Als ich aber das sah, was bei ihnen gut war

In den Nachrichten, aber vor allem beim Reden über Andere – „Hast du schon gehört?“ -, wird fast immer nur das Negative weitererzählt. Oder wie häufig hast du schon erlebt, dass etwas Gutes Schlagzeile macht? Im Forum Gesundheit wird berichtet, dass Tratsch gesund sei, es soll soziale Bindungen und Gemeinsamkeiten schaffen. Der Soziologe Christian Schuldt sagt sogar: „Es ist das, was die Welt zusammenhält.“

Zeniff, der Expeditionsführer, der mit einem Teil des Volkes Nephi das Land Lehi-Nephi wiederfinden und bewohnen wollte, zeigt uns auch eine positive Seite des Beobachtens auf: „Ich, Zeniff, war in der gesamten Sprache der Nephiten unterwiesen worden und hatte Kenntnis vom Land Nephi, oder von dem Land des ersten Erbteils unserer Väter, und war als Kundschafter unter die Lamaniten gesandt, um ihre Streitkräfte auszukundschaften, damit unser Heer über sie kommen und sie vernichten könne—als ich aber das sah, was bei ihnen gut war, hatte ich den Wunsch, sie mögen nicht vernichtet werden.“ (Mosia 9:1).

Als ich aber das sah, was bei ihnen gut war. Das spornt mich an, in meinem Gegenüber doch eher nach dem Positiven, dem Guten, Ausschau zu halten, nach dem, was verbindet anstatt entzweit. Dadurch erwächst in mir eher der Wunsch in Harmonie und Frieden mit meinem Nächsten zu leben, anstatt Krieg gegen ihn zu führen. Auch muss ich ja davon ausgehen, dass andere auch über mich tratschen. Da will ich lieber mit gutem Beispiel vorangehen (1. Petrus 2:12). Was beobachtest du vorrangig an deinem Gegenüber und wie gehst du mit Tratsch um?

gutes sehen

(Quelle)

Ich, Zeniff, war in der gesamten Sprache der Nephiten unterwiesen worden und hatte Kenntnis vom Land Nephi

Ich blicke mit gemischten Gefühlen zurück auf die Zeit, da ich in meiner Jugend in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen auf den Ernst des Lebens vorbereitet wurde. Es mag zu einem Teil an mir gelegen haben, aber sicherlich auch zu einem guten Teil an der Art der Wissensvermittlung. Heute ist man auch noch nicht viel weiter, obwohl man weiß, dass Spaß am Lernen die entscheidende Voraussetzung für den Lernerfolg ist.

Das Erlangen von Kenntnis ist schon so alt, wie die Menschheit (Köstliche Perle Mose 6:1,6). Von Zeniff (ein rechtschaffener König eines Teilvolkes Nephis; um 200 v. Chr.) wissen wir, dass auch er unterrichtet wurde. Er selber berichtet uns: „Ich, Zeniff, war in der gesamten Sprache der Nephiten unterwiesen worden und hatte Kenntnis vom Land Nephi, oder von dem Land des ersten Erbteils unserer Väter, und war als Kundschafter unter die Lamaniten gesandt, um ihre Streitkräfte auszukundschaften, damit unser Heer über sie kommen und sie vernichten könne—als ich aber das sah, was bei ihnen gut war, hatte ich den Wunsch, sie mögen nicht vernichtet werden.“ (Mosia 9:1).

Ich, Zeniff, war in der gesamten Sprache der Nephiten unterwiesen worden und hatte Kenntnis vom Land Nephi. Nicht zu Unrecht sind wir durch den Herrn aufgefordert, in unserer Jugend Weisheit zu lernen (Alma 37:35). Außer dem formellen Lernen in Lehranstalten begleitet uns das informelle Lernen (alle bewussten oder unbewussten Formen des praktizierten Lernens außerhalb formalisierter Bildungsinstitutionen und Lernveranstaltungen) ein Leben lang. Weil Jesus Christus unser bester Lehrmeister ist (Lehre und Bündnisse 19:23-24), vertiefe ich mich gerne in die heiligen Schriften, um durch Studium und mit Glauben (Lehre und Bündnisse 88:118) meine mir obliegenden Aufgaben kennenzulernen. Was ist deine Meinung zu dem Punkt: Nach Wissen trachten durch Studium und Glauben?

lernmarke

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Wie blind und unzugänglich ist doch das Verständnis der Menschenkinder

Du kennst sicherlich die Redensart: „Der hat ja nicht alle Sinne beisammen“. Fünf (sieben) Sinne haben wir und benötigen sie auch alle, wenn wir nicht mit Schwierigkeiten kämpfen wollen, oder die Sicherheit unseres Lebens befürchten zu müssen. Leider fällt einem immer erst auf, wie wichtig ein Sinnesorgan ist, wenn man es nicht mehr nutzen kann.

König Limhi macht sein Volk darauf aufmerksam, dass etliche Menschenkinder bewusst ihren Sehsinn – hier auf Geistiges bezogen – außer Kraft setzen: „O wie wunderbar sind die Werke des Herrn, und wie lange hält er es mit seinem Volk aus; ja, und wie blind und unzugänglich ist doch das Verständnis der Menschenkinder; denn sie trachten nicht nach Weisheit und haben auch nicht den Wunsch, dass sie über sie herrsche!“ (Mosia 8:20).

Wie blind und unzugänglich ist doch das Verständnis der Menschenkinder. Um Verständnis zu erlangen, ist es hilfreich, alle Sinne zu nutzen. Oder wie willst du wissen, wie wunderbar eine Rose duftet, wenn du deine Nase zuhältst? … Wie willst du verstehen, weshalb du hier auf Erden bist, wenn du nicht im Wort Gottes lesen, oder es hören könntest? Ich bin so dankbar, dass ich mit allen Sinnen lernen und verstehen darf, welch herrlichen Plan des Glücklichseins (siehe hier) der Herr für uns entworfen hat. Nachdem dieses Verständnis gereift ist, will ich es auch richtig einsetzen, um Weisheit zu entwickeln und diese herrschen zu lassen, für mich und meine Mitmenschen zu nutzen. Wie nimmst du an Weisheit zu (siehe hier)?

sinne

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Sie sind wie eine wilde Herde, die vor dem Hirten flieht

Wenn mir eine solche Herde wilder Pferde (Bild unten) entgegenkommen würde, hätte ich Angst um mein Leben; wie würde es dir ergehen? Andere wiederum fangen aus einer solchen Herde Pferde mit ihren bloßen Händen. Hast du aber schon mal gehört, dass eine Herde vor seinem Hirten flieht?

König Limhi beschreibt Menschen, die nicht nach der Weisung des Herrn trachten, folgendermaßen: „Ja, sie sind wie eine wilde Herde, die vor dem Hirten flieht und sich zerstreut und gejagt wird und von den wilden Tieren des Waldes gefressen wird.“ (Mosia 8:21).

Sie sind wie eine wilde Herde, die vor dem Hirten flieht. Bei dieser Aussage kommt mir so manches Bild in den Sinn, wo Missionare des Herrn auf Menschen zugehen, um sie mit seiner frohen Botschaft bekanntzumachen, und die mit fadenscheinigen Ausreden aus dieser Situation fliehen. Sie fliehen – im übertragenen Sinn – in der Tat vor ihrem Hirten; unglaublich. Wenn der Hirte mit Nahrung kommt und die Schafe mit seiner Stimme lockt, kommen sie doch alle angerannt, anstatt zu fliehen. Ich möchte nicht mit der wilden Herde vor dem Hirten fliehen, sondern begebe mich lieber unter den Schutz des `guten Hirten´ und halte mich im sicheren Pferch auf, an heiligen Stätten (Lehre und Bündnisse 87:8; lies auch gerne diesen Artikel), anstatt – im übertragenen Sinn – in ungeschützter Gegend von Tieren des Waldes gefressen zu werden – den Verlockungen Satans zu unterliegen und somit dem sicheren geistigen Tod entgegenzurennen. Wie verhältst du dich, wenn du von den vielen Verlockungen der Welt gejagt wirst?

wilde herde

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Durch sie wird alles offenbart werden oder vielmehr wird Geheimes kundgegeben werden

Menschen sind im grundgenommen neugierig, insbesondere, was Geheimnisse anbelangt. Natürlich hat Neugierde unterschiedliche Beweggründe. Nimmt man die richtigen, dann ist sie äußerst hilfreich. Galileo Galilei sagte: „Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will“. Dazu passt die Aussage von Johann Wolfgang von Goethe: „Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts.“

König Limhi war neugierig und wollte erfahren, was auf den vierundzwanzig Goldplatten des vernichteten Volkes stand, und Ammon erklärte ihm, was ein Seher ist und was er mit dieser Gottesgabe machen kann: „Ein Seher aber kann von dem wissen, was vergangen ist, und auch von dem, was kommen wird, und durch sie wird alles offenbart werden oder vielmehr wird Geheimes kundgegeben werden, und Verborgenes wird ans Licht kommen, und was nicht bekannt ist, wird durch sie kundgetan werden, und auch das wird durch sie kundgetan werden, was auf andere Weise nicht bekannt sein könnte.“ (Mosia 8:17).

Durch sie wird alles offenbart werden oder vielmehr wird Geheimes kundgegeben werden. Ich verstehe, wenn ich lernen will, muss ich neugierig sein (siehe auch Bild unten). Wenn ich die Geheimnisse Gottes kennenlernen möchte, muss ich die Aussagen der von Gott eingesetzten Seher (Offenbarer, Apostel und Propheten) studieren. Glücklicherweise haben wir heute nicht nur die Aussagen der Seher aus vergangenen Evangeliumszeiten, sondern sogar die heute lebender. Also genug Lernmaterial um meine Neugier betreffend Vergangenem und Zukünftigem, den Sinn und Zweck meines Erdenlebens betreffend, zu stillen. Welchen Nutzen siehst du in einem göttlichen Seher (Mosia 8:18)?

seher neugier

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Man nennt es die Übersetzer

Dreiundvierzig Nephiten, die im Land Nephi-Lehi lebten, wollten ihre Brüder im Land Zarahemla suchen und um Hilfe bei ihrer Befreiung aus Lamanitischer Unterdrückung bitten (Mosia 8:7). Sie fanden das Land allerdings nicht, dafür aber eine untergegangene Zivilisation (Mosia 8:8). Als Beweis dafür brachten sie vierundzwanzig Goldplatten (Mosia 8:9) und diverses Kriegsmaterial (Mosia 8:10-11) mit zurück. König Limhi wollte gerne das vernichtete Volk kennenlernen und fragte deshalb nach jemandem, der den Inhalt der Platten deuten könnte (Mosia 8:12).

Ammon selber konnte es nicht (Mosia 8:6), aber: „Nun sprach Ammon zu ihm: Ich kann dir, o König, mit Bestimmtheit von einem Mann sagen, der die Aufzeichnungen übersetzen kann; denn er hat etwas, womit er schauen und alle Aufzeichnungen übersetzen kann, die aus alter Zeit stammen; und es ist eine Gabe von Gott. Und man nennt es die Übersetzer, und niemand kann hineinblicken, außer es sei ihm geboten worden, damit er nicht schaue, was er nicht soll, und er zugrunde gehe. Und wem immer es geboten ist hineinzublicken, derselbe wird Seher genannt.“ (Mosia 8:13).

Man nennt es die Übersetzer. Derjenige, der im Besitz dieser Übersetzer ist und der von Gott bevollmächtigt ist, mit geistigen Augen, den Menschen ansonsten verborgene Dinge bekannt zu machen, ist ein Seher (Köstliche Perle, Mose 6:35-38), ein Offenbarer, ein Prophet (1. Samuel 9:9; Mosia 8:16). In der letzten Evangeliumsdispensation hat Joseph Smith diesen göttlichen Auftrag erhalten, nämlich das Buch Mormon vom reformierten Ägyptisch (Mormon 9:32-33) ins Englische zu übertragen (Lehre und Bündnisse 135:3). Heute haben wir wieder lebende Propheten, Seher und Offenbarer und du kannst sie hier kennenlernen. Wie stellst du dir vor, dass Gott uns in heutiger Zeit seinen Willen in Bezug auf uns kundtut?

reformiertes ägyptisch

Photograph of what is believed to be the 1830 document known as the „Anthon Transcript“ (Quelle)

Wollte wissen, ob er Sprachen übersetzen könne

Der eine kann´s, der andere nicht – Sprachen verstehen, interpretieren und dann im richtigen Geiste in einer anderen Sprache wiederzugeben. Ammon konnte es nicht, wie er selber dem König Limhi auf dessen Frage hin antwortete: „Nun, sobald Ammon die Aufzeichnungen gelesen hatte, befragte ihn der König und wollte wissen, ob er Sprachen übersetzen könne, und Ammon sagte ihm, er könne es nicht.“ (Mosia8:6).

In der englischen Version steht für `übersetzen´ nicht der Begriff `translate´ (übersetzen) sondern `interpret´. Die möglichen deutschen Begriffe hierfür sind: interpretieren, deuten, auslegen, verstehen, dolmetschen, übersetzen, auffassen. Wenn ich Gedanken aus einer anderen Sprache mit derselben Bedeutung übersetzen möchte, ist das mehr als das Übersetzen von Begriffen. Ich muss in der Lage sein, den Sinn in der Ursprungssprache richtig zu deuten und zu verstehen, und dann Sinn erhaltend, Begriffe der anderen Sprache einsetzen – Übersetzungsprogramme beherrschen dies leider noch nicht, sie übersetzen nur Wort für Wort ohne dabei auf den Sinn zu achten. Dies ist eine große Herausforderung, insbesondere für simultanes Übersetzen, die nicht jedem liegt.

Wollte wissen, ob er Sprachen übersetzen könne. Sprache übersetzen ist das eine, sie richtig zu interpretieren eine andere. Nicht jeder hat diese gottgegebene Gabe, denn nicht jedem ist jede Gabe gegeben (1. Korinther 12:8-11). Ammon hatte diese Gabe nicht und er offenbarte dem König dieses Nichtbesitzen der Gabe der Interpretation. Ich lerne daraus, dass ich diejenigen Gaben, die mir der Herr geschenkt hat (Jakobus 1:17) und vielleicht noch in mir schlummern, erkennen, sie zum Nutzen Anderer einsetzen und weiterentwickeln muss (Lehre und Bündnisse 46:11-29). Ich bin dankbar für die Gaben, die ich in mir entdecken und weiterentwickeln konnte und noch kann, zum Nutzen meiner Mitmenschen. Meine Enkelkinder haben eine meiner Gaben entdeckt und immer wieder abgefragt. Sie sagen, dass ich der `Reparierer´ bin – und bei ihnen ging viel kaputt. Welche Gaben hast du in dir entdeckt, genutzt und weiterentwickelt – und wie dankst du dem Herrn für sie?

gaben

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Platten, die die Aufzeichnungen seines Volkes enthielten

Nachdem König Limhi seine Freude darüber, dass das Volk Zarahemla wohlauf ist, mit seinem Volk geteilt hatte (Mosia 7:14) und Ammon vom Volk in Zarahemla berichtet und die Worte des Propheten und Königs Benjamin erklärt hatte (Mosia 8:2-3) löste König Limhi die Konferenzversammlung auf (Mosia 8:4) und blieb noch mit Ammon zusammen: „Und es begab sich: Er [König Limhi] ließ die Platten, die die Aufzeichnungen seines Volkes enthielten von der Zeit an, da sie das Land Zarahemla verlassen hatten, vor Ammon bringen, damit er sie lese.“ (Mosia 8:5).

Platten, die die Aufzeichnungen seines Volkes enthielten. Der Volksteil, der unter der Anführung von Zeniff um 200 v. Chr. aus dem Land Zarahemla auswanderte um in seine ursprüngliche Heimat im Land Lehi-Nephi zurückzukehren (Mosia 9:3,5-6), hatte auch einen Bericht geschrieben (Mosia 9-22). Dies zeigt mir, wie wichtig es dem Herrn ist dass wir uns um unsere Familiengeschichte bemühen, ein Tagebuch zu führen, seine Vorfahren ausfindig zu machen und ihre Geschichte kennenzulernen und festzuhalten (siehe hier). Dadurch, dass wir dies tun, erfüllen wir die Prophezeiung über den Geist des Elija (Maleachi 3:23-24; mehr dazu siehe hier). Wie führst du deine Familiengeschichte?

familiengeschichte

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Damit sie alle Worte verständen, die er gesprochen hatte

Im sozialen Zusammenleben ist das Verstehen ein unverzichtbarer Kernpunkt. Nichtverstehen führt unweigerlich zu Missverständnissen, diese führen zu Auseinandersetzungen und im schlimmsten Fall zu Krieg. Grundlage für Verstehen, ist das Hören – aber hören bedeutet noch lange nicht auch verstehen und Verstehen noch lange nicht anwenden …

So war Ammon, der seine aus dem Land Zarahemla ausgewanderten Brüder im Land Lehi-Nephi besuchte, darum bemüht, dass sie die Worte des Königs und Propheten Benjamin verstanden: „Und er berichtete ihnen auch die letzten Worte, die König Benjamin sie gelehrt hatte, und erklärte diese dem Volk des Königs Limhi, damit sie alle Worte verständen, die er gesprochen hatte.“ (Mosia 8:3).

Wenn ich ohne missverstanden zu werden kommunizieren und auch eine Verhaltensänderung anregen möchte, ist es hilfreich, einige Punkte zu beachten:

  • Gedacht ist nicht gesagt
    Ich selber muss erst wissen, was ich mitteilen möchte, um dann auszusprechen, was ich denke, empfinde und anregen möchte (Lehre und Bündnisse 11:21).
  • Gesagt ist nicht gehört
    Ich muss bemüht sein, Interesse zu wecken, sodass mein Gegenüber auch zuhört – konzentriert bei der Sache ist (Lukas 8:18).
  • Gehört bedeutet noch lange nicht verstanden zu haben
    Ich muss mein Gegenüber dort abholen, wo es sich intellektuell, aber auch gefühlsmäßig, befindet (1. Timotheus 1:7).
  • Verstanden zu haben bedeutet nicht unbedingt einverstanden zu sein
    Druck ist das verkehrte Mittel, überzeugende Argumente sind das Mittel der Wahl (Lehre und Bündnisse 121:41).
  • Einverstanden sein, und auch daran denken, sind zweierlei
    Ich muss darauf bedacht sein, dass mein Gegenüber die übermittelten Gedanken verankert – sich ihrer erinnern wird (2. Nephi 32:7).
  • Daran zu denken heißt nicht, es auch umzusetzen
    Welche Schwierigkeiten könnten bei der Umsetzung auftreten und wie könnten sie überwunden werden (Jakobus 1:22).
  • Es umzusetzen heißt noch nicht, etwas dauerhaft zu verändern
    Durch regelmäßiges Wiederholen in Erinnerung rufen (2. Nephi 31:20).

Damit sie alle Worte verständen, die er gesprochen hatte. Unsere lebenden Propheten sind bestrebt, uns auf dieselbe Art und Weise dazu zu bewegen, das Wort Gottes in unserem Leben richtig anzuwenden. Ich will gerne hören, verstehen und mich bekehren (Markus 4:12) und lerne daraus, dass ich die Schriften und Worte des Herrn gebeterfüllt immer wieder hören und nachlesen muss, um wirklich zu verstehen und dauerhaft richtig anzuwenden. Wie gelingt es dir, eine anhaltende positive Verhaltensänderung zu erreichen?

hören

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Er sprach vieles zu ihnen, und nur weniges davon habe ich … niedergeschrieben

Bevor König Limhi Ammon auffordert seinem Volk zu berichten (Mosia 8:2), lässt uns Mormon, der ja den ganzen Bericht zusammenfasste, folgendes wissen: Und es begab sich: Nachdem König Limhi mit der Rede an sein Volk zu Ende gekommen war, denn er sprach vieles zu ihnen, und nur weniges davon habe ich in diesem Buch niedergeschrieben, erzählte er seinem Volk alles über ihre Brüder, die sich im Land Zarahemla befanden.“ (Mosia 8:1).

Das erinnert mich daran, dass unzählige Menschen behaupten, dass es nach dem Buch der Offenbarung im Neuen Testament kein Wort Gottes mehr geben soll (2. Nephi 29:3). Sie stützen ihre Aussage auf die letzten Worte in Offenbarung 22:18. Bei ihrer Argumentation übersehen sie, dass, wenn dem so wäre, mit dem Gesetz zwischen Gott und dem Volk Israel im Buch Deuteronomium die Heilige Schrift schon hätte enden müssen (Deuteronomium 4:2). Sie übersehen auch, dass viele heilige Schriften inzwischen verloren gegangen sind; beispielhaft: die „Urkunde des Bundes“ (Exodus 24:7), das „Buch der Kriege des Herrn“ (Numeri 21:14), die „Geschichte des Propheten Natan“ (2. Chronik 9:29), um nur drei von vielen allein in der Bibel genannten Bücher aufzuzeigen (mehr siehe hier). Sie berücksichtigen auch nicht, dass Kinder Gottes auf der ganzen Erde verteilt leben und das Wort Gottes unter allen Völkern verkündet wurde und wird (Markus 16:15; 2. Nephi 29:2), was so viel bedeutet, dass vorzeiten auf allen Kontinenten das Wort Gottes aufgeschrieben und gepredigt wurde.

Er sprach vieles zu ihnen, und nur weniges davon habe ich … niedergeschrieben. Ich bin davon überzeugt, dass es noch viel mehr heilige Schrift gibt und mit der Zeit auch noch hervorgebracht werden wird (Glaubensartikel 1:9; 1. Nephi 13:38-39). Welche Gedanken hast du zu diesem Thema?

verlorene schrift

(Quelle)