Du sollst mir dienen und in meinem Namen hingehen und sollst meine Schafe sammeln

Nachdem Alma der Ältere vom Herrn gesagt bekam, dass er sein Knecht sei und er mit ihm einen Bund schloss (Mosia 26:20), gab er ihm noch folgenden Auftrag: „… und du sollst mir dienen und in meinem Namen hingehen und sollst meine Schafe sammeln.“ (Mosia 26:20).

Du sollst mir dienen und in meinem Namen hingehen und sollst meine Schafe sammeln. Ein Knecht ist der Diener seines Herren, von daher eine Bekräftigung der ersten Aussage. Dann aber kommt die Konkretisierung, welche Diensttätigkeit er als sein Knecht erfüllen soll: die Schafe des Herrn sammeln. Dies erinnert mich an die Unterhaltung, die der auferstandene Jesus mit Petrus führte. Jesus fragte ihn dreimal, ob er ihn lieb habe und Petrus verzweifelte schier, dass der Herr ihn wiederholt fragte, obwohl er ihm dies jedes Mal bestätigte. Jedes Mal gab ihm der Herr den Auftrag: „Weide meine Lämmer … Weide meine Schafe!“ (Johannes 21:15-17). Alle Töchter und Söhne Gottes sind Lämmer und Schafe von Jesus Christus. Sein Ziel ist es, ihnen ewiges Leben zu ermöglichen (Köstliche Perle Mose 1:39). Dazu ist es erforderlich, sein Sühnopfer anzunehmen (Mosia 4:6-8). Das können wir nur, wenn wir die Gelegenheit haben es kennenzulernen. Deshalb ergeht derselbe Ruf auch an die heutigen Knechte des Herrn „Geht hin in alle Welt, predigt das Evangelium jedem Geschöpf …“ (Lehre und Bündnisse 68:8). Diesem Ruf folgen junge Missionarinnen und Missionare, Missionarsehepaare und ein jedes Mitglied, indem es ein Beispiel durch seine Lebensführung gibt. Eine der vielen Möglichkeiten ist ein Blog wie dieser (Weiteres siehe hier). Wie gehst du mit dem Ruf um, den der Herr an seine Knechtinnen und Knechte richtet: „Weide meine Lämmer … Weide meine Schafe!“?

knechte gottes
Heutige Dienerinnen Gottes (Quelle; Eine junge Frau, die aus der Elfenbeinküste geflohen ist, bekommt Hilfe von einer anderen Frau und wird ihre Freundin. Clip: 3:24)

Du bist mein Knecht, und ich mache den Bund mit dir

Nachdem Alma der Ältere dem Herrn seine ganze Seele ausgeschüttet hatte (Mosai 26:14) und der Herr ihm schon einige Antworten gegeben hatte (Mosai 26:15-19), sagt er ihm Folgendes: „Du bist mein Knecht, und ich mache den Bund mit dir, dass du ewiges Leben haben sollst; ….“ (Mosia 26:20).

Du bist mein Knecht, und ich mache den Bund mit dir. Knecht ist ein aussterbender Beruf eines Arbeiters in der Landwirtschaft. In der Bibel wird dieser Begriff in unterschiedlichen Bedeutungen benutzt: Sklave (ein Mensch, der als das Eigentum von jemandem lebt, für diesen arbeitet und selbst keine Rechte hat) bzw. ergebener Diener (Mitglied des Hausgesindes, der für seinen Arbeitgeber häusliche Pflichten erfüllt). Ist das nicht etwas, was sich jeder gläubige Mensch wünschen würde, vom Herrn eine solche Aussage zu hören, insbesondere, nachdem sogar Jesus ein Knecht ist, nämlich der Knecht Gottes (Apostelgeschichte 3:26)! Dann noch zu hören, dass der Herr den Bund mit einem macht, ewiges Leben, die größte Gabe Gottes für den Menschen (Römer 6:23; Lehre und Bündnisse 14:7), zu erhalten. Ich fühle mich geehrt, dass auch ich ein ganz geringer Knecht des Herrn sein darf, indem er mir Aufgaben in seinem Werk übertragen hat. Wie sind deine Empfindungen dazu, ein Knecht Gottes sein zu dürfen?

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Heutige `Knechte Gottes´ leisten u. a. Dienst am Gemeinwesen und helfen Katastrophenopfern (Quelle)

Dass eure Nachkommen die Ursache sein werden, dass viele die Qualen erleiden werden, die ich erleide, ja, die Qualen des Feuertodes

Bevor Abinadi den Feuertod erleidet (Mosia 17:14), prophezeit er Noa und seinen falschen Priestern: „Siehe, so wie ihr mir getan habt, so wird es sich begeben, dass eure Nachkommen die Ursache sein werden, dass viele die Qualen erleiden werden, die ich erleide, ja, die Qualen des Feuertodes, und dies, weil sie an die Errettung des Herrn, ihres Gottes, glauben. 18  Und an jenem Tag werdet ihr gehetzt werden, und ihr werdet von der Hand eurer Feinde ergriffen werden, und dann werdet ihr leiden, wie ich leide, nämlich die Qualen des Feuertodes.“ (Mosia 17:15,18).

Abinadi prophezeit König Noa und seinen falschen Priestern um 148 v. Chr., dass ihre Nachkommen dereinst denjenigen, die an die Errettung durch Jesus glauben würden, ebenso Qualen bis hin zum Feuertod zukommen lassen würden, wie ihm jetzt. Etwa 65 Jahre später erfüllt sich seine Prophezeiung.

Was war geschehen. Etliche Volksteile der Lamaniten bekehrten sich zum wahren Evangelium und zur wahren Kirche des Herrn, und sie folgten nicht den falschen Lehren ihrer Vorfahren und nannten sich nun `Anti-Nephi-Lehier´ (Alma 23:3,17). Unter ihnen wurden Gemeinden der Kirche des Herrn aufgerichtet und die Vollmacht des Priestertums Gottes (Alma 23:4). Diese Bekehrten wurden nun von den Nachkommen der falschen Priester König Noas verfolgt und umgebracht (Alma 24:20-22,28; Amulon war einer der Priester König Noas: Mosia 23:31-32). Viele Gläubige wurden dem Feuertod überliefert (Alma 14:8). Sogar König Noa selbst traf der von Abinadi vorhergesagte Feuertod (Mosia 19:20).

Dass eure Nachkommen die Ursache sein werden, dass viele die Qualen erleiden werden, die ich erleide, ja, die Qualen des Feuertodes. Wieder zeigt sich: Die Prophezeiungen der Propheten des Herren erfüllen sich immer buchstäblich. Ich lerne erneut daraus, auf ihre Worte zu hören und sie zu befolgen, auch die Worte unserer heute lebenden Propheten. Was ist deine Meinung zu heute lebenden Propheten?

abinadi verbrannt

Abinadi auf dem Scheiterhaufen (Quelle)

Nachdem er seine ganze Seele vor Gott ausgeschüttet hatte

Alma der Ältere war in Bezug auf seine neue Aufgabe des Richters im Reich Gottes äußerst beunruhigt, dass er in den Augen des Herrn das Falsches tun würde und so befragte er den Herrn (Mosia 26:13): „Und es begab sich: Nachdem er seine ganze Seele vor Gott ausgeschüttet hatte, erging die Stimme des Herrn an ihn, nämlich:“ (Mosia 26:14)

Nachdem er seine ganze Seele vor Gott ausgeschüttet hatte. Du kennst sicherlich die Redensart: „jemandem sein Herz ausschütten“. Sie besagt, dass ich jemandem meine Sorgen anvertrauen, mit jemandem über meine Probleme spreche, mich ausspreche, jemandem erzähle, was mich bewegt oder bedrückt. Bildhaft wird das Herz als ein Gefäß verstanden, aus dem die verborgenen Gefühle ausgeschüttet werden. Übrigens hat auch diese Redensart ihren Ursprung in der Bibel (1. Samuel 1:15). In der Schrift werden wir sogar aufgefordert unser Herz vor Gott auszuschütten (Psalm 62:9). Alma der Ältere tat dieses nun und welch großartigen Zuspruch hat ihm der Herr deshalb zukommen lassen:

  • Der Herr sprach Segnungen über ihn und die Getauften aus, da sie allein an die Worte von Gott bestellter Diener glaubten (Mosia 26:15-16).
  • Die Zusicherung, dass der Herr die Gläubigen als sein Volk annehmen würde und sie nach seinem Namen gerufen werden würden (Mosia 26:17-18).
  • Lob, dass Alma der Ältere ihn wegen der Vorgehensweise gegen Übertreter befragte (Mosia 26:19).

Die Lehre, die ich daraus ziehe: Ich darf meinem Gott mein Herz ausschütten in der Gewissheit, dass er mir Zuspruch geben wird wenn ich allein aufgrund der Worte seiner Diener an ihn glaube (Johannes 20:29) und dass ich mit Sicherheit wissen werde, seinem Volk zugezählt zu sein (Johannes 17:9) und zu gegebener Zeit mit seinem Namen gerufen werde (Johannes 10:27). Wenn ich dem Herrn mein Herz ausschütte, verspüre ich danach Frieden in meinem Herzen und ich danke dem Herrn dafür – auch wenn dadurch die Probleme noch nicht beseitigt sind, ich gehe mit neuer Zuversicht an die Lösung. Welche Erfahrungen hast du gemacht, wenn du dem Herrn dein Herz ausgeschüttet hast?

herz ausschütten
(Quelle; Titelbild Quelle)

Hier sind viele, die wir vor dich gebracht haben, die von ihren Brüdern angeklagt werden

In der jungen Kirche, die erst vor etwa 20 Jahren durch Alma den Älteren aufgerichtet wurde (Mosia 18:17), gab es seither keinerlei Übertretungen und Alma wusste nicht, wie er vorgehen sollte, und konsultierte den König in dieser Angelegenheit: „Und er sprach zum König: Siehe, hier sind viele, die wir vor dich gebracht haben, die von ihren Brüdern angeklagt werden; ja, und sie sind bei mancherlei Übeltaten ergriffen worden. Und sie kehren von ihren Übeltaten nicht um; darum haben wir sie vor dich gebracht, damit du sie gemäß ihren Verbrechen richten mögest.“ (Mosia 26:11).

Hier sind viele, die wir vor dich gebracht haben, die von ihren Brüdern angeklagt werden. Nachdem der von König Mosia II eingesetzte Hohe Priester über die gesamte Kirche im Land Zarahemla (Mosia 26:8) keine Erfahrung im Umgang mit Übertretern göttlicher Bündnisse hatte, wandte er sich zunächst an denjenigen, der ihn im Namen des Herrn hier auf Erden eingesetzt hatte. Dieser allerdings sah Alma den Älteren in der Pflicht (Mosia 26:12), da er ihm die geistliche Führung übertragen hatte und selber sich nur die weltliche Verantwortung belassen hatte. Nachdem Alma sich nicht mehr zu helfen wusste und Sorge hatte in den Augen des Herrn falsch zu handeln, machte er das einzig richtige: Er befragte den Herrn (Mosia 26:13).

Hier erkenne ich die Trennung kirchlicher und weltlicher Herrschaft und die Einhaltung derselben durch Mosia II. Des Weiteren lerne ich, dass ich bei einer mir erstmals übertragenen Aufgabe ohne Erfahrung darin, auf den Herrn zugehen darf und ihn um Rat bitten kann, bevor ich falsch handeln würde. So habe ich seither auch gehandelt und konnte mit der neuen Aufgabe wachsen. Zunächst habe ich mich mittels schriftlicher Vorgaben eingearbeitet und bei Unsicherheiten den Herrn befragt und dann versucht seine Antwort zu erfühlen. Wie gehst du vor, wenn dir eine neue Aufgabe übertragen wird und du dich darin äußerst unsicher fühlst?

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Wie kann ich in neuen Anforderungen Sicherheit erlangen?
(Quelle; Titelbild Quelle)

Es gab viele Zeugen gegen sie

Nachdem die der Übertretung von Kirchengesetzen Beschuldigten vor Alma den Älteren gebracht wurden (Mosia 26:7), kamen Zeugen ins Spiel: „Und es begab sich: „Alma wusste nichts in Bezug auf sie; aber es gab viele Zeugen gegen sie; ja, das Volk stand auf und legte reichlich Zeugnis ab von ihrem Übeltun.“ (Mosia 26:9).

Es gab viele Zeugen gegen sie. Diejenigen, die in einem Disziplinarrat Entscheidungen zu treffen haben, waren in der Regel persönlich nicht bei dem zu beurteilenden Ereignis zugegen, deshalb sind sie auf Beweismittel angewiesen, um sich ein zutreffendes Bild vom Sachverhalt verschaffen zu können. Ein wichtiges Beweismittel sind Zeugenaussagen. Da jeder Mensch in Gefahr steht, einer Täuschung oder einem Irrtum zu unterliegen, sollen zur Wahrheitsfindung mindestens zwei oder drei Zeugen herangezogen werden (Matthäus 18:16; Lehre und Bündnisse 6:28). Zeugen haben die Verpflichtung Erlebtes wahrheitsgetreu zu berichten (Exodus 20:16). Es handelt sich also um Personen, die zu einem aufzuklärenden Sachverhalt eigene sinnliche Wahrnehmungen (Prozesse der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinneren) wahrheitsgetreu bekunden können. Wenn du schon mal in der Situation eines Zeugen warst, wie hast du dich gefühlt und wie verhalten (und in anderem Zusammenhang: Gläubige legen ja häufig Zeugnis von ihrem Glauben ab)?

zeuge
(Quelle)

Sie wurden vor die Priester gebracht

Nachdem König Mosia II die Leitung der Kirche Alma dem Älteren übertragen hatte (Mosia 26:8), wurden Unruhestifter und Übertreter vor ihn gebracht, um sie zu ermahnen (Mosia 26:6): „Und es begab sich: Sie wurden vor die Priester gebracht und von den Lehrern den Priestern übergeben; und die Priester brachten sie vor Alma, der der Hohepriester war.“ (Mosia 26:7).

Sie wurden vor die Priester gebracht. Die Priester, denen ein Übertretungsfall bekannt wurde, gaben ihn an den Schlüsselträger (siehe hier) weiter. Das war in diesem Fall Alma der Ältere, der der Hohe Priester über alle Gemeinden war (Mosia 26:8). So wie damals gibt es solche Maßnahmen auch heutzutage in der Kirche des Herren. Dies sind Maßnahmen, die dazu dienen, Mitgliedern zu helfen, durch Umkehr Übertretungen zu überwinden, aber auch Geschädigte zu schützen. Zu solchen formellen Fällen gehören schwerwiegende Verstöße gegen staatliche Gesetze, Misshandlung des Ehepartners, Kindesmissbrauch, Ehebruch, Unzucht, Vergewaltigung und Inzest. Stellt ein örtlicher Priestertumsführer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einen solchen Verstoß fest, muss er ein offizielles Verfahren einleiten (siehe hier). Dieses verfolgt das Ziel, dem Betreffenden zu helfen seine Übertretung zu erkennen und Umkehr zu üben und aufgrund des Sühnopfers Jesu Vergebung vom Herrn zu erlangen. Sollte er dazu nicht bereit sein, muss er bei entsprechender Schwere aus der Kirche ausgeschlossen werden. Jederzeit hat derjenige aber die Möglichkeit zu bereuen, sich wieder zu bekehren, um erneut in das Volk des Herrn aufgenommen zu werden. Aus eigener Erfahrung, sowohl als Betroffener als auch als aktives Mitglied in solchen Räten, kann ich bezeugen, dass solche Maßnahmen in größter Liebe zum Nutzen aller Betroffenen durchgeführt werden. Was denkst du über diesen Rettungsring, den der Herr für Übertreter auswirft?

rettungsring(Quelle; Titelbild Quelle)

Mit ihren Schmeichelreden täuschten sie viele, die der Kirche angehörten

Etliche vom Volk Zarahemla verstanden das Wort Gottes, welches Alma der Ältere predigte, nicht (Mosia 26:3) und sie versuchten Mitglieder der Kirche des Herrn von ihrem Glauben abzubringen: „Denn es begab sich: Mit ihren Schmeichelreden täuschten sie viele, die der Kirche angehörten, und veranlassten sie, viele Sünden zu begehen; darum wurde es ratsam, diejenigen, die Sünde begingen und der Kirche angehörten, durch die Kirche zu ermahnen.“ (Mosia 26:6).

Mit ihren Schmeichelreden täuschten sie viele, die der Kirche angehörten. Durch Schmeicheln wird versucht, jemandem zu gefallen oder jemanden zu beeinflussen, indem man Dinge sagt, die der Andere gern hört, die aber nicht unbedingt der eigenen Meinung entsprechen. Auf diese Art und Weise kann erreicht werden, dass der so geschmeichelte leicht zu beeinflussen ist. Im Alten Testament lernen wir, dass derjenige der schmeichelt, jemanden dadurch zu Fall bringen will: „Wer seinem Nächsten schmeichelt, breitet ihm ein Netz vor die Füße.“ (Sprüche 29:5). Über Irrlehrer sagt uns Judas, der Bruder von Jesus Christus (Matthäus 13:54-55): „… sie nehmen große Worte in den Mund und schmeicheln den Menschen aus Eigennutz.“ (Judas 16).

Ich lerne daraus, dass ich mich davor hüten muss, anderen aus niederen Beweggründen heraus zu schmeicheln (1. Thessalonicher 2:5) oder mich durch Schmeicheleien verleiten zu lassen, dem Wort Gottes den Rücken zu kehren. Der englische Dichter George Gordon Byron (Lord Byron 1788-1824) sagte: „Fürchte nicht Feinde, die angreifen, sondern Freunde, die schmeicheln.“ (Quelle) Was sind deine Gedanken zu `Schmeichelreden´, gehören übertriebenes Lob bzw. übertriebene Komplimente auch dazu?

schmeicheln(Quelle)

Sie … blieben … in ihrem fleischlichen und sündigen Zustand

Wegen des Unglaubens jener Generation, die während König Benjamins Rede (Mosia 2:6-7) noch zu jung war, verstanden diese das Wort Gottes nicht (Mosia 26:3): „Und sie wollten sich nicht taufen lassen; sie wollten sich auch nicht der Kirche anschließen. Und sie waren, was ihren Glauben betraf, ein abgesondertes Volk und blieben es danach immer, ja, in ihrem fleischlichen und sündigen Zustand; denn sie wollten den Herrn, ihren Gott, nicht anrufen.“ (Mosia 26:4).

Sie … blieben … in ihrem fleischlichen und sündigen Zustand. Der Begriff `Fleischlich´ in der Schrift bezeichnet etwas `Sterbliches´ und `Zeitliches´ bzw. `Weltliches´ und `Sinnliches´. In einem solchen Zustand befinden sich alle Nachkommen Adams und Evas nach deren Vertreibung aus dem Garten Eden (Köstliche Perle Mose 5:1,13). Wollen wir ewiges Leben erlangen, müssen wir uns aus diesem Zustand, einem natürlichen Menschen (1. Korinther 2:14) zu einem geistig gesinnten Menschen hin entwickeln (2. Nephi 9:39). Dies erreichen wir, indem wir diesen `natürlichen Menschen´ ablegen und den Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachgeben und wie ein Kind werden (Mosia 3:19). Anderenfalls beharren wir in unserem gefallenen Zustand und der Teufel hat Macht über uns (Mosia 16:5). Das möchte ich gerne vermeiden. Deshalb bemühe ich mich durch Studium der Heiligen Schriften und dem Bemühen die Gebote Gottes zu halten, ein `Freund´ Gottes zu werden. Wie ergeht es dir bei dem Bemühen, diesen `fleischlichen´ Zustand abzulegen?

bekehrenDen fleischlichen Zustand durch Schriftstudium und Bekehrung zu Gott ablegen (Quelle)

Nun konnten sie wegen ihres Unglaubens das Wort Gottes nicht verstehen

Viele kleine Kinder, die zuzeiten König Benjamins, Sohn von Mosia I und Vater von Mosia II, aufwuchsen, verstanden sein Predigen (Mosia 2:6-7) nicht und sie glaubten nicht an die Auferstehung und das Kommen Christi (Mosia 26:1-2): „Und nun konnten sie wegen ihres Unglaubens das Wort Gottes nicht verstehen; und ihr Herz war verhärtet.“ (Mosia 26:3).

Nun konnten sie wegen ihres Unglaubens das Wort Gottes nicht verstehen. Unglaube ist fehlender Glaube an Gott und sein Evangelium. Fehlt mir Glauben an Gott, werde ich mich auch schwerlich mit seinem Wort auseinandersetzen. Drei Folgen davon können sein:

  • dass man sein Herz gegenüber dem Wort Gottes verhärtet. Man will sich damit einfach nicht auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang denke ich an die Jünger Jesu nach seiner Auferstehung, sie wollten den Aussagen derer, die ihnen berichteten, dass er auferstanden war, nicht glauben, sondern hatten ihr Herz verhärtet (Markus 16:14);
  • dass der Herr bei Ungläubigen keine Wunder bewirken kann (3. Nephi 19:35);
  • dass sich der Verstand verfinstert, man „das Wort Gottes nicht verstehen“ kann, im Dunkeln tappt (Lehre und Bündnisse 84:54).

Daraus erkenne ich, dass es besser ist, nach Evangeliumswissen zu trachten

Dennoch kann es passieren, dass ich einige `Geheimnisse Gottes´, geistige Wahrheiten, die nur durch Offenbarung erkannt werden, noch nicht in der Lage bin zu verstehen, weil ich nicht gehorsam genug bin (Lehre und Bündnisse 63:23). Da bleibt mir dann nur der Ruf an Gott: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9:24). Wie ergeht es dir mit Unglauben?

glaube unglaube„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
(Quelle)