Nach dem Zeitraum von zwei Jahren trat Abinadi in Verkleidung unter sie

Was macht ein Unternehmen, wenn sich seine Führungskräfte weit von der Realität im Unternehmen entfernt haben? Es schickt den Boss verdeckt dorthin, wo die originäre Arbeit getan wird. Im Fernsehen hast du das vielleicht schon mal in der Serie „Undercover Boss“ miterlebt. Der Boss verkleidet sich so, dass er möglichst von keinem Mitarbeiter erkannt wird, und arbeitet als angeblicher Praktikant an der Basis mit und kann so am eigenen Leib erleben, was im Unternehmen gut läuft bzw. unbedingt geändert werden muss, um Arbeitsabläufe zu optimieren und am Markt erfolgreicher zu sein.

Auch der Prophet Abinadi stattete den Nephiten einen weiteren Besuch ab, diesmal aber `undercover´, um sie nochmals wach zu rütteln, nachdem sie ihm beim ersten Besuch vor zwei Jahren, nach dem Leben trachteten und er vom Herrn gerettet wurde (Mosia 11:26): „Und es begab sich: Nach dem Zeitraum von zwei Jahren trat Abinadi in Verkleidung unter sie, so dass sie ihn nicht erkannten, und fing an, unter ihnen zu prophezeien, nämlich: So hat der Herr mir geboten, nämlich: Abinadi, gehe hin und prophezeie diesem meinem Volk, denn sie haben ihr Herz gegen meine Worte verhärtet; sie sind von ihren Missetaten nicht umgekehrt; darum werde ich sie heimsuchen in meinem Zorn, ja, in meinem grimmigen Zorn werde ich sie heimsuchen in ihren Übeltaten und Greueln.“ (Mosia 12:1).

Nach dem Zeitraum von zwei Jahren trat Abinadi in Verkleidung unter sie. Bei der Recherche zu diesem Blogbeitrag wurde ich auf Folgenden Gedanken gestoßen: Ist nicht Christus, der Erstgeborene des Vaters im Geist (Hebräer 1:6; Lehre und Bündnisse 93:21), auch aus seinem `Vorstandsbereich´ im Himmel heruntergekommen zur `Basis´ und hat etwa 33 Jahre alles `undercover´ miterlebt (Johannes 1:14)? Allerdings musste er nicht kommen, um in der `Unternehmensführung´ Verbesserungen herbeizuführen. Er ist ausschließlich gekommen, um für die `Basis´ Verbesserungen zu erwirken: „…die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Köstliche Perle Mose 1:39). Wie in der Dokusoap haben die meisten Menschen ihn nicht erkannt und erkennen ihn heute noch nicht (Johannes 1:10). Ich bin dankbar, dass ich zu jenen gehören darf, die seine Identität enttarnt haben (Johannes 1:12). Ich weiß, dass er der Schöpfer der Welten und unser Erretter ist und wir nur durch ihn unser Potenzial voll ausschöpfen können: Erben des Höchsten zu werden (Römer 8:17). Was hast du getan, oder was tust du, um denjenigen, der `undercover´ aus der `Chefetage´ zu uns herniederkam, zu enttarnen und als unseren Erlöser anzuerkennen?

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(Quelle)

König Noa verhärtete sein Herz gegen das Wort des Herrn

Wenn einem das Herz gegenüber dem Wort Gottes verhärtet ist, nimmt man es nicht an und erkennt seine Untaten nicht: „Nun waren die Augen des Volkes verblendet; darum verhärteten sie ihr Herz gegen die Worte Abinadis, und sie trachteten von der Zeit an, ihn zu ergreifen. Und König Noa verhärtete sein Herz gegen das Wort des Herrn, und er kehrte von seinen Missetaten nicht um.“ (Mosia 11:29).

Mir kommen da gleich Begebenheiten aus der Bibel in den Sinn, wo sich des Menschen Herz verhärtete und er nicht auf die Worte Gottes achten wollte. So die Begebenheit in der Mose, vom Herren beauftragt, mit Pharao darum rang, dass er das Volk Israel aus seiner Knechtschaft ziehen lassen sollte. Im Gegensatz zu dem Bericht im Mosia, fällt in der Einheitsübersetzung auf, dass dort steht, dass der Herr das Herz Pharaos verhärtete (Exodus 7:3). Kann das sein, dass der Herr dem Menschen das Herz verhärtet? In dem Fall würde er ja die Entscheidungsfreiheit des Menschen, die er ihm schon im Garten Eden gewährt hat (wozu ansonsten das Gebot, von dem einen Baum dürft ihr essen, von dem anderen aber nicht; Genesis 2:16-17; Köstliche Perle Mose 7:32), einschränken. Satan ist es, der diese Entscheidungsfreiheit bekämpft (Köstliche Perle Mose 4:3). Wir wissen, dass die Bibel von Menschen übertragen wurde und dabei trotz Sorgfältigkeit sich Fehler einschlichen. Joseph Smith bekam den Auftrag vom Herrn, außer dem Buch Mormon, auch die Bibel zu übersetzen und dort heißt es an entsprechender Stelle, dass der Pharao sein Herz verhärten wird: „And Pharaoh will harden his heart, as I said unto thee; and thou shalt multiply my signs, and my wonders, in the land of Egypt.“ (Inspired Version of the Bible Exodus 7:3; nicht von JS veröffentlicht sondern von RLDS 1867, mehr lies hier).

König Noa verhärtete sein Herz gegen das Wort des Herrn. Ich habe im Laufe meines Lebens gelernt, mein Herz nicht gegen das Wort des Herrn zu verhärten. Ich erkenne darin die Liebe Gottes zu seinen Kindern. Er hat seinen Sohn für uns geopfert, damit wir, wenn wir Christus annehmen und sein Wort bis an unser Lebensende befolgen, dereinst in seine Gegenwart zurückkehren können (Markus 13:13; 3. Nephi 27:6). Was tust du, um für das Wort Gottes ein nicht verhärtetes Herz zu haben?

Crop Import

Crop Import (Quelle)

Wer ist Abinadi, dass ich und mein Volk von ihm gerichtet werden sollten

Wir lesen, dass König Noa über Abinadis Worte, die Gott aufgetragen hatte ihm und seinem Volk mitzuteilen, nicht erfreut war: „Als nun König Noa von den Worten gehört hatte, die Abinadi zum Volk gesprochen hatte, war er auch wütend; und er sprach: Wer ist Abinadi, dass ich und mein Volk von ihm gerichtet werden sollten, oder wer ist der Herr, der so große Bedrängnis über mein Volk bringen wird?“ (Mosia 11:27).

Wer ist Abinadi, dass ich und mein Volk von ihm gerichtet werden sollten. Bei dieser Schilderung denke ich gleich an die Begebenheit zwischen Mose und dem Pharao, als Mose und sein Bruder Aaron den Pharao aufforderten, das Volk Israel in die Wüste ziehen zu lassen: „Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dass ich ihm gehorchen müsse und Israel ziehen lasse? Ich weiß nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht ziehen lassen.“ (Exodus 5:2). Unter uns kommt es auch manchmal vor, dass der eine oder andere sich fragt, wer denn der Bischof, der Pfahlpräsident, der Siebziger, der Apostel oder der Prophet ist, dass wir seinen Rat befolgen sollten? Gerade sind viele in der Debatte, sollen wir den Ratschlag der Apostel und Propheten befolgen, dass die Abendmahlsversammlung die erste Versammlung im Ablaufschema am Sonntag sein sollte? Es sei ja nur eine Empfehlung. Ich habe mich eindeutig dafür entschieden, auf die Worte der Diener des Herrn zu hören und sie zu befolgen, denn ich weiß, der Herr wird es nicht zulassen, dass sie mich in die Irre führen (siehe Amtliche Erklärung 1: AUSZÜGE AUS DREI REDEN DES PRÄSIDENTEN WILFORD WOODRUFF IN BEZUG AUF DAS MANIFEST). Wie gehst du mit diesem Thema um, soll man die Ratschläge der Autoritäten beherzigen, oder wer sind sie denn, dass sie uns so etwas sagen?

Mose vor dem Pharao

Mose vor dem Pharao (Quelle)

Als diese Worte gesprochen hatte, waren sie wütend

Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch, ehe er unfreundlich reagiert? Bist du auch schon mal in einer Situation gewesen, in der du gerechtfertigt kritisiert (Beurteilung von Handlungen anhand von Maßstäben) wurdest? Ab welchem Zeitpunkt hast du auf die Kritik nicht mehr rational reagiert?

Der Prophet Abinadi hat den Nephiten im Auftrag des Herrn, ihnen ihre Untaten vorgehalten und ihnen aufgezeigt, wie der Herr darauf reagieren würde. Wie reagierte das Volk darauf? „Nun begab es sich: Als Abinadi diese Worte zu ihnen gesprochen hatte, waren sie wütend auf ihn und trachteten ihm nach dem Leben; aber der Herr befreite ihn aus ihren Händen.“ (Mosia 11:26).

Als Abinadi diese Worte zu ihnen gesprochen hatte, waren sie wütend. Zuviel Negativwahrheit, erst recht, wenn sie berechtigt und konstruktiv vorgetragen wird, können viele Menschen offensichtlich nicht gelassen ertragen. Sie werden mit der Zeit aggressiv, oft bis hin zu Mordgedanken. Allerdings: „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung“. Soll sagen: Wenn man erst einmal seine Fehler erkannt hat, beginnt die Arbeit an sich, sich zu verbessern. Bei der Selbsterkenntnis hilft mir häufig konstruktive Kritik von jemandem, der die Materie beherrscht. Wenn ein Prophet Gottes Kritik übt, so bin ich fest überzeugt, dass die Materie beherrscht wird, weil Gott dahintersteht, und ich bin gut beraten, sie dankbar anzunehmen. Auf diese Weise begebe ich mich auf den Weg der Verbesserung. Wie gehst du mit einer solchen Kritik um?

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Aus dem Buch: Der Kritiker (Quelle)

Wenn dieses Volk nicht umkehrt

Abinadi, der Prophet des Herren, der die Nephiten aus ihrer Abkehr von Gott und ihren Gräueltaten unter König Noa aufrütteln sollte, sagt ihnen, was eintreten wird, wenn sie nicht umkehren: „Und es wird sich begeben: Wenn dieses Volk nicht umkehrt und sich nicht zum Herrn, zu seinem Gott, wendet, werden sie in Knechtschaft geraten; und niemand wird sie befreien, außer der Herr, der Allmächtige Gott.“ (Mosia 11:23).

Wenn dieses Volk nicht umkehrt …, werden sie in Knechtschaft geraten. In einer ähnlichen Lage befand sich Israel. Auch hier hat das Volk sich vom Herrn abgewandt und Unzucht getrieben (Hosea 5:3). Es ist von seinen Gräueltaten nicht umgekehrt (Hosea 5:4). Sein Treuebruch führte dazu, dass sein Besitz vom glühenden Wind gefressen wurde (Hosa 5:7). Ich lerne daraus, dass der Herr mir nicht aus Schwierigkeiten heraushelfen wird, in die ich mich selber wissentlich gebracht habe, durch Untreue gegenüber den Bündnissen, die ich mit ihm schließen durfte, außer ich übe Umkehr (Lehre und Bündnisse 19:4). Jeden Sonntag sinne ich beim Abendmahl darüber nach, wo ich wohl noch nicht Umkehr geübt habe und bitte den Herrn um Vergebung und bemühe mich, mich in der kommenden Woche zu verbessern. Wie gehst du mit deinen Bündnissen mit Gott um?

glühender wind

Glühender Wind (Hosa 5:7; Quelle)

Und wenn sie nicht in Sack und Asche umkehren

Abinadi predigt den durch König Noa und seinen selbst ernannten Priestern verführten Nephiten Umkehr und kündigt ihnen an, was bei Nichtbeachtung folgen würde. Sie würden in Knechtschaft geraten (Mosia 11:23) und der Herr würde ihr Schreien nur langsam beachten (Mosia 11:24), des Weiteren: „Und wenn sie nicht in Sack und Asche umkehren und mächtig zum Herrn, zu ihrem Gott, schreien, werde ich ihre Gebete nicht vernehmen, und ich werde sie auch nicht aus ihren Bedrängnissen befreien; und so spricht der Herr, und so hat er mir geboten.“ (Mosia 11:25).

Und wenn sie nicht in Sack und Asche umkehren. Im Orient war der `Sak´ ein schmuckloses raues Kleid, mittels dessen der Träger anzeigte, dass gerade Trauer anstatt Freude sein Leben bestimmte. Die Asche, in die er sich ggf. setzte, war ein Zeichen für die Vergänglichkeit. `In Sack und Asche´ gehen bedeutet im übertragenen Sinn traurig über Fehlverhalten zu sein, es zu bereuen und aufrichtige Umkehr zu üben und von Demut erfüllt den Herrn um Vergebung anzuflehen (Esther 4:1; Lukas 10:13; Daniel 9:3). Genauso ergeht die Warnung Abinadis, die von heute lebenden Propheten in ähnlicher Form bestätigt wird, auch mir: Wenn ich nicht von begangenem Übeltun umkehre, den Herrn demütig um Vergebung bitte, werde ich genau sowenig in den Genuss der heilenden Auswirkungen des Sühnopfers Jesu kommen. Wie gehst du mit dem in `Sack und Asche gehen´ um?

sach und asche

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ich bin der Herr, ihr Gott

Folgende Aussage des deutschen Philosophen und Theologen Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher (1768-1834) wird wohl eher Verwirrung stiften, als zur Klärung des Begriffes Eifersucht beizutragen: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.“ Ein sumerisches Sprichwort soll helfen zu verstehen: „Wird der Ochse gestriegelt, knurrt ihn der Hund an.“ will sagen: Was der eine bekommt oder hat und der andere nicht, verursacht in diesem eine gewisse starke Enttäuschung und Unzufriedenheit, verbunden mit dem starken Verlangen, es auch haben zu wollen, was zu unkontrollierten Handlungen führen kann, womit wir bei dem Zitat von oben sind.

Der Prophet Abinadi erklärt den Nephiten, dass sie, wenn sie aufgrund ihrer Gräueltaten, von denen sie nicht umkehren (Mosia 11:20-21), keine Hilfe vom Herrn in ihren Bedrängnissen zu erwarten haben: „Und es wird sich begeben: Sie werden wissen, dass ich der Herr bin, ihr Gott, und ein eifersüchtiger Gott bin und die Übeltaten meines Volkes heimsuche.“ (Mosia 11:22).

Sie werden wissen, dass ich der Herr bin, ihr Gott, und ein eifersüchtiger Gott bin. Wie können wir uns nun erklären, dass Gott eifersüchtig ist und worauf? Ich denke an das erste der Gebote, die der Herr Mose gegeben hatte: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ (Exodus 20:3). Ich verstehe das so: Er ist nicht eifersüchtig auf etwas, was wir haben und er nicht; paradox, er hat ja alles, er stellt es uns zur Verfügung. Er hat uns ein Gebot gegeben, neben ihm keinen anderen Gott anzubeten. Wenn wir es dennoch tun, übertreten wir sein Gebot. Die Verletzung führt zu angekündigten Folgen und der Herr wird nicht helfend eingreifen außer wir üben ernsthafte Umkehr (Exodus 20:5). Wenn wir anderen Göttern dienen, gehen wir dem Herrn fremd und begehen im übertragenen Sinn `Ehebruch´; wir brechen unser Bündnis, ihm treu zu bleiben. Sein Sühnopfer ist im übertragenen Sinn das Eifersuchtsopfer, das unsere Schuld feststellt (Numeri 5:15). Was sind deine Gedanken zu einem eifersüchtigen Gott?

eifersucht

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Und wenn sie nicht umkehren

Im täglichen Leben haben wir es unaufhörlich mit dem Erleben von Konsequenzen zu tun: „Wenn am Himmel dunkle Wolken aufziehen, dann wird es bald regnen.“ Du hast sicherlich ähnlich formulierte `wenn-dann-Aussagen´ aus deiner Kindheit und Jugend in Erinnerung, wirst sie aber sicherlich ebenso selber in der Erziehung deiner Kinder eingesetzt haben. Oft ist es eben so, dass wir Menschen nur über solcherlei Aussagen vor den Konsequenzen unbedachter Handlungen zurückschrecken.

So sollte auch der Prophet Abinadi dem Volk Nephi, welches nun mehr und mehr den Untaten König Noas folgte, Strafe androhen, wenn es sich nicht wieder dem Herrn zuwenden würde: „Und wenn sie nicht umkehren und sich nicht zum Herrn, zu ihrem Gott, wenden, siehe, dann werde ich sie ihren Feinden in die Hände liefern; ja, und sie werden in Knechtschaft geraten; und sie werden durch die Hand ihrer Feinde Bedrängnis leiden.“ (Mosia 11:21).

Und wenn sie nicht umkehren und sich nicht zum Herrn, …, wenden, …, dann. Eine weitere solcher `wenn-dann-Aussagen´ finde ich im Neuen Testament im Fall der falschen Prophetin Isebel (Offenbarung 2:20-23). Ich überlege mir, warum der Herr wohl diese `wenn-dann-Aussagen´ einsetzt. Versetzen wir uns in eine Prüfungssituation, in der ein Test geschrieben wird. Werden da nicht im Vorhinein Konsequenzen für Täuschungen kommuniziert, hätte der Prüfer keine Handhabe gegen diejenigen, die sich ein gutes Ergebnis, trotz Nichtbeherrschens der getesteten Materie, erschleichen. Würde der Herr uns nicht die Folgen des Nichtbeachtens seiner Vorgaben kundtun, hätte er im Fall des Nichtbefolgens keine Handhabe gegen uns. Vorteil für uns: Wenn wir Entscheidungen treffen, wissen wir im Vorhinein, was uns erwartet. Vorzugsweise aber halte ich die Vorgaben des Herrn aus Liebe zu ihm ein, anstatt aus Angst vor schmerzhaften Konsequenzen. Welches sind deine Antriebe Entscheidungen zu treffen?

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Siehe, so spricht der Herr

Nachdem König Noa die kirchliche Ordnung auf den Kopf gestellt hat und meinte, er kann eigenmächtig die Vollmacht über die Kirche übernehmen, musste der Herr eingreifen: „Und es begab sich: Es war ein Mann unter ihnen, dessen Name war Abinadi; und er trat unter sie und begann zu prophezeien, nämlich: Siehe, so spricht der Herr, und so hat er mir geboten, nämlich: Gehe hin und sage diesem Volk, so spricht der Herr: Weh sei diesem Volk, denn ich habe ihre Greuel gesehen und ihre Schlechtigkeit und ihre Hurerei; und wenn sie nicht umkehren, werde ich sie in meinem Zorn heimsuchen.“ (Mosia 11:20).

Siehe, so spricht der Herr. Diese Aussage kommt in dieser Form in der Bibel etwa 270 Mal und in neuzeitlichen heiligen Schriften weitere 101 Mal vor. In den heiligen Schriften wird `der Herr´ als Titel, unter großer Achtung und Ehrerbietung, für Gott, den Vater, und den Erretter Jesus Christus benutzt. Hierdurch wird ihrer Stellung, als die höchsten, ihre Schöpfung liebenden Herren, Ausdruck verliehen. Diese Formel benutzen ausschließlich diejenigen, die vom Herren (Gott Vater oder Jesus Christus) hierzu ermächtigt wurden oder werden – die Propheten und Apostel Jesu Christi. Seit Joseph Smith haben wir wieder solche bevollmächtigten Diener des Herrn (heute lebende siehe hier) auf Erden und ich tue gut daran, deren Worte zu beachten, da mich dann die Mächte der Finsternis nicht überwältigen können (Lehre und Bündnisse 21:4-6). Wie reagierst du auf Aussagen, die so beginnen: „Siehe, so spricht der Herr“?

so spricht der herr

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So prahlten sie und freuten sich am Blut

Wenn dir etwas besonders gut gelingt, bekommst du dann auch ein überaus wohliges Gefühl? Bei den Nephiten unter König Noa ging dieses wohlige Gefühl dann aber etwas zu weit: „Und nun wurden sie in ihrem Herzensstolz wegen dieses großen Sieges überheblich; sie prahlten mit ihrer eigenen Stärke und sagten, ihrer fünfzig könnten Tausenden Lamaniten standhalten; und so prahlten sie und freuten sich am Blut und am Vergießen des Blutes ihrer Brüder, und dies wegen der Schlechtigkeit ihres Königs und ihrer Priester.“ (Mosia 11:19).

So prahlten sie und freuten sich am Blut und am Vergießen des Blutes ihrer Brüder. Ganz im Gegensatz zuzeiten seines Vaters Zeniff, wo die Nephiten um die Hilfe des Herrn bei ihrem Versuch ihr Leben gegen die Angriffe der Lamaniten zu verteidigen und er ihnen die notwendige Hilfe zugestand, und sie ihm, dem Herrn, dafür die Ehre gaben (Mosia 9:17), denken die Nephiten unter König Noa, dass sie aus eigener Stärke heraus die Lamaniten besiegten. Daraus entstand Überheblichkeit und offensichtlich eine Sucht am Blutvergießen. Und das alles, nur wegen der Schlechtigkeit eines Einzigen, des Königs.

Ich lerne daraus zumindest drei Dinge:

  • dass ich trotz Erfolgs in meinen guten Vorhaben, die Ehre allein dem Herrn gebe und daran denke, dass er mir geholfen hat, diesen Erfolg zu erreichen, nachdem ich ihn vorher um seine Hilfe angerufen hatte (Jeremia 13:16);
  • dass ich in dem Zusammenhang evtl. aufkommenden Stolz im Keim ersticke und sofort durch Demut ersetze (1. Petrus 5:5);
  • dass ich durch schlechtes Verhalten andere ggf. anstecke auch zu sündigen.

Wie gehst du mit Erfolgserlebnissen um?

Junger Geschäftsmann ist erfolgreich und jubelt

(Quelle)