Sein Gesicht leuchtete mit überaus starkem Glanz

In der Werbung wird potenziellen Kundinnen versprochen, dass ihre gestresste Haut mit ein paar wenigen Frischekicks ihr Gesicht wieder strahlen lassen würde. Das strahlende Gesicht des Propheten Abinadi hat aber eine ganz andere Ursache: „Nun begab es sich: Nachdem Abinadi diese Worte gesprochen hatte, wagte das Volk König Noas nicht, Hand an ihn zu legen, denn der Geist des Herrn war auf ihm; und sein Gesicht leuchtete mit überaus starkem Glanz wie das des Mose, als er auf dem Berg Sinai war, als er mit dem Herrn sprach.“ (Mosia 13:5).

Hast du schon mal ohne Sonnenschutzcreme dein Gesicht etwas zu lange der Sonnenstrahlung ausgesetzt? Wenn du dann in den Spiegel geschaut hast, wird dich wohl auch ein strahlendes Gesicht angeschaut haben. Wenn Strahlung auf einen Körper einwirkt, wird sie absorbiert, ein Teil davon aber auch wieder abgestrahlt. Genauso ist es, wenn man aufgrund entsprechender Vorbereitung seitens Gottes, sich in seiner Gegenwart aufhalten darf. Dieses Strahlen zeigte sich eben bei Abinadi, Mose (Exodus 34:29-35) und anderen Propheten.

Sein Gesicht leuchtete mit überaus starkem Glanz. Der damalige zweite Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft der Kirche, James E. Faust, erzählte von den Bedingungen, die die Kirche einhalten sollte, wenn sie in Jerusalem das `Zentrum der Brigham-Young-Universität für Nahoststudien´ einrichten würde: sie dürfe nicht missionieren. Die Kirchenführer akzeptierten diese Bedingung und man hielt sich auch daran. Präsident Faust: „Nachdem der Vertrag unterzeichnet war, stellte einer unserer Freunde diese scharfsinnige Frage: „Wir wissen schon, dass Sie nicht missionieren werden, aber was wollen Sie denn gegen das Leuchten in ihren Augen unternehmen?“ Er sprach von unseren Studenten, die in Israel studierten.“ Die ganze Rede, „Das Leuchten in ihren Augen“, gehalten in der Oktober-Generalkonferenz 2005, kannst du hier nachlesen. Ich bemühe mich aufgrund meiner ganz persönlichen Bindung zu unserem liebenden Vater im Himmel und seinem Sohn, und der darin begründeten Anstrengungen, mein Handeln seinem Vorbild anzunähern, auch ein klein wenig seines Lichtes in meinem Angesicht leuchten zu lassen. Was machst du, um ein solches Strahlen in deinem Gesicht zu haben?

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(Quelle)

Darum wird Gott nicht zulassen, dass ich zu dieser Zeit vernichtet werde

Nachdem die Nephiten mit ihrem König Noah wegen der Wahrheiten über ihre Unzucht, die ihnen der Prophet aufgezeigt hatte, zornig waren, wollten sie Abinadi töten (Mosia 13:1). Folgendes trug sich dabei zu: „Und sie traten vor und versuchten, Hand an ihn zu legen; aber er widerstand ihnen und sprach zu ihnen: 3  Rührt mich nicht an, denn Gott wird euch schlagen, wenn ihr Hand an mich legt; denn ich habe die Botschaft, die zu überbringen der Herr mich gesandt hat, noch nicht überbracht; ich habe euch auch das noch nicht gesagt, was zu sagen ihr mich gebeten habt; darum wird Gott nicht zulassen, dass ich zu dieser Zeit vernichtet werde, 4  sondern ich muss die Gebote erfüllen, womit Gott mir geboten hat. Und weil ich euch die Wahrheit gesagt habe, seid ihr zornig auf mich. Und weiter, weil ich das Wort Gottes gesprochen habe, habt ihr über mich geurteilt, ich sei verrückt.“ (Mosia 13:2-4).

Ich denke in diesem Zusammenhang an den Auftrag, den der Herr dem Jona gab, den Bewohnern der Stadt Ninive, die am Tigris gelegene Hauptstadt des Assyrerreiches (705 v. Chr. bis 612 v. Chr.), das Strafgericht des Herrn wegen ihrer Schlechtigkeit anzukündigen (Jona 1:1-2). Jona hatte davor wohl mächtige Angst und wollte in einem Schiff nach Tarschich (wohl eine spanische Stadt) vor dem Auftrag fliehen (Jona 1:3). Bei der Überfahrt kam ein starker Sturm auf, der das Schiff zu zerstören drohte und er bekannte vor der Mannschaft, dass er für den Sturm der Grund sei und sie sollten ihn ins Meer werfen, damit es sich beruhige und sie nicht zu Schaden kämen (Joana 1:12-13). Ein großer Fisch verschlang ihn. Jona bereute sein Verhalten und der Herr ließ den Fisch ihn an Land speien (Jona 2:1-11) und gab Jona erneut den Auftrag nach Ninive zu gehen (Jona 3:1-2). Die Stadt durchstreifend verkündete er offenbar einen Tag lang nur folgenden Satz: „Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört!“ (Jona 3:4). Die Menschen kehrten um (Jona 3:5) und der Herr verschonte sie (Jona 3:10).

Darum wird Gott nicht zulassen, dass ich zu dieser Zeit vernichtet werde. Der Herr trägt immer Sorge dafür, dass sein Wort, welches für seine Kinder vonnöten ist, auch an sie gelangt. Auch Joseph Smith, dem Propheten der Wiederherstellung, konnte, trotz vieler früherer Versuche ihn zu töten, das Leben erst genommen werden, nachdem er den Auftrag des Herrn erfüllt hatte. „Im März 1844: In einer Versammlung mit den Zwölf Aposteln und anderen gibt er den Zwölf den Auftrag, die Kirche im Falle seines Todes zu leiten, und erklärt, dass er ihnen alle dafür erforderlichen Verordnungen, Vollmachten und Schlüssel übertragen hat. Am 7. Juni 1844: Gemeinsam mit seinem Bruder Hyrum wird er im Gefängnis von Carthage in Illinois ermordet.“ (Joseph Smiths Leben: Historischer Überblick). So sorgt der Herr stets dafür, dass jeder Prophet solange am Leben bleibt, bis dieser seinen ihm zugedachten Auftrag ganz erfüllt hat. Welche Gedanken beschäftigen dich in Bezug auf diese Sache?

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Jonas Transportmittel zurück ans Land (Quelle)

Wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden

Nachdem Abinadi das Volk unter König Noa fragte, ob die Errettung durch das Gesetz des Mose kommen würde und sie geantwortet haben, dass dies so sei (Mosia 12:31-32), sprach er zu ihnen: „… Ich weiß, wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden; ja, wenn ihr die Gebote haltet, die der Herr auf dem Berg Sinai dem Mose gegeben hat, nämlich:“ (Mosia 12:33).

Wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden. Der Herr hieß Mose, das Volk an den Berg Sinai zu bringen, es sollte aber nicht den Berg betreten, nur Mose mit seinem Bruder Aaron (Exodus 19:16-24). Welche Gebote hat der Herr dem Volk Israel auf dem Berg Sinai gegeben? Es waren die Zehn Gebote (Exodus 20:1-17). Abinadi sagte den Nephiten unter König Noa, wenn sie diese halten würden, dann würden sie errettet werden, so wie es der Herr Israel bestätigt hat (Exodus 19: 5-6). Diese zehn Gebote des Herrn, als nur ein bestimmter Teil des Gesetzes des Mose (siehe hier), sind heute immer noch in Kraft und ich weiß, dass seine Verheißung an das Volk Israel auch auf uns heute zutrifft, das wenn sie und der neue Bund (siehe hier) in unser Herz geschrieben sind (Hebräer 10:16), und wir sie halten, wir auch errettet werden würden, genauso wie es Abinadi den Nephiten verheißen hat. Wie stehst du zu dem Gesetz des Mose und insbesondere zu dem Teil, der die Zehn Gebote umfasst?

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Das Volk Israel am Fuße des Berges Sinai (Quelle)

Wenn ihr das Gesetz des Mose lehrt, warum haltet ihr es nicht?

Auf die Frage des Propheten Abinadis, gerichtet an die falschen Priester König Noas, was sie denn dem Volk lehren würden (Mosia 12:27), antworteten sie, dass sie das Gesetz des Mose lehrten (Mosia 12:28). Daraufhin fragte Abinadi: „… Wenn ihr das Gesetz des Mose lehrt, warum haltet ihr es nicht? Warum setzt ihr euer Herz auf Reichtümer? Warum begeht ihr Hurerei und vertut eure Kraft mit Dirnen, ja, und bringt dieses Volk dazu, Sünde zu begehen, so dass der Herr Grund hat, mich zu senden, um gegen dieses Volk zu prophezeien, ja, selbst ein großes Übel gegen dieses Volk?“ (Mosia 12:29).

Wenn ihr das Gesetz des Mose lehrt, warum haltet ihr es nicht? Hier fühle ich mich als Lehrer angesprochen, und Lehrer ist doch ein jeder von uns, sei es in der Familie gegenüber seinen Kindern, als Beispiel gegenüber seinen Mitmenschen, als Besuchs- oder Heimlehrer … Wenn ich einen Evangeliumsgrundsatz lehre, muss ich ihn selber auch halten, ansonsten läuft mein Lehren ins Leere. Gerne möchte ich die Stellung erreichen, die auch Paulus hatte, indem ich wie er sagen könnte: „Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.“ (1. Korinther 11:1). In einigen Punkten kann ich es sagen, in vielen anderen arbeite ich noch dran. Was hältst du z. B. von einem Menschen, der Ehrlichkeit propagiert, es aber offenkundig ist, wie unehrlich er bei der Erstellung seiner Steuererklärung, vorging; oder der dir mit der Zigarette im Mundwinkel sagt, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist; oder …?

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EPSON scanner image (Quelle)

euer Herz nicht darauf verwandt, zu verstehen

Einer der falschen Priester König Noas befragt den Propheten Abinadi, was die Schriftstelle im Jesaja 52:7-10 bedeutet (Mosia 12:20-24) und Abinadi erwidert, warum er als Priester das Wort Gottes nicht versteht und hält ihm vor, dass er doch als Priester den Geist der Prophezeiung haben müsste (Mosia 12:25), und wirft ihm vor, die Wege des Herrn zu verkehren, anstatt die Wahrheit zu lehren (Mosia 12:26) und gibt ihm dann folgende Antwort: „Ihr habt euer Herz nicht darauf verwandt, es zu verstehen; darum seid ihr nicht weise gewesen. Was also lehrt ihr dieses Volk?“ (Mosia 12:27).

Ihr habt euer Herz nicht darauf verwandt, es zu verstehen. Ich fühle mich aufgefordert, das Wort Gottes zu verstehen. Dazu muss ich es zunächst mit meinem Verstand durcharbeiten, und dann den Herrn fragen, ob ich es richtig verstanden habe. Wenn mein Sinnen richtig war, werde ich ein Brennen in meinem Herzen fühlen. Es bedeutet für mich also Arbeit und Anstrengung, wenn ich das Rechte erkennen will (Lehre und Bündnisse 9:7-8). Wie gehst du vor, wenn du Wahrheit erkennen willst?

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Das Wort Gottes kennenlernen bedeutet Arbeit mit Herz und Verstand (Quelle)

Er antwortete unerschrocken und widerstand allen Fragen

Das Volk beschwert sich über die schlimmen Prophezeiungen Abinadis gegen es bei seinem König (Mosia 12:9) und wiederholt ihm gegenüber Abinadis Aussagen (Mosia 12:10-12) und bekundet dem König gegenüber seine Loyalität (Mosia 12:13-15) und übergibt ihm Abinadi (Mosia 12:16). Der König beriet sich mit seinen Priestern (Mosia 12:17-18). Sie wollten nun ihrerseits Abinadi durch gezielte Fragen in Widersprüche verwickeln: „Und sie fingen an, ihn zu befragen, um ihn in Widersprüche zu verwickeln, damit sie dadurch etwas hätten, dessen sie ihn anklagen konnten; er aber antwortete ihnen unerschrocken und widerstand all ihren Fragen, ja, zu ihrer Verwunderung; denn er widerstand ihnen in all ihren Fragen und beschämte sie in all ihren Worten.“ (Mosia 12:19).

Er aber antwortete ihnen unerschrocken und widerstand all ihren Fragen. Ich lerne daraus, dass der Herr mit mir sein wird, wenn ich treu zu ihm stehe und ihn und sein Wort und das seiner Propheten bezeuge und falschen Anschuldigungen unerschrocken mit der Wahrheit entgegentrete und ich kann darauf vertrauen, dass er mich bei diesem Unterfangen durch seinen Geist leiten wird, das zu sagen, was Unwahrheit entlarvt (Lehre und Bündnisse 100:5-6). Wie handelst du in Situationen, in denen es um die Richtigstellung von Falschaussagen bezüglich des Wortes Gottes geht?

abinadi steht unerschrocken rede und antwort

Abinadi steht unerschrocken Rede und Antwort (Quelle)

Vieles prophezeite Abinadi gegen dieses Volk

Alles was der göttliche Prophet Abinadi dem Volk Nephi unter der Herrschaft des schlechten Königs Noa prophezeite, würde sich auch erfüllen: „Und es wird sich begeben: Wenn sie nicht umkehren, werde ich sie völlig vom Antlitz der Erde hinweg vernichten; doch werden sie einen Bericht zurücklassen, und ich werde ihn bewahren für andere Nationen, die das Land besitzen werden; ja, eben dies werde ich tun, damit ich anderen Nationen die Greuel dieses Volkes aufdecke. Und vieles prophezeite Abinadi gegen dieses Volk.“ (Mosia 12:8).

Welche Bedrängnisse kündigte Anbinadi aufgrund ihres Ungehorsams im Namen des Herrn an und wie haben sich seine Prophezeiungen erfüllt:

Ankündigung Erfüllung
Hungersnot (Mosia 12:4) Etwa 86 Jahre später: „Und so endete das einunddreißigste Jahr der Regierung der Richter über das Volk Nephi; und so hatten sie für den Zeitraum vieler Jahre Kriege und Blutvergießen und Hungersnot und Bedrängnis gehabt.“ (Alma 62:39)
Sie werden heulen (Mosia 12:4) Etwa 26 Jahre später: „Und nun gab es unter dem Volk Limhi großes Trauern und Wehklagen“ (Mosia 21:9)
Lasten werden auf ihren Rücken gebunden und sie werden wie stumme Esel getrieben (Mosia 12:5) Etwa 26 Jahre später: Die Lamaniten „fingen an, ihnen schwere Lasten auf den Rücken zu legen und sie zu treiben wie einen stummen Esel“ (Mosia 21:3)
Sie werden mit Hagel, dem Ostwind und Ungeziefer geschlagen
(Mosia 12:6)
Hier finde ich keine direkten Aussagen, erkläre es mir aber so:
Hagel, Ostwind und Ungeziefer tragen entscheidend zu Ernteverlusten bei und da sind wir wieder bei der Hungersnot, die etwa 86 Jahre später eintrifft (siehe Tabelle oben)
Große Seuche (Mosia 12:7) Etwa 130 Jahre später: „Ja, o Herr, und du siehst, dass sie umgekehrt sind wegen der Hungersnot und der Seuche und Vernichtung, die über sie gekommen sind.“ (Helaman 11:15)
Völlige Vernichtung (Mosia 12:8) Etwa 59 Jahre später wird die Erfüllung dieser Prophezeiung durch Alma gegenüber seinem Sohn Helaman zeitlich konkretisiert (Alma 45:9-14)

Etwa 530 Jahre später trifft die Vorhersage Abinadis, dass das Volk vernichtet werden sollte ein
(Mormon 8:7)

Ein Bericht über sie bleibt erhalten (Mosia 12:8) Etwa 530 Jahre später verfasst Mormon diesen Bericht aufgrund von Originalberichten, die ihm vorlagen und auf Geheiß des Herrn
(Mormon 8:14-16)

Wieder erkenne ich, dass der Herr nichts tut, ohne es vorher seinen Knechten zu offenbaren (Amos 3:7), was mich dazu anregt, auf das zu achten, was uns heute lebende Propheten kundtun und danach zu handeln. Wie gehst du mit dem um, was Propheten uns kundtun? Willst du mehr über das Thema Propheten erfahren, kannst du hier (Kapitel 9: Propheten Gottes; Grundbegriffe des Evangeliums, (2011), 39–43) nachlesen.

propheten

Heute berufene Propheten des Herrn (Quelle)

soviel wert wie ein Kleid in einem heißen Ofen

Von Marc Aurel (121 n. Chr. – 180 n. Chr.), einem römischen Kaiser und Philosophen stammt das folgende Aphorisma: „Ein jeder ist so viel wert, wie die Dinge wert sind, um die es ihm ernst ist.“

Ich kann nun nicht sagen, welchen Wert für König Noa sein Leben aus seiner Sicht hatte, aber aus der Sicht Gottes sah es so aus: „Und es wird sich begeben: Das Leben König Noas wird soviel wert sein wie ein Kleid in einem heißen Ofen; denn er wird wissen, dass ich der Herr bin.“ (Mosia 12:3).

Das Leben König Noas wird soviel wert sein wie ein Kleid in einem heißen Ofen. Der Wert eines Kleides im heißen Ofen dürfte nicht sehr groß sein, da es sich dort in kürzester Zeit in Rauch auflöst und seinem zugedachten Zweck nicht mehr dienen wird. Genauso war es mit dem Leben von König Noah. Nach etwa drei Jahren kam es so, wie der Prophet Abinadi vorhersagte: er erlitt den Feuertod (Mosia 19:20). Und somit konnte er nicht mehr den Zweck erfüllen, zu dem er auf Erden war: Umkehr üben um Unsterblichkeit und ewiges Leben in der Gegenwart Gottes zu erlangen. Immer wieder sehen wir, die Prophezeiungen der wahren Propheten des Herrn, treffen wortgetreu ein. Wieder erkenne ich, dass es besser ist, rechtzeitig Umkehr zu üben, und dem Herrn bis ans Lebensende treu zu bleiben, denn dann erlange ich ewiges Leben in seiner Gegenwart (Römer 2:4-10). Gerne nehme ich mir auch diese Weisheit von Marc Aurel zu herzen: „Tu nicht, als wenn du Tausende von Jahren zu leben hättest. Der Tod schwebt über deinem Haupte. Solange du noch lebst, solange du noch kannst, sei ein rechtschaffener Mensch.“ (Selbstbetrachtungen IV, 17). Wie viel Wert ist dir dein Leben?

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(Quelle)

Wegen ihrer Übeltaten … auf die Wange geschlagen

Du wirst bei einem Kaffekränzchen aufgefordert: „Nimm doch noch ein Stück Kuchen“. Du willst nicht als Vielfraß erscheinen, aber dennoch sehr gerne zugreifen. Also entgegnest du: „Ehe ich mich schlagen lasse“ und greifst befreit zu.

Bei Abinadi klingt das Ganze allerdings etwas anders. Er soll im Namen des Herrn den nicht umkehrwilligen Nephiten etwas androhen: „Ja, weh sei dieser Generation! Und der Herr sprach zu mir: Strecke deine Hand aus und prophezeie, nämlich: So spricht der Herr, es wird sich begeben, dass diese Generation wegen ihrer Übeltaten in Knechtschaft gebracht werden wird und auf die Wange geschlagen werden wird; ja, und von Menschen gejagt werden wird und getötet werden wird; und die Geier aus den Lüften und die Hunde, ja, und die wilden Tiere werden ihr Fleisch fressen.“ (Mosia 12:2).

Dass diese Generation wegen ihrer Übeltaten … auf die Wange geschlagen werden wird. Sechsundzwanzig Jahre später, begann sich diese prophezeite Züchtigung zu erfüllen. Unter dem, den Lamaniten tributpflichtigen Monarchen Limhi, dem Nachfolger des schlechten Königs Noa, wurden die nicht umkehrwilligen Nephiten `auf die Wange geschlagen´ (Mosia 21:3-4). Was hat es wohl damit auf sich? Das Schlagen auf die Wange war unter den Juden ein Zeichen der Demütigung der Herrschenden über die Beherrschten (Klagelieder3:30). Geschlagen wurde nicht im Sinne von Körperverletzung, sondern mit dem Handrücken der rechten Hand wurde die rechte Wange berührt. Wer sich auf diese Art nicht demütigen lassen wollte, der sollte auch noch die linke Wange darbieten (Matthäus 5:39). Wenn ich von meinen Sünden nicht umkehre, darf ich mich nicht beklagen, wenn der Herr mich demütigt, es zulässt, dass mir auf die Wange geschlagen wird (Klagelieder 3:39). Deshalb muss ich immer meine Wege prüfen und erforschen, damit ich weiß, wann ich Umkehr zu üben habe (Klagelieder 3:40). Und dann wird der Herr meine Gebete erhören und meine Sache führen (Klagelieder 3:55-59) – davon bin ich zutiefst überzeugt. Wie reagierst du, wenn du das Gefühl hast, der Herr hat dich auf die Wange schlagen lassen?

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Das Schlagen auch der anderen Wange entlarvte den Schläger als gewalttätig. Der, der sie hinhielt, zeigte Mut und behielt seine Würde.
(Matthäus 5:39; Quelle)

Nach dem Zeitraum von zwei Jahren trat Abinadi in Verkleidung unter sie

Was macht ein Unternehmen, wenn sich seine Führungskräfte weit von der Realität im Unternehmen entfernt haben? Es schickt den Boss verdeckt dorthin, wo die originäre Arbeit getan wird. Im Fernsehen hast du das vielleicht schon mal in der Serie „Undercover Boss“ miterlebt. Der Boss verkleidet sich so, dass er möglichst von keinem Mitarbeiter erkannt wird, und arbeitet als angeblicher Praktikant an der Basis mit und kann so am eigenen Leib erleben, was im Unternehmen gut läuft bzw. unbedingt geändert werden muss, um Arbeitsabläufe zu optimieren und am Markt erfolgreicher zu sein.

Auch der Prophet Abinadi stattete den Nephiten einen weiteren Besuch ab, diesmal aber `undercover´, um sie nochmals wach zu rütteln, nachdem sie ihm beim ersten Besuch vor zwei Jahren, nach dem Leben trachteten und er vom Herrn gerettet wurde (Mosia 11:26): „Und es begab sich: Nach dem Zeitraum von zwei Jahren trat Abinadi in Verkleidung unter sie, so dass sie ihn nicht erkannten, und fing an, unter ihnen zu prophezeien, nämlich: So hat der Herr mir geboten, nämlich: Abinadi, gehe hin und prophezeie diesem meinem Volk, denn sie haben ihr Herz gegen meine Worte verhärtet; sie sind von ihren Missetaten nicht umgekehrt; darum werde ich sie heimsuchen in meinem Zorn, ja, in meinem grimmigen Zorn werde ich sie heimsuchen in ihren Übeltaten und Greueln.“ (Mosia 12:1).

Nach dem Zeitraum von zwei Jahren trat Abinadi in Verkleidung unter sie. Bei der Recherche zu diesem Blogbeitrag wurde ich auf Folgenden Gedanken gestoßen: Ist nicht Christus, der Erstgeborene des Vaters im Geist (Hebräer 1:6; Lehre und Bündnisse 93:21), auch aus seinem `Vorstandsbereich´ im Himmel heruntergekommen zur `Basis´ und hat etwa 33 Jahre alles `undercover´ miterlebt (Johannes 1:14)? Allerdings musste er nicht kommen, um in der `Unternehmensführung´ Verbesserungen herbeizuführen. Er ist ausschließlich gekommen, um für die `Basis´ Verbesserungen zu erwirken: „…die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Köstliche Perle Mose 1:39). Wie in der Dokusoap haben die meisten Menschen ihn nicht erkannt und erkennen ihn heute noch nicht (Johannes 1:10). Ich bin dankbar, dass ich zu jenen gehören darf, die seine Identität enttarnt haben (Johannes 1:12). Ich weiß, dass er der Schöpfer der Welten und unser Erretter ist und wir nur durch ihn unser Potenzial voll ausschöpfen können: Erben des Höchsten zu werden (Römer 8:17). Was hast du getan, oder was tust du, um denjenigen, der `undercover´ aus der `Chefetage´ zu uns herniederkam, zu enttarnen und als unseren Erlöser anzuerkennen?

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