Es dauerte den Zeitraum von drei Tagen, dass kein Licht zu sehen war

Mormon lässt uns wissen, was nach den drei Stunden Naturkatastrophen (3. Nephi 8:19) geschah: „Und es begab sich: Es dauerte den Zeitraum von drei Tagen, daß kein Licht zu sehen war; und es gab unter dem ganzen Volk beständig großes Trauern und Heulen und Weinen; ja, groß war das Stöhnen des Volkes wegen der Finsternis und der großen Zerstörung, die über sie hereingebrochen war.“ (3. Nephi 8:23).

Es dauerte den Zeitraum von drei Tagen, dass kein Licht zu sehen war. Nochmals fällt mir die Zahl drei auf. Drei Stunden dauerten die Katastrophen, die das Antlitz der Erde veränderten, drei Tage lag Finsternis auf der Erde. Zum einen sehe ich darin ein Gleichnis dafür, dass die Erde, die auch lebendig ist, über den Tod Jesu `erschüttert´ war und zum anderen das `das Licht der Welt´, nämlich Jesus Christus (Johannes 9:5), der Schöpfer derselben (Joseph Smith Übersetzung Matthäus 23:9) und der Retter der Menschheit (Lukas 2:11), in die Geisterwelt gegangen ist und dort sein Missionswerk eröffnete (1. Petrus 3:18-20), während sein Körper drei Tage und Nächte im Grab lag (Matthäus 12:40), bis er als Erster von den Toten auferstanden ist (1. Korinther 15:20).

Die von allen Propheten vorhergesagten Zeichen des Todes von Jesus Christus haben sich also wortgetreu erfüllt (1. Nephi 19:10; Helaman 14:20-27). Ich kann mir gut vorstellen, wie schlimm es ist, wenn man sich in totaler Finsternis befindet, die regelrecht greifbar ist, und sich vorher noch die gesamte Struktur um einen herum verändert hat, sodass man nun gar keine Orientierung mehr hat. Und das drei Tage lang! Da geht einem sicherlich so manches durch den Kopf, was man alles versäumt hat und man bekommt Angst, weil man nicht weiß, ob und wie es weitergeht. Übrigens, erinnerst du dich? Solch ein Ereignis gab es schon mal bei Mose (Exodus 10:21-23). Wie wunderbar aber, dass das Licht mit der Auferstehung von Jesus Christus auch wiedergekommen ist. Und seit der Wiederherstellung der Kirche des Sohnes Gottes, brauchen wir keine Sorge mehr haben, dass dieses Licht nochmals von der Erde genommen werden wird (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:68-69). Was denkst du, welche Empfindungen in dir aufkommen, wenn du in einer dir unbekannten Umgebung in tiefster Finsternis umherirren musst, wo du `die Hand nicht vor den Augen sehen kannst´?

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Finsternis Natur
(Bild: Urheber Elmar Ersch; Quelle)

Da erhob sich ein großer Sturm

Mormon berichtet uns, dass im Volk trotz der vielen Zeichen bezüglich Jesus Christus, die schon eingetreten waren, Zweifel und Streit aufkamen (3. Nephi 8:4) und beschreibt dann, welche Zeichen sich nun ereigneten: „Und es begab sich: Im vierunddreißigsten Jahr, im ersten Monat, am vierten Tag des Monats, da erhob sich ein großer Sturm, wie man ihn im ganzen Land noch nie erlebt hatte.“ (3. Nephi 8:5).

Da erhob sich ein großer Sturm. Und los ging es mit dem Eintreffen der von Samuel dem Lamaniten vorhergesagten Ereignisse, die mit der Kreuzigung von Jesus Christus einhergehen sollten (Helaman 14:20-27). Es begann mit einem noch nie dagewesenen mächtigen Sturm, ging weiter mit schrecklichem Unwetter, Donner der die Erde erbeben ließ, scharfen Blitzen die Feuer entfachten, Städte versanken im Meer, Berge überdeckten Städte, schreckliche Zerstörungen auf dem Land nordwärts und südwärts, Straßen brachen auf, Menschen wurden im Wirbelsturm hinweggetragen, Felsen zerbarsten, das gesamte Bild der Erde wurde aufgrund der Ereignisse verunstaltet, unzählige Menschen kamen während dieser `drei Stunden´ andauernden Naturkatastrophe um ihr Leben (3. Nephi 8:5-19).

Wie verblüffend die Übereinstimmung dieser Zeitangabe von `drei Stunden´ mit der Aussage im Neuen Testament. Auch in Jerusalem dauerten die Geschehnisse, die mit der Kreuzigung Jesu einhergingen, `drei Stunden´ (Lukas 23:44). Sollte Joseph Smith das Buch Mormon erdacht haben, wie es Kritiker behaupteten, hätte er an sehr viele Dinge denken und berücksichtigen müssen, damit sie so perfekt mit der Bibel in Einklang sind. Das Buch Mormon ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus und wie Joseph Smith selber sagt: „… das richtigste aller Bücher auf Erden und der Schlußstein unserer Religion …“. Ich bin dankbar, dass der Herr uns diesen weiteren Zeugen in unserer Zeit gegeben hat, damit wir dadurch „… näher zu Gott kommen als durch jedes andere Buch.“ (siehe sechster Absatz in der Einleitung zum Buch Mormon). Dieses kleine blaue Buch hat mein Leben nur zum Guten verändert und das unzähliger weiterer Menschen und es verändert auch dein Leben (lies hier)! Hast du es schon ausprobiert?

Durch das Buch Mormon können wir den Heiligen Geist einladen.

(Bild: Quelle)

So war das dreiunddreißigste Jahr vergangen

Mormon schreibt weiter: „und nun begab es sich: Wenn von diesem Mann in der Berechnung unserer Zeit kein Fehler gemacht worden war, so war das dreiunddreißigste Jahr vergangen; 3  und das Volk fing an, mit großem Ernst nach dem Zeichen auszuschauen, das von dem Propheten Samuel dem Lamaniten genannt worden war, ja, nach der Zeit, da es auf dem Antlitz des Landes für den Zeitraum von drei Tagen Finsternis geben würde.“ (3. Nephi 8:2-3).

So war das dreiunddreißigste Jahr vergangen. Diese Zeitangabe bezieht sich auf das Eintreten des Zeichens, das durch Samuel den Lamaniten für die Geburt Jesu Christi vorhergesagt wurde (3. Nephi 2:8; Helaman 14:1-4). Von daher müssen wir davon ausgehen, dass, wenn kein Berechnungsfehler gemacht wurde, Christus mit Vollendung seines dreiunddreißigsten Lebensjahres gekreuzigt wurde – im ersten Monat des vierunddreißigsten Jahres fingen die Zeichen an sich zu erfüllen (3. Nephi 8:5). Ende des dreiunddreißigsten Jahres erwartete das Volk also gespannt das Zeichen der Kreuzigung Jesu, das von Samuel dem Lamaniten vorhergesagt worden war (Helaman 14:21-27).

Auch heute gibt es gläubige Menschen, die nach den Zeichen Ausschau halten, die für das zweite Kommen Jesu vorhergesagt wurden (Lehre und Bündnisse 45:39). Dass es ein solches geben würde, sagten zwei Engel bei der Himmelfahrt Jesu voraus (Apostelgeschichte 1:10-11). Für dieses Ereignis sind viele Zeichen vorhergesagt worden, damit gläubige Menschen die Möglichkeit haben, Gottes Plan zu erkennen und sich auf das Ereignis vorzubereiten. Einige dieser Zeichen, die uns in den Heiligen Schriften gegeben wurden, sind: Schlechtigkeit der Menschen nimmt zu, es wird Kriege und Aufruhr geben, die Wiederherstellung des Evangeliums, das Hervorkommen des Buches Mormon, das Evangelium wird in aller Welt verkündet, das Kommen Elijas, Lehis Nachkommen werden ein bedeutendes Volk werden, Errichtung des Neuen Jerusalem. Ich habe schon einige Zeichen erkannt, die sich erfüllt haben, alle anderen gegebenen Zeichen werden sich genauso erfüllen, wie sich auch die vorhergesagten Zeichen Samuel des Lamaniten erfüllt haben. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Und deshalb bemühe ich mich, mein Verhalten so einzurichten, dass ich in welcher Weise auch immer, daran teilhaben darf. Du darfst dich gerne daran machen, herauszufinden, welche weiteren Zeichen gegeben wurden, welche sich davon schon erfüllt haben bzw. welche sich noch erfüllen müssen (siehe auch hier).

Die Himmelfahrt Jesu
(Apostelgeschichte 1:10-11; Bild: Quelle)

Außer er war von jedem kleinsten Teil seines Übeltuns gesäubert

Mormon formulierte in seiner Zusammenfassung folgende Aussage: „Und nun begab es sich: Gemäß unserem Bericht, und wir wissen, daß unser Bericht wahr ist, denn siehe, der den Bericht führte, war ein gerechter Mann—denn er hat wahrhaftig viele Wundertaten im Namen Jesu vollbracht, und es gab niemanden, der eine Wundertat im Namen Jesu vollbringen konnte, außer er war von jedem kleinsten Teil seines Übeltuns gesäubert—,“ (3. Nephi 8:1).

Außer er war von jedem kleinsten Teil seines Übeltuns gesäubert. Zum einen bezeugt Mormon, dass die Berichte, die von Gott berufenen Männern des Volkes Nephi geführt wurden, der Wahrheit entsprechen. Zum anderen, bringt er deutlich zum Ausdruck, dass Wundertaten im Namen Jesu nur von reinen Dienern Gottes gewirkt werden können.

Um Wunder zu wirken, müssen sich die Menschen heiligen, so wie Josua das Volk aufforderte (Josua 3:5). Eines der Wunder, das aufgrund ihrer Heiligung geschah, war das Stoppen der Fluten des zu dieser Jahreszeit über die Ufer getretenen Jordans, damit das Volk trocknen Fußes in das ihnen verheißene Land einziehen konnte (Josua 3:17). Elder Vaughn J. Featherstone erzählt, als er der Präsidierenden Bischofschaft angehörte: „Ich weiß von einem großartigen Mann, der seinen toten Sohn in seinen Armen hielt und sagte: ,Im Namen Jesu Christi und mit der Kraft und Vollmacht des heiligen Melchisedekischen Priestertums gebiete ich dir, zu leben.‘ Und der tote Junge schlug die Augen auf. Dieser großartige Bruder hätte das niemals tun können, hätte er ein paar Abende zuvor pornografisches Material angeschaut oder wäre er in irgendeine andere Übertretung dieser Art verwickelt gewesen. Das Priestertum kann nur dann wirken, wenn ein reiner Mensch es ausübt.“ (Frühjahrs-Generalkonferenz 1975; 12. und 13. Absatz, allerdings Englisch). Hier fühle ich mich stark ermuntert, alles erdenkliche zu tun, um so zu leben, dass ich dazu beitragen kann, dass Wunder gewirkt werden können. Was denkst du über Wunder, geschehen sie auch heute noch?

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Ein modernes Wunder: Der Rom-Italy-Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
(Bild: Quelle)

Darum wurden von Nephi Männer zu diesem geistlichen Dienst ordiniert

Von Mormon erfahren wir über die Vollmachterteilung zur Taufe in der Kirche des Herrn: „Darum wurden von Nephi Männer zu diesem geistlichen Dienst ordiniert, damit alle jene, die zu ihnen kämen, mit Wasser getauft würden, und dies als ein Zeichen und ein Zeugnis vor Gott und für das Volk, daß sie umgekehrt waren und Vergebung für ihre Sünden empfangen hatten.“ (3. Nephi 7:25).

Darum wurden von Nephi Männer zu diesem geistlichen Dienst ordiniert. Jedem dürfte klar sein, dass niemand unbefugt im Namen Dritter handeln darf. Im Neuen Testament lernen wir, dass sogar Jesus Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohepriesters genommen hat, sondern sie von seinem Vater erhielt (Hebräer 5:4-5). Über Nephi den Jüngeren wissen wir, dass ihm sein Vater Nephi, der Sohn Helamans, die Verantwortung über die heiligen geschichtlichen Aufzeichnungen übertragen hatte (3. Nephi 1:2). Seine Berufung in ein Kirchenamt ist uns nicht überliefert, außer, dass er später von Christus, als dieser als auferstandenes Wesen die Nephiten besuchte, zu einem der Zwölf Jünger berufen wurde (3. Nephi 12:1). Aber vorher lesen wir, dass die Stimme des Herrn an ihn erging (3. Nephi 1:12). Deshalb können wir davon ausgehen, dass er schon vorher Vollmacht über die Kirche von seinem Vater erhalten hatte.

Vollmacht im Reich Gottes geht immer auf Jesus Christus zurück, denn er ist das Haupt Seiner Kirche (Kolosser 2:10). So war es früher, so ist es auch heute. Joseph Smith und weitere Diener des Herrn haben die Vollmacht, Seine Kirche auf Erden wiederherzustellen und zu leiten von Petrus, Jakobus und Johannes erhalten (Lehre und Bündnisse 27:12) und die hatten sie zu Lebzeiten Jesu von ihm (Lukas 9:28). Jeder, der im Reich Gottes Vollmacht erhalten hat oder erhält, kann die Weitergabe dieser Vollmacht zurückverfolgen bis auf Jesus Christus. Aber immer nur einer ist befugt, die gesamten Schlüssel Seines Reiches zu seinen Lebzeiten auszuüben (Lehre und Bündnisse 107:65-67,91-92). Sollte dieser sterben, geht die Ausübung dieser Schlüsselvollmacht auf das Kollegium der Zwölf Apostel über und aus ihrer Mitte wird der Nachfolger durch die Stimme des Herrn ernannt und von ihnen berufen, eingesetzt, und durch die Stimme der Kirche bestätigt (siehe hier). Kennst du die fünfzehn Brüder, die derzeit zusammen die Schlüssel der Kirche von Jesus Christus innehaben? Hier darfst du spicken.

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Der Erretter beruft seine Apostel.
(Bild: Quelle)

Dass es keinen gab, der zur Umkehr gebracht wurde, der sich nicht mit Wasser taufen ließ

Mormon teilt uns über die missionarischen Aktivitäten im Volk Zarahemla mit: „Nun aber möchte ich, daß ihr auch daran denkt, daß es keinen gab, der zur Umkehr gebracht wurde, der sich nicht mit Wasser taufen ließ.“ (3. Nephi 7:24).

Dass es keinen gab, der zur Umkehr gebracht wurde, der sich nicht mit Wasser taufen ließ. Ich werde an das Beispiel erinnert, das uns Jesus Christus gab, als er zu Johannes dem Täufer an den Jordan ging, um sich taufen zu lassen. Johannes sagte zu ihm, dass er sich von ihm taufen lassen müsste aber doch nicht umgekehrt. „Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.“ (Matthäus 3:15).

Wenn Jesus, der keiner Umkehr bedurfte, weil er sündenfrei war (2. Korinther 5:20-21), sich dennoch taufen ließ, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen, wie steht es erst recht uns zu uns taufen zu lassen, die wir allzumal alle Sünder sind (Römer 3:23). Einerseits symbolisiert die Taufe die Reinigung von unseren Sünden, die wir bekannt und bereut haben (Apostelgeschichte 22:16) und andererseits bildet sie das schmale Tor durch das wir in das Reich Gottes aufgenommen werden (2. Nephi 31:9,17-18). Die Taufe ist ein Evangeliumsgrundsatz, der für alle Menschen auf Erden gilt. Er besteht seit Menschheitsbeginn. Schon Adam wurde getauft (Köstliche Perle Mose 6:64-65). Nachdem es unzählige Menschen gibt, die keine Möglichkeit hatten, diesen Evangeliumsgrundsatz kennenzulernen, sind wir aufgefordert, uns für unsere verstorbenen Verwandten stellvertretend in Tempeln des Herrn für sie taufen zu lassen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, in der Geisterwelt das Evangelium anzunehmen oder abzulehnen, ihre Entscheidungsfreiheit bleibt gewahrt (1. Korinther 15:29; Lehre und Bündnisse 188:32-33). Welche Vorstellung hast du von dem Missionswerk in der Geisterwelt und der stellvertretenden Taufe für Verstorbene?

Matthew 3:13–17, John the Baptist baptizes Christ

Johannes der Täufer tauft Jesus Christus
(Bild: Quelle)

Nephi … predigte ihnen Umkehr und Sündenvergebung

Mormon informiert uns weiter:„So verging auch das zweiunddreißigste Jahr. Und Nephi rief zu Beginn des dreiunddreißigsten Jahres das Volk auf, und er predigte ihnen Umkehr und Sündenvergebung.“ (3. Nephi 7:23).

Nephi … predigte ihnen Umkehr und Sündenvergebung. Wenn wir uns die Zeitangabe seines Predigens ansehen, fällt dieses in etwa in dieselbe Zeit, in der Jesus auf dem alten Kontinent sein öffentliches Wirken begann, indem er den Menschen sein Wort predigte (Lukas 3:23). Ebenso hatte er seine Jünger mit der Verkündigung beauftragt (Markus 6:7). Und was war Gegenstand der Verkündigung? Umkehr (Markus 6:12). Jesus lehrte die Pharisäer sogar, wie groß die Freude im Himmelreich über einen Sünder sei, der Umkehrt übt (Lukas 15:7).

Dieser Auftrag besteht genauso heute. Der Herr weist Joseph Smith und Oliver Cowdery, die ersten von Christus berufenen Diener in dieser letzten Evangeliumszeit, der „Evangeliumszeit der Fülle der Zeiten“, an: „Sprich nichts als nur Umkehr zu dieser Generation; …“ (Lehre und Bündnisse 6:9). Ja, Umkehr ist ein Gebot Gottes für alle Menschen, sowohl damals, als er auf Erden weilte (Apostelgeschichte 17:30), als auch in unseren heutigen Tagen (Lehre und Bündnisse 33:16). Umkehr wird durch eine `gottgewollte Traurigkeit zur Sinnesänderung zum Heil´ eingeleitet (2. Korinther 7:10) und führt zu einer `mächtigen Wandlung in unserem Herzen´, sodass wir keine Neigung mehr verspüren, Böses zu tun (Mosia 5:2). Das Wunder dabei: Unsere Sünden werden uns dann vergeben (Moroni 6:8) und der Herr gedenkt ihrer nicht mehr (Lehre und Bündnisse 58:42). Sollte ich nicht Umkehr üben, muss ich leiden (Lehre und Bündnisse 19:4,16). Da denke ich an das alte pädagogische Sprichwort: „Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Hören bedeutet in diesem Zusammenhang `gehorchen´ und fühlen, da gab´s früher was hinter die Ohren o. ä. Was ziehst du vor, Hören oder Fühlen?

(Bild: Quelle)

Dass der Geist Gottes auf sie eingewirkt hatte und sie geheilt worden waren

Mormon berichtet weiter: „Und alle, denen Teufel ausgetrieben wurden und die von ihren Krankheiten und ihren Gebrechen geheilt wurden, taten dem Volk wahrhaftig kund, daß der Geist Gottes auf sie eingewirkt hatte und sie geheilt worden waren; und sie zeigten auch Zeichen und vollbrachten einige Wundertaten unter dem Volk.“ (3. Nephi 7:22).

Dass der Geist Gottes auf sie eingewirkt hatte und sie geheilt worden waren. Uns wird von Mormon berichtet, dass unter dem Volk im Land Zarahemla Teufel ausgetrieben und Krankheiten und Gebrechen geheilt wurden. Die Betroffenen selber haben bezeugt, dass dies durch die Einwirkung des Geistes Gottes geschehen ist.

Sicherlich kennst du die Redensart: „Du bist ja wohl vom Teufel geritten“. Wie hab ich mir das vorzustellen, dass jemand vom Teufel geritten wird? Ich sehe das so, dass der Teufel selber, oder einer seiner Geister sich auf meinen Nacken setzt und mir Dinge ins Ohr flüstert, die mich verleiten sollen, mich wider besseres Wissen gegen Gott zu stellen. Wenn wir in das Neue Testament schauen, dann haben wir auch entsprechende Fälle, wo der Teufel direkt in die Menschen hineinfährt und sie von innen heraus krank macht bzw. geistig verändert. Diesen so besessenen begegnete Jesus und sie schrien ihn an und wollten wenigstens in eine Herde von Säuen fahren dürfen, als er diesen Besessenen befreien wollte (Matthäus 8:28-32). Auch in heutiger Zeit haben Gläubige erlebt, wie böse Geister ausgetrieben wurden (siehe hier, zweiter Absatz). Wie kann ich mich davor schützen, `vom Teufel geritten zu werden´? Ich muss willens sein, auf die richtigen Einflüsterungen, die des Heiligen Geistes, zu hören, und den `natürlichen Menschen´ abzulegen (Mosia 3:19). Bist du schon mal durch die Einwirkung des Geistes Gottes von seinen bevollmächtigten Dienern geheilt worden?

(Bild: »Jesus treibet Teufel aus«, Julius Schnorr von Carolsfeld, 1860; Quelle)

Es gab nur wenige, die sich zum Herrn bekehrten

Mormon berichtet weiter: „Und es begab sich: Das einunddreißigste Jahr verging, und es gab nur wenige, die sich zum Herrn bekehrten; alle aber, die sich bekehrten, zeigten dem Volk wahrhaftig, daß sie von der Macht und dem Geist Gottes besucht worden waren, die in Jesus Christus waren, an den sie glaubten.“ (3. Nephi 7:21).

Es gab nur wenige, die sich zum Herrn bekehrten. Das ist auch heute nicht anders. Wir hatten 2017 in Deutschland eine Bevölkerungszahl von 82.741.000. Davon gehörten laut Statistik etwa 52.252.000 einer christlichen Kirche oder Gemeinschaft an. Also sind etwa 63 Prozent der Bevölkerung in Deutschland christlich eingestellt. Das ist aber noch keine Aussage über die wirklich bekehrten Christen. Laut Infratest spielten Religion und Glauben für 28 % Männer und 46 % Frauen eine sehr große bis große Bedeutung (siehe hier). Unter ihnen werden sich die etwas mehr als 40.000 Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage befinden (siehe hier).

Ein Großteil dieser wenigen `zum Herrn bekehrten´ Christen, zeigen auch heute dem Volk wahrhaftig, `daß sie von der Macht und dem Geist Gottes besucht worden waren´. Ich bin dem Vater im Himmel aus tiefstem Herzen dankbar, dass ich in dieser spannenden Zeit des Aufbaus seines Reiches auf Erden leben darf. Welch ein rasantes Fortschreiten Seines Werkes doch weltweit stattfindet. Seine Kirche zählte zu Gründungszeiten nur etwas mehr als eine Handvoll Mitglieder. Ihr wurde der Untergang nach kürzester Zeit vorausgesagt. 2017, nach 187-jährigem ununterbrochenem Bestehen, ist sie auf 16.118.169 Mitglieder in 167 Ländern weltweit angewachsen (siehe hier). Wie sagte Präsident Russel M. Nelson, der derzeit lebende Prophet und Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, unlängst in einem Video während seiner Südamerikareise über die Kirche: „Wenn Sie glauben, dass die Kirche vollständig wiederhergestellt wurde, sehen Sie nur den Anfang … Und während das Evangelium immer noch Tausende auf der ganzen Welt erreicht, es müsste noch mehr kommen, um das Evangelium auf der Erde wiederherzustellen … Warten Sie bis nächstes Jahr und dann nächstes Jahr … Essen Sie Ihre Vitaminpillen. Ruhen Sie sich etwas aus. Es wird spannend.“ (siehe hier). Wir können ganz sicher sein, dass Sein Werk weiter bestehen und weiter wachsen wird. Das Bild unten zeigt den 162sten Tempel der Kirche Jesu Christi. Er bezeugt das Wachstum der Kirche weltweit. Welche Gedanken bewegen dich hierzu?

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The Rome Italy Temple on Sunday, Nov. 18, 2018. Photo: Kristin Murphy, Deseret News
(Bild: Quelle)

Das Volk sah es und bezeugte es

Mormon lässt uns über die Wundertaten Nephis wissen: „Und das Volk sah es und bezeugte es und war wegen seiner Macht zornig auf ihn; und er vollbrachte im Namen Jesu auch viele weitere Wundertaten vor den Augen des Volkes.“ (3. Nephi 7:20).

Das Volk sah es und bezeugte es. Wenn man etwas miterlebt hat, besteht u. U. die Notwendigkeit dieses Erlebte gegenüber anderen Personen zu bezeugen, zu erzählen, was man erlebt hat. Dies ist oft notwendig, wenn ein Sachverhalt geklärt werden muss, wie z. B. den Hergang eines Verkehrsunfalles. Nur durch das Bezeugen anderer, insbesondere Nichtbeteiligter, besteht die Möglichkeit den Tatsachen so nah wie möglich zu kommen, und somit den Verursacher zu ermitteln. Hierzu ist es erforderlich, dass diejenigen, die etwas bezeugen, dies wahrheitsgetreu machen. Je mehr Personen unabhängig voneinander einen Vorgang bezeugen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, ein möglichst objektives Bild zu erhalten, und damit der Wahrheit am nächsten zu kommen.

Diejenigen des Volkes im Land Zarahemla, die die Wundertaten Nephis selber miterlebten, haben von diesen Zeugnis abgelegt. Auch heutzutage gibt es Diener*innen des Herrn, die Wundertaten vollbringen. Meist sind das nicht unbedingt spektakuläre Wunder, wie das Erwecken von Toten, aber z. B. viele Heilungen von Kranken, oder das Eingreifen von Engeln – seien es himmlische oder noch auf Erden lebende – zur Verhinderung von ungünstigen Ereignissen. Diejenigen, die diese Wundertaten erleben, bezeugen diese Ereignisse gegenüber anderen. Wenn ich solch ein Zeugnis höre, freue ich mich, dass die Macht Gottes unter uns durch seine berufenen Diener*innen wirkt und werde nicht zornig auf sie, weil sie etwas tun konnten, was mir bisher nicht möglich war. Vielleicht muss ich noch meinen Glauben verstärken, vielleicht habe ich in anderen Angelegenheiten kleine Wunder vollbracht und es selber gar nicht bemerkt. So hat z. B. ein junger Bruder durch eine gefühlvolle Darbietung eines Musikstückes in mir das Wunder bewirkt, einen Evangeliumsgrundsatz in mir zu vertiefen und den Wunsch erweckt diesen in meinem Leben anzuwenden. Welche Wunder bist du in der Lage zu bezeugen?

A black-and-white drawing by Olinda Reynolds of a man standing and holding the gold plates open, with eight men surrounding him and looking down at the plates.

The Eight Witnesses, by Olinda Reynolds
(Die Zeugnisse kannst du in der Einleitung des Buches Mormon lesen; Bild: Quelle)