Sie waren ein halsstarriges Volk, schnell, Übles zu tun, und langsam, sich des Herrn, ihres Gottes, zu erinnern

Wenn im Land irgendetwas Unangemessenes passiert, wird doch sehr rasch der Ruf nach schärferen Gesetzen und Strafen laut und der Gedankenaustausch zwischen Befürwortern und Gegnern wird öffentlichkeitswirksam geführt. Die einen fordern unbedingt schärfere Gesetze und Strafen, die anderen sind der Auffassung, dass die bestehenden Gesetze und Strafen ausreichen, sie müssten nur richtig angewendet werden.

Abinadi erklärt den falschen Priestern des Königs Noa, warum es ratsam war, dass dem Volk Israel ein Gesetz gegeben wurde, das es täglich streng beachten sollte: „Und nun sage ich euch: Es war ratsam, dass den Kindern Israel ein Gesetz gegeben wurde, ja, sogar ein sehr strenges Gesetz; denn sie waren ein halsstarriges Volk, schnell, Übles zu tun, und langsam, sich des Herrn, ihres Gottes, zu erinnern [Deuteronomium 9:12-13]. 30  Darum wurde ihnen ein Gesetz gegeben, ja, ein Gesetz der Verrichtungen und der Verordnungen [1. Chronik 23:32], ein Gesetz, das sie von Tag zu Tag streng beachten sollten [Lukas 1:6], damit sie ständig an Gott und ihre Pflicht ihm gegenüber dächten.“ (Mosia 13:29-30; die Schriftstellenverweise in eckiger Klammer wurden von mir hinzugefügt).

Sie waren ein halsstarriges Volk, schnell, Übles zu tun, und langsam, sich des Herrn, ihres Gottes, zu erinnern. Bei dieser Aussage frage ich mich, inwiefern ich halsstarrig und schnell im Übeltun, aber langsam im Folgen der Ratschläge und Gebote des Herrn bin, die er uns durch Propheten gegeben hat und je nach Bedarf auch immer noch gibt.

  • Halsstarrig:
    ich lege dabei eine Haltung an den Tag, die sich durch das eigensinnige Beharren auf zum Beispiel der eigenen Überzeugung auszeichnet und ich keine andere Meinung in meine Überlegungen einbeziehe.
  • Langsam im Folgen:
    all zu leicht lasse ich mich durch die Verlockungen der Welt davon abbringen, die Gebote des Herrn zu achten und zu halten.
  • Gebote nicht halten:
    weil ich meine, sie engen mich ein und nicht daran denke, dass sie mir gegeben wurden, um mich freizumachen (Lehre und Bündnisse 98:8).
  • Aussagen der Propheten:
    ich achte nicht die Aussagen der berufenen Diener des Herrn und damit verwerfe ich auch ihn, den, der für mich gelitten hat und mich in sein Reich retten möchte.

Wenn ich über mein Tun reflektiere und mich dann irgendwo bei einem solchen Verhalten ertappe, versuche ich mich schleunigst erneut zum Herrn zu bekehren, indem ich Umkehr übe, um Vergebung bitte und mit dem nächsten Abendmahl erneut verspreche, immer an ihn zu denken und seine Gebote zu halten (Lehre und Bündnisse 20:77,79). Was unternimmst du, um nicht halsstarrig zu sein und langsam im Erinnern an Gott?

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Errettung … durch das Gesetz des Mose

Der Prophet Abinadi spricht mit den falschen Priestern König Noas um 148 v. Chr. über die Frage, ob das Gesetz des Mose Errettung bringt: „Und nun habt ihr gesagt, die Errettung komme durch das Gesetz des Mose … 28  Und ferner sage ich euch, dass die Errettung nicht durch das Gesetz allein kommt; und wenn nicht das Sühnopfer wäre, das Gott selbst für die Sünden und Übeltaten seines Volkes zustande bringen wird, so würde es unweigerlich zugrunde gehen, trotz des Gesetzes des Mose.“ (Mosia 13:27-28).

Errettung … durch das Gesetz des Mose. Das Befolgen der Gesetze des Herrn ist eine der Notwendigkeiten für die Errettung des Menschen von seinem gefallenen Zustand. Zur Errettung gehört jedoch noch etwas anderes. Durch den Fall Adams und Evas im Garten von Eden kamen die Sterblichkeit als auch der geistige Tod (Trennung von Gott) über sie und somit über die gesamte Menschheit (Köstliche Perle Mose 4:25,31). Vom körperlichen Tod, der Sterblichkeit, werden ausnahmslos alle Menschen durch die Auferstehung Jesu errettet, und vom geistigen Tod werden durch sein Leiden in Getsemani all diejenigen errettet, die sein Sühnopfer annehmen. Das Spühnopfer nehmen wir dadurch an, dass wir an ihn und Gott Vater glauben, von unseren Sünden umkehren, mit dem Taufbündnis versprechen, alle seine Gesetze und Verordnungen zu halten und in diesem Bemühen treu zu bleiben bis ans Ende unserer Erdentage (Köstliche Perle Mose 6:52,59). Errettung erlangen wir also zum einen durch das Halten der Gesetze Gottes und zum anderen durch das Sühnopfer von Jesus Christus, welches er durch sein Leiden in Getsemani und am Kreuz nebst seiner Auferstehung erbrachte (Mosia 13:32). Was denkst du, wie wir errettet werden?

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Hättet ihr es getan, so hätte der Herr mich nicht hervortreten und in Bezug auf dieses Volk Böses prophezeien lassen

Abinadi spricht nun zu den falschen Priestern des Königs Noa weiter, nachdem er ihnen die zehn Gebote aufgezählt hat: „… Habt ihr dieses Volk gelehrt, es solle darauf bedacht sein, dies alles zu tun, damit es diese Gebote halte? 26  Ich sage euch: Nein; denn hättet ihr es getan, so hätte der Herr mich nicht hervortreten und in Bezug auf dieses Volk Böses prophezeien lassen.“ (Mosia 13:25-26).

Hättet ihr es getan, so hätte der Herr mich nicht hervortreten und in Bezug auf dieses Volk Böses prophezeien lassen. Abinadi war ein Prophet des Herrn. „Es ist seine Aufgabe, der Menschheit Gottes Willen und wahres Wesen bekanntzumachen und die Bedeutung seines Umgangs mit ihnen aufzuzeigen. Ein Prophet prangert Sünde an und sagt ihre Folgen vorher. Er ist ein Prediger der Rechtschaffenheit.“ (siehe hier). So wie in jeder der vergangenen Evangeliumszeiten, haben wir auch in dieser unserer `Evangeliumszeit der Fülle der Zeiten´(lies hier) Propheten, die als Seher und Offenbarer von Gott berufen sind (Mosia 8:13-16). Ich habe mich entschieden, zu denen zu gehören, die auf ihre Worte achten (Lehre und Bündnisse 20:26-27) und sie nicht verwerfen (2. Nephi 26:3), um nicht aus seinem Volk abgeschnitten zu werden (Lehre und Bündnisse 1:14). Was denkst du über lebende Propheten?

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Du sollst nicht begehren … (10. Gebot)

Das letzte der zehn Gebote wird von Abinadi den falschen Priestern König Noas so zitiert: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgend etwas, was dein Nächster hat.“ (Mosia 13:24; vergleiche Exodus 20:17)

Du sollst nicht begehren … Leicht kommt man in Versuchung jemanden um das, was er hat zu beneiden und sich genau dieses übermäßig für sich zu wünschen. Dann kann es leicht passieren, dass ich mir hinterhältige Machenschaften ausdenke, um an den Besitz desjenigen zu gelangen. Durch dieses `haben wollen´ entsteht Unheil. Dabei kann es so weit gehen, dass ich sogar eine soziale Gemeinschaft zerstöre. Ich muss also darauf achten, meine Gelüste, Leidenschaften, Triebe, Verlangen, Sehnen, im Zaum zu halten. Ich habe mir angewöhnt mich für denjenigen, der etwas hat, was ich nicht habe, zu freuen, aber darauf nicht neidisch zu sein und mich mit dem zufriedenzugeben, was ich habe, in mir kein `Mangelerleben´ aufkommen zu lassen. Dann kommt auch kein `Aneignungswunsch´, kein Begehren in mir auf. In neuzeitlicher Offenbarung hat uns der Herr durch Joseph Smith geboten, einander zu lieben, nicht habgierig zu sein, sondern miteinander zu teilen (Lehre und Bündnisse 88:123). Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf macht uns auf Folgendes aufmerksam: „Die meisten Gebote mit „Du sollst nicht“ sollen uns daran hindern, anderen Schaden zuzufügen. Doch ich bin mir sicher, dass das Gebot „Du sollst nicht begehren“ uns daran hindern soll, uns selbst Schaden zuzufügen.“ (hier). Wie reduzierst du dein Begehren am Besitz eines anderen?

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Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen gegen deinen Nächsten (9. Gebot)

Das neunte Gebot zitiert Abinadi den falschen Priestern König Noas folgendermaßen: „Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen gegen deinen Nächsten.“ (Mosia 13:23; vergleiche Exodus 20:16).

Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen gegen deinen Nächsten. Doch auch wieder ein hochaktuelles Gebot, denk nur an das heute so vielfach um sich greifende `Mobben`, dem Vorgang der Rufschädigung mittels Falschmeldungen über jemanden mit besonders schlimmen Folgen im heutigen Zeitalter des weltweit digitalen Netzes: Einmal drin, Ruf ist hin. Auch Falschaussagen vor Gericht sind hier gemeint, die wiederum strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen (§ 153 StGB). Ich bin durch dieses Gebot also aufgefordert aufrichtig, wahrhaftig und ohne Falsch zu sein. Der Apostel Petrus fordert die Christen seinerzeit auf, rechtschaffen unter den Heiden zu leben, damit sie durch das gute Vorbild zur Einsicht kommen (1. Petrus 2:12). Genauso gilt das auch für mich heute. Ich muss mir schon, bevor meine Zunge aktiv wird, überlegen, was meine Aussagen über einen Mitmenschen anrichten können. Wie gehst du vor, wenn du über jemand anderen sprichst?

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Du sollst nicht stehlen (8. Gebot)

Als nächstes führt Abinadi das achte Gebot an: „Du sollst nicht stehlen.“ (Mosia 13:22; vergleiche Exodus 20:15). Auch Jesus hat dieses Gebot u. a. gegenüber dem jungen Mann, der ihn fragte, was er tun solle, um ewiges Leben zu erhalten aufgezählt (Matthäus 19:18).

Du sollst nicht stehlen. Vielfach ist es doch so, dass man gerne das hätte, was der andere besitzt, man selber aber nicht. Nun gibt es verschiedene Wege an das Gewünschte heranzukommen: Man kauft es sich; man borgt es sich aus und vergisst es zurückzugeben; man bringt es in einem unbeobachteten Moment in seinen Besitz. Selbstredend ist nur die erste Lösung die straffreie. In den beiden anderen Fällen begehe ich Diebstahl: Ich mache mir die Sache auf unehrliche oder unrechtmäßige Weise zu eigen. Werde ich erwischt, werde ich mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (§ 242 StGB), so jedenfalls das weltliche Strafmaß. Der Herr hat in neuzeitlicher Offenbarung auch ein Strafmaß hierfür festgelegt: „… wer stiehlt und nicht umkehren will, soll ausgestoßen werden.“ (Lehre und Bündnisse 42:20). Glücklicherweise bietet der Herr auch hier wieder den Weg der Umkehr an! Wie sieht es damit aus: Man nimmt aus dem Büro, das einem der Arbeitgeber zur Arbeitserledigung zur Verfügung stellt, einen Kugelschreiber mit und nutzt diesen privat … (Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen; § 248a StGB). Wie stellst du sicher, dass du dir nichts unrechtmäßig aneignest, was einem anderen gehört?

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Du sollst nicht Ehebruch begehen (7. Gebot)

Nun erinnert Abinadi die falschen Priester König Noas an das siebente Gebot: „Du sollst nicht Ehebruch begehen.“ (Mosia 13:22; vergleiche Exodus 20:14).

Du sollst nicht Ehebruch begehen. Ein Gebot, dass in allen Zeiten übertreten wurde und auch gegenwärtig von vielen Menschen missachtet wird. In neuzeitlicher Offenbarung hat der Herr uns mitgeteilt, dass seine Gebote sogar umfassender zu verstehen sind, indem er uns sagt, dass wir weder das eine, „noch irgend etwas Derartiges tun“ dürfen (Lehre und Bündnisse 59:6). In diesem Zusammenhang hat uns der Herr ein Gesetz gegeben, das wir als `das Gesetz der Keuschheit´ kennen, das sexuelle Beziehungen außerhalb der rechtmäßigen Ehe ausschließt (eine Broschüre zu diesem Thema findest du hier). Schon in Matthäus werden wir auf den Umfang dieses siebten Gebotes hingewiesen, indem uns gesagt wird, dass wir das Gebot schon brechen würden, wenn wir „eine Frau auch nur lüstern“ ansehen würden (jemanden mit den Augen ausziehen; Matthäus 5:27.28). Selbstverständlich gilt dies in umgekehrter Richtung ebenso. Das Thema „gleichgeschlechtliche Ehe“ kocht ja auch gerade wieder stark hoch, die Stellung der Kirche hierzu siehe hier und hier. Was tust du, um das siebente Gebot des Herrn einzuhalten?

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Du sollst nicht töten (6. Gebot)

Nun zitiert Abinadi das Gebot, welches wir als sechstes Gebot eingereiht haben: „Du sollst nicht töten.“ (Mosia 13:21; vergleiche Exodus 20:13).

In der Einheitsübersetzung heißt es „Du sollst nicht morden.“ (Exodus 20:13). Bei Matthäus heißt es wieder: töten (Matthäus 5:21). Stellt sich die Frage, gibt es einen Unterschied zwischen töten und morden. Im Deutschen wird der Begriff `töten´ sehr umfassend benutzt: er beinhaltet alle Arten jemanden ums Leben zu bringen, während `morden´ sich nur auf verbrecherische Tötungshandlungen bezieht. Im Schriftenführer heißt es zu Mord: „Einen Menschen widerrechtlich und absichtlich töten. Mord ist eine Sünde, die von frühester Zeit an verurteilt wurde (Mose 5:18–41).“ Im Buch Mormon heißt es an anderer Stelle: „Weh dem Mörder, der vorsätzlich tötet; denn er wird sterben.“ (2. Nephi 9:35); in neuzeitlicher Offenbarung wiederum: „Und weiter, ich sage, du sollst nicht töten; wer aber tötet, soll sterben.“ (Lehre und Bündnisse 42:18-19). Diese Begriffe werden also nicht eindeutig unterschieden. Diskussionen kommen eben dort auf, wo es darum geht: erfülle ich einen Wehrdienst, oder verweigere ich diesen aus Glaubensgründen mit Bezug auf das Gebot; wie verhalte ich mich, wenn jemand mein Leben oder das meiner Familie bedroht …

Du sollst nicht töten. Ein äußerst vielschichtiges Thema. Glücklicherweise war ich bis jetzt noch nie in einer Situation, in der ich gefordert war, mich zu entscheiden. Wenn ich die heiligen Schriften insgesamt zu dieser Problematik untersuche, komme ich zu dem Entschluss, dass Mord auf jeden Fall mit diesem Gebot gemeint ist, ich mich aber verteidigen darf, wenn mein, oder das Leben meiner Nächsten, durch jemand anderen willentlich bedroht wird (Alma 43:47). Wie verstehst du dieses Gebot?

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Ehre deinen Vater und deine Mutter (5. Gebot)

Bei einigen Völkergruppen wird die durch eine `abtrünnige Tochter´ (seltener auch Sohn, die oder der z. B. eine/n auserwählte/n EhepartnerIn ablehnt – Zwangsheirat) verloren gegangene Ehre der Familie durch `Ehrenmord´ wiederhergestellt. So ist selbstredend das fünfte Gebot Gottes natürlich nicht zu verstehen: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass deine Tage lange währen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ (Mosia 13:20; vergleiche Exodus 20:12).

Ehre deinen Vater und deine Mutter – im Übrigen das einzige Gebot, auf das eine Verheißung ausgesprochen ist. Zu den stärksten positiven Kräften in der Welt gehört die Liebe der Eltern zu ihren Kindern und umgekehrt. Gute Eltern spornen aufgrund ihrer Liebe ihre Kinder an, ein gutes Leben zu führen. Mein Vater hat mir gezeigt, wie weit seine Liebe zu mir ging, indem er lieber Haue auf sich genommen hätte, wenn ich etwas Unrechtes getan hatte, anstatt dass ich sie bekommen sollte, meine Mutter hat meine Einstellung zu Gott und unserem Dasein durch ihren festen Glauben geprägt. Ich ehre sie beide dafür dadurch, dass ich ständig daran arbeite, ihrem Vorbild immer näherzukommen und ihnen in diesen Dingen mit all meiner Kraft nacheifere. Ach und noch ein Gedanke: Du und ich, wir haben auch himmlische Eltern, auf sie beziehe ich dieses Gebot ebenso. Wie ehrst du deine Eltern?

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Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst (4. Gebot)

Wenn Menschen meinen, sie könnten sieben Tage in der Woche durcharbeiten, so werden sie ganz schnell merken, dass das an die Gesundheit geht. Sie brauchen nach einer bestimmten Zeit zumindest einen Tag an dem sie von ihrer normalen Arbeit ruhen können. Umsonst hat der Herr nicht dieses Gebot gegeben: „Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst. 17  Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Arbeit verrichten; 18  aber am siebenten Tag, am Sabbat des Herrn, deines Gottes, sollst du keine Arbeit verrichten, du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren weilt; 19  denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt.“ (Mosia 13:16-19; vergleiche Exodus 20:8-11).

Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst. Mir ist es wichtig, dass ich diesen Tag dem Herrn weihe. Wie mache ich das? Ich bereite mich in allen Dingen so auf den Tag vor, dass ich an ihm keine alltäglichen Arbeiten verrichte und auch dafür Sorge trage, dass ich andere nicht für mich arbeiten lassen brauche. Ich gehe in die Kirche und erneuere durch das Einnehmen des Abendmahls meine Bündnisse mit dem Herrn und nähre meinen Geist durch das Wort Gottes (Lehre und Bündnisse 59:9). Nach dem Kirchgang ruhe ich mich etwas aus und beschäftige mich weiter mit dem, was ich in der Kirche gelernt habe. Ich versuche den Sonntag so zu gestalten, dass ich Gott in besonderer Weise näher bin, als durch die Ablenkungen an den Arbeitstagen. Ich versuche ihn so zu verbringen, dass ich dem Herrn ein Zeichen gebe, dass ich ihn ehren und seine Gebote halten will. Hätte ich meine Familie um mich, würde ich sie in die Gestaltung mit einbeziehen. Und wenn ich einen Beruf hätte, wo ich auch mal an Sonntagen arbeiten müsste, so würde ich den freien Tag der Woche so gestalten, als wäre er der Sonntag, außer dem Besuch der Kirche. Wie gestaltest du den Tag des Herrn? Lies auch gerne folgenden Bericht: „Führer der Kirche rufen zu besserer Einhaltung des Sabbats auf“ (hier).

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