Der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus Teil 3: Damit sie … wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden

Der Erfolg des Predigens der berufenen Diener des Herrn (Alma 16:15) wird so berichtet: „Und es gab keine Ungleichheit unter ihnen; der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, oder um ihr Herz vorzubereiten, das Wort zu empfangen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde— 17  damit sie nicht gegen das Wort verstockt sein würden, damit sie nicht ungläubig seien und weiter der Vernichtung entgegengingen, sondern damit sie das Wort mit Freude empfingen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden, damit sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen könnten. 18  Nun predigten die Priester, die unter das Volk gingen, gegen jegliches Lügen und Täuschen und Neid und Hader und Bosheit und Schmähungen und Stehlen, Rauben, Plündern, Morden, Ehebruch und allerart Sittenverderbnis, indem sie riefen, dass dies alles nicht so sein dürfe—19  indem sie darlegten, was in Kürze kommen müsse, ja, indem sie das Kommen des Sohnes Gottes, seine Leiden und seinen Tod und auch die Auferstehung der Toten darlegten.“ (Alma 16:16-19).

In allen Evangeliumszeiten (siehe hier) hat der Herr Arbeiter in seinen Weingarten berufen, um ihn zu bepflanzen und zu pflegen. Der Weingarten ist eine symbolhafte Darstellung des Hauses Israels (Jesaja 5:7) bzw. des Reiches Gottes auf Erden (Matthäus 20:1) oder auch allgemein der Völker dieser Welt. Johannes erklärt uns, dass der wahre Weinstock Christus ist, der Winzer sein Vater und die Reben, also die Zweige, wir Menschen (Johannes 15:1-5).

Damit sie … wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden. Dies soll uns also erklären, dass alle Völker nichtisraelitischer Abstammung, oder solche nichtjüdischer Abstammung, oder Nationen, die das Evangelium nicht haben, obwohl es im Volk israelitisches Blut geben mag, also `die Andern´ „wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft“ werden, wenn sie sich zu Gott bekehren und Bündnisse mit ihm eingehen. Jakob, der jüngere Bruder Nephis, erklärt uns die Arbeit im Weingarten des Herrn (Jakob 5; in diesem Gleichnis bedeuten: der Weingarten – die Welt; der Herr des Weingartens – Jesus Christus; der edle Ölbaum – das Haus Israel, das Bundesvolk des Herrn; der wilde Ölbaum – die Andern, jene, die nicht zum Haus Israel gehören; Zweige – Menschengruppen; Knechte – berufene Diener des Herrn; die Frucht – die Taten der Menschen; das Einpfropfen – die Andern durch die Taufe in das Haus Israel zu bringen; das Umpflanzen der edlen Zweige in entfernte Teile des Gartens – die Zerstreuung Israels). Wir, die wir das Evangelium kennen und uns durch Bündnisse an den Herrn gebunden haben, helfen dabei, dass sein Weingarten gepflegt wird. Was trägst du dazu bei? Schau dir auch dieses erklärende Video an „“Die Allegorie vom Olivenbaum“ (hier).

Matthew 19–20; Mark 10; Luke 18, Laborers in a vineyard

Arbeiter im Weingarten
(Bild: Quelle)

Der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus Teil 2: Um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten

Der Erfolg des Predigens der berufenen Diener des Herrn (Alma 16:15) wird so berichtet: „Und es gab keine Ungleichheit unter ihnen; der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, oder um ihr Herz vorzubereiten, das Wort zu empfangen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde— 17  damit sie nicht gegen das Wort verstockt sein würden, damit sie nicht ungläubig seien und weiter der Vernichtung entgegengingen, sondern damit sie das Wort mit Freude empfingen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden, damit sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen könnten. 18  Nun predigten die Priester, die unter das Volk gingen, gegen jegliches Lügen und Täuschen und Neid und Hader und Bosheit und Schmähungen und Stehlen, Rauben, Plündern, Morden, Ehebruch und allerart Sittenverderbnis, indem sie riefen, dass dies alles nicht so sein dürfe—19  indem sie darlegten, was in Kürze kommen müsse, ja, indem sie das Kommen des Sohnes Gottes, seine Leiden und seinen Tod und auch die Auferstehung der Toten darlegten.“ (Alma 16:16-19).

Um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten. Immer wieder war es so, dass der Herr seinen Geist über die Menschen ausgoss und es auch weiterhin tut um sie für sein Erlösungswerk zu sensibilisieren (Apostelgeschichte 2:17). Allerdings war und sind hierfür auch Voraussetzungen von uns Menschen zu erfüllen: Wir müssen uns der Mahnung des Herrn zuwenden (Sprüche 1:23), wir müssen ihn als unseren Herrn und Gott erkennen (Joel 2:27Joel 3:1-2), wir müssen immer beten (Lehre und Bündnisse 19:38) und uns als Gemeinde versammeln (Lehre und Bündnisse 44:2). In diesen unseren Tagen, ist dafür aber noch eine letzte `Beschneidung seines Weingartens´ notwendig (siehe das Gleichnis mit dem Ölbaum Jakob 5:62,68-71; Lehre und Bündnisse 95:4) – wobei es um die Vorbereitung für seine tausendjährige Regentschaft hier auf Erden geht (Lehre und Bündnisse 29:9-12).

Was können wir u. a. mit seinem Geist anfangen? Durch den Geist des Herrn werden uns Erkenntnisse zuteil (Lehre und Bündnisse 84:45). Wir können ihn z. B. als Schwert der Verteidigung gegenüber Satans Angriffen nutzen, um nicht dem Geist Satans untertan zu werden (Lehre und Bündnisse 27:18; Alma 34:35). Sein Geist stärkt und bewahrt uns (Helaman 4:24), er führt uns (Alma 21:16), er erfüllt uns, wenn wir sein Wort lesen (1. Nephi 1:12), er teilt uns mit, was wir reden sollen (2. Nephi 1:27; 1. Nephi 7:15), er erfüllt uns mit Freude (Mosia 4:3), er schützt uns auch vor physischem Unheil (Helaman 16:2), er hilft uns bei unserem Bemühen auf den rechten Weg zurückzukehren und nicht mehr zu sündigen, sondern nur noch Gutes zu tun (Mosia 5:2). All diese wunderbaren Hilfen können wir durch den Geist des Herrn erhalten, wenn wir die erforderlichen Bedingungen erfüllen. Welche Segnungen sind dir schon durch den Geist des Herrn zuteilgeworden?

Comprehension of lifeAls ich las, war der Geist des Herrn auf mir, und ich wusste und begriff, dass das Buch wahr war, so klar und offensichtlich, wie ein Mensch begreift und weiß, dass er existiert (Parley P. Pratt über das Buch Mormon; Maschinenübersetzung) Parley P. Pratt, Autobiography of Parley P. Pratt, ed. Parley P. Pratt Jr. (1938)
(Originaltext siehe hier – 3. Absatz, Seite 38; Bild: Quelle)

Der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus Teil 1: Es gab keine Ungleichheit unter ihnen

Der Erfolg des Predigens der berufenen Diener des Herrn (Alma 16:15) wird so berichtet: „Und es gab keine Ungleichheit unter ihnen; der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, oder um ihr Herz vorzubereiten, das Wort zu empfangen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde— 17  damit sie nicht gegen das Wort verstockt sein würden, damit sie nicht ungläubig seien und weiter der Vernichtung entgegengingen, sondern damit sie das Wort mit Freude empfingen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden, damit sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen könnten. 18  Nun predigten die Priester, die unter das Volk gingen, gegen jegliches Lügen und Täuschen und Neid und Hader und Bosheit und Schmähungen und Stehlen, Rauben, Plündern, Morden, Ehebruch und allerart Sittenverderbnis, indem sie riefen, dass dies alles nicht so sein dürfe—19  indem sie darlegten, was in Kürze kommen müsse, ja, indem sie das Kommen des Sohnes Gottes, seine Leiden und seinen Tod und auch die Auferstehung der Toten darlegten.“ (Alma 16:16-19).

Es gab keine Ungleichheit unter ihnen. Soziale Ungleichheit in einer Gesellschaft kann es in Bezug auf materielle als auch immaterielle Ressourcen geben, z. B. im: Glauben (Alma 30:7), Aussehen (Alma 3:4), Besitztum (Alma 32:5) … Schon der Vater von Alma dem Jüngeren, Alma der Ältere, hatte den Auftrag dem Volk zu lehren, dass der Herr das Gebot gegeben hat, die Armen, entsprechend gegebener Möglichkeiten, zu unterstützen (Mosia 18:27-28). Weil sie sich nun an diese Aufforderung hielten, gab es unter ihnen keine Ungleichheit.

Auf der Welt haben wir in heutiger Zeit allerdings wieder eine extreme soziale Ungleichheit, denn laut Oxfam Deutschland besitzt ein Prozent der Weltbevölkerung die Hälfte des Weltvermögens. Diese weltweite Armut könnte erfolgreich verringert werden, wenn jeder das Gesetz des Herrn, von seinem Reichtum abzugeben, befolgen würde. Es gibt nun schon etliche Reiche, die sich großzügig in sozialen Bereichen engagieren, wodurch schon sehr vielen geholfen wird. Leider kümmert es den Großteil der Reichen allerdings nicht und so leiden Millionen von Arme bis sie nicht mehr können. Ich bin dankbar, dass der Herr uns immer wieder daran erinnert, an diejenigen zu denken, die nicht so viel haben – sowohl materiell, als auch immateriell (Deuteronomium 15:4-7; Sprüche 28:27; Mosia 4:26). Persönlich werden wir auch aufgefordert durch Eigenständigkeit unabhängig zu werden – sowohl materiell, als auch immateriell (mehr kannst du hier erfahren). Was machst du, um eigenständig zu sein und wie hilfst du anderen dabei?

Bombay: In unmittelbarer Nachbarschaft der Hochhäusern des Geschäftsviertels Nariman Point leben Fischerfamilien in Baracken Eigentlich sind genug Ressourcen für alle da – sie sind nur extrem ungleich verteilt.
(Bild: Quelle)

So gingen Alma und Amulek hin und auch viele andere, die für das Werk erwählt worden waren, um im ganzen Land das Wort zu predigen

Die Kirche wurde durch berufene Diener des Herrn im ganzen Land aufgerichtet: „Und so gingen Alma und Amulek hin und auch viele andere, die für das Werk erwählt worden waren, um im ganzen Land das Wort zu predigen. Und die Kirche wurde allgemein im ganzen Land aufgerichtet, im ganzen Gebiet ringsum, unter dem ganzen Volk der Nephiten.“ (Alma 16:15).

So gingen Alma und Amulek hin und auch viele andere, die für das Werk erwählt worden waren, um im ganzen Land das Wort zu predigen. Warum sollte es im Reich des Herrn unterschiedlich gehandhabt werden? Sein Wort wurde schon zu Adams Zeiten durch Adam selber und durch berufene Diener all seinen Nachkommen gepredigt (Köstliche Perle Mose 6:1,23), sowie in allen Evangeliumszeiten bis hin zu dem Zeitpunkt, da Christus selber auf die Erde kam und er seine Diener beauftragte. Evangeliumszeiten sind Zeitabschnitte der Menschheitsgeschichte, in denen der Herr mindestens einen berufenen Priestertumsträger mit Schlüsselvollmacht ausgestattet auf Erden hatte, um den Menschen seinen Plan der Erlösung zu unterrichten und das Schließen ewiger Bündnisse zu ermöglichen z. B. Adam, Henoch, Noach, Abraham, Mose, Jesus Christus, Joseph Smith (lies gerne auch „Der große Plan unseres Gottes“ von Elder L. Tom Perry vom Kollegium der Zwölf Apostel).

Demzufolge wird auch heutzutage, in der `Evangeliumszeit der Fülle´ (Lehre und Bündnisse 27:13), durch seine berufenen Diener unter den Menschen sein Wort verbreitet und seine Kirche aufgerichtet. Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (siehe hier) bringen auch heute all denjenigen, die sie hören wollen, die Kunde von der frohen Botschaft und laden sie ein zu Christus zu kommen, sich ihm zuzuwenden, sich taufen zu lassen und weitere ewige Bündnisse einzugehen, um dadurch eines Tages in seine Gegenwart zurückkehren zu können. Welche Bündnisse kennst du, die uns helfen sollen für alle Zeit und Ewigkeit in die Gegenwart Gottes zurückkehren zu können? Lies auch gerne: „Die Macht der Bündnisse“ von D. Todd Christofferson Of the Quorum of the Twelve Apostles.

Mit jeder Teilnahme am Abendmahl erneuern wir unsere Bündnisse, die wir mit dem Herrn geschlossen haben
(Bild: Quelle)

Und predigten dem Volk in seinen Tempeln und in seinen Heiligtümern und auch in seinen Synagogen, … Umkehr

Gemäß der Vorhersage Alma des Jüngeren, waren der sündhafte Teil der Ammonihaiten nebst ihrer großen Stadt vernichtet (Alma 16:9-10) und das Land wurde `Verwüstung der Nehorer´ genannt (Alma 16:11). Danach herrschte 3 Jahre lang Frieden unter den Nephiten (Alma 16:12): „Und Alma und Amulek gingen hin und predigten dem Volk in seinen Tempeln und in seinen Heiligtümern und auch in seinen Synagogen, die nach der Weise der Juden gebaut worden waren, Umkehr. 14  Und allen, die ihre Worte hören wollten, denen teilten sie das Wort Gottes mit, beständig und ohne Ansehen der Person.“ (Alma 16:13-14).

Und predigten dem Volk in seinen Tempeln und in seinen Heiligtümern und auch in seinen Synagogen, … Umkehr.

  • Tempel
    Die Nephiten kannten Tempel aus ihrer alten Welt in Jerusalem und bauten auch solche in ihrer neuen Welt (2. Nephi 5:16) entsprechend der Bauanleitung aus dem Alten Testament (1. Könige 6), welches sie ja auf den Platten Labans, aus ihrer früheren Heimat Jerusalem, mitgenommen hatten (1. Nephi 4:38).
  • Heiligtümer
    Gebäude, die zum Zwecke der Anbetung errichtet wurden (Alma 22:7).
  • Synagoge
    bedeutet aus dem Griechischen übersetzt: Versammlung. So sind Synagogen von den Juden gebaute, und für religiöse Belehrungen und zur Anbetung genutzte, Versammlungsorte. Sie wurden auch von Christus (Matthäus 4:23), den ersten Aposteln (Apostelgeschichte 9:20-22) und Missionaren in vorchristlicher Zeit zum Predigen des Wortes Gottes genutzt.

Was wurde von Alma dem Jüngeren und Amulek gepredigt? Umkehr. Und das entspricht genau dem Auftrag, den die Diener des Herrn immer von ihm bekommen: „Sprich nichts als nur Umkehr zu dieser Generation; …“ (Lehre und Bündnisse 6:9; Deuteronomium 30:8; 1. Könige 18:37). Dieser Ruf gilt allen Menschen zu allen Zeiten, also auch heute, und ich bemühe mich diesem Ruf zu folgen und von all meinem falschen Handeln umzukehren, und mich dem Herrn zuzuwenden. Wie nimmst du diesen Ruf auf? Wenn du möchtest, lies auch den Artikel oder schau dir die Rede an: „Umkehr – ein Geschenk Gottes“ D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel.

Luke 4:15–20, Jesus standing in the synagogueJesus in der Synagoge
(Bild: Quelle)

Sie übernahmen ihre Brüder, die von den Lamaniten gefangengenommen worden waren

Alma der Jüngere befragte den Herrn in der Angelegenheit Zorams, der die gefangen hinweggeführten Nephiten zurückholen wollte, und bekam detaillierte Angaben, wo sie zu finden seien (Alma 16:6), worauf Zoram mit seinen Söhnen, im Vertrauen auf das Wort Gottes durch ihren führenden Hohepriester, das angegebene Ziel ansteuerten (Alam 16:7): „Und sie stießen auf die Heere der Lamaniten, und die Lamaniten wurden zerstreut und in die Wildnis gejagt; und sie übernahmen ihre Brüder, die von den Lamaniten gefangengenommen worden waren, und nicht eine einzige Seele von den Gefangenen war verlorengegangen. Und sie wurden von ihren Brüdern mitgenommen, um ihre eigenen Ländereien zu besitzen.“ (Alma 16:8).

Sie übernahmen ihre Brüder, die von den Lamaniten gefangengenommen worden waren. Nachdem Zoram den Wunsch hatte, seine von den Lamaniten verschleppten Stammesangehörigen zu befreien, brachte er Glauben auf und befragte seinen Priestertumsführer, Alma den Jüngeren, wo die Lamaniten diese denn hin verschleppt hätten (Alma 16:5). Alma befragte den Herrn und bekam detaillierte Auskunft und gab sie an Zoram weiter. Dieser setze seine erhaltene Kenntnis nun in die Tat um und konnte seine Brüder in die Freiheit zurückholen, ohne dass auch nur einer von ihnen Schaden genommen hätte.

Auch ich, wie jeder andere Gläubige, können auf die gleiche Art und Weise Hilfe von unserem Herrn erlangen. Eine Schwierigkeit wird dabei der Punkt des bedingungslosen Glaubens in die Macht des Priestertums sein. Mir geht es häufig so, dass ich bei Antworten, die ich auf Fragen erhalte, zweifle, ob sie nur Ergebnisse meines Wunschdenkens sind, oder tatsächlich Antworten des Herrn. Hierbei fällt mir die Aussage des Vaters ein, der seinen Sohn vom Heiland heilen lassen wollte: „… Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9:24). Es ist so, dass ich trainieren muss, in solchen Situationen einfach keinen Zweifel aufkommen zu lassen: „… Blickt mit festem Sinn auf Gott, und betet zu ihm mit überaus großem Glauben, und er wird euch in euren Bedrängnissen trösten, und er wird sich eurer Sache annehmen …“ (Jakob 3:1). Den Prozess der Stärkung meines Glaubens unterstütze ich dadurch, dass ich täglich aus den Schriften in Erfahrung bringe, was ich tun muss, um Gott zu gefallen. Was unternimmst du in Sachen: Hilf meinem Unglauben? Lies gerne auch diesen Artikel von Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel: „Ich glaube“.

Da rief der Vater des Jungen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
(Bild: Quelle)

Darum gingen sie zu ihm und wollten von ihm wissen, wohin der Herr wünsche, dass sie in die Wildnis zögen, um nach ihren Brüdern zu suchen

Nachdem die Lamaniten einige Nephiten gefangen in die Wildnis geführt hatten (Alma 16:3), wollten die restlichen überlebenden diese wieder befreien und zurückholen: Darum, derjenige, der als oberster Hauptmann über die Heere der Nephiten bestimmt worden war (und sein Name war Zoram, und er hatte zwei Söhne, Lehi und Aha)—Zoram also und seine zwei Söhne, da sie wussten, dass Alma der Hohepriester über die Kirche war, und gehört hatten, er habe den Geist der Prophezeiung, darum gingen sie zu ihm und wollten von ihm wissen, wohin der Herr wünsche, dass sie in die Wildnis zögen, um nach ihren Brüdern zu suchen, die von den Lamaniten gefangengenommen worden waren.“ (Alma 16:5).

Darum gingen sie zu ihm und wollten von ihm wissen, wohin der Herr wünsche, dass sie in die Wildnis zögen, um nach ihren Brüdern zu suchen. Wenn man nicht weiß, wohin man gehen soll, um Probleme im Sinne des Herrn erfolgreich zu lösen, bleibt nichts anderes übrig, als schlussendlich den Herrn zu fragen. So hat es auch David um 1000 v. Chr. gemacht, als er nicht wusste, wo er hingehen sollte: „Danach befragte David den Herrn: Soll ich in eine der Städte Judas hinaufziehen? Der Herr antwortete ihm: Zieh hinauf! David fragte: Wohin soll ich ziehen? Er antwortete: Nach Hebron.“ (2. Samuel 2:1). Dort erfüllte sich, wozu er von Samuel schon vorbereitet wurde (1. Samuel 16:13), er wurde zum König über das Südreich Juda eingesetzt (2. Samuel 2:4).

So ging Zoram mit seinen beiden Söhnen zu demjenigen, von dem er sicher war, dass dieser zweifelsfrei den Willen des Herren in Erfahrung bringen würde, zu dem, der der Hohepriester über die Kirche war. Dies lehrt mich, dass ich mich mit Fragen, wohin ich mich wenden soll, um Aufträge des Herrn erfolgreich zu erfüllen, an den Herrn oder den Hohepriester über die Kirche wenden kann. Zuerst versuche ich selber eine Antwort in den Schriften, und durch Überdenken zu finden (Lehre und Bündnisse 9:7-9). Dann befrage ich den Herrn. Sollte ich mir dann immer noch im Unklaren sein, wende ich mich an meine zuständigen Priestertumsführer, indem ich ihre Aussagen zu ähnlichen Problemen studiere, sie überdenke und Schlussfolgerungen in Bezug auf mein Problem ziehe, nötigenfalls sie auch in einem persönlichen Gespräch befrage. Alles begleitet von Fasten und Gebet. Ich bin mir sicher, dass ich auf diese Art und Weise die richtige Antwort finden werde. Dann muss ich nur noch entsprechend handeln. Wie findest du heraus, wohin der Herr wünscht, dass du gehen sollst?

(Bild: Quelle)

In einem einzigen Tag war sie verwüstet zurückgelassen worden

Nach einigen Jahren des Friedens unter den Nephiten, ging es im ganzen Land wieder mit Vernichtung los (Alma 16:1): „Denn siehe, die Heere der Lamaniten waren von der Seite, wo die Wildnis war, in die Grenzen des Landes eingedrungen, bis in die Stadt Ammoniha, und fingen an, die Menschen zu töten und die Stadt zu zerstören. 3  Und nun begab es sich: Bevor die Nephiten ein ausreichendes Heer aufstellen konnten, um sie aus dem Land zu jagen, hatten sie die Menschen, die in der Stadt Ammoniha waren, vernichtet, ebenso auch einige im Grenzgebiet von Noa, und andere gefangen in die Wildnis geführt. 9  Und so endete das elfte Jahr der Richter; die Lamaniten waren aus dem Land gejagt worden, und das Volk Ammoniha war vernichtet; ja, jede lebende Seele der Ammonihaiten war vernichtet, ebenso auch ihre große Stadt, von der sie gesagt hatten, Gott könne sie wegen ihrer Größe nicht zerstören. 10  Aber siehe, in einem einzigen Tag war sie verwüstet zurückgelassen worden; und die Leichen wurden von Hunden und wilden Tieren der Wildnis zerrissen.“ (Alma 16:2,3,9,10).

In einem einzigen Tag war sie verwüstet zurückgelassen worden. Obwohl Alma der Jüngere sich nach Kräften bemühte, das Volk in Ammoniha zur Umkehr zu bewegen (ALma 13:27) und ihnen auch prophezeite, was geschehen würde, wenn sie der Aufforderung des Herrn nicht Folge leisten würden (Alma 9:12), kehrten die meisten nicht um und es kam, wie es kommen musste: Die Worte des Herren erfüllten sich durch die Lamaniten, die über sie kamen und sie vernichteten, selbst ihre Stadt.

Du kennst sicherlich die Redensart: „Etwas auf die leichte Schulter nehmen.“ (beruht auf dem Gedanken, dass es wie bei den Händen je eine belastbarere und eine weniger belastbare gibt). Diese Redensart begegnet uns auch in dem Märchen „Der Teufel und seine Großmutter“ der Gebrüder Grimm. Drei Brüder wollen dem Dienst als Soldat im Krieg entkommen. Sie versteckten sich im Kornfeld. Dabei laufen sie Gefahr, zu verhungern. Ein Drache hilft ihnen und verspricht ihnen Reichtum, wenn sie ihm nach sieben Jahren dienen würden. Sollten sie jedoch ein Rätsel lösen, wären sie frei. Sie kosteten ihren Reichtum in den sieben Jahren aus und dann aber wurde zweien von ihnen Bange ob des Rätsels. Der Dritte aber nahm`s auf die leichte Schulter und sprach: „Brüder, fürchtet nichts, ich bin nicht auf den Kopf gefallen, ich errate das Rätsel.“ Er hörte auf den Rat einer alten Frau, während seine zwei Brüder zweifelten. Schlussendlich konnte er die Lösung des Rätsels rechtzeitig herausfinden und die Brüder konnten sich vom Teufel los kaufen. Für mich lerne ich aus dem Geschehen um die ungehorsamen Ammonihaiter, den Warnungen und Ratschlägen der Propheten, der beauftragten Diener des Herrn, Beachtung zu schenken, sie nicht `auf die leichte Schulter zu nehmen´ (nicht ernst zu nehmen) um mich durch Befolgen der Ratschläge nicht vom Satan verführen zu lassen. Denn ich weiß mit Bestimmtheit, dass sich die Worte des Herrn erfüllen werden (Lehre und Bündnisse 1:38). Was tust du, um die Ratschläge der Propheten `nicht auf die leichte Schulter zu nehmen´?

„Da packte sie der Drache in seine Klauen, führte sie durch die Luft über das Heer hinweg und setzte sie weit davon wieder auf die Erde; der Drache war aber niemand anders als der Teufel.“
(Bild: Quelle)

Sich in ihren Heiligtümern zu versammeln, um Gott vor dem Altar anzubeten

„darum, nachdem Alma die Kirche zu Sidom aufgerichtet und ein großes Einhalten gesehen hatte, ja, denn er sah, dass das Volk in Bezug auf seinen Herzensstolz innegehalten hatte und anfing, sich vor Gott zu demütigen, und anfing, sich in ihren Heiligtümern zu versammeln, um Gott vor dem Altar anzubeten, ständig wachend und betend, damit sie vom Satan und vom Tod und von Vernichtung befreit würden– (Alma 15:17).

Sich in ihren Heiligtümern zu versammeln, um Gott vor dem Altar anzubeten. Laut Wikipedia bedeutet Anbetung `die betende Verehrung eines Gottes´, äußere sich im Gottesdienst und sei mit besonderen Gesten verbunden, wie z. B. Niederknien, bestimmte Arm- und Handhaltungen oder die Blickrichtung nach oben. Ein bekanntes Bild der Anbetung kennen wir alle aus dem Neuen Testament von den Sterndeutern, die aus dem Osten kamen (Matthäus 2:11). In ihrer Anbetung brachten sie Liebe, Ehrfurcht, Dienst und Hingabe an Gott zum Ausdruck. Anbetung schließt aber auch noch Fasten zur Glaubensstärkung, Dienst an meinen Mitmenschen, die Teilnahme an heiligen Handlungen des Evangeliums, und anderes Verhalten das unsere Hingabe und Liebe zu Gott erkennen lässt ein.

So nutze ich Möglichkeiten wie meine alltäglichen persönlichen Gebete, das tägliche Studium in den Heiligen Schriften, das Dienen in den mir von Gott übertragenen Aufgaben in der Familie, meinem Umfeld und in der Kirchengemeinde, den wöchentlichen Besuch des Abendmahlsgottesdienstes und weiterer Kirchenversammlungen um den Herrn anzubeten. Meine Anbetung umfasst meine ständigen Bemühungen, das Evangelium von Jesus Christus in meinem Alltag anzuwenden. Es klappt nicht unbedingt immer. Wenn ich das feststelle, fokussiere ich mich auf den entsprechenden Punkt, bis ich auch darin vor dem Herrn annehmbar bin. Was oder wen betest du an und wie geschieht das?

Anbetung der Heiligen Drei Könige (1475), Tempera auf Holz, von Botticelli
(Bild: Quelle)

Da Amulek all seinem Gold und Silber und seinen Kostbarkeiten, …, um des Wortes Gottes willen entsagt hatte

Nachdem Alma die Kirche des Herrn in Sidom aufgerichtet hatte (Alma 15:17) und „… da Amulek all seinem Gold und Silber und seinen Kostbarkeiten, die im Land Ammoniha waren, um des Wortes Gottes willen entsagt hatte und da er von denen verworfen worden war, die einst seine Freunde gewesen waren, und ebenso von seinem Vater und seiner Verwandtschaft, … 18  nahm er nun Amulek mit sich und kam in das Land Zarahemla herüber und führte ihn in sein eigenes Haus und nahm sich seiner in seinen Drangsalen an und stärkte ihn im Herrn.“ (Alma 15:16,18)

Da Amulek all seinem Gold und Silber und seinen Kostbarkeiten, …, um des Wortes Gottes willen entsagt hatte. Auch heutzutage geht es vielen, die sich für den Dienst im Werk des Sohnes Gottes entscheiden so, dass sie auf ihre weltlichen Güter verzichten. Doch manchmal auch nicht alleine darauf, sondern manche bekommen auch zu hören: Wenn du dich dieser Kirche anschließt, gehörst du nicht mehr zu uns.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist eine Laienkirche, was so viel bedeutet, dass sie keine bezahlte Geistlichkeit unterhält, die auch keine formelle Ausbildung in Theologie oder Kirchenverwaltung erhalten hat. Die überwiegende Zahl der kirchlichen Führungspersönlichkeiten übt ihren Dienst unbezahlt aus. Das heißt, sie erwirtschaften ihren Lebensunterhalt, neben den zeitlich begrenzten ehrenamtlichen Aufgaben in der Kirche, in einem Hauptberuf mit ihren eigenen Händen (Mosia 27:5). Aber es gibt auch Berufungen, die es erforderlich machen, den eigenen Unterhaltserwerb aufzugeben, um sich vollzeitlich – und das im wortwörtlichen Sinn – dem weltweiten geistlichen Kirchendienst zu widmen. Dies betrifft einige wenige Generalautoritäten, die einheitliche Unterhaltsleistungen aus Erträgen der finanziellen Investitionen der Kirche erhalten, also nicht aus den Spendengeldern der Mitglieder der Kirche, wie in Lehre und Bündnisse 42:71-73 beschrieben. Jeder von ihnen hat schon vorher über viele Jahre hinweg in unbezahlten ehrenamtlichen Positionen der Kirchenführerschaft gedient. Niemand bewirbt sich auf solche Positionen, sondern man wird dazu berufen (Hebräer 5:1-6). Diese Art der Unterhaltsleistungen kennen wir schon von den hauptamtlich tätigen Priestern Aarons und des Stammes Levi am Offenbarungszelt. Sie wurden auf Geheiß des Herrn vom Zehnten der übrigen Israeliten entlohnt (Numeri 18:21).

Two women sit at a table with their bishop, going over plans they have made for girls’ camp.Ein ehrenamtlicher Bischof im Gespräch mit ehrenamtlichen Gemeindebeamten
(Bild: Quelle)