Ob sie im Leib waren oder außerhalb des Leibes, konnten sie nicht sagen

(Bild: Quelle)

Über die in den Himmel entrückten drei nephitischen Apostel wird uns berichtet: „und ob sie im Leib waren oder außerhalb des Leibes, konnten sie nicht sagen; denn es schien ihnen, als seien sie verklärt worden, dass sie von diesem Leib aus Fleisch in einen unsterblichen Zustand verwandelt worden seien, damit sie das sehen konnten, was von Gott ist.“ (3. Nephi 28:15).

Ob sie im Leib waren oder außerhalb des Leibes, konnten sie nicht sagen. Auch dem Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith, widerfuhr Gleiches (Lehre und Bündnisse 137:1). Was haben wir darunter zu verstehen, dass sie nicht wussten, ob sie im Leib in den Himmel entrückt wurden, oder außerhalb? Und was ist unter `verklärt´und `entrückt´ zu verstehen?

Uns ist bewusst, dass unsere Person aus zwei Körpern besteht, einem `Geistkörper´, den wir schon erhalten hatten, bevor wir hier auf die Erde kamen, und einem `physischen Körper´ aus Fleisch und Blut, der unseren geistigen hier auf Erden beherbergt – bildhaft, wie ein Handschuh, der über die eigentliche Hand gezogen wird (Genesis 2:7; Köstliche Perle Mose 3:5-7). Die drei nephitischen Apostel, wussten also nicht, ob sie mit ihrem `Handschuh´ und der Hand, oder nur mit der Hand mit in den Himmel genommen wurden.

  • Verklärung
    bedeutet, dass die äußere Erscheinung, und das innere Wesen eines Menschen, vorübergehend verändert wird, wodurch er auf eine höhere geistige Ebene gehoben wird, um nicht zu vergehen, wenn er in himmlische Herrlichkeit aufgenommen wird, um ihm überirdische Belehrung zuteilwerden zu lassen (Köstliche Perle Mose 1:11).
  • Entrückung
    beinhaltet eine Veränderung des sterblichen Körpers in der Art und Weise, dass er bis zu seiner Auferstehung existieren kann, ohne den Tod zu erleiden (Lehre und Bündnisse 110:13).

Es gibt also Dinge, die ich mit meinen `irdischen Augen´ nicht sehen kann, außer mir werden die `geistigen Augen´ vom Herrn geöffnet (Lehre und Bündnisse 76:12).

Welches Verständnis hast du davon, was `Verklärung´ ist, bzw. `Entrückung´?

Es wurde ihnen auch keine Macht gegeben, über das zu reden, was sie sahen und hörten

Da fehlen mir doch die Worte – erkennst du den `Unterwasser-Wasserfall´?
(Bild: Quelle)

Die drei Jünger Jesu wurden in den Himmel entrückt und sahen und hörten Unaussprechliches (3. Nephi 28:13): „Und es wurde ihnen verboten, davon zu reden; es wurde ihnen auch keine Macht gegeben, über das zu reden, was sie sahen und hörten;“ (3. Nephi 28:14).

Es wurde ihnen auch keine Macht gegeben, über das zu reden, was sie sahen und hörten. Gleich denke ich wieder an die Begebenheit, die Paulus wiedergibt über den, den er kennt und der in den dritten Himmel entrückt wurde. Auch er, es war wohl Paulus selber, durfte über das was er dort erlebte nicht sprechen (2. Korinther 12:4).

Bestimmte Dinge sind einfach zu heilig, als dass Menschen sie aussprechen dürfen. Warum? Weil ein anderer, der vom Herrn nicht auf diese geistige Stufe emporgehoben wurde, sie nicht verstehen könnte und sich falsche Vorstellungen machen könnte. Joseph Smith und Sidney Rigdon hatten bei der Übersetzung des Johannes-Evangeliums im Februar 1832 eine Vision über die unterschiedlichen Grade der Herrlichkeit. Am Ende dieser Vision lässt uns Joseph wissen, dass die Geheimnisse des Reiches Gottes alles Verständnis des Menschen übersteigen. Deshalb durfte er diese Dinge nicht niederschreiben. Er sagt uns, dass der Mensch ohne die Macht Gottes nicht fähig ist, sie mitzuteilen. Nur mit der Macht des Heiligen Geistes lassen sie sich sehen und verstehen (Lehre und Bündnisse 76:114-116). So gibt es eben Dinge zwischen Himmel und Erde, die mit menschlichem Verstand nicht erfasst werden können und für die es keine menschlichen Begriffe gibt, mit denen sie kommuniziert werden können (3. Nephi 17:15-17).

Was meinst du, brauchen wir, um bestimmte geistige Dinge verstehen zu können? Tipp: 1. Korinther 2:10-12.

Sie wurden in den Himmel entrückt

Stephanus sieht bei seiner Steinigung den Himmel offen
(Apostelgeschichte 7:55-56; Bild: Quelle)

Nachdem der Herr die neun Jünger mit dem Finger berührt hatte (3. Nephi 28:12) passierte Folgendes: „Und siehe, die Himmel öffneten sich, und sie wurden in den Himmel entrückt und sahen und hörten Unaussprechliches.“ (3. Nephi 28:13).

Sie wurden in den Himmel entrückt. Bei dieser Aussage fällt mir doch gleich der Beginn des Refrains eines Liedes von Willy Fritsch ein: „Ich tanze mit dir in den Himmel hinein, in den siebenten Himmel der Liebe.“ Da war Willy Fritsch offenbar weiter gekommen, als die drei nephitischen Apostel des Herrn. Allerdings lese ich in der Bibel nichts von einem `siebenten Himmel´. Doch von einem Dritten schon. Der Apostel Paulus spricht in seinem zweiten Brief an die Korinther davon, dass er jemanden kennt, der „bis in den dritten Himmel entrückt wurde; …“ – er berichtet hier wohl von sich selber (2. Korinther 12:2).

Auch lesen wir in den Schriften an verschiedenen Stellen, dass sich der Himmel öffnete. Der 597 v. Chr., also kurz nach Lehis Flucht aus Jerusalem, von Nebukadnezzar nach Babylon in die Verbannung geschleppte, aus einer Priesterfamilie stammende Ezechiel berichtet, dass sich ihm der Himmel öffnete und er eine Vision Gottes erlebte (Hesekiel 1:1). Ein weiteres Mal öffnete sich der Himmel nach der Taufe Jesu, wo sich der Heilige Geist in Form einer Taube auf ihm niederließ (Matthäus 3:16). Es gibt in den heiligen Schriften natürlich noch weitere Erwähnungen, dass sich der Himmel zu bestimmten Ereignissen öffnete. Nur wenigen auserwählten war es aber vergönnt, in den Himmel entrückt zu werden, aber allen gilt die großartige Verheißung, dass sich ihnen der Himmel öffnen wird. Präsident Nelson, der siebzehnte Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, hat diese Verheißung all jenen ausgesprochen, die das Buch Mormon gebeterfüllt lesen: „Und wenn Sie das Buch Mormon gebeterfüllt lesen, verheiße ich Ihnen, dass sich Ihnen der Himmel öffnen wird. Der Herr wird Sie mit noch mehr Inspiration und Offenbarung segnen.“ (Liahona November 2018, Seite 69).

Was denkst du, ist mit dieser Verheißung Präsident Monsons gemeint?

Berührte er jeden von ihnen mit seinem Finger

Stromschlag beim Ausstieg aus dem Auto?
(Bild: Quelle)

Und es begab sich: Als Jesus diese Worte geredet hatte, berührte er jeden von ihnen mit seinem Finger, außer die drei, die verweilen sollten, und dann schied er von ihnen.“ (3. Nephi 28:12).

Berührte er jeden von ihnen mit seinem Finger. Was sollte das bewirken, dass er die neun Jünger mit dem Finger berührte?

Ich suche nach weiteren Ereignissen, wo der Herr etwas berührt hat. So stoße ich auf die Begebenheit mit Jareds Bruder und den Steinen, die er dem Herrn vorgelegt hat mit der Bitte, sie mit seinem Finger zu berühren, damit sie ihnen bei der Überfahrt in den geschlossenen Booten Licht spenden sollten. Der Herr tat dies und die Steine wurden zu Lichtquellen (Ether 3:3-6). Schon vorher hatte der Herr diese Jünger, einen nach dem anderen, mit seiner Hand berührt und ihnen Macht im Priestertum verliehen (3. Nephi 18:36-37). An anderer Stelle berührte der Herr die Augen ihres Verständnisses und sie erblickten die Herrlichkeit des Sohnes zur Rechten des Vaters, wozu ein Mensch unter normalen Bedingungen nicht in der Lage wäre (Lehre und Bündnisse 76:19-20). Uns ist nicht offenbart, weshalb der Herr sie nochmals mit seinem Finger berührte. In den anderen Beispielen ging von seinem Finger bzw. in einem Fall von seiner Hand, göttliche Macht aus und wurde auf die Betreffenden übertragen.

Welche Gedanken hast du zu dem Zweck dieser Berührung seiner Jünger mit dem Finger?

Der Heilige Geist gibt Zeugnis vom Vater und von mir

Der Geist spricht zum Geist und nicht zu den Ohren. (Giacomo Casanova; venezianischer Schriftsteller und Abenteurer des 18. Jahrhunderts)
(Bild: Quelle)

Christus redet weiter zu seinen drei nephitischen Aposteln mit dem besonderen Wunsch, solange auf Erden verweilen zu dürfen, bis er zum Millennium wiederkommen würde (Lehre und Bündnisse 29:11): „und der Heilige Geist gibt Zeugnis vom Vater und von mir; und der Vater gibt den Menschenkindern den Heiligen Geist um meinetwillen.“ (3. Nephi 28:11).

Der Heilige Geist gibt Zeugnis vom Vater und von mir. Jesus Christus bestätigt seinen zwölf nephitischen Aposteln, dass der Heilige Geist u. a. Zeugnis von Gott und seinem Sohn ablegt.

Wie wir wissen, besteht die Gottheit aus Gott, dem ewigen Vater, seinem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist, wobei alle drei getrennte Persönlichkeiten sind. Worin sie `Eins´ sind, ist das Ziel, das sie verfolgen, und die Art und Weise, wie es erreicht werden soll (3. Nephi 11:27). Innerhalb dieser Einigkeit hat jeder von ihnen sein Aufgabengebiet. Dazu haben der Vater und der Sohn einen fühlbaren Körper aus `Fleisch und Gebein´ (`Gebein´ ist ein Begriff, der das ganze Knochengerüst des Körpers bezeichnet; Lukas 24:39; Lehre und Bündnisse 129:2), hingegen hat der Heilige Geist keinen solchen fühlbaren Körper, sondern ist eine Persönlichkeit aus Geist. Aufgrund dieses Unterschiedes, hat er die Möglichkeit, `in uns Menschen wohnen zu können´ (Lehre und Bündnisse 130:22-23). Auf diese Weise spricht Geist zu Geist, wenn Zeugnis vom Vater und vom Sohn abgelegt werden soll, was viel nachhaltiger ist, als wenn ein Wesen aus `Fleisch und Gebein´ zum Menschen spricht.

Wie hat es sich für dich angefühlt, wenn du ein tiefes geistiges Erlebnis hattest? Wie war der Unterschied zu einem alltäglichen Ereignis?

Aus diesem Grund werdet ihr eine Fülle der Freude haben

(Bild: Quelle)

Christus redet weiter zu seinen drei nephitischen Aposteln mit dem besonderen Wunsch, solange auf Erden verweilen zu dürfen, bis Jesus zum Millennium wiederkommen würde (Lehre und Bündnisse 29:11): „Und aus diesem Grund werdet ihr eine Fülle der Freude haben; und ihr werdet euch im Reich meines Vaters niedersetzen; ja, eure Freude wird voll sein, wie auch der Vater mir eine Fülle der Freude gegeben hat; und ihr werdet so sein, wie ich bin, und ich bin so wie der Vater; und der Vater und ich sind eins;“ (3.Nephi 28:10).

Aus diesem Grund werdet ihr eine Fülle der Freude haben. Ein wohl kaum voll zu verstehender Zustand, der da auf die drei zukommen soll. Wer wünscht sich nicht eine Fülle der Freude durchleben zu dürfen. Was ist nun aber unter dieser `Fülle der Freude´ zu verstehen?

Hier auf Erden können wir diesen Zustand der `Fülle der Freude´ noch nicht erreichen (Lehre und Bündnisse 101:36). In einer Offenbarung, die dem Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith, 1833 zuteilwurde, wird uns dieser Zustand erklärt: „Denn der Mensch ist Geist. Die Elemente sind ewig, und Geist und Element, untrennbar verbunden, empfangen eine Fülle der Freude; 34  sind sie aber getrennt, so kann der Mensch eine Fülle der Freude nicht empfangen.“ (Lehre und Bündnisse 93:33-34). Nun ist uns der Zustand der Fülle der Freude erklärt. Und was ist Freude im Sinne des Evangeliums? Es handelt sich hierbei um einen Zustand des Glücklichseins aufgrund eines rechtschaffenen Lebens. Ich lerne daraus: Je rechtschaffener ich lebe, desto mehr Freude erfahre ich. Und aus diesem Grund sind wir hier, `um Freude haben zu können´ (2. Nephi 2:25).

Was meinst du, wie wir das erreichen können, was am Ende unseres heutigen Verses zum Ausdruck gebracht wird: So zu sein wie Jesus Christus?

Ihr werdet nie den Tod schmecken

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Zu den drei nephitischen Jüngern, die sich wünschten, was sich auch der Lieblingsjünger des Herrn, Johannes, gewünscht hatte, nämlich Macht über den Tod zu bekommen, um Seelen zu retten (Lehre und Bündnisse 7:1-2), sagte Jesus: „Darum seid ihr noch mehr gesegnet, denn ihr werdet nie den Tod schmecken; sondern ihr werdet leben, um alles zu schauen, was der Vater für die Menschenkinder tut, ja, bis sich alles gemäß dem Willen des Vaters erfüllt haben wird, wenn ich mit den Mächten des Himmels in meiner Herrlichkeit kommen werde.“ (3. Nephi 28:7).

Ihr werdet nie den Tod schmecken. Der Herr gewährte diesen drei nephitischen Aposteln also so lange auf Erden zu weilen, bis er mit all den Scharen aus dem Himmel herabkommen würde, um seine `tausendjährige´ Friedensherrschaft auf Erden anzutreten (Lehre und Bündnisse 29:11). Sie sollten während dieser Zeit auch keine Schmerzen leiden müssen … (3. Nephi 28:9).

Dazu musste natürlich ihr sterblicher Körper entsprechend angepasst werden. Für diese Verwandlung wurden sie für kurze Zeit in den Himmel entrückt. Sie wurden dort auf ihre Berufung vorbereitet, indem sie Unaussprechliches sahen und hörten, worüber sie aber nicht sprechen sollten. Mormon berichtet uns, dass es ihnen vorkam, als dass sie `verklärt´ wurden, um dies alles erleben zu können (3. Nephi 28:13-17). Wir erinnern uns, dass Jesus auch vor den Augen seiner drei Apostel verklärt wurde (Markus 9:2). Auch Petrus, Jakobus und Johannes wurden bei diesem Ereignis verklärt (Lehre und Bündnisse 63:20-21). Ohne `Verklärung´ kann ein normal sterblicher Mensch die göttliche Herrlichkeit nicht aushalten, vergleichbar, wenn die Ozonschicht nicht wäre, wir die energiereiche Ultraviolette Strahlung nicht überleben könnten (Köstliche Perle Mose 1:11). `Verklärung´ ist ein Vorgang, der die äußere Erscheinung und das innere Wesen eines Menschen vorübergehend auf eine höhere geistige Stufe hebt, damit er die Gegenwart und Herrlichkeit himmlischer Wesen ertragen kann.

Was ist dein Verständnis von `Verklärung´?

Als er zu ihnen geredet hatte, wandte er sich zu den dreien und sprach zu ihnen

(Bild: Quelle)

Neun der zwölf Jünger hatten ihren Wunsch an Jesus geäußert und er hatte ihnen ihren Wunsch gewährt: „Und als er zu ihnen geredet hatte, wandte er sich zu den dreien und sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich für euch tun soll, wenn ich zum Vater gegangen sein werde?“ (3. Nephi 28:4).

Als er zu ihnen geredet hatte, wandte er sich zu den dreien und sprach zu ihnen. Diese drei Jünger hatten nicht mit den anderen neun den gleichen Wunsch, nämlich gleich am Ende ihrer Berufung hier auf Erden, in das Reich Jesu eingehen zu dürfen, um so schnell wie möglich wieder bei ihm zu sein (siehe meinen Beitrag von gestern). Nein, sie hatten einen ganz außergewöhnlichen Wunsch, den sie sich gar nicht trauten zu äußern.

Doch wie wir alle wissen, kennt der Herr unser Gedanken und Wünsche, sogar auch schon, aus unserem Zeitverständnis, im Voraus, denn bei ihm ist alles gegenwärtig (Alma 40:8). So sagte er ihnen nun, was sie sich wünschten, nämlich auf Erden bleiben zu dürfen und den Menschen zu dienen, bis er wieder auf die Erde kommen würde, und er gewährte ihnen diesen Wunsch, den auch Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, erfüllt bekommen hatte (Johannes 21:21-23; Lehre und Bündnisse 7:1-4). Sie würden den Tod nicht erleiden, sondern bei seinem Kommen in einem Augenblick Unsterblichkeit erlangen (3. Nephi 28:5-9). Ein Wunsch geht ihnen in Erfüllung, den wir uns wieder gar nicht vorstellen können. So leben diese drei und Johannes, noch immer unter uns, und dienen den Menschen, indem sie ihnen auf unvorstellbare Weise helfen, zu Christus zu kommen (3. Nephi 28:30-32). Sie unterstützen also unsere Bemühungen in der Missionsarbeit.

Was müssen die drei tun, wenn sie sich irgendeinem Menschen zeigen wollen? Hilfe: 3. Nephi 28:30

Sie alle, außer dreien, redeten, nämlich: Wir wünschen uns …

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Auf die Frage Jesu an seine zwölf in Amerika berufenen Apostel erhielt er von neun folgende Antwort:„Und sie alle, außer dreien, redeten, nämlich: Wir wünschen uns, wenn wir ein Menschenalter gelebt haben werden, dass unser Dienst, zu dem du uns berufen hast, ein Ende habe, damit wir schnell zu dir in dein Reich kommen können.“ (3. Nephi 28:2).

Sie alle, außer dreien, redeten, nämlich: Wir wünschen uns … Neun der zwölf Apostel des Herrn auf dem amerikanischen Kontinent wünschten sich, nach ihrem Dienst hier auf Erden, schnell in das Reich Jesu kommen zu dürfen.

Gestern hatte ich meinen Blogbeitrag mit der Frage beendet: Welcher Wunsch an den Herrn, ist dir inzwischen in den Sinn gekommen? Wäre es ein ähnlicher Wunsch gewesen, wie der dieser neun Apostel, so bald als möglich, nach Beendigung der irdischen Aufgaben, in Sein Reich eingehen zu dürfen? Sicherlich kein frevlerischer Wunsch. Darum würde der Herr ihnen diesen auch erfüllen. Und er sagte ihnen auch genau, nach welcher Zeit ihr Wunsch in Erfüllung gehen sollte (3. Nephi 28:3). Und er versprach ihnen, in Seinem Reich `Ruhe´ zu finden. Was ist unter dieser versprochenen `Ruhe´ zu verstehen? Auf Erden haben wir es mit Unfrieden, Unfreiheit, Sorgen und Aufruhr zu tun. Dies alles wird es in Seinem Reich nicht mehr geben. Wenn auch du oder ich in diesen Ort der Ruhe eingehen wollen, müssen wir `unsere Kleider in Seinem Blut gewaschen haben´ (3. Nephi 27:19; Offenbarung 7:13-14). Aus Hebräer 3:18 lerne ich, dass ich gehorsam sein muss, um in Seine Ruhe einzugehen, ich muss im `Licht wandeln´, dann reinigt mich das Blut Jesu von aller Sünde (1. Johannes 1:7). Im Licht wandeln bedeutet für mich, dem Beispiel Jesu in allem so gut ich es nur mit aller Anstrengung kann, zu folgen.

Welches Verständnis hast du davon, dass wir durch das Blut Jesu rein gewaschen werden müssen, bevor wir in Seine Ruhe eingehen können?

Was wünscht ihr euch von mir

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Mormon berichtet seinen Lesern: „Und es begab sich: Als Jesus diese Worte gesprochen hatte, redete er mit seinen Jüngern, mit einem nach dem anderen, und sprach zu ihnen: Was wünscht ihr euch von mir, nachdem ich zum Vater gegangen sein werde?“ (3. Nephi 28:1).

Was wünscht ihr euch von mir. Du kennst das aus Märchen. Da sagt die Fee: Du hast drei Wünsche frei – was wünschst Du Dir? Nun stell dir einmal vor, der Herr würde dir diese Frage stellen, allerdings auf nur einen Wunsch beschränkt. Welche Gedanken würden dir durch den Kopf schießen, und für welchen Wunsch würdest du dich dann entscheiden?

Ich denke, dass es sehr schwierig ist, auf eine solche Frage eine richtige Antwort zu finden. Es kommt dabei sicherlich auf die entsprechende Situation, die bestehenden Umstände an. Jemandem, der in Krieg und Elend lebt, werden ganz andere Wünsche in den Sinn kommen, als jemandem, der in Saus und Braus lebt. Auch wird es auf die Einstellung zum Leben überhaupt ankommen. In der Schrift finde ich z. B. in den Psalmen eine Aussage über die Wünsche von Frevlern (Psalm 112:10). Ihre Wünsche werden nicht erfüllt werden. Der Wunsch eines gläubigen Dieners des Herrn sieht da ganz anders aus (Römer 10:1). Als Nephi, der Sohn Lehis, vom Geist nach seinem Wunsch gefragt wurde, wünschte er sich, das sehen zu dürfen, was sein Vater in seinem Traum gesehen hat (1. Nephi 11:2-3). Darauf fragte ihn der Geist, ob er an das, was sein Vater gesehen hat, glauben würde. Er antwortete, dass er allen Worten seines Vaters glaubt (1. Nephi 11:4-5). Ich lerne, dass der Herr sich auch dafür interessiert, welche Wünsche wir haben und dass ich auf eine solche Frage vorbereitet sein muss, sodass ich keinen frevlerischen Wunsch auf der Zunge habe, sondern den eines treuen Dieners des Herrn. Zudem muss ich auch daran glauben, dass der Herr den Wunsch erfüllen würde.

Welcher Wunsch an den Herrn, ist dir inzwischen in den Sinn gekommen?