Ich werde die Lamaniten in diesem Tal aufhalten, so dass sie bei der Verfolgung dieses Volkes nicht weiterkommen

Alma der Ältere und sein Volk waren ihrem neuen Peiniger Amulon (Mosia 24:9) mithilfe des Herren entkommen (Mosia 24:17) und dankten ihm auf ihrem Zwischenstopp dafür (Mosia 24:20-21): „Und nun sprach der Herr zu Alma: Beeile dich, und bring dich und dieses Volk aus diesem Land, denn die Lamaniten sind erwacht und verfolgen dich; darum bring dich aus diesem Land, und ich werde die Lamaniten in diesem Tal aufhalten, so dass sie bei der Verfolgung dieses Volkes nicht weiterkommen.“ (Mosia 24:23).

Ich werde die Lamaniten in diesem Tal aufhalten, so dass sie bei der Verfolgung dieses Volkes nicht weiterkommen. Alma und „alle ihre Männer und alle ihre Frauen und alle ihre Kinder, die sprechen konnten, erhoben die Stimme, um ihren Gott zu preisen.“ (Mosia 24:22) und nach diesem Lobpreis gab der Herr Alma die Anweisung unverzüglich weiterzuziehen und er werde die aus dem Schlaf erwachten und sie nun verfolgenden Lamaniten aufhalten (um 130 v. Chr. in Zentralamerika). Hier werde ich an die Befreiung Israels aus der Knechtschaft der Ägypter um 1500 v. Chr. erinnert (Exodus 14:17-31). Auch hier verhinderte der Herr, dass die Streitmächte des Pharaos die fliehenden Israeliten einholen konnten. Die Israeliten erkannten die Hilfe des Herrn, fürchteten ihn und glaubten an ihn und ihren Anführer Mose. Ich lerne, dass ich nicht vergessen darf, dem Herrn für seine Hilfe zu danken, ihn zu loben und zu preisen und weiterhin auf seine Hilfe hoffen darf für den Fall, dass meine Kräfte nicht ausreichen. Der Herr hat meine Mutter und mich durch zwei seiner Diener aus der Knechtschaft der Finsternis befreit. Ich danke Gott seitdem dafür und hoffe weiterhin auf seine Hilfe, um bis ans Ende meines Erdenlebens im Glauben an ihn standhaft bleiben zu können, nicht wieder in die Finsternis zurückzufallen. Wann bist du das letzte Mal vom Herrn errettet worden und hast nicht vergessen ihm dafür angemessen zu danken?

aufhalten
Gott hält die Ägypter auf, damit sie Israel nicht einholen können
(Quelle)

Sie dankten Gott, ja, alle ihre Männer und alle ihre Frauen und alle ihre Kinder

Uns wird vor Augen geführt, dass Alma und sein Volk dem Herrn für seine geleistete Hilfe dankten: „Und sie dankten Gott, ja, alle ihre Männer und alle ihre Frauen und alle ihre Kinder, die sprechen konnten, erhoben die Stimme, um ihren Gott zu preisen.“ (Mosia 24:22).

Sie dankten Gott, ja, alle ihre Männer und alle ihre Frauen und alle ihre Kinder. Wenn auch die Kinder dem Herrn dankten, von wem haben sie es gelernt? Wohl von niemand anderem, als von ihren Eltern. Das Gebet ist die Art und Weise, in der wir uns ehrfürchtig mit unserem himmlischen Vater beraten können (Alma 37:37), und wurde seit der Vertreibung aus dem Garten Eden praktiziert (Genesis 4:26). Als Adam dem Herrn Opfer darbrachte, erschien ihm ein Engel und gab ihm die Anweisung alles im Namen Jesu zu tun, umzukehren und Gott im Namen des Sohnes anzurufen (Köstliche Perle Mose 5:6-8). Der Herr hat auch uns heute geboten, unseren Kindern das Beten zu lehren (Lehre und Bündnisse 68:28). Wir können mit ihm über alles reden, so wie wir es mit unseren irdischen Eltern auch tun. Wir sprechen den Vater im Himmel an (Matthäus 6:5-8), also Gott Vater, bedanken uns bei ihm für das, was er uns bisher Gutes hat angedeihen lassen, dürfen rechtschaffene Bitten an ihn richten (3. Nephi 18:20) und schließen die Aussprache im Namen von Jesus Christus (Johannes 16:23-24), denn er ist unser Vermittler zum Vater (1. Timotheus 2:5), unser Fürsprecher (2. Nephi 2:9). Wenn wir Fragen gestellt hatten, ist es angemessen, Zeiten des Hinhörens einzulegen, um seine Antworten mit Herz und Sinn zu empfinden (Lehre und Bündnisse 112:10). Wie hältst du es mit der Zwiesprache mit Gott, deinem Schöpfer?

gebetDie Familie und das Gebet
(lies auch gerne den Artikel von Henry B. Eyring: Quelle)

Am Morgen ließ der Herr einen tiefen Schlaf über die Lamaniten kommen

Wie auch schon bei Limhi und seinem Volk (Mosia 22:6), lief die Befreiung aus der Knechtschaft bei Alma und seinem Volk ab: „…So groß waren ihre Bedrängnisse, dass sie anfingen, mächtig zu Gott zu schreien. 18  Und Alma und sein Volk sammelten des Nachts ihre Herden und auch von ihrem Getreide; ja, selbst die ganze Nacht verbrachten sie damit, ihre Herden zu sammeln. 19  Und am Morgen ließ der Herr einen tiefen Schlaf über die Lamaniten kommen, ja, und alle ihre Arbeitsaufseher lagen in festem Schlaf. 20  Und Alma und sein Volk zogen in die Wildnis hinaus; und als sie den ganzen Tag gegangen waren, bauten sie ihre Zelte in einem Tal auf, und sie nannten das Tal Alma, weil er sie auf dem Weg in der Wildnis geführt hatte. 21  Ja, und im Tal Alma schütteten sie ihren Dank vor Gott aus, weil er zu ihnen barmherzig gewesen war und ihre Lasten leicht gemacht und sie aus der Knechtschaft befreit hatte; denn sie waren in Knechtschaft gewesen, und keiner konnte sie befreien außer der Herr, ihr Gott.“ (Mosia 24:10, 18-21).

Am Morgen ließ der Herr einen tiefen Schlaf über die Lamaniten kommen. Hier erkenne ich ein Muster, wie der Herr hilft:

  • Der Mensch fleht den Herrn um seine Hilfe an:
    „… dass sie anfingen, mächtig zu Gott zu schreien …“ (Vers 10)
  • Der Mensch tut zunächst all das, was in seiner Macht steht:
    „Alma und sein Volk sammelten des Nachts ihre Herden …“ (Vers 18)
  • Der Herr gibt dort seine Hilfe, wo der Mensch alleine nicht weiterkommt:
    „am Morgen ließ der Herr einen tiefen Schlaf über die Lamaniten kommen …“ (Vers 19)
  • Der Mensch führt den Rest wieder aus seiner Kraft aus:
    „Alma und sein Volk zogen in die Wildnis …“ (Vers 20)
  • Der Mensch vergisst nicht Gott für die geleistete Hilfe angemessen zu danken:
    „im Tal Alma schütteten sie ihren Dank vor Gott aus …“ (Vers 21)

Diesem Muster folge auch ich in entsprechenden Situationen, in dem Wissen, dass der Herr mir auch helfen wird. Welche Erfahrungen hast du schon in dieser Hinsicht gemacht?

jesus hilftWir müssen tun, was wir können, den Rest hilft uns der Herr durch unseren Glauben (Quelle)

Du sollst diesem Volk vorangehen

Nachdem der Herr dem Volk in seinem Ausharren in Bedrängnis Trost zugesprochen hatte (Mosia 24:16), sprach er zu Alma dem Älteren: „… Du sollst diesem Volk vorangehen, und ich werde mit dir gehen und dieses Volk aus der Knechtschaft befreien.“ (Mosia 24:17).

Du sollst diesem Volk vorangehen. Hierbei kommt mir der Auftrag des Herrn an Mose ins Gedächtnis. Sein Auftrag lautete ähnlich: „Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!“ (Exodus 3:10). Die Sache ist nur, als Führer einer Gruppe sollte man Ziel und Weg kennen. Wie wunderbar, dass Gott einen da nicht alleine lässt. „Ich bin mit dir“, sagte er zu Mose (Exodus 3:12) und Gleiches versprach er auch Alma dem Älteren. Auf mich bezogen lerne ich daraus: Immer, wenn ich einen Auftrag des Herrn übertragen bekomme, steht er mir auch zur Seite, damit ich das ausführen kann, wozu ich beauftragt worden bin (1. Nephi 3:7). Was nicht bedeuten soll, dass ich mir keine eigenen Gedanken machen brauche (Lehre und Bündnisse 9:7). Der Herr wird nur dort helfend zur Seite stehen, wo ich es aus eigener Kraft nicht schaffen würde. Welches prägnante Erlebnis fällt dir ein, wo der Herr dir Hilfestellung gegeben hat, um seinen Auftrag erfolgreich auszuführen?

mose führt israel aus der knechtschaftMose führt Israel aus der Knechtschaft
(Quelle)

So groß war ihr Glaube und ihre Geduld, dass die Stimme des Herrn abermals an sie erging

Nachdem Alma der Ältere und seine Anhänger vor Kurzem schon einmal direkt vom Herrn Zuspruch empfingen (Mosia 24:13), geschah es nun noch einmal: „Und es begab sich: So groß war ihr Glaube und ihre Geduld, dass die Stimme des Herrn abermals an sie erging, nämlich: Seid voller Trost, denn morgen werde ich euch aus der Knechtschaft befreien.“ (Mosia 24:16).

So groß war ihr Glaube und ihre Geduld, dass die Stimme des Herrn abermals an sie erging. Glauben (eine Grundhaltung des Vertrauens; Hebräer 11:1) und Geduld (die Fähigkeit Schwierigkeiten klaglos zu ertragen), waren bei dem Volk so groß, dass der Herr ihnen einen genauen Termin mitteilte, an dem sie durch ihn aus ihrer misslichen Lage befreit werden würden. Ich leite für mich daraus ab, dass der Herr auch mich aus Trübsal, Leiden und Bedrängnissen befreien wird, wenn ich nur genügend Glauben und Geduld aufbringe. Geduld aber erlange ich wiederum nur in Bedrängnis (Römer 5:3). Wir leben in einer Zeit, in der Satan auf Erden wütet und die Aufforderung des Jakobus, geduldig nach der Ankunft des Herrn Ausschau zu halten, so wie auch der Bauer geduldig auf die Ernte wartet, gerade für uns Gültigkeit hat (Jakobus 5:7). So versuche ich Situationen der Bedrängnis dazu zu nutzen, meine Geduld zu erweitern. Welche Situationen hast du hinter dir, in denen du Geduld gelernt hast?

geduld
Hoffentlich nicht
(Quelle; Titelbild Quelle)

Sie unterwarfen sich frohgemut und mit Geduld in allem dem Willen des Herrn

Auf ihr stilles Flehen hin, sprach der Herr dem Volk Mut zu und gab ihm die Zusicherung, die ihnen auferlegten Lasten leicht zu machen, damit sie wüssten, dass er sich ihrer Bedrängnisse annimmt und sie dafür später als Zeugen auftreten sollten (Mosia 24:13-14): „Und nun begab es sich: Die Lasten, die Alma und seinen Brüdern aufgelegt waren, wurden leicht gemacht; ja, der Herr stärkte sie, so dass sie ihre Lasten mühelos tragen konnten, und sie unterwarfen sich frohgemut und mit Geduld in allem dem Willen des Herrn.“ (Mosia 24:15).

Sie unterwarfen sich frohgemut und mit Geduld in allem dem Willen des Herrn. Unterwerfung bedeutet in diesem Zusammenhang, sich dem Willen einer Autorität, hier Gott, unterordnen, sich fügen, gehorchen. Das Volk Alma des Älteren ist mir ein Beispiel dafür, mich mit einer optimistischen Einstellung, schwierigen Situationen zu stellen, im Vertrauen darauf, sie mit der Hilfe des Herrn erfolgreich zu durchstehen. Eigentlich ist es für mich selbstverständlich mich frohen Mutes Gott unterzuordnen und nur dem Satan Widerstand zu leisten (Jakobus 4:7). Nur auf diese Art und Weise wird es mir möglich sein, ewiges Leben zu erlangen (Hebräer 12:9). Wie sollte ich anders tun, wenn es mir sogar durch meinen Erlöser, Jesus Christus, vorgelebt wurde und weiterhin werden wird (1. Korinther 15:28)? Wie schwer fällt es dir, dich jemandem zu unterwerfen und wenn es dir freigestellt sein würde, wessen Willen würdest du dich dann frohgemut und mit Geduld fügen?

unterordnen
(Quelle)

Alma und sein Volk erhoben nicht mehr ihre Stimme zum Herrn

Was taten Alma der Ältere und seine Anhänger, nachdem Amulon ihnen bei Todesstrafe das Beten zu ihrem Gott verboten hatte (Mosia 24:11): „Und Alma und sein Volk erhoben nicht mehr ihre Stimme zum Herrn, zu ihrem Gott, sondern sie schütteten ihr Herz vor ihm aus; und er wusste die Gedanken ihres Herzens.“ (Mosia 24:12).

Gebete können sowohl laut in der Öffentlichkeit (Matthäus 21:13) oder zu Hause mit der Familie (3. Nephi 18:21), oder an besonders ausgewählten Orten der Einsamkeit (Matthäus 14:23) als auch alleine und in Gedanken (3. Nephi 20:1) gesprochen werden (Lehre und Bündnisse 19:28).

Alma und sein Volk erhoben nicht mehr ihre Stimme zum Herrn. Wer kennt nicht das deutsche Volkslied über die Freiheit der Gedanken: „Die Gedanken sind frei“ (Text siehe hier)? Ich habe die unterschiedlichsten Möglichkeiten mit dem Herrn Kontakt aufzunehmen. Sollte es mir verboten werden öffentlich und laut zu beten, so habe ich immer noch die Möglichkeit in Gedanken und Gefühlen, also mit dem Herzen zu beten. Wenn ich demütig bin, so kann ich mir sicher sein, dass der Herr auf meine gerechten Gebete (2. Nephi 4:35) auch antworten wird (Lehre und Bündnisse 112:10). Sollte dir verboten werden laut zu Gott beten, welche Möglichkeiten würdest du dann nutzen?

die gedanken sind frei(Quelle; Titelbild Quelle)

Dass jedermann, der dabei angetroffen wurde, dass er Gott anrief, hingerichtet werden würde

So groß wurden die Bedrängnisse durch Amulon, dass Alma der Ältere und dessen Anhänger, den Herren in außergewöhnlicher Weise anriefen (Mosia 24:10): „Und Amulon gebot ihnen, mit ihrem Schreien aufzuhören; und er setzte Wachen über sie, um sie zu bewachen, so dass jedermann, der dabei angetroffen wurde, dass er Gott anrief, hingerichtet werden würde.“ (Mosia 24:11).

Hierbei fällt mir gleich die Begebenheit mit Daniel in der Löwengrube ein. Daniel war der beste Beamte, den König Darius hatte und zudem ein getreuer Diener Gottes. Das neideten die anderen Beamten ihm und wollten ihn irgendwie zu Fall bringen. Sie empfahlen Darius ein Dekret zu erlassen, dass keiner in seinem Reich, innerhalb dreißig Tagen, Gott anbeten solle, auch keinen anderen Menschen als nur den König (Daniel 6:8). Daniel hielt sich nicht daran sondern betete Gott dreimal täglich an. Die Beamten berichteten dies dem König und drängten ihn, Daniel in die Löwengrube zu werfen. Widerwillig kam der König dem nach, fastete für ihn und war am nächsten Tag von Herzen froh, dass der Herr Daniel gerettet hatte. Nun wurden diejenigen, die Daniels Tod herbeiführen wollten, selber in die Grube geworfen und kamen darin sofort um. Daniel erging es aber unter dem Mederkönig Darius und dem Perserkönig Kyrus gut (die ganze Begebenheit in Daniel 6).

Dass jedermann, der dabei angetroffen wurde, dass er Gott anrief, hingerichtet werden würde. Ich bin so dankbar, dass ich in einer Zeit und einem Land leben darf, in dem solche Verbote mit solchen drakonischen Strafen nicht herrschen, dass ich zu meinem Gott beten darf, wann und wo auch immer ich will. Was bewegt dich, wenn du daran denkst, dass du in der Ausübung deines Glaubens in der beschriebenen Weise gehindert werden würdest?

daniel-lowenDaniel in der Löwengrube
(Quelle; Titelbild Quelle)

Deshalb war er auf ihn wütend

Alma der Ältere und seine Anhänger wurden nun von Amulon, dem von Laman eingesetzten Herrscher über das eingenommene Land Almas, Helam (Mosia 23:39,19-20,29), unterdrückt (Mosia 24:8): „Denn Amulon wusste von Alma, dass er einer der Priester des Königs gewesen war und dass er es gewesen war, der den Worten Abinadis geglaubt hatte und vor dem König verjagt worden war, und deshalb war er auf ihn wütend; denn er war König Laman untertan, und doch übte er Gewalt über sie aus und bürdete ihnen Arbeiten auf und setzte Arbeitsaufseher über sie.“ (Mosia 24:9).

Sicherlich kennst du von Heinrich Hoffmann, dem deutschen Psychiater, Lyriker und Kinderbuchautor und Verfasser des Struwwelpeters (1809 – 1894) „Die Geschichte vom bösen Friederich“:

Der Friederich, der Friederich,
Das war ein arger Wüterich!
Er fing die Fliegen in dem Haus
Und riss ihnen die Flügel aus.
Er schlug die Stühl’ und Vögel tot,
Die Katzen litten große Not.
Und höre nur, wie bös er war:
Er peitschte seine Gretchen gar!

Deshalb war er auf ihn wütend. Leider passiert es auch mir hier und da noch, dass ich in einen erregten Gemütszustand gerate. Sollte mich jemand z. B. beim Autofahren meiner Meinung nach unrechtmäßig behindern, werde ich kurzfristig leicht wütend, aber bekomme mich, erinnernd daran, dass aus der Sicht anderer, ich womöglich oft das gleiche in ihnen verursache, recht schnell wieder in den Griff. Ich nehme mich immer mehr in Acht vor dem wütend werden, denke an die Folgen (siehe „Die Geschichte vom bösen Friederich“). Man verliert leicht die Selbstkontrolle, viel Schlimmes entsteht daraus: über Schlägereien (Numeri 22:27), kriegerische Auseinandersetzungen (2. Makkabäer 5:11), bis hin zu Mord (Daniel 2:12), ist alles unbedachte Handeln drin. Wie gehst du mit aufkommender Wut um?

wut(Quelle; Titelbild Quelle)

Amulon fing an, Gewalt über Alma und seine Brüder auszuüben

Der ehemalige, durch den gottlosen König Noa ernannte Priester Amulon und jetzt durch König Laman eingesetzte weltliche Führer im Land Helam (Mosia 23:39), stiftet seine Anhänger an: „… Gewalt über Alma und seine Brüder auszuüben, und fing an, ihn zu verfolgen, und veranlasste, dass seine Kinder ihre Kinder verfolgten.“ (Mosia 24:8).

Amulon fing an, Gewalt über Alma und seine Brüder auszuüben. Fortgesetzte Gewaltausübung wird in Deutschland mit Freiheitsstrafe geahndet (StGB § 107). Hierunter fallen körperliche Misshandlung sowie Handlungen gegen Leib und Leben oder gegen die Freiheit anderer Personen. Aber es gibt auch noch seelische Gewalt mit schwerwiegenden Folgen. Der Herr sagt uns, dass fast jeder Mensch dazu neigt, die ihm übertragene Macht zu missbrauchen (Lehre und Bündnise 121:39). Im Besonderen hat der Herr diejenigen gewarnt, Gewalt anzuwenden, die sein Priestertum tragen. Er sagt, dass die Rechte des Priestertums unzertrennlich mit den Mächten des Himmels verbunden sind und nur in Rechtschaffenheit ausgeübt werden können. Würde „mit dem geringsten Maß von Unrecht irgendwelche Gewalt oder Herrschaft oder Nötigung auf die Seele der Menschenkinder“ ausgeübt, würden wir den Geist des Herren betrüben und er würde sich zurückziehen und wir würden keine Macht mehr haben (Lehre und Bündnisse 121:36-37). Ich bin dankbar für die Macht des Priestertums, die ich tragen darf, und hüte mich davor, sie unrechtschaffen zu nutzen. Ich habe gelernt, sie im Dienst an meinem Mitmenschen zu deren Wohl und Nutzen auszuüben. Wie gehst du mit der Macht um, die dir übertragen worden ist?

gewalt(Quelle; Titelbild Quelle)