnen und versuchen Macht über sie auszuüben, weil sie mir aufzeigen, worin ich falsch handle und Umkehr zu üben habe. Ich nutze diese Gelegenheiten, um etwas über mich zu lernen, um mich zu verbessern und zukünftig so zu verhalten, dass das Sühnopfer Jesu in meinem Leben wirksam werden kann. In heutiger Zeit gibt es viele Bestrebungen Glauben an Christus zu unterdrücken, Religionsfreiheit mit Füßen zu treten. Was können gläubige Christen tun, um Religionsfreiheit zu verteidigen? Gerade in jüngster Zeit setzen sich die die Autoritäten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit diesem Thema verstärkt auseinander (ein aufschlussreiches Beispiel findest du hier).


Wir als Heilige der Letzten Tage müssen unser Bestes geben, um das Licht zu bewahren und unsere Familie und unsere Gesellschaft vor diesem Angriff auf Sittlichkeit und Religionsfreiheit zu schützen (Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel).
(Bild: Quelle)

O Herr, gib uns Stärke gemäß unserem Glauben, der in Christus ist

Alma der Jüngere und Amulek wurden viele Tage im Gefängnis festgehalten und ausgefragt, aber sie antworteten nicht, schwiegen und erduldeten die Misshandlungen (auch hier sehe ich wieder Parallelen zu Christus, als er vom Hohen Rat verhört wurde, Markus 14:60-61), bis „… die Macht Gottes auf Alma und Amulek …“ kam (Alma 14:21-25): „Und Alma schrie, nämlich: Wie lange sollen wir diese schweren Bedrängnisse ertragen, o Herr? O Herr, gib uns Stärke gemäß unserem Glauben, der in Christus ist, ja, dass wir befreit werden. Und sie zerrissen die Stricke, mit denen sie gebunden waren; und als die Leute das sahen, fingen sie an zu fliehen, denn die Furcht vor Vernichtung war über sie gekommen.“ (Alma 14:26).

Aus vielen weiteren Beispielen in den heiligen Schriften lerne ich, dass man durch Glauben alles erreichen kann, wenn es im Sinne des Herrn ist. Nicht umsonst heißt eine Redensart: „Der Glaube kann Berge versetzen“. Wo kenne ich diese Redensart denn bloß her? Ach ja, die Jünger hatten versucht einen Mondsüchtigen zu heilen, schafften es aber nicht. Jesus wurde damit konfrontiert, konnte es nicht fassen und heilte ihn. Als die Jünger dann wieder allein mit Jesus waren fragten sie ihn, warum sie es nicht tun konnten und er antwortete ihnen: „Weil euer Glaube so klein ist.“ und teilt ihnen mit, „Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken.“ und erweitert noch: „… Nichts wird euch unmöglich sein.“ (Matthäus 17:20).

O Herr, gib uns Stärke gemäß unserem Glauben, der in Christus ist. Ja, der Herr gab ihnen die Stärke, die ihrem Glauben an Christus entsprach: sie konnten ihre Fesseln zerreißen und die dies miterlebten gerieten nun verständlicherweise in Panik. Ich bemühe mich, auch Stärke aus meinem Glauben an Christus zu gewinnen. Nicht unbedingt, um dadurch irgendetwas Spektakuläres zu machen – dazu würde der Herr mir auch nicht Stärke geben – sondern um meinen Mitmenschen zeigen zu können, wie wir bessere Menschen werden, wenn wir uns die größte Mühe geben, nach dem Wort des Herren zu leben. Welche Art von Stärke wünschst du dir?

(Bild: Quelle)