Als sie sahen, dass sie an den Nephiten nicht Rache nehmen konnten

Nachdem die Lamaniten, erkannten, dass sie die Nephiten nicht vernichten konnten, kehrten sie in ihr Heimatland zurück (Alma 27:1). „Und es begab sich: Die Amalekiten waren wegen ihrer Verluste überaus zornig. Und als sie sahen, dass sie an den Nephiten nicht Rache nehmen konnten, fingen sie an, das Volk zum Zorn gegen ihre Brüder, das Volk Anti-Nephi-Lehi, aufzustacheln; darum fingen sie abermals an, sie zu vernichten.“ (Alma 27:2).

Als sie sahen, dass sie an den Nephiten nicht Rache nehmen konnten. Ein deutsches Sprichwort lautet: „Die Rache ist süß, aber man verdirbt sich leicht den Magen daran.“ und ein chinesisches Sprichwort: „Die wunderbarste Medizin kann Rachsucht nicht kurieren.“ Warum haben wir Menschen dieses Empfinden in uns, wenn wir meinen, dass uns unrecht geschehen ist, Rache zu üben? Wir sehnen uns offensichtlich danach, es demjenigen `heimzuzahlen´, nach unserem Empfinden Gerechtigkeit zu erwirken. Nach deutschem Strafrecht kann Rache als `niedriger Beweggrund´ gewertet werden, wenn sie ihrerseits auf niedrigen Beweggründen wie Heimtücke oder besondere Grausamkeit beruhen.

Aber steht es mir zu Rache zu üben, Vergeltung für Verletzung oder Beleidigung? Eindeutig nein! Paulus fordert die Heiligen in Rom auf, mit allen Menschen Frieden zu halten, nicht Böses mit Bösem zu vergelten und: „Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr.“ (Römer 12:19), denn im Unterschied zu uns steht fest: „Seine Urteile sind wahr und gerecht.“ (Offenbarung 19:2; siehe auch Mormon 8:20). Unser Gerechtigkeitsempfinden ist wohl etwas anders gestrickt, als das des Herrn, aus diesem Grund habe ich mir abgewöhnt in irgendeiner Weise nach Rache zu trachten, denn das macht er viel besser und ich versündige mich nicht. Was unternimmst du, wenn dich das Gefühl packt, Rache zu üben?

(Bild: Quelle)

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