Viele große Zerstörungen habe ich über dieses Land kommen lassen

Mormon berichtet nun was die Stimme Christi während der Zeit der Finsternis über die Zerstörung vieler Menschen und Städte wegen der Schlechtigkeit der Menschen verkündet. Nachdem er die Worte zitiert hat, schließt diese Zusammenfassung der Ereignisse mit der Aussage des Herrn: „Und viele große Zerstörungen habe ich über dieses Land kommen lassen, und über dieses Volk, wegen seiner Schlechtigkeit und seiner Greuel.“ (3. Nephi 9:12).

Viele große Zerstörungen habe ich über dieses Land kommen lassen. In den Versen davor sagt der Herr, welche Städte mit ihren Einwohnern wie und warum zerstört wurden (siehe nachfolgende Tabelle):

Stadt Wie zerstört Warum zerstört Schriststelle
Zarahemla Mit Feuer verbrannt   3. Nephi 9:3
Moroni Im Meer versenkt   3. Nephi 9:4
Moronihach Mit Erde bedeckt Blut der Propheten und Heiligen vergossen 3. Nephi 9:5
Gilgal In Erde begraben   3. Nephi 9:6
Oniha
Mokum
Jerusalem (in Amerika)
Mit Wasser bedeckt Blut der Propheten und Heiligen vergossen 3. Nephi 9:7
Gidiandi
Gadiomna
Jakob
Gimgimno
In Erde begraben Blut der Propheten und Heiligen vergossen 3. Nephi 9:8
Jakobugat Mit Feuer verbrannt Schlechtigkeit die größer war, als alle Schlechtigkeit der Welt, geheime Bünde 3. Nephi 9:9
Laman
Josch
Gad
Kischkumen
Mit Feuer verbrannt Propheten ausgestoßen und Gesandte des Herrn gesteinigt; es befanden sich keine Rechtschaffenen mehr unter ihnen 3. Nephi 9:10-11


Ich sehe in diesem Zusammenhang die Zerstörungen, die heutzutage auf unserem Erdball stattfinden: Feuersbrünste, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überflutungen, Kriege, Terroranschläge, Verhärtung der Herzen, … (Joseph Smith – Matthäus 1:5-55; vergleiche Matthäus 24). Auch sie sind vorhergesagte Zeichen, die das zweite Kommen Jesu ankündigen sollen. Wenn ich nicht zu denen gehören möchte, die aufgrund ihrer Schlechtigkeit umkommen werden, muss ich mich ganz einfach für den Herrn entscheiden. Na ja, ganz so einfach ist es natürlich nicht. Ich muss mich von meinen Fehltritten verabschieden, sie bereuen, Wiedergutmachung üben soweit möglich, in mir ein reines Herz erschaffen, mich von bevollmächtigten Dienern des Herrn taufen lassen, bereit sein, die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen, weitere heilige Bündnisse eingehen und all meine Versprechen bis ans Ende meines Erdendaseins halten. Ein Projekt, das mein ganzes Leben in Anspruch nimmt und ausfüllt. Mit zunehmendem Alter werden meine Bemühungen darin immer zielgerichteter und intensiver. Mit welchen Gedanken und Empfindungen erlebst du diese Zeit vor dem zweiten Kommen Jesu?

kathastrophen


Flammen fressen sich durch australischen Busch
(Bild: Quelle)

Weh den Bewohnern der ganzen Erde, wenn sie nicht umkehren

Mormon berichtet weiter in seiner Zusammenfassung der Aufzeichnungen: „Und es begab sich: Alle Bewohner der Erde, überall auf dem Antlitz dieses Landes, vernahmen eine Stimme, die rief: 2  Wehe, wehe, weh diesem Volk; weh den Bewohnern der ganzen Erde, wenn sie nicht umkehren; denn der Teufel lacht, und seine Engel freuen sich wegen der Getöteten unter den anmutigen Söhnen und Töchtern meines Volkes; und es ist wegen ihres Übeltuns und ihrer Greuel, daß sie gefallen sind!“ (3. Nephi 9:1-2)

Weh den Bewohnern der ganzen Erde, wenn sie nicht umkehren. Heute sicherlich kein Ereignis, wenn alle Bewohner der Erde eine Stimme hören. Es gibt ja schließlich Rundfunk, Fernsehen und weitere elektronische Medien, über die Stimmen, Bilder und aller Art Informationen, zeitgleich überall auf Erden empfangen und gehört werden können. Aber 34 n. Chr.? Ein übernatürliches Ereignis. Schon Nephi, der Sohn Lehis, hatte vom Herrn erfahren, dass sechshundert Jahre, nachdem sie Jerusalem verlassen hatten, Christus sich dem ganzen Haus Israel durch seine Stimme oder Naturkatastrophen kundtun würde (1. Nephi 19:8,11). Nun war diese Zeit erreicht und auch diese Vorhersage hat sich wortwörtlich erfüllt.

Es gibt Dinge, die man gern mittels Stimme mitgeteilt bekommt, aber auch Dinge, die man lieber nicht hören wollte. Wenn die Stimme schon mit einem mehrfach wiederholten `Wehe´ ansetzt, dann bedeutet das wohl: Vorsicht ist geboten und man sollte den Rest der Aussage gut beachten. Die ganze Erde wurde darauf aufmerksam gemacht, Umkehr zu üben. Auch im Neuen Testament spricht Jesus Christus ein `Wehe´ gegen die Bevölkerung zweier Städte aus, weil sie trotz der Wunder, die er dort gewirkt hatte, nicht Umkehr geübt haben (Matthäus 11.20-21). Das veranlasst mich, über `die Wunder dieser Welt´ (Lied anzuhören: Tabernakelchor am Tempelplatz) nachzudenken, die der Herr immer und immer wieder wirkt und ich denke an die Aufforderung Umkehr zu üben und in welchen Punkten ich dies tun muss. Was erwartest du von jemandem, der seine Stimme erhebt mit dem Wort: `Wehe´?

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How Great Thou Art – Mormon Tabernacle Choir
(Bild: Screenshot Quelle)

O dass wir vor diesem großen und schrecklichen Tag umgekehrt wären

Was diese schlimmen Naturereignisse im Zusammenhang mit dem Tod Jesu im Land Zarahemla in den Menschen auslöste, beschreibt Mormon so: „Und an einer Stelle hörte man sie schreien, nämlich: O daß wir vor diesem großen und schrecklichen Tag umgekehrt wären, denn dann wären unsere Brüder verschont worden, und sie wären nicht in jener großen Stadt Zarahemla verbrannt. 25  Und an anderer Stelle hörte man sie schreien und klagen, nämlich: O daß wir vor diesem großen und schrecklichen Tag umgekehrt wären und nicht die Propheten umgebracht und gesteinigt und ausgestoßen hätten; dann wären unsere Mütter und unsere anmutigen Töchter und unsere Kinder verschont worden und nicht in jener großen Stadt Moronihach begraben worden. Und so war das Heulen des Volkes groß und schrecklich.“ (3. Nephi 8:24-25).

O dass wir vor diesem großen und schrecklichen Tag umgekehrt wären. Von dem Aphorismensammler und Publizisten Peter E. Schumacher (1941 – 2013), habe ich folgenden Sinnspruch gefunden: „Stets kommt die Wahrheit zu früh, zu spät immer die Einsicht.“ (siehe hier). Ein anderer Sinnspruch lautet: „Typisch Mensch: Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, fängt er an, Zäune um den Brunnen zu ziehen (© Wolfgang J. Reus; 1959 – 2006, deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker; siehe hier) – da war doch was, vor ein paar Monaten ein aktueller Fall mit einem spielenden Kind in Spanien!

Ich lerne, dass es wenig Sinn ergibt zu Jammern, wenn es zu spät ist. Ich muss vorher Glauben üben und auf die Warnungen, Worte, und Prophezeiungen der Propheten achten und sie befolgen. Der Herr lässt uns nicht ins Verderben rennen. Er warnt uns vorher, allerdings nicht durch einen Zaun, der uns in einer beschützten Zone hält und uns die Entscheidung abnimmt dorthin zu gehen, wo es gefährlich wird. Würde er den Zaun ziehen, dann könnten wir uns nur sehr begrenzt entwickeln und das möchte er auch nicht. Anstatt zu jammern, muss ich mir darüber klare werden, wie ich aus dem `Brunnen´ wieder herauskomme und wie ich ein nächstes Mal vorausschauend, aufgrund von `Weitsichtigkeit´, die Gefahr früh genug erkenne und entsprechende Fehltritte vermeiden kann. Leider gilt doch vielfach das Sprichwort: „Durch Schaden wird man klug.“ Ich versuche den Schaden so gering wie möglich zu halten, indem ich das Evangelium von Jesus Christus eifrig studiere (Alma 17:2) und mich im täglichen Leben an dessen Weisungen, so gut ich nur kann, zu halten (3. Nephi 16:14). Gerade dieses Wochenende hatten wir alle weltweit die Gelegenheit die warnenenden Worte von lebenden Propheten und Aposteln sowie den Siebzigern und Schwestern zu hören (siehe hier). Wenn ich sie beachte, werde ich vor dem Brunnen, in den ich fallen könnte, gewarnt! Wie ergeht es dir damit, wirst du die Worte in dich aufnehmen?

Bild

(Bild: Quelle)

Es dauerte den Zeitraum von drei Tagen, dass kein Licht zu sehen war

Mormon lässt uns wissen, was nach den drei Stunden Naturkatastrophen (3. Nephi 8:19) geschah: „Und es begab sich: Es dauerte den Zeitraum von drei Tagen, daß kein Licht zu sehen war; und es gab unter dem ganzen Volk beständig großes Trauern und Heulen und Weinen; ja, groß war das Stöhnen des Volkes wegen der Finsternis und der großen Zerstörung, die über sie hereingebrochen war.“ (3. Nephi 8:23).

Es dauerte den Zeitraum von drei Tagen, dass kein Licht zu sehen war. Nochmals fällt mir die Zahl drei auf. Drei Stunden dauerten die Katastrophen, die das Antlitz der Erde veränderten, drei Tage lag Finsternis auf der Erde. Zum einen sehe ich darin ein Gleichnis dafür, dass die Erde, die auch lebendig ist, über den Tod Jesu `erschüttert´ war und zum anderen das `das Licht der Welt´, nämlich Jesus Christus (Johannes 9:5), der Schöpfer derselben (Joseph Smith Übersetzung Matthäus 23:9) und der Retter der Menschheit (Lukas 2:11), in die Geisterwelt gegangen ist und dort sein Missionswerk eröffnete (1. Petrus 3:18-20), während sein Körper drei Tage und Nächte im Grab lag (Matthäus 12:40), bis er als Erster von den Toten auferstanden ist (1. Korinther 15:20).

Die von allen Propheten vorhergesagten Zeichen des Todes von Jesus Christus haben sich also wortgetreu erfüllt (1. Nephi 19:10; Helaman 14:20-27). Ich kann mir gut vorstellen, wie schlimm es ist, wenn man sich in totaler Finsternis befindet, die regelrecht greifbar ist, und sich vorher noch die gesamte Struktur um einen herum verändert hat, sodass man nun gar keine Orientierung mehr hat. Und das drei Tage lang! Da geht einem sicherlich so manches durch den Kopf, was man alles versäumt hat und man bekommt Angst, weil man nicht weiß, ob und wie es weitergeht. Übrigens, erinnerst du dich? Solch ein Ereignis gab es schon mal bei Mose (Exodus 10:21-23). Wie wunderbar aber, dass das Licht mit der Auferstehung von Jesus Christus auch wiedergekommen ist. Und seit der Wiederherstellung der Kirche des Sohnes Gottes, brauchen wir keine Sorge mehr haben, dass dieses Licht nochmals von der Erde genommen werden wird (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:68-69). Was denkst du, welche Empfindungen in dir aufkommen, wenn du in einer dir unbekannten Umgebung in tiefster Finsternis umherirren musst, wo du `die Hand nicht vor den Augen sehen kannst´?

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Finsternis Natur
(Bild: Urheber Elmar Ersch; Quelle)

Da erhob sich ein großer Sturm

Mormon berichtet uns, dass im Volk trotz der vielen Zeichen bezüglich Jesus Christus, die schon eingetreten waren, Zweifel und Streit aufkamen (3. Nephi 8:4) und beschreibt dann, welche Zeichen sich nun ereigneten: „Und es begab sich: Im vierunddreißigsten Jahr, im ersten Monat, am vierten Tag des Monats, da erhob sich ein großer Sturm, wie man ihn im ganzen Land noch nie erlebt hatte.“ (3. Nephi 8:5).

Da erhob sich ein großer Sturm. Und los ging es mit dem Eintreffen der von Samuel dem Lamaniten vorhergesagten Ereignisse, die mit der Kreuzigung von Jesus Christus einhergehen sollten (Helaman 14:20-27). Es begann mit einem noch nie dagewesenen mächtigen Sturm, ging weiter mit schrecklichem Unwetter, Donner der die Erde erbeben ließ, scharfen Blitzen die Feuer entfachten, Städte versanken im Meer, Berge überdeckten Städte, schreckliche Zerstörungen auf dem Land nordwärts und südwärts, Straßen brachen auf, Menschen wurden im Wirbelsturm hinweggetragen, Felsen zerbarsten, das gesamte Bild der Erde wurde aufgrund der Ereignisse verunstaltet, unzählige Menschen kamen während dieser `drei Stunden´ andauernden Naturkatastrophe um ihr Leben (3. Nephi 8:5-19).

Wie verblüffend die Übereinstimmung dieser Zeitangabe von `drei Stunden´ mit der Aussage im Neuen Testament. Auch in Jerusalem dauerten die Geschehnisse, die mit der Kreuzigung Jesu einhergingen, `drei Stunden´ (Lukas 23:44). Sollte Joseph Smith das Buch Mormon erdacht haben, wie es Kritiker behaupteten, hätte er an sehr viele Dinge denken und berücksichtigen müssen, damit sie so perfekt mit der Bibel in Einklang sind. Das Buch Mormon ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus und wie Joseph Smith selber sagt: „… das richtigste aller Bücher auf Erden und der Schlußstein unserer Religion …“. Ich bin dankbar, dass der Herr uns diesen weiteren Zeugen in unserer Zeit gegeben hat, damit wir dadurch „… näher zu Gott kommen als durch jedes andere Buch.“ (siehe sechster Absatz in der Einleitung zum Buch Mormon). Dieses kleine blaue Buch hat mein Leben nur zum Guten verändert und das unzähliger weiterer Menschen und es verändert auch dein Leben (lies hier)! Hast du es schon ausprobiert?

Durch das Buch Mormon können wir den Heiligen Geist einladen.

(Bild: Quelle)

So war das dreiunddreißigste Jahr vergangen

Mormon schreibt weiter: „und nun begab es sich: Wenn von diesem Mann in der Berechnung unserer Zeit kein Fehler gemacht worden war, so war das dreiunddreißigste Jahr vergangen; 3  und das Volk fing an, mit großem Ernst nach dem Zeichen auszuschauen, das von dem Propheten Samuel dem Lamaniten genannt worden war, ja, nach der Zeit, da es auf dem Antlitz des Landes für den Zeitraum von drei Tagen Finsternis geben würde.“ (3. Nephi 8:2-3).

So war das dreiunddreißigste Jahr vergangen. Diese Zeitangabe bezieht sich auf das Eintreten des Zeichens, das durch Samuel den Lamaniten für die Geburt Jesu Christi vorhergesagt wurde (3. Nephi 2:8; Helaman 14:1-4). Von daher müssen wir davon ausgehen, dass, wenn kein Berechnungsfehler gemacht wurde, Christus mit Vollendung seines dreiunddreißigsten Lebensjahres gekreuzigt wurde – im ersten Monat des vierunddreißigsten Jahres fingen die Zeichen an sich zu erfüllen (3. Nephi 8:5). Ende des dreiunddreißigsten Jahres erwartete das Volk also gespannt das Zeichen der Kreuzigung Jesu, das von Samuel dem Lamaniten vorhergesagt worden war (Helaman 14:21-27).

Auch heute gibt es gläubige Menschen, die nach den Zeichen Ausschau halten, die für das zweite Kommen Jesu vorhergesagt wurden (Lehre und Bündnisse 45:39). Dass es ein solches geben würde, sagten zwei Engel bei der Himmelfahrt Jesu voraus (Apostelgeschichte 1:10-11). Für dieses Ereignis sind viele Zeichen vorhergesagt worden, damit gläubige Menschen die Möglichkeit haben, Gottes Plan zu erkennen und sich auf das Ereignis vorzubereiten. Einige dieser Zeichen, die uns in den Heiligen Schriften gegeben wurden, sind: Schlechtigkeit der Menschen nimmt zu, es wird Kriege und Aufruhr geben, die Wiederherstellung des Evangeliums, das Hervorkommen des Buches Mormon, das Evangelium wird in aller Welt verkündet, das Kommen Elijas, Lehis Nachkommen werden ein bedeutendes Volk werden, Errichtung des Neuen Jerusalem. Ich habe schon einige Zeichen erkannt, die sich erfüllt haben, alle anderen gegebenen Zeichen werden sich genauso erfüllen, wie sich auch die vorhergesagten Zeichen Samuel des Lamaniten erfüllt haben. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Und deshalb bemühe ich mich, mein Verhalten so einzurichten, dass ich in welcher Weise auch immer, daran teilhaben darf. Du darfst dich gerne daran machen, herauszufinden, welche weiteren Zeichen gegeben wurden, welche sich davon schon erfüllt haben bzw. welche sich noch erfüllen müssen (siehe auch hier).

Die Himmelfahrt Jesu
(Apostelgeschichte 1:10-11; Bild: Quelle)

Außer er war von jedem kleinsten Teil seines Übeltuns gesäubert

Mormon formulierte in seiner Zusammenfassung folgende Aussage: „Und nun begab es sich: Gemäß unserem Bericht, und wir wissen, daß unser Bericht wahr ist, denn siehe, der den Bericht führte, war ein gerechter Mann—denn er hat wahrhaftig viele Wundertaten im Namen Jesu vollbracht, und es gab niemanden, der eine Wundertat im Namen Jesu vollbringen konnte, außer er war von jedem kleinsten Teil seines Übeltuns gesäubert—,“ (3. Nephi 8:1).

Außer er war von jedem kleinsten Teil seines Übeltuns gesäubert. Zum einen bezeugt Mormon, dass die Berichte, die von Gott berufenen Männern des Volkes Nephi geführt wurden, der Wahrheit entsprechen. Zum anderen, bringt er deutlich zum Ausdruck, dass Wundertaten im Namen Jesu nur von reinen Dienern Gottes gewirkt werden können.

Um Wunder zu wirken, müssen sich die Menschen heiligen, so wie Josua das Volk aufforderte (Josua 3:5). Eines der Wunder, das aufgrund ihrer Heiligung geschah, war das Stoppen der Fluten des zu dieser Jahreszeit über die Ufer getretenen Jordans, damit das Volk trocknen Fußes in das ihnen verheißene Land einziehen konnte (Josua 3:17). Elder Vaughn J. Featherstone erzählt, als er der Präsidierenden Bischofschaft angehörte: „Ich weiß von einem großartigen Mann, der seinen toten Sohn in seinen Armen hielt und sagte: ,Im Namen Jesu Christi und mit der Kraft und Vollmacht des heiligen Melchisedekischen Priestertums gebiete ich dir, zu leben.‘ Und der tote Junge schlug die Augen auf. Dieser großartige Bruder hätte das niemals tun können, hätte er ein paar Abende zuvor pornografisches Material angeschaut oder wäre er in irgendeine andere Übertretung dieser Art verwickelt gewesen. Das Priestertum kann nur dann wirken, wenn ein reiner Mensch es ausübt.“ (Frühjahrs-Generalkonferenz 1975; 12. und 13. Absatz, allerdings Englisch). Hier fühle ich mich stark ermuntert, alles erdenkliche zu tun, um so zu leben, dass ich dazu beitragen kann, dass Wunder gewirkt werden können. Was denkst du über Wunder, geschehen sie auch heute noch?

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Ein modernes Wunder: Der Rom-Italy-Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
(Bild: Quelle)

Darum wurden von Nephi Männer zu diesem geistlichen Dienst ordiniert

Von Mormon erfahren wir über die Vollmachterteilung zur Taufe in der Kirche des Herrn: „Darum wurden von Nephi Männer zu diesem geistlichen Dienst ordiniert, damit alle jene, die zu ihnen kämen, mit Wasser getauft würden, und dies als ein Zeichen und ein Zeugnis vor Gott und für das Volk, daß sie umgekehrt waren und Vergebung für ihre Sünden empfangen hatten.“ (3. Nephi 7:25).

Darum wurden von Nephi Männer zu diesem geistlichen Dienst ordiniert. Jedem dürfte klar sein, dass niemand unbefugt im Namen Dritter handeln darf. Im Neuen Testament lernen wir, dass sogar Jesus Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohepriesters genommen hat, sondern sie von seinem Vater erhielt (Hebräer 5:4-5). Über Nephi den Jüngeren wissen wir, dass ihm sein Vater Nephi, der Sohn Helamans, die Verantwortung über die heiligen geschichtlichen Aufzeichnungen übertragen hatte (3. Nephi 1:2). Seine Berufung in ein Kirchenamt ist uns nicht überliefert, außer, dass er später von Christus, als dieser als auferstandenes Wesen die Nephiten besuchte, zu einem der Zwölf Jünger berufen wurde (3. Nephi 12:1). Aber vorher lesen wir, dass die Stimme des Herrn an ihn erging (3. Nephi 1:12). Deshalb können wir davon ausgehen, dass er schon vorher Vollmacht über die Kirche von seinem Vater erhalten hatte.

Vollmacht im Reich Gottes geht immer auf Jesus Christus zurück, denn er ist das Haupt Seiner Kirche (Kolosser 2:10). So war es früher, so ist es auch heute. Joseph Smith und weitere Diener des Herrn haben die Vollmacht, Seine Kirche auf Erden wiederherzustellen und zu leiten von Petrus, Jakobus und Johannes erhalten (Lehre und Bündnisse 27:12) und die hatten sie zu Lebzeiten Jesu von ihm (Lukas 9:28). Jeder, der im Reich Gottes Vollmacht erhalten hat oder erhält, kann die Weitergabe dieser Vollmacht zurückverfolgen bis auf Jesus Christus. Aber immer nur einer ist befugt, die gesamten Schlüssel Seines Reiches zu seinen Lebzeiten auszuüben (Lehre und Bündnisse 107:65-67,91-92). Sollte dieser sterben, geht die Ausübung dieser Schlüsselvollmacht auf das Kollegium der Zwölf Apostel über und aus ihrer Mitte wird der Nachfolger durch die Stimme des Herrn ernannt und von ihnen berufen, eingesetzt, und durch die Stimme der Kirche bestätigt (siehe hier). Kennst du die fünfzehn Brüder, die derzeit zusammen die Schlüssel der Kirche von Jesus Christus innehaben? Hier darfst du spicken.

vollmacht

Der Erretter beruft seine Apostel.
(Bild: Quelle)

Dass es keinen gab, der zur Umkehr gebracht wurde, der sich nicht mit Wasser taufen ließ

Mormon teilt uns über die missionarischen Aktivitäten im Volk Zarahemla mit: „Nun aber möchte ich, daß ihr auch daran denkt, daß es keinen gab, der zur Umkehr gebracht wurde, der sich nicht mit Wasser taufen ließ.“ (3. Nephi 7:24).

Dass es keinen gab, der zur Umkehr gebracht wurde, der sich nicht mit Wasser taufen ließ. Ich werde an das Beispiel erinnert, das uns Jesus Christus gab, als er zu Johannes dem Täufer an den Jordan ging, um sich taufen zu lassen. Johannes sagte zu ihm, dass er sich von ihm taufen lassen müsste aber doch nicht umgekehrt. „Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.“ (Matthäus 3:15).

Wenn Jesus, der keiner Umkehr bedurfte, weil er sündenfrei war (2. Korinther 5:20-21), sich dennoch taufen ließ, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen, wie steht es erst recht uns zu uns taufen zu lassen, die wir allzumal alle Sünder sind (Römer 3:23). Einerseits symbolisiert die Taufe die Reinigung von unseren Sünden, die wir bekannt und bereut haben (Apostelgeschichte 22:16) und andererseits bildet sie das schmale Tor durch das wir in das Reich Gottes aufgenommen werden (2. Nephi 31:9,17-18). Die Taufe ist ein Evangeliumsgrundsatz, der für alle Menschen auf Erden gilt. Er besteht seit Menschheitsbeginn. Schon Adam wurde getauft (Köstliche Perle Mose 6:64-65). Nachdem es unzählige Menschen gibt, die keine Möglichkeit hatten, diesen Evangeliumsgrundsatz kennenzulernen, sind wir aufgefordert, uns für unsere verstorbenen Verwandten stellvertretend in Tempeln des Herrn für sie taufen zu lassen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, in der Geisterwelt das Evangelium anzunehmen oder abzulehnen, ihre Entscheidungsfreiheit bleibt gewahrt (1. Korinther 15:29; Lehre und Bündnisse 188:32-33). Welche Vorstellung hast du von dem Missionswerk in der Geisterwelt und der stellvertretenden Taufe für Verstorbene?

Matthew 3:13–17, John the Baptist baptizes Christ

Johannes der Täufer tauft Jesus Christus
(Bild: Quelle)

Nephi … predigte ihnen Umkehr und Sündenvergebung

Mormon informiert uns weiter:„So verging auch das zweiunddreißigste Jahr. Und Nephi rief zu Beginn des dreiunddreißigsten Jahres das Volk auf, und er predigte ihnen Umkehr und Sündenvergebung.“ (3. Nephi 7:23).

Nephi … predigte ihnen Umkehr und Sündenvergebung. Wenn wir uns die Zeitangabe seines Predigens ansehen, fällt dieses in etwa in dieselbe Zeit, in der Jesus auf dem alten Kontinent sein öffentliches Wirken begann, indem er den Menschen sein Wort predigte (Lukas 3:23). Ebenso hatte er seine Jünger mit der Verkündigung beauftragt (Markus 6:7). Und was war Gegenstand der Verkündigung? Umkehr (Markus 6:12). Jesus lehrte die Pharisäer sogar, wie groß die Freude im Himmelreich über einen Sünder sei, der Umkehrt übt (Lukas 15:7).

Dieser Auftrag besteht genauso heute. Der Herr weist Joseph Smith und Oliver Cowdery, die ersten von Christus berufenen Diener in dieser letzten Evangeliumszeit, der „Evangeliumszeit der Fülle der Zeiten“, an: „Sprich nichts als nur Umkehr zu dieser Generation; …“ (Lehre und Bündnisse 6:9). Ja, Umkehr ist ein Gebot Gottes für alle Menschen, sowohl damals, als er auf Erden weilte (Apostelgeschichte 17:30), als auch in unseren heutigen Tagen (Lehre und Bündnisse 33:16). Umkehr wird durch eine `gottgewollte Traurigkeit zur Sinnesänderung zum Heil´ eingeleitet (2. Korinther 7:10) und führt zu einer `mächtigen Wandlung in unserem Herzen´, sodass wir keine Neigung mehr verspüren, Böses zu tun (Mosia 5:2). Das Wunder dabei: Unsere Sünden werden uns dann vergeben (Moroni 6:8) und der Herr gedenkt ihrer nicht mehr (Lehre und Bündnisse 58:42). Sollte ich nicht Umkehr üben, muss ich leiden (Lehre und Bündnisse 19:4,16). Da denke ich an das alte pädagogische Sprichwort: „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Hören bedeutet in diesem Zusammenhang `gehorchen´ und fühlen, da gab´s früher was hinter die Ohren o. ä. Was ziehst du vor, Hören oder Fühlen?

(Bild: Quelle)