Amlissi bewaffnete seine Männer mit allerlei Kriegswaffen jeder Art

Amlissi, der einen Teil des Volkes Nephi von den Wegen des Herrn abgebracht hatte, die ihn auch seinem Ziel entsprechend zum König gewählt hatten, sich vom Volk Nephi abspalteten und ein eigenes Volk, Amlissiten genannt, bildeten, hatte nun mit ihnen zusammen vor, die gläubigen Nephiten unter seine Herrschaft zu zwingen: „Und es begab sich: Amlissi bewaffnete seine Männer mit allerlei Kriegswaffen jeder Art; und er bestimmte auch für sein Volk Herrscher und Führer, die sie zum Krieg gegen ihre Brüder führen sollten.“ (Alma 2:14).

Amlissi bewaffnete seine Männer mit allerlei Kriegswaffen jeder Art. Hinter all diesem ungöttlichen Tun steckt Satan. Ich sehe, dass Satan auch heute seine Anhänger mit allerlei Kriegswaffen jeglicher Art bewaffnet, um gegen die Gläubigen vorzugehen und sie unter seine Herrschaft zu zwingen. Eine seiner Kriegswaffen, die unscheinbar erscheinen mag, ist der Neid.

  • Neid
    Wilhelm Busch (1832 – 1908, deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller) sagte: „Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das.“ Neid ist ein Gefühl, das einen beschleicht, wenn andere etwas haben, das man selber auch gerne hätte, es aber nicht hat. So sagte Busch auch noch: „Um Neid ist keiner zu beneiden.“ Das bringt mich dem Kern der Sache näher, den ich dem Evangelium von Jesus Christus entnehme: Es ist falsch, sich etwas zu wünschen, was einem anderen gehört. Das Beispiel des ersten Brudermordes zeigt mir auf, welches die fatalen Folgen von Neid sein können: „… Der Satan hat mich wegen der Herden meines Bruders versucht.“ sagte Kain dem Herrn (Köstliche Perle Mose 5:38).

Ich lerne daraus, dass ich zwar nach Dingen streben darf, es aber auf meine Motivation (innerer Antrieb) ankommt. Ist das Motiv der Neid, so hat mich der Satan ganz schnell am Wickel und ich werde in meinem Streben ganz leicht in den Abgrund gezogen. Ist mein Motiv, durch das Angestrebte, mir und anderen zu helfen Christus näherzukommen, liege ich richtig, mein Motiv ist die reine Christusliebe (Moroni 7:47). Welchen Kriegswaffen Satans bist du schon begegnet?

kainDer Satan hat mich wegen der Herden meines Bruders versucht
(Bild: Quelle)

Darum bereiteten sie sich vor, ihnen zu begegnen

Nachdem sich das Volk in Nephiten und Amlissiten gespalten hatte (Alma 2:11): „… war sich das Volk der Nephiten der Absicht der Amlissiten bewusst, und sie bereiteten sich gegen einen gewaltsamen Umsturz vor: „ja, sie bewaffneten sich mit Schwertern und mit Krummdolchen und mit Bogen und mit Pfeilen und mit Steinen und mit Schleudern und mit allerlei Kriegswaffen jeder Art. 13  Und so waren sie bereit, den Amlissiten zum Zeitpunkt ihres Kommens zu begegnen. Und es wurden Hauptleute bestimmt, ebenso höhere Hauptleute und oberste Hauptleute, gemäß ihrer Anzahl.“ (Alma 2:12-13).

Darum bereiteten sie sich vor, ihnen zu begegnen. Ich lerne daraus, dass ich die Entwicklung aufmerksam beobachten muss, um mich entsprechend gegen Angriffe des Feindes vorbereiten zu können. Ich meine das jetzt im übertragenen Sinn und beziehe es auf geistige Angriffe Luzifers und seiner Anhänger, auf meine Person.

Meine Vorbereitung sieht so aus, dass ich mich täglich gebeterfüllt mit dem Wort Gottes auseinandersetze, meine Schwachstellen, durch die der Feind eindringen könnte, erkenne, und diese sichere, sodass er mich da nicht überraschen und vernichtend schlagen kann. Zu dieser Vorbereitung gehört natürlich auch der wöchentliche Besuch der Kirchenversammlungen, insbesondere des Abendmahlsgottesdienstes. Hier habe ich die Gelegenheit bei der Einnahme des Abendmahls, den Herrn um Vergebung für meine Verfehlungen zu bitten und ihm erneut zu versprechen, mich in der kommenden Woche weiter zu verbessern. Er verspricht mir dafür, dass ich seinen Geist immer mit mir haben kann (Lehre und Bündnisse 20:75-79), die beste Waffe, mit der ich mich vor jeder Art von Vernichtung schützen kann. Wie bereitest du dich auf Umsturzversuche vor?

vorbereitet sein(Bild: Quelle)

Gebot er ihnen, die Waffen gegen ihre Brüder zu erheben

Der Volksentscheid ging zugunsten der Gegner Amlissis aus, was diese freute, bei den Anhängern Amlissis allerdings Zorn hervorrief (Alma 2:7-8). Entgegen dem Ergebnis der situativ erneut durchgeführten Volksbefragung weihten die Anhänger Amlissis diesen zum König und sie wurden eine von den Nephiten getrennte Volksgruppe und nannten sich Amlisiten (Alma 2:11): „Als nun Amlissi zum König über sie gemacht worden war, gebot er ihnen, die Waffen gegen ihre Brüder zu erheben; und dies tat er, um sie sich zu unterwerfen.“ (Alma 2:10).

Gebot er ihnen, die Waffen gegen ihre Brüder zu erheben. Bei einem Volksentscheid gibt es meistens Gewinner und Verlierer, insbesondere, wenn die Wortführer während der Meinungsbildungsphase entsprechend unehrlich argumentieren, nur um die eigenen Interessen durchzusetzen (jüngtses Beispiel erleben wir gerade in der EU). Gewinner freuen sich, während in Verlierern ungute Gefühle gegenüber den Gewinnern aufkommen und sie versuchen diese `Schmach´ auf irgendeine Weise doch noch in einen Sieg umzuwandeln. Da bleibt manchmal nur noch Gewalt übrig.

Ich lerne daraus, dass es wichtig ist, bei der Meinungsbildung mit offenen Karten zu spielen und die `Win-Win-Strategie´, auch `Doppelsieg-Strategie´ genannt, anzuwenden. Ziel dieser Strategie ist es, dass alle Beteiligten und Betroffenen einen Nutzen erzielen. Die Vertreter der verschiedenen Meinungen respektieren sich gegenseitig und versuchen die Interessen aller Beteiligten ausreichend zu berücksichtigen, auch die Auswirkungen auf Dritte werden ausreichend bewertet. Diese Strategie ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet. Da der Mensch im Allgemeinen ungeduldig ist, fällt ihm diese Strategie oft nicht leicht. Ein Beispiel aus den Church News kannst du hier nachlesen (sinngemäß: Studenten einer Universität bieten freie juristische Dienstleistungen für jene an, die es sich sonst nicht leisten könnten. Win-Win: die Studenten können ihre juristischen Fähigkeiten in der Praxis üben und den Bedürftigen wird geholfen). Wie kannst du diese Strategie auch im Kleinen, in der engeren Umgebung, erfolgreich einsetzen? Gilt das auch im Bereich Gottes Plans der Errettung? Tipps zu dieser Strategie im Alltag kannst du hier nachlesen.

win-winGemeinsam Win-Win-Situationen schaffen
(Bild: Quelle)

Die Stimme des Volkes richtete sich gegen Amlissi

Die erneute Volksbefragung (Alma 2:6) ergab: „… Die Stimme des Volkes richtete sich gegen Amlissi, so dass er nicht zum König über das Volk gemacht wurde. 8  Nun verursachte dies viel Freude im Herzen derer, die gegen ihn waren; aber Amlissi stachelte diejenigen, die ihm günstig gesinnt waren, zum Zorn gegen diejenigen auf, die ihm nicht günstig gesinnt waren.“ (Alma 1:7-8).

Die Stimme des Volkes richtete sich gegen Amlissi. In diesem Fall bestätigte sich die Aussage Mosia II, die er bei seinem Vorschlag, sich nicht weiter für ein Alleinherrschaftssystem auszusprechen machte, nämlich: „dass die Stimme des Volkes etwas begehrt, was im Gegensatz zu dem steht, was recht ist; sondern es ist üblich, dass der geringere Teil des Volkes das begehrt, was nicht recht ist;“ (Mosia 29:26).

Leider ist es aber nicht immer so, dass das, was die Mehrheit will, auch das Richtige ist, wie die Weltgeschichte auch immer wieder beweist (Mosia 29:27). Von Mark Twain (1835-1910, eigtl. Samuel Langhorne Clemens, US-amerik. Schriftsteller) stammt diese Aussage: „Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.“ Auch das stimmt nicht immer, aber ich fühle mich auf jeden Fall aufgefordert, mir meine eigene Meinung zu bilden. Dies bedingt, dass ich mich eingehend mit der Thematik auseinandersetze und mit dem Wort Gottes vergleiche, zu meiner Entscheidung komme und den Herrn dann frage, ob sie die richtige ist, und dann auf die feine Stimme des Geistes achte, mich bemühe, sie zu erspüren. Das bedingt aber, dass ich alles tue, was erforderlich ist: „Damit sein Geist immer mit uns sei“ (David A. Bednar Of the Quorum of the Twelve Apostles). Welche Erfahrungen hast du schon in diesem Zusammenhang gemacht?

mehrheit„Und die Erde ist doch eine Scheibe“
(Bild: Quelle)

Überall im ganzen Land versammelte sich das Volk

Amlissi trachtet danach König zu werden, obwohl diese Art der Alleinherrschaft gerade vorher vom Volk abgelehnt und durch die Stimme des Volkes eine Herrschaftsform von Richtern eingeführt wurde (Mosia 29:39). Amlissi gewann allerdings viele Anhänger, was unter dem Volk viele Auseinandersetzungen auslöste (Alma 2:1-2). Eine Volksbefragung war die Folge: „Und es begab sich: Überall im ganzen Land versammelte sich das Volk, jedermann gemäß seiner Gesinnung, sei er für oder gegen Amlissi, in getrennten Gruppen, und sie hatten viele Auseinandersetzungen und wunderliche Streitigkeiten miteinander. 6  Und so versammelten sie sich, um in Bezug auf diese Angelegenheit ihre Stimmen geltend zu machen; und diese wurden den Richtern vorgelegt.“ (Alma 2:5-6).

Überall im ganzen Land versammelte sich das Volk. Äußerst aktuell haben wir in der Europäischen Union gerade eine ganz ähnliche Situation in einem Mitgliedsland durchlebt. Da gab es eine starke Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Union. In diese Situation war das Volk gekommen, weil ein verantwortlicher Politiker meinte, durch einen Volksentscheid seine Stellung festigen zu können (äußerst vereinfacht dargestellt). Auch hier wurde mit viel Arglist versucht, Meinung zu bilden. Das Volk versammelte sich schließlich in seinen Wahlbezirken und gab seine Stimme ab, die dann von Wahlhelfern ausgezählt und das Ergebnis dem Ministerpräsidenten vorgelegt wurde.

Aus diesem und weiteren aktuellen Ereignissen lerne ich, dass ich mich nicht unüberlegt dem einen oder anderen Lager anschließen darf. Ich muss mich vorher ernsthaft umfassend informieren und bei meiner Entscheidungsfindung um die Hilfe des Heiligen Geistes bitten, denn mit seiner Hilfe kann ich Wahrheit von Irrtum unterscheiden (Moroni 10:5; Lehre und Bündnisse 46:7-8). Welche Gedanken gehen dir bei dieser Thematik durch den Kopf?

volksentscheid(Bild: Quelle)

Nun hatte dieser Amlissi durch seine Arglist viel Volk mit sich fortgezogen

Was ein Nachfolger des wegen Mordes und Verbreitung falscher Lehren hingerichteten Nehor (Alma 1:14-15) verursachte: „Und es begab sich: Zu Beginn des fünften Jahres ihrer Regierung fing ein Streit unter dem Volk an; denn ein gewisser Mann namens Amlissi, der ein sehr arglistiger Mann war, ja, ein weiser Mann nach der Weisheit der Welt, der der gleichen Ordnung angehörte wie der Mann, der Gideon mit dem Schwert getötet hatte und der gemäß dem Gesetz hingerichtet worden war — 2  nun hatte dieser Amlissi durch seine Arglist viel Volk mit sich fortgezogen; ja, so viele, dass sie anfingen, sehr mächtig zu sein; und sie fingen an daranzugehen, Amlissi als König über das Volk zu setzen.“ (Alma 2:1-2).

Unter Arglist versteht man eine `absichtliche, boshafte Hinterlist´. Hinterlist wiederum ist eine nicht auf den ersten Blick erkennbare, verborgene und feindselige Absicht. Es soll getäuscht werden. Im deutschen Zivilrecht gibt es den Tatbestand der `arglistigen Täuschung´. Ist es dir schon mal passiert, dass dir jemand den Abschluss eines Vertrages oder einer Willenserklärung schmackhaft gemacht, dir dabei aber gravierende Nachteile und Risiken absichtlich verschwiegen hat (BGB § 123)?

Nun hatte dieser Amlissi durch seine Arglist viel Volk mit sich fortgezogen. Gerade vor knapp drei Wochen haben wir erlebt, wie arglistige Politiker, nur um der Macht Willen, Menschen zu einem Entscheid bewegt haben, dessen Folgen sie vorher selber nicht durchdacht hatten und damit eine ganze Völkergemeinschaft ins Ungewisse stürzten (Jeremia 17:9).

Ich lerne daraus, dass ich selber unbedingt darauf achten muss, keine Arglist anzuwenden, um etwas zu erreichen, was alleine mir Vorteile verschaffen soll und dass ich wachsam sein muss, dass ich mich durch niemand mit Arglist von der wahren Lehre des Herrn abbringen lasse. Apostel Paulus sagt von sich und seinen Mitarbeitern: „Wir haben uns von aller schimpflichen Arglist losgesagt; wir handeln nicht hinterhältig und verfälschen das Wort Gottes nicht, sondern lehren offen die Wahrheit.“ (2. Korinther 4:2). Was unternimmst du, um `Arglist´ zu erkennen bzw. zu vermeiden?

arglistAbsichtliches Verschweigen absprachewidrig eingesetzter Baumaterialien ist arglistig
(Bild: Quelle)

Darum gab es bis zum fünften Jahr der Regierung der Richter unter dem Volk Nephi viel Frieden

„Und es begab sich: Dadurch, dass das Gesetz so auf sie angewendet wurde, indem jedermann gemäß dem litt, was er getan hatte, wurden sie friedlicher und wagten keinerlei Schlechtigkeit zu begehen, die bekannt werden würde; darum gab es bis zum fünften Jahr der Regierung der Richter unter dem Volk Nephi viel Frieden.“ (Alma 1:33).

Darum gab es bis zum fünften Jahr der Regierung der Richter unter dem Volk Nephi viel Frieden. Ich lerne aus dieser Schriftstelle, was auch heute für uns genauso gilt: Gesetze alleine nützen nicht viel, ihre Einhaltung muss auch überwacht und Übertretungen müssen geahndet werden. Überwacht? Das ist wohl bei vielen inzwischen ein Reizwort. Im Alten Testament wird die Überwachung als Eigenschaft der Weisheit aufgezählt (Weisheit 7:22-23). Hat Überwachung also etwas mit weise sein zu tun?

Klar ist doch, dass wenn es z. B. keine Geschwindigkeitsüberwachung geben würde, fast niemand die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einhalten würde. Anwohner würden durch zu starken Lärm belästigt und durch erhöhten Schadstoffausstoß gesundheitlich stärker gefährdet und somit `unzufrieden´ sein. Schlimmer noch die akute Lebensgefahr durch Raser. Dann gibt es noch Überwachungsgeräte, die mitteilen, wo überwacht wird, um die eigene Übertretung nicht `bekannt werden´ zu lassen …

Klar ist für mich: Überwachung, mit Durchsetzung angedrohter Konsequenzen, führt letztendlich zu Frieden, ob im weltlichen Bereich oder im Reich Gottes. Der größte Überwacher bin ich allerdings selber. All mein Denken und Handeln werden in meinem `Gehirn´ unauslöschlich gespeichert und zu gegebener Zeit vor dem großen Richter ausgespeichert. Mein Gewissen, das innere Gespür für richtig und falsch, das vom Licht Christi her rührt, ist das Überwachungsgerät, das mich vor Übertretung warnt (Römer 2:14-15; Moroni 7:16). Ich bin sehr bemüht, seine Warnungen des eigenen Friedens willen, aber ebenso des meiner Mitmenschen, ernst zu nehmen. Was sind deine Gedanken zum Thema Überwachung?

Überwachung(Bild: Quelle)

Und so erging es ihnen wohl

Über die materielle Situation der gläubigen Mitglieder der Kirche des Herrn zuzeiten Alma des Jüngeren heißt es: „Und so erging es ihnen wohl, und sie wurden viel wohlhabender als diejenigen, die nicht ihrer Kirche angehörten. 32  Denn diejenigen, die nicht ihrer Kirche angehörten, gaben sich Zaubereien und Götzendienst oder Müßiggang hin, ebenso dem Geschwätz und dem Neid und dem Hader; sie trugen kostbare Gewänder; sie wurden im Stolz ihrer eigenen Augen überheblich; sie verfolgten, logen, stahlen, raubten, begingen Hurerei und Mord und allerart Schlechtigkeit; doch wurde das Gesetz, soweit dies möglich war, bei all denen geltend gemacht, die es übertraten.“ (Alma 1:31-32).

  • Zaubereien und Götzendienst
    Zauberei und Götzendienst hat der Herr schon dem Volk Israel verboten (Levitikus 19:26; Exodus 20:3-4) und dieses war ihnen bekannt.
  • Müßiggang
    Denkst du, dass die Ermahnung des Apostels Paulus an die Thessalonicher bezüglich Müßiggang nur diesen galt: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ (2. Thessalonicher 3:10)? Bei der Vertreibung aus dem Garten Eden hat der Herr dem Menschen geboten: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, …“ (Genesis 3:19).
  • Geschwätz
    Schon der Psalmist warnt uns: „Bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor falscher Rede!“ (Psalm 34:14).
  • Neid und … Hader
    Bei Neid bin ich mit etwas oder jemandem unzufrieden, ich hadere mit den Umständen, bin unzufrieden und beklage mich ggf. darüber. Der Herr hat uns gesagt, dass das größte Gebot die Liebe sei. Wenn wir dieses Gebot befolgen, werden wir automatisch nicht neiden (Moroni 7:45). All dies gab es unter den Nephiten nach dem Erscheinen von Christus nicht (4. Nephi 1:16).

Und so erging es ihnen wohl. Ich lerne daraus, dass ich darauf achten muss, dass, wenn es mir gut geht, daran zu denken, wem ich das zu verdanken habe, ich muss demütig bleiben. Zwar habe ich meinen Teil dazu beigetragen materiell gut dazustehen, aber wer hat mir diese Güter bereitgestellt? Welche Gefahren siehst du für dich, für den Fall, dass du in allen Dingen reichlich hast?

müßiggang„Müßiggang ist aller Laster Anfang“
(Bild: Quelle)

Sie trugen keine kostbaren Gewänder, doch waren sie ordentlich und schicklich

Wie sich die Nephiten zuzeiten Alma des Jüngeren um 90 v. Chr. in Amerika kleideten: „…und sie trugen keine kostbaren Gewänder, doch waren sie ordentlich und schicklich. 28  Und so ordneten sie die Angelegenheiten der Kirche; und so fingen sie wiederum an, beständig Frieden zu haben, trotz all ihrer Verfolgungen.“ (Alma 1:27-28).

Sie trugen keine kostbaren Gewänder, doch waren sie ordentlich und schicklich. Obwohl die Nephiten zuzeiten Alma des Jüngeren, aufgrund ihres Gehorsams gegenüber den Geboten des Herrn, erfolgreich in ihren Unternehmungen und dadurch reich waren (Alma 1:29), zeigten sie dies nicht durch extravagante Kleidung. Sie begnügten sich damit, „ordentlich und schicklich“ gekleidet zu sein.

Heute sind wir ebenso aufgefordert uns was Kleidung, äußere Erscheinung, Ausdrucksweise und Verhalten angeht, von Bescheidenheit und Schicklichkeit leiten zu lassen, um keine ungebührliche Aufmerksamkeit auf uns zu lenken. Sollten wir unsicher sein, welche Kleidung diese Forderungen erfüllt, könnten wir uns fragen: „Würde ich mich mit meinem Aussehen wohlfühlen, wenn ich mich in der Gegenwart des Herrn befände?“ Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass unsere Kleidung Ausdruck unserer Persönlichkeit ist. Durch angemessene Kleidung laden wir den Heiligen Geist ein, unser Begleiter zu sein und können auf unsere Mitmenschen einen guten Einfluss ausüben. „An unserem Aussehen und unserem Verhalten soll erkennbar sein, dass wir wahrhaftig Jünger Christi sind.“ (Elder Jeffrey R. Holland). Was ist deine Einstellung zu ordentlicher und schicklicher Kleidung?

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(Bild: Quelle)

Sie teilten von ihrer Habe

Die Nephiten zuzeiten Alma des Jüngeren um 90 v. Chr. in Zentralamerika: „… teilten von ihrer Habe, ein jeder gemäß dem, was er hatte, mit den Armen und den Bedürftigen und den Kranken und den Bedrängten; und sie trugen keine kostbaren Gewänder, doch waren sie ordentlich und schicklich. 28  Und so ordneten sie die Angelegenheiten der Kirche; und so fingen sie wiederum an, beständig Frieden zu haben, trotz all ihrer Verfolgungen.“ (Alma 1:27-28).

Auch hierin hielten sich die Mitglieder der Kirche zuzeiten Alma des Jüngeren an das, wozu sie nach dem Evangelium aufgefordert waren (Mosia 18:27). Dabei denke ich an die Aufforderung Jesu an den reichen Jüngling, der all die von Jesus im Gespräch angeführten Gebote schon gehalten hatte, aber dieser letzen nicht nachkam: „… Verkauf alles, was du hast, verteil das Geld an die Armen …“ (Lukas 18:22). Wollte Jesus ihn, und damit auch uns, auffordern, all unsere Habe zu veräußern, um mit dem Erlös den armen zu helfen? Ich denke, dass dies nicht die Lehre ist, die wir daraus ziehen sollen, denn anschließend sagt er seinen Jüngern, dass es für diejenigen, die an ihrem weltlichen Reichtum hängen und eher darauf setzen, als auf den Dienst am Nächsten, schwerer sein wird, in sein Reich zu gelangen als einem Kamel durch den niedrigen kleinen Seiteneingang des Stadttores in die Stadt zu gelangen (Markus 10:23-25).

Sie teilten von ihrer Habe. Ich bin nicht wirklich aufgefordert all meinen Besitz aufzugeben, um es unter den materiell Bedürftigen zu verteilen. Die vollkommenste Form wäre die, die die Nephiten, nach dem Besuch des Heilandes bei ihnen, lebten: „… sie hatten alles unter sich gemeinsam …“ (4. Nephi 1:3). Sie lebten nach dem Gesetz der `Weihung´, welches der Herr auch den Mitgliedern der wiederhergestellten Kirche 1831 gab (Lehre und Bündnisse 70:14).

Auch wir sind heute aufgefordert, uns um die Bedürftigen zu kümmern und ihnen von dem Überfluss, den uns der Herr schenkt, abzugeben (Lehre und Bündnisse 104:17-18). Durch eine großzügige Spende in den Fastopferfond der Kirche, der speziell allen materiell Bedürftigen zugutekommt „… seien sie alt oder jung, seien sie geknechtet oder frei, seien sie männlich oder weiblich, sei es außerhalb der Kirche oder in der Kirche …“ (Alma 1:30), komme ich dieser Aufforderung des Herrn nach. Vorbild sind mir dabei gerade die Nephiten zuzeiten Alma des Jüngeren. Wie sieht dein Teilen mit den Armen aus?

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Diakone sammeln das Fastopfer ein
(Bild: Quelle; lies auch den gesamten Artikel „Fasten und Fastopfer“)