Alma regelte alle Angelegenheiten der Kirche

Nachdem Alma der Ältere alles notiert hatte, was der Herr ihn belehrt hatte, richtete er die Übeltäter (Mosia 26:34). Wer umkehrte, der wurde weiterhin zum Volk des Herrn gezählt, die Namen der Umkehrunwilligen wurden aus dem Mitgliederverzeichnis gelöscht (Mosia 26:35-36). So regelte er die Kirchenangelegenheiten nach den Vorgaben des Herrn: „Und es begab sich: Alma regelte alle Angelegenheiten der Kirche; und sie fingen an, wiederum Frieden zu haben, und in den Angelegenheiten der Kirche erging es ihnen über die Maßen wohl, denn sie wandelten umsichtig vor Gott, nahmen viele auf und tauften viele.“ (Mosia 26:37).

Alma regelte alle Angelegenheiten der Kirche. So wie Alma der Ältere um 110 v. Chr. die Angelegenheiten der Kirche auf Erden im Namen von Jesus Christus – denn sie wussten damals schon, dass er so genannt werden würde, wenn er auf die Erde herniederkommen würde (z.B. Jakob 7:11) – regelte, so regelt auch heute ein mit Schlüsselvollmacht ausgestatteter Prophet, Seher und Offenbarer die Angelegenheiten seiner Kirche, die in seinem Namen durch Joseph Smith 1830 wieder aufgerichtet wurde (Lehre und Bündnisse 81:1-2).

Präsident Thomas S. Monson ist es derzeit, dem diese schwere Aufgabe auf Erden übertragen wurde (siehe hier) und er wird es so lange sein, bis der Herr ihn mit einer anderen Aufgabe, in einer anderen Welt, beauftragen wird. Ich bin dem Herrn zutiefst dankbar, dass er seine Kirche wiederhergestellt hat (siehe hier) und uns wieder Propheten sendet, die uns mit Macht und Vollmacht sein Wort verkünden und uns vor Fehltritten warnen und uns zur Umkehr aufrufen, sodass wir Vergebung erlangen können wenn wir seinem Wort folgen und dadurch Christus näherkommen (Lehre und Bündnisse 20:59). Wie denkst du darüber, dass der Herr auch heute zu uns spricht?

kommt zu mir(Bild: Quelle)

Als Alma diese Worte vernommen hatte, schrieb er sie nieder

Nachdem der Herr Alma dem Älteren auf seine Frage hin viel Belehrung hat zukommen lassen, machte er Folgendes: „… Als Alma diese Worte vernommen hatte, schrieb er sie nieder, damit er sie habe und damit er das Volk dieser Kirche richten könne gemäß den Geboten Gottes.“ (Mosia 26:33).

Als Alma diese Worte vernommen hatte, schrieb er sie nieder. Mir geht es inzwischen so, dass ich mir nicht unbedingt alles merken kann, was in einer Konferenz oder in einer Versammlung an Wertvollem geredet wird. Was bleibt mir anderes übrig, als ein weiteres Speichermedium zu benutzen: Bleistift und Papier oder Smartphone mit Notizblockfunktion. Dadurch bin ich dann in der Lage, alles zu Hause oder an anderen ruhigen Orten, wo ich Leerlauf habe – z.B. beim Arzt im Wartezimmer, bei Bahnfahrten o.ä. – nochmals nachzuarbeiten, weiter darüber nachzusinnen und Pläne für die Umsetzung von Aufforderungen oder Aufträgen zu überlegen. Wenn es um Aufträge geht, ist es besonders wichtig, sie zu notieren, sodass mein Arbeitsergebnis auch das erbringt, was von mir verlangt wurde. So hat es also auch Alma der Ältere gemacht: Alles Notwendige notiert, „damit er das Volk dieser Kirche richten könne gemäß den Geboten Gottes.“ Gut, du magst sagen, es gibt doch sicherlich einen Protokollanten, der alles Wichtige festhält und das Protokoll dann verteilt. Wenn der aber meinen Auftrag anders versteht als ich, habe ich ein Problem. Wie gehst du mit Notizen um?

notizen(Bild: Quelle; Ttelbild: Quelle)

Wer … von seinen Sünden nicht umkehren will, der soll meinem Volk nicht zugezählt werden

Der Herr Alma dem Älteren noch eine weitere klare Anweisung: „Nun sage ich zu dir: Geh hin; und wer auch immer von seinen Sünden nicht umkehren will, der soll meinem Volk nicht zugezählt werden; und dies soll von jetzt an beachtet werden.“ (Mosia 26:32).

Wer … von seinen Sünden nicht umkehren will, der soll meinem Volk nicht zugezählt werden. Dieselbe Anweisung hat der Herr auch Joseph Smith, in Anwesenheit von zwölf weiteren Ältesten, 1831 in einer Offenbarung, die das Gesetz der Kirche umfasst, gegeben (Lehre und Bündnisse 42:28). In diesem Gesetz der Kirche zählt der Herr auch all die Verfehlungen auf, die den Ausschluss nach sich ziehen, wenn keine Umkehr geübt wird (Lehre und Bündnisse 42:20-28,75).

Will ich dem Volk des Herrn zugezählt werden, muss ich also meine Übertretungen erkennen, sie bereuen, von ihnen ablassen und alle Beteiligten um Vergebung bitten und sie nicht wiederbegehen, mich wiederum zum Herrn bekehren. Sollte ich das nicht beherzigen, wird mir sogar die Erkenntnis, die ich bis dahin gewonnen habe, genommen werden und der Geist des Herrn wird mich verlassen (Lehre und Bündnisse 1:33). Welchen Stellenwert nimmt die Umkehr in deinem Leben ein und wie führst du sie aus?

Umkehr
(Bild: Quelle; Titelbild: Quelle)

Ihr sollt einander eure Verfehlungen auch vergeben

Der Herr gebietet den Menschen, wie er Alma dem Älteren erklärt, auch einander zu vergeben: „Und ihr sollt einander eure Verfehlungen auch vergeben; denn wahrlich, ich sage dir: Wer die Verfehlungen seines Nächsten nicht vergibt, wenn dieser sagt, er kehre um, der hat sich selbst der Schuldigsprechung ausgesetzt.“ (Mosia 26:31).

Der Herr hat uns klar gesagt, dass er vergibt, wem er vergeben will, dass er von uns aber verlangt, allen Menschen zu vergeben (Lehre und Bündnisse 64:10). Ich kann mir also nicht aussuchen, welchem meiner Peiniger ich vergebe und welchem nicht. Mit meiner Vergebungsbereitschaft hängt auch zusammen, ob der Herr mir vergibt (Lehre und Bündnisse 82:1; Matthäus 6:12).

Im Mosia 26:30 sagt der Herr, dass er uns sooft vergibt, wie wir auch Umkehr üben. Die Frage, wie oft ich zu vergeben habe, beantwortet der Herr dem Petrus folgendermaßen: „Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.“ (Matthäus 18:21-22), was sinngemäß bedeutet: immer, ohne Einschränkung. Unsere immerwährende Verpflichtung zu vergeben wird durch Lukas bekräftigt (Lukas 17:3-4). Sollte ich jedoch nicht vergebungsbereit sein, so begehe ich die größere Sünde (Lehre und Bündnisse 64:9). Reinhard Tausch, deutscher Psychologe und Wegbereiter der Gesprächspsychotherapie in Deutschland (1921-2013), sagte: „Wenn wir nicht verzeihen, vergeben wir die Chance, uns mit anderen und mit uns selbst zu versöhnen.“ (Quelle).

Ihr sollt einander eure Verfehlungen auch vergeben. Ich merke, wie ich innerlichen Frieden erlange, wenn ich meinen Peinigern vergebe und hoffe, dass auch sie mir meine Vergehen ihnen gegenüber vergeben werden. Wenn ich damit mal gezögert habe, hatte ich die ganze Zeit ein ungutes Gefühl in der Magengegend und war unruhig, bis ich endlich vergeben habe. Danach begebe ich mich auf meine Knie und bekenne dem Herrn gegenüber meine Übertretungen und bitte ihn um Vergebung und kann sicher sein, dass er es auch tut. Wie gehst du mit dem Gebot, einander zu vergeben, um?

vergebung(Bild: Quelle; Titelbild: Quelle)

Sooft mein Volk umkehrt, werde ich ihnen ihre Verfehlungen gegen mich vergeben

Nun erklärt der Herr Alma dem Älteren, wie er Vergebung handhabt und wie es wir Menschen tun sollen: „Ja, und sooft mein Volk umkehrt, werde ich ihnen ihre Verfehlungen gegen mich vergeben.“ (Mosia 26:30).

Sooft mein Volk umkehrt, werde ich ihnen ihre Verfehlungen gegen mich vergeben. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich zielgerichtet Gebote des Herrn übertreten kann in der Überzeugung, dass der Herr mir ja immer wieder vergeben wird (Jesus Sirach 5:5). Vergebung kann ich nur erwarten, wenn ich wahre Umkehr übe. Wahre Umkehr ist mit einer Wandlung von Herz und Sinn verbunden (2. Korinther 7:10), die eine neue Einstellung zu Gott und mir selbst und zum Leben an sich mit sich bringt (Ezechiel 18:30-31). Sie ist begründet in meiner Liebe zu Gott, und dem Wunsch der Sünde zu entsagen. Vergebung erlangen wir nur, wenn wir unsere Fehler vor Gott bekennen (Esra 10:11; Lehre und Bündnisse 58:42-43). Sollte ich von einer entsprechend großen Sünde nicht umkehren, erwartet mich ein Ausschluss aus dem Volk des Herrn (Lehre und Bündnisse 42:28). Vergebung vom Herrn zu erhalten bedeutet, dass die aufgrund von Sünde erforderliche Bestrafung aufgehoben oder außer Kraft gesetzt wird (Apostelgeschichte 26:18).

Ist es nicht wunderbar, dass der Herr uns diese Möglichkeit eröffnet. Ohne sie, wären wir verloren, könnten nie wieder in die Gegenwart unseres Schöpfers zurückkehren (Köstliche Perle Mose 6:57). Dies ist einer der Gründe, warum Jesus für uns im Garten Getsemani gelitten hat (Lehre und Bündnisse 19:13-19). Was sind deine Gedanken in Bezug auf die einzigartige Chance der Umkehr?

getsemani(Bild: Quelle)

Wer auch immer gegen mich übertritt, den sollt ihr richten

Nun sagt der Herr Alma dem Älteren, dass seine Berufung als Kirchenoberhaupt, die Aufgabe eines Richters in Israel in sich trägt: Nun sagt der Herr Alma dem Älteren, dass seine Berufung als Kirchenoberhaupt, die Aufgabe eines Richters in Israel in sich trägt: „Darum sage ich dir: Geh hin, und wer auch immer gegen mich übertritt, den sollt ihr richten gemäß den Sünden, die er begangen hat; und wenn er seine Sünden bekennt vor dir und mir und in der Aufrichtigkeit seines Herzens umkehrt, sollt ihr ihm vergeben, und ich werde ihm auch vergeben. 30  Ja, und sooft mein Volk umkehrt, werde ich ihnen ihre Verfehlungen gegen mich vergeben.“  (Mosia 26:29-30).

Wer auch immer gegen mich übertritt, den sollt ihr richten. Dieses Richten in der Kirche ist eine Beurteilung des Verhaltens, gemessen an den Grundsätzen des Evangeliums. Das Volk Israel versammelte ich in Streitfällen um ihren Führer, nämlich Mose, und er sprach Recht (Exodus 18:13). In Zusammenhang mit sozialem Verhalten und Nächstenliebe, sagte der Herr dem Volk Israel, dass seine Rechtsprechung unparteiisch und gerecht sein soll (Levitikus 19:15).

Genau wie zuzeiten des alten Israel und bei Alma, hat auch heute derjenige die Funktion eines allgemeinen Richters in Israel, dem die Führung und Leitung einer Gemeinde ordnungsgemäß übertragen wurde, nämlich der jeweils amtierende Bischof (Lehre und Bündnisse 107:72-74). Er ist für die Verwaltung der zeitlichen Belange seiner Gemeinde zuständig. Um gerecht und unparteiisch zu sein, erhält er aufgrund Inspiration Kenntnis von Wahrheit (Lehre und Bündnisse 107:71). Welche Gedanken hast du in Bezug darauf, dass der Bischof einer Gemeinde ein `allgemeiner Richter in Israel´ ist?

Close-up Of Male Judge In Front Of Mallet Holding Documents

(Bild: Quelle)

Ihn, der meine Stimme nicht hören will, den sollt ihr nicht in meine Kirche aufnehmen

Nun gibt der Herr Alma dem Älteren die Anweisungen, wer durch Taufe in seine Kirche aufgenommen werden darf: „Darum sage ich dir: Ihn, der meine Stimme nicht hören will, den sollt ihr nicht in meine Kirche aufnehmen, denn ihn werde ich am letzten Tag nicht aufnehmen.“ (Mosia 26:28).

An denjenigen, der den Wunsch hat, in die Kirche des Herrn aufgenommen zu werden, werden einige Anforderungen gestellt, die er erfüllen muss, bevor er sich taufen lassen kann:

  • Würdigkeit
    Wer sich taufen lassen will, muss sich dafür würdig machen „Seht zu, dass ihr euch nicht unwürdig taufen lasst; …“ (Mormon 9:29).

Würdigkeit zeigt sich darin, dass man (Lehre und Bündnisse 20:37):
– sich vor Gott demütigt;
– ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist hat;
– von allen Sünden umgekehrt ist;
– willens ist, den Namen Christi auf sich zu nehmen;
– entschlossen ist, Christus bis ans Lebensende zu dienen;
– rechtschaffene Werke hervorbringt.

Ihn, der meine Stimme nicht hören will, den sollt ihr nicht in meine Kirche aufnehmen. Mit der Taufe verspreche ich dem Herrn, ihm bis an mein Lebensende hier auf Erden treu dienen zu wollen. Wenn ich das gar nicht vorhabe, würde ich wissentlich etwas versprechen, was ich nicht vorhätte einzuhalten. Das würde mir sehr, sehr schaden. Wie gehst du mit Versprechen um; eher in dem Bewusstsein ihrer Bedeutung oder eher leichtfertig mit dem Gedanken: Hab ja noch viel Zeit sie einzuhalten?

versprechungen„Jedes Versprechen ist eine Schuld.“
(Bild: Quelle; Titelbild: Quelle)

Wenn die zweite Posaune ertönt

Der Herr belehrt Alma den Älteren weiter über Zukünftiges: „Und es wird sich begeben: Wenn die zweite Posaune ertönt, dann werden diejenigen, die mich nie gekannt haben, hervorkommen und vor mir stehen.“ (Mosia 26:25).

Wenn die zweite Posaune ertönt. Nachdem Alma der Ältere den Herrn befragte, wie er mit jenen verfahren soll, die wegen ihrer Übertretungen vor ihn gebracht wurden, klärt er ihn über die Art und Weise des Gerichtes auf, vor das alle Menschen, die über diese Erde gingen, treten müssen. Wie wir aus neuzeitlicher Offenbarung des Herrn an Joseph Smith erfahren, werden alle Verstorbenen dieser Erde in vier Kategorien eingeteilt und durch Posaunen in entsprechender Reihenfolge aufgerufen vor den Herrn zu treten, um gerichtet zu werden:

  • Erste Posaune
    Diejenigen, die Christus gehören, egal ob noch am Leben oder verstorben, werden ihm begegnen und mit ihm zur Erde herabkommen (Lehre und Bündnisse 88:95-98). Das sind diejenigen, die alle notwendigen Bündnisse mit dem Herrn eingingen und bis ans Ende ihres Lebens treu blieben. Sie ererben das Celestiale Reich (Lehre und Bündnisse 88:28-29), wo sie die Gegenwart von Gott Vater und Gott Sohn genießen dürfen (Lehre und Bündnisse 76:50-70).
  • Zweite Posaune
    Diejenigen ehrenhaften Menschen, die auf Erden das Evangelium nicht annahmen, aber im Gefängnis der Geisterwelt, oder aber auf Erden nicht bis ans Ende den Bündnissen treu waren, auch alle, die ohne Gesetz gestorben sind (Lehre und Bündnisse 88:99). Sie werden in das Terrestriale Reich eintreten (Lehre und Bündnisse 88:30), wo sie in der Gegenwart von Christus leben werden (Lehre und Bündnisse 76:71-79).
  • Dritte Posaune
    Diejenigen, die sich nicht zum Herrn bekehren wollen, das Evangelium ablehnen, sich nicht taufen lassen wollen, oder die Taufe durch Stellvertreter im Tempel ablehnen (Lehre und Bündnisse 88:100-101; 84:74). Sie werden das Telestiale Reich ererben (Lehre und Bündnisse 88:31). Sie genießen die Gegenwart des Heiligen Geistes (Lehre und Bündnisse 76:81-86).
  • Vierte Posaune
    Diejenigen, die sich bewusst gegen Gott entschieden, oder den Heiligen Geist geleugnet haben nachdem sie ihn empfangen hatten. Sie werden für ewig in keine der drei Herrlichkeiten eingelassen, sondern für immer in Satans Gegenwart verbleiben (Lehre und Bündnisse 88:102,32,35). Das ist ein Ort ohne Herrlichkeit, ohne Erlösung (Lehre und Bündnisse 76:30-38,43-45).

Wenn die zweite Posaune ertönt. Wie wir in der Schrift belehrt werden, bedarf es höchster Anstrengung, zu denjenigen zu gehören, die bei der ersten Posaune gerufen werden. Aber das ist das Ziel, der Sinn unseres Lebens, das Sühnopfer Jesu Christi zu verstehen und anzunehmen. Kannst du dir ausmahlen, wie wunderbar es sein muss, Jesus Christus in der Mitte des Himmels zu treffen und mit all den anderen und ihm zur Erde zurückzukehren und den Beginn des Millenniums, die Übernahme der Herrschaft des Friedenskönigs für tausend Jahre ohne Satan, zu erleben? Was denkst du über diese Zeit, die uns bevorsteht?

zweites kommenDas Zweite Kommen (Bild: Quelle)

Mit meinem Namen werden sie gerufen

Jesus Christus erklärt Alma dem Älteren um 110 v.Chr. weiter: „Denn siehe, mit meinem Namen werden sie gerufen; und wenn sie mich kennen, werden sie hervorkommen und auf ewig einen Platz zu meiner rechten Hand haben.“ (Mosia 26:24).

Mit meinem Namen werden sie gerufen. Dem Menschen gefällt es, wenn er seinen Namen hört oder irgendwo öffentlich zu lesen bekommt. Er fühlt sich angenommen, geehrt. Sollte er seinen Namen wider Erwarten nicht hören oder lesen, ist er enttäuscht. Wie ist es nun aber zu verstehen, dass der Herr Menschen mit seinem Namen, also dem Namen Jesu Christi ruft? Und welche Menschen ruft er so?

Aus neuzeitlicher Offenbarung erfahren wir: „darum müssen alle Menschen den Namen auf sich nehmen, der vom Vater gegeben ist, denn mit diesem Namen werden sie am letzten Tag gerufen werden;“ (Lehre und Bündnisse 18:24). Der Name, der vom Vater gegeben ist, ist der Name Jesu Christi (3. Nephi 27:5). Diesen Namen nehmen wir bei unserer Taufe auf uns (Lehre und Bündnisse 20:37). Wer Jesus Christus ablehnt, der wird auch nicht auf diesen Namen reagieren, wenn er mit ihm gerufen werden würde. Alle anderen reagieren darauf und werden auf ewig einen Platz zur Rechten von Christus zugeteilt bekommen.

Ich bin dankbar, dass ich den Namen Jesu auf mich nehmen durfte und jeden Sonntag werde ich beim Abendmahl daran erinnert (Lehre und Bündnisse 20:77). Wie erkennst du die Stimme dessen, der dich einmal mit seinem Namen rufen wird?

zur rechten hand(Bild: Quelle)

Ich bin es, …, der demjenigen, der bis ans Ende Glauben hat, einen Platz zu meiner rechten Hand gewährt

Jesus Christus erklärt Alma dem Älteren (Mosia 26:14) weiterhin: „Denn ich bin es, der die Sünden der Welt auf sich nimmt; denn ich bin es, der sie erschaffen hat; und ich bin es, der demjenigen, der bis ans Ende Glauben hat, einen Platz zu meiner rechten Hand gewährt.“ (Mosia 26:23).

Du hast sicherlich schon mal die Redewendung „die Schafe von den Böcken scheiden“ gehört. Angewendet wird die Redensart, wenn man das Gute vom Bösen zu trennen, die Guten von den Schlechten unterscheiden, Unschuldige und Übeltäter voneinander abgrenzen oder Dinge nach ihrer Qualität voneinander unterscheiden möchte. Die Redewendung leitet sich aus dem Matthäusevangelium ab, wo es um das Weltgericht geht. Dort wird uns erklärt, dass Jesus Christus mit seinen Engeln kommen und Platz auf seinem Thron einnehmen wird, die Völker vor ihm versammelt werden und er die Schafe von den Böcken scheiden wird. Er wird „… die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.“ (Matthäus 25:31-33).

Ich bin es, …, der demjenigen, der bis ans Ende Glauben hat, einen Platz zu meiner rechten Hand gewährt. Was bedeutet es, einen Platz zur rechten Hand von Jesus Christus gewährt zu bekommen?

  • Die rechte Seite von Jesus Christus ist diejenige, auf der all jene gesammelt werden, die auf Erden ein rechtschaffenes Leben geführt haben (Matthäus 25:34-40).
  • Zur Linken werden diejenigen gesammelt, die im Halten der Bündnisse nicht treu gewesen sind und sich wissentlich gegen den Herrn entschieden haben (Matthäus 25:41-46).

Neuzeitliche Offenbarung bestätigt uns, dass diese Einteilung nach der Auferstehung zum `Jüngsten Gericht´ (siehe hier) stattfinden wird (Lehre und Bündnisse 29:26-28). Ich lerne daraus, dass ich mich in diesem Erdenleben entsprechend anstrengen muss, wenn ich mich zur rechten Hand des Herrn wiederfinden möchte (Alma 34:32). Was denkst du, musst du tun, um zu denen zu gehören, die zur rechten Hand des Herrn eingeordnet zu werden?

schafe und böcke trennen(Bild: Quelle)