So waren sie ein sehr träges Volk

Über die Lamaniten wird uns berichtet: „So waren sie ein sehr träges Volk, und viele von ihnen beteten Götzen an, und wegen der Überlieferungen ihrer Väter war der Fluch Gottes auf sie gefallen; dennoch erstreckten sich die Verheißungen des Herrn auf sie, unter den Bedingungen der Umkehr.“ (Alma 17:15).

In dem Vers wird mir mitgeteilt, dass die Lamaniten ein träges Volk waren. Auch ich muss mich immer mal wieder fragen, ob ich träge bin; so langsam an Aufgaben herangehe, dass mein Handeln lustlos, müde, schwerfällig und teilnahmslos auf andere wirkt, ich mich nicht an rechtschaffenen Werken beteilige. Dabei muss ich an die Regel denken, die Paulus mit seinen Mitarbeitern Silvanus und Timotheus in ihrem zweiten Brief den Mitgliedern der Gemeinde von Thessalonich um 50 n. Chr. als Zurechtweisung der Müßiggänger lehrte: „… Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ (2. Thessalonicher 3:10).

So waren sie ein sehr träges Volk. Müßiggang scheint auch in unserer Zeit ein Thema zu sein, denn wie sonst würde der Herr uns in neuzeitlicher Offenbarung auffordern nicht müßig zu sein (Lehre und Bündnisse 42:42). Du kennst sicherlich das Sprichwort: „Müßiggang ist aller Laster Anfang.“, welches uns sagen will, dass dauerhaftes Nichtstun als negative Haltung empfunden wird, da man nicht aktiv am Leben teilnimmt und sich selbst nicht mit einbringt. Müßiggang ist demzufolge eine Untugend und mit ihr beginnt der Untergang. „Hört auf, müßig zu sein; …“ ist eine Aufforderung des Herrn in seiner Friedensbotschaft an uns (Lehre und Bündnisse 88:124). Lieber will ich mich „voll Eifer einer guten Sache widmen und vieles aus … eigenen, freien Willen tun …“ (Lehre und Bündnisse 58:27), anstatt der Untugend zu frönen. Wie ergeht es dir in Sachen Müßiggang?

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Die Herzen der Söhne Mosias und auch derjenigen, die mit ihnen waren, fassten Mut

Nachdem die Gruppe von jungen Missionaren aus dem Mund Alma des Jüngeren, dem Hohepriester über die ganze Kirche, die ermunternden Worte des Herrn empfangen hatten (Alma 17:11), begab es sich, „… Die Herzen der Söhne Mosias und auch derjenigen, die mit ihnen waren, fassten Mut, zu den Lamaniten hinzugehen und ihnen das Wort Gottes zu verkünden.“ (Alma 17:12).

Die Herzen der Söhne Mosias und auch derjenigen, die mit ihnen waren, fassten Mut. Wenn ich daran denke, die Aufgabe erfüllen zu wollen oder auch beauftragt zu sein sie zu erfüllen, unter mir nach dem Leben trachtenden Mitmenschen das Wort Gottes zu verkünden (Alma 17:14), oder irgendeine andere schwere Aufgabe zu erfüllen, frage ich mich, wie ich den Mut dazu aufbringen könnte. Der römische Philosoph, aber auch Politiker, Seneca der Jüngere, versuchte Nero bei seinen Erziehungsbemühungen, in seinem Sinne zu beeinflussen. Auf Dauer aber erfolglos. Mich beeinflusst er mit seiner Aussage: „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ aus meiner Sicht Schweres anzupacken.

Der Mut, mich nicht davor zu fürchten, das Rechte zu wählen und zu tun, wird für mich zweifellos durch den Zuspruch meines himmlischen Vaters aufgerichtet, denn er hat uns nicht den Geist der Furchtsamkeit gegeben (2. Timotheus 1:7). Sollte ich je bei einer Aufgabe anfangen mutlos zu werden, möchte ich mich an die Aussage von Joseph Smith in seinem Sendschreiben an die Kirche erinnern: „… Mut, Brüder, und auf, auf zum Sieg! Lasst euer Herz sich freuen und überaus froh sein. …“ (Lehre und Bündnisse 128:22). Was verschafft dir Mut, aussichtslos erscheinende Aufgaben dennoch anzupacken?

An image of Jesus Christ combined with a quote from Elder Gerrit W. Gong: “Fully accepting our Savior’s Atonement can increase our faith.”„Wenn wir das Sühnopfer Jesu voll und ganz annehmen, wächst unser Glaube, und wir fassen Mut, die hinderliche Erwartung loszulassen“ – Elder Gerrit W. Gong von den Siebzigern (lies hier)
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Damit ihr ihnen gutes Beispiel in mir zeigt

Nachdem der Herr den jungen Missionaren aus Zarahemla Trost zugesprochen hatte (Alma 17:10), gab er ihnen noch folgende Anweisung mit auf den Weg: „… Geht hin unter die Lamaniten, eure Brüder, und richtet mein Wort auf; doch sollt ihr geduldig sein in langen Leiden und Bedrängnissen, damit ihr ihnen gutes Beispiel in mir zeigt, und ich werde euch zu einem Werkzeug in meinen Händen machen, um viele Seelen zu erretten.“ (Alma 17:11).

Damit ihr ihnen gutes Beispiel in mir zeigt. So wie `ein Bild mehr sagt als tausend Worte´ (eine Metapher für den Mehrwert von Bildern gegenüber ausschließlichem Text. Bilder hinterlassen stärkere Eindrücke, als Worte es vermögen), beeindrucken Taten mehr als Worte: „Das, was du tust, schreit so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst.“ – Sprichwort aus Mosambik. Oder nach einer deutschen Redewendung: „Lass Taten sprechen“.

Ich fühle mich aufgefordert meinen Mitmenschen durch mein Leben zu zeigen, wes Geistes Kind ich bin (Luther 1912: Lukas 9:55 oder King James Version), anstatt durch viele geschwollene Worte. Mein Beispiel kann ich mir bei Christus abschauen. Gerne arbeite ich hart an mir, um mich dem Stand anzunähern, den der Apostel Paulus erreicht hatte. Er konnte an seine von ihm in Korinth gegründete Christengemeinde schreiben: „Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.“ (1. Korinther 11:1). Wessen Beispiel willst du nacheifern? Lies auch gerne, oder sieh dir die Ansprache: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben“ von Elder Richard G. Scott an (hier).

An image of Christ comforting a woman, paired with a quote by Elder Richard G. Scott: “The greatest example … is our Savior.”„Das größte Vorbild, das je auf Erden weilte, ist unser Heiland, Jesus Christus.“ – Elder Richard G. Scott
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Auf dass sie ein Werkzeug in den Händen Gottes seien

Die Söhne Mosia des Jüngeren und die von ihnen ausgewählte Schar von Mitarbeitern „…  reisten viele Tage durch die Wildnis, und sie fasteten viel und beteten viel, damit der Herr ihnen ein Maß seines Geistes gewähre, sie zu begleiten und bei ihnen zu verbleiben, auf dass sie ein Werkzeug in den Händen Gottes seien, um, wenn möglich, ihre Brüder, die Lamaniten, zur Erkenntnis der Wahrheit zu führen, zur Erkenntnis der Niedertracht der Überlieferungen ihrer Väter, die nicht richtig waren.“ (Alma 17:9).

Auf dass sie ein Werkzeug in den Händen Gottes seien. Um ein Werkzeug in den Händen Gottes zu sein, muss man entsprechende Anforderungen erfüllen. Will ein Holzschnitzer eine Figur schnitzen, benötigt er unterschiedlichste Werkzeuge. Sie nützen ihm bei der Herstellung seines Kunstwerkes allerdings wenig bis gar nicht, wenn sie stumpf sind. So wird er immer dafür sorgen, dass sie sich in einem gebrauchsfähigen Zustand befinden.

So benötigt ebenso der Herr für seine unterschiedlich zu vollbringenden Werke hier auf Erden unterschiedliche Werkzeuge. Wollen wir ein Werkzeug in seinen Händen sein, müssen wir dafür Sorge tragen, dass wir uns in einem gebrauchsfähigen Zustand befinden. Wie mache ich das? Ich erkunde meine Gaben, die ich vom Herrn mitbekommen habe (1. Korinther 12:4-10; Lehre und Bündnisse 46:11-29), wende sie richtig an und baue sie aus, indem ich mir durch Studium in den Heiligen Schriften und anderer guter Literatur (Lehre und Bündnisse 109:7), weitere Sachkenntnisse aneigne und richtig anwende. Das muss natürlich verbunden sein mit ständigem Gebet und ggf. auch Fasten. Wenn wir das tun, eröffnen wir dem Herrn die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass wir in einen gebrauchsfähigen Zustand gelangen. Die Ergebnisse meiner angewandten Gaben sollte ich aber auch immer wieder überprüfen, um bei unzureichendem Ergebnis, die Anwendung zu korrigieren. Wie gehst du vor, um ein Werkzeug in den Händen Gottes zu werden? Wenn du willst, kannst du auch gerne die Ansprache von Elder Don R. Clarke lesen: „Wie wir ein Werkzeug in der Hand Gottes werden.“ (hier).

Young Jesus standing next to Joseph in the carpenter’s shop, working with tools on the wood while Joseph supervises.

Childhood of Jesus Christ, by Del Parson (62124)
(Bild: Quelle)

Sie zogen aus dem Land Zarahemla weg

Alma der Jüngeren springt er in seiner Erzählung, zum Beginn der Missionsreise der kleinen Gruppe um die Söhne Mosia des Jüngeren, in das Jahr 91 v. Chr. zurück: „Nun waren dies ihre Reisen: Sie hatten von ihrem Vater Mosia im ersten Jahr der Richter Abschied genommen; sie hatten das Königtum abgelehnt, das ihr Vater ihnen übertragen wollte und wie es auch dem Sinn des Volkes entsprochen hätte, 7  doch sie zogen aus dem Land Zarahemla weg und nahmen ihre Schwerter und ihre Speere und ihre Bogen und ihre Pfeile und ihre Schleudern mit; und dies taten sie, um sich Nahrung beschaffen zu können, solange sie in der Wildnis waren.“ (Alma 17:6-7).

Sie zogen aus dem Land Zarahemla weg. Wenn du auf eine Reise gehen willst, überlegst du sicherlich auch, was du brauchen wirst und packst das Notwendigste zusammen. Einiges musst du eventuell noch einkaufen und ggf. brauchst du auch noch entsprechende medizinische Versorgung. Von der Gruppe um Mosias Söhne wird uns gesagt, dass sie das auf die Reise mitnahmen, was sie zum Lebensunterhalt benötigen würden. Dazu gehörten für die Wildnis, die sie durchqueren mussten, eben Werkzeuge, mit denen sie Nahrung beschaffen konnten.

Auch heutige zukünftige Missionare müssen sich auf ihre Reise, die allerdings nicht vierzehn Jahre, sondern nur eineinhalb oder zwei Jahre dauert, und auch nicht in Feindesgebiet geht, entsprechend vorbereiten. Dazu gehört das Herausfinden der Einsatzmöglichkeiten:

  • Ältere Missionare für den Vollzeitdienst
    werden herausfinden müssen, welche Art von Dienst sie, alleine oder als Ehepaar, in welchem Gebiet der Erde erfüllen können.
  • Missionare im Kirchendienst
    haben Gelegenheit, irgendwo auf der Welt zu helfen, Einrichtungen der Kirche aufzubauen und ihren Betrieb zu unterstützen.
  • Vollzeitmissionare
    Wer im zarten Alter ab achtzehn oder neunzehn Jahren auf Mission gehen möchte, spricht mit seinem zuständigen Kirchenführer darüber und muss außer seiner geistigen Vorbereitung weitere Vorbereitungen den Gesundheitszustand betreffend sowie finanzieller Art treffen.

Meine Person betreffend: Ich bin handwerklich gut begabt und habe mich nach meiner Ausbildung zum Elektroinstallateur 1964, im Alter von neunzehn Jahren, für zwei Jahre als `Baumissionar´ verpflichtet und habe unentgeltlich auf diversen Kirchenbaustellen in Deutschland und Österreich selbstständig die Elektroinstallationen durchgeführt. Auch heute betreibe ich, zwar nicht als Vollzeitmissionar, aber dennoch durch meinen Lebenswandel, Missionsarbeit, so wie es jeder gläubige Christ auch tut. Welche Art von Mission betreibst du und welcher Art sind deine Vorbereitungen?

Two sister missionaries teaching a group of four teenage boys sitting on a green wooden bench in Ghana, Africa.

Zwei Missionarinnen belehren vier Jugendliche in Afrika
(Bild: Quelle)

Sie litten viel, sowohl am Leib als auch im Sinn

Alma der Jüngere beschreibt in den nächsten Kapiteln die Erlebnisse dieser kleinen Gruppe glaubenstreuer Nephiten, die sich zu ihren Brüdern, den Lamaniten, auf eine gefährliche Missionsreise begaben – die Lamaniten waren den Nephiten gegenüber überwiegend feindlich gesinnt: „Nun sind dies die Umstände, von denen sie auf ihren Reisen begleitet waren, denn sie hatten viele Bedrängnisse; sie litten viel, sowohl am Leib als auch im Sinn, wie durch Hunger, Durst und Erschöpfung und auch viel Mühsal im Geist.“ (Alma 17:5).

Sie litten viel, sowohl am Leib als auch im Sinn. Die Söhne Mosia des Jüngeren, mit denen die sie um sich scharten, machten sich mit einer bemerkenswert liebevollen Einstellung auf den Weg in Feindesland. Meistens trugen die Lamaniten ihre unterschiedlichen Auffassungen, begründet in falschen Überlieferungen ihrer Vorfahren, mit den Nephiten in kriegerischen Auseinandersetzungen aus. Nun hatten es sich diese Missionare in den Kopf gesetzt, diese Streitigkeiten dadurch in den Griff zu bekommen, dass sie ihren lamanitischen Brüdern und Schwestern das Evangelium von Jesus Christus predigen wollten, das diese nicht kannten (Mosia 28:1-2). Dass sie dies in lebensgefährliche Situationen bringen würde, ist einsehbar. Aber nicht nur physisch waren sie unter Druck. Sie hatten auch starke geistige Bedrängnisse zu ertragen, ob der Ungläubigkeit und Ablehnung des Wortes Gottes durch viele Lamaniten.

Für mich sind diese Missionare ein leuchtendes Vorbild in Hinblick auf das Gebot des Herren: „… Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.“ (Lukas 6:27). Hierzu muss man erst einmal den entsprechenden Mut aufbringen, seine Furcht vor Repressalien überwinden und ein starkes Gottvertrauen entwickelt haben. Gut, man mag sagen, dass es diesen Missionaren ja etwas leichter gemacht wurde, da der Herr Mosia dem Jüngeren verheißen hat, dass er diese Missionare heil wieder von ihrer Mission zurückkommen lassen würde (Mosia 28:7). Aber darauf muss man eben erst einmal vertrauen. Ich will mich bemühen, mein Vertrauen auf die Zusagen des Herrn, die er uns durch seine Propheten gibt, uns zu beschützen, wenn wir seine Gebote halten (Lehre und Bündnisse 84:116), auszubauen, und unerschrocken Zeugnis von der Wahrheit seines Wortes abzulegen, wobei ich es momentan ja noch nicht einmal mit Feinden zu tun habe. Aber was nicht ist, kann ja leicht noch werden. Wie stärkst du dein Vertrauen in den Herrn? Lies auch gerne die Ansprache von Elder M. Russel Ballard: „Setzen Sie Ihr Vertrauen in den Herrn.“ (hier).

"An image of a blue sky with clouds and a quote by Elder M. Russell Ballard: “It is impossible for us to fail … on the Lord’s errand.” "

„Wir können unmöglich versagen, wenn wir im Auftrag des Herrn unser Bestes geben.“ Elder Ballard
(Bild: Quelle)

Durch die Macht ihrer Worte wurden viele vor den Altar Gottes geführt

Die vier Söhne Mosias mit ihren Mitarbeitern „… hatten das Wort Gottes für den Zeitraum von vierzehn Jahren unter den Lamaniten gelehrt; sie waren sehr erfolgreich gewesen, indem sie viele zur Erkenntnis der Wahrheit führten; ja, durch die Macht ihrer Worte wurden viele vor den Altar Gottes geführt, um seinen Namen anzurufen und ihre Sünden vor ihm zu bekennen.“ (Alma 17:4).

Mit vierzehn Jahren ist es doch eine ungewöhnlich lange Missionszeit an einem Stück, die die Söhne Mosia des Jüngeren mit ihren Mitarbeitern zwischen 91 bis 77 v. Chr. unter den Lamaniten verbrachten. Heutige Vollzeitmissionare verbringen zwischen achtzehn und vierundzwanzig Monate im Missionsfeld. Außergewöhnliche Situationen führen oft zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Und ihre enormen Anstrengungen haben entsprechend gute Früchte hervorgebracht, wie Alma der Jüngere konstatiert (Alma 19:14-15).

Durch die Macht ihrer Worte wurden viele vor den Altar Gottes geführt. Worte können einen ganz enormen Einfluss auf Menschen ausüben. Sie rufen in uns die unterschiedlichsten Emotionen hervor: Begeisterung, Leidenschaft, Hoffnung, Liebe, Vertrauen, Zuversicht, oder auch Hoffnungslosigkeit, Angst, Traurigkeit oder Einsamkeit; sie können Kraft spenden, oder uns lähmen, uns in Aufruhr versetzen, oder beruhigen, uns mutlos machen, oder trösten. Ihr Einfluss wird dadurch hervorgerufen, dass sie in uns Bilder, Vorstellungen und Erinnerungen auslösen. Mit bestimmten Worten verbinden wir bestimmte Gefühle. Welche Gefühle lösen bei dir z. B. Worte wie Korruption oder Redlichkeit aus? Die Macht von Worten richtig eingesetzt, verstärken oder schwächen unsere Empfindungen. Die dort bei den Lamaniten so lange auf Mission waren, haben die Macht ihrer Worte im Sinne des Herrn eingesetzt – Menschen Christus näherzubringen und ihnen seinen Erlösungsplan verständlich zu machen – und das möchte ich auch in meinem Leben versuchen. Wie nutzt du `die Macht der Worte´? Lies auch gerne diese Ansprache oder sieh sie dir an: „Die Worte, die wir sagen“ von Rosemary M. Wixom (hier).

Christ in red and blue robes, reaching out to a blind man who has grasped His arm while a crowd of people watch to see what will happen.Christus nutzte die Macht der Worte um Menschen zu retten
(Bild: Quelle)

Darum hatten sie den Geist der Prophezeiung und den Geist der Offenbarung

Alma der Jüngere stellte fest, dass die Söhne Mosias nicht nur eifrig in den Schriften geforscht hatten, um das Wort Gottes zu kennen (Alma 17:2), sondern: „… sie hatten sich vielem Beten und Fasten hingegeben; darum hatten sie den Geist der Prophezeiung und den Geist der Offenbarung, und wenn sie lehrten, so lehrten sie mit Macht und Vollmacht von Gott.“ (Alma 17:3).

Prophezeiung
Prophezeiung ist das göttlich inspirierte Wort, welches durch Offenbarung erhalten wird. Sie kann sich auf Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft beziehen und dient dem Nutzen des jeweiligen Empfängers. So wurden z. B. Alam und Amulek die Absichten von Zeezroms Herz durch den Geist der Prophezeiung kundgetan (Alma 12:7). Der Nutzen bestand darin, dass sie durch dieses Wissen Zeezroms Täuschungsabsichten aufdecken und öffentlich machen konnten (Alma 12:2-3) und ihn letztendlich von der Macht Gottes überzeugen konnten (Alma 12:7).

Offenbarung
Für die gesamte Kirche erhält nur der vom Herrn berufene Prophet Erklärungen und Anweisungen (Amos 3:7; Lehre und Bündnisse 28:2,7). Für den eigenen Zuständigkeitsbereich kann ein jeder persönliche Führung vom Herrn erlangen, der durch bevollmächtigte Diener des Herrn getauft wurde und die Gabe des Heiligen Geistes empfangen hat, denn der Heilige Geist ist u. a. ein Offenbarer (Johannes 14:26; Lehre und Bündnisse 39:6).

Darum hatten sie den Geist der Prophezeiung und den Geist der Offenbarung. Bin ich mit dem Herrn die entsprechenden Bündnisse eingegangen – Taufe und Empfang der Gabe des Heiligen Geistes – und will ich den Geist der Prophezeiung und Offenbarung erhalten, bedarf es entsprechender geistiger Einstellung und Vorbereitung, wie wir aus dem Beispiel der vier Brüder mit ihren Mitarbeitern erfahren: „sie hatten sich vielem Beten und Fasten hingegeben“. Durch Fasten und Beten demütige ich mich vor dem Herrn (Psalm 35:13) und konzentriere ich mich auf den Gegenstand, um den es mir geht, und sensibilisiere meine Sinne für den Geist, von dem ich Offenbarung durch Prophezeiung erbitte (Daniel 9:3). Hast du in deinem Leben schon entsprechende Erfahrungen gemacht?

An image of a man’s hands and a woman’s hands folded in prayer, combined with a quote by Elder Neil L. Andersen: “Spiritual questions deserve spiritual answers.”Geistige Fragen bedürfen geistiger Antworten von Gott
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Sie hatten eifrig in den Schriften geforscht, um das Wort Gottes zu kennen

Alma der Jüngere war etwa um 77 v. Chr. vom Land Gideon aus südwärts unterwegs zum Land Manti, wobei er auf Ammon, Aaron, Omner und Himni, die Söhne Mosia des Jüngeren (Mosia 27:34), traf (ALma 17:1), mit denen er vor etwa vierzehn Jahren (also ca. 91 v. Chr.) zusammen von einem Engel zur Umkehr von ihrem Vernichtungszug gegen die Kirche gebracht wurde (Mosia 27:10-11) und sie ein Werkzeug in den Händen Gottes wurden (Mosia 27:36). Die Söhne Mosias begaben sich auf eine Missionsreise weiter südlich von Zarahemla zu den Lamaniten (Mosia 28:9) in das Land Nephi (Alma 17:8), während Alma der Jüngere als der Hohepriester über die Kirche diese in Zarahemla weiter vervollständigte (Alma 4:1,4) und das Evangelium in Gideon (Alma 6:8), Melek (Alma 8:3) und Ammoniha (Alma 8:6), wo der Herr ihm Amulek als Mitarbeiter zuweist (Alma 8:29). Die Lage der Orte zueinander kannst du in der Karte unten erkennen.

„Nun waren diese Söhne Mosias bei Alma gewesen zu der Zeit, als ihm zuerst der Engel erschienen war; darum freute sich Alma über die Maßen, seine Brüder zu sehen; und was seine Freude noch vermehrte, sie waren noch immer seine Brüder im Herrn; ja, und sie waren in der Erkenntnis der Wahrheit stark geworden; denn sie waren Männer mit gesundem Verständnis, und sie hatten eifrig in den Schriften geforscht, um das Wort Gottes zu kennen.“ (Alma 17:2).

Sie hatten eifrig in den Schriften geforscht, um das Wort Gottes zu kennen. Wenn einem jemandes Handeln und Reden völlig daneben vorkommt, fährt einem schon mal die Redensart: „Du bist wohl nicht ganz bei Trost“ heraus. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass man denjenigen als geistig nicht ganz gefestigt, als verrückt ansieht. Dies konnte Alma von seinen Freunden, den vier Söhnen Mosias nicht behaupten. Im Gegenteil, sie hatten ein gesundes Verständnis und mit ihm hatten sie eifrig in den Schriften geforscht. So bitte ich den Herrn auch immer wieder darum, mir ein gesundes Verständnis zu geben, mit dem ich eifrig in den Schriften forschen kann, um sein Wort zu begreifen. Nur so kann ich Christus kennenlernen, ihm näher kommen und ihn erkennen, auf dass auch ich aufgrund meiner Taten von ihm erkannt werde (Matthäus 7:15-23). Wie nutzt du dein gesundes Verständnis, um Christus  zu erkennen? Lies auch gerne die Ansprache von Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel: „Wenn ihr mich erkannt habt“, oder sieh sie dir an (hier).

Cover

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Cover

Mögliche Landkarte des Buches Mormon
Ursprünglich angefertigt von Daniel H. Ludlow und mit seiner Genehmigung veröffentlicht. (Das Buch Mormon – Leitfaden für den Schüler S. 212)
(Karte: Quelle)

Sie wurden belehrt, dass er ihnen nach seiner Auferstehung erscheinen werde

Die berufenen Diener des Herrn predigten dem Volk, was alles nicht sein dürfte und vom Kommen des Sohnes Gottes, seinen Leiden, seinem Tod und seiner Auferstehung (Alma 16:18-19): „Und viele vom Volk fragten an, wo der Sohn Gottes kommen werde; und sie wurden belehrt, dass er ihnen nach seiner Auferstehung erscheinen werde; und dies hörte das Volk mit großer Freude und großem Frohsinn.“ (Alma 16:20).

Sie wurden belehrt, dass er ihnen nach seiner Auferstehung erscheinen werde. Alle Propheten Gottes zeugten, und zeugen immer noch, von Jesus Christus und seinem Sühnopfer und dass er sich als auferstandener den Menschen zeigen würde und dass er auch noch ein zweites Mal auf die Erden kommen wird. Im Fall der Nephiten wurde ihnen prophezeit, dass er nach seiner Auferstehung in Jerusalem sich auch ihnen auf dem amerikanischen Kontinent zeigen würde. Und das Volk hatte darüber verständlicherweise große Freude und wollte auch gerne wissen, wo er denn erscheinen würde.

Auch uns ist bekannt, dass Christus wieder erscheinen wird. Wie groß ist unsere Freude darüber und wollen auch wir gerne wissen, wann und wo das der Fall sein wird? Wann, das ist uns nicht offenbart, nicht einmal die Engel im Himmel wissen das, sondern nur Gott selber (Matthäus 24:36). Aber Christus selber hat seinen Jüngern auf deren Frage, wann es geschehen wird, Ereignisse aufgezählt, die geschehen würden: Viele würden sich als der Messias ausgeben (Matthäus 24:5); Kriege werden die Menschen beunruhigen (Matthäus 24:6); es wird Hungersnöte und Erdbeben geben (Matthäus 24:7); Gläubige werden verfolgt werden (Matthäus 24:9); viele Gläubige werden vom Glauben abkommen und einander hassen (Matthäus 24:10); falsche Propheten werden auftreten (Matthäus 24:11); die Missachtung des Gesetzes nimmt überhand und die Liebe erkaltet (Matthäus 24:12); das Evangelium wird der ganzen Welt gepredigt werden (Matthäus 24:14); eine große Not wird kommen, wie es sie noch nie gab und auch nie wieder geben wird (Matthäus 24:21); falsche Christi und Propheten werden große Zeichen und Wunder tun, um möglichst auch Auserwählte irrezuführen (Matthäus 24:24); die Sonne wird sich verfinstern, der Mond nicht mehr scheinen, die Sterne vom Himmel fallen (Matthäus 24:29). Wenn dies alles geschehen sein wird, werden diejenigen, die leben, den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen (Matthäus 24:30).

Ich sehe, dass wir in der Zeit leben, in der viele der genannten Ereignisse schon passiert sind, passieren und sich noch gewisslich ereignen werden, denn die Worte des Herrn erfüllen sich alle (Lehre und Bündnisse 29:10). Ich bemühe mich nach Kräften, mich nicht irreführen zu lassen und weiter dem Herrn gläubig zu folgen, ihm näher zu kommen und auf sein zweites Kommen zu blicken. Wie siehst du diese Prophezeiungen und deren Erfüllung?

A panoramic view of Jesus Christ standing in white robes on a flight of steps while Book of Mormon–era people gather around to see.Jesus Christus besucht die Nephiten nach seiner Auferstehung (by John Scott 62380)
(Bild: Quelle)