Alles ist bei Gott wie ein einziger Tag, und Zeit ist nur den Menschen zugemessen

Alma der Jüngere fährt in der Belehrung seines Sohnes Korianton fort: „Ob nun den Menschen mehr als eine einzige Zeit bestimmt ist aufzuerstehen, darauf kommt es nicht an; denn alle sterben nicht auf einmal, und darauf kommt es nicht an; alles ist bei Gott wie ein einziger Tag, und Zeit ist nur den Menschen zugemessen.“ (Alma 40:8).

Zeit ist eine physikalische Größe auf Erden. Sie beschreibt die Abfolge von Ereignissen und hat eine eindeutige, unumkehrbare Richtung. Philosophisch betrachtet beschreibt sie das Fortschreiten der Gegenwart aus der Vergangenheit kommend zur Zukunft hinführend. Das Zeit unterschiedlich lang empfunden werden kann, stellst du folgendermaßen fest: Erlebst du zu Beginn deines Urlaubs viele neue Eindrücke, verfliegt die Zeit nur so. Hast du dich im Laufe des Urlaubs an die neue Umgebung gewöhnt, kehrt sich dieser Effekt um. Oder: Wie empfindest du alleine 5 Minuten im Stau im Gegensatz dazu, dass deine Herzallerliebste dabei ist? Im ersten Fall l   a   n   g – weilig, im zweiten k u r z – weilig?

Nun kommt Alma und belehrt seinen Sohn: Alles ist bei Gott wie ein einziger Tag, und Zeit ist nur den Menschen zugemessen. Kann das sein? Gibt es Zeit bei Gott nicht? Auf jeden Fall lesen wir schon beim Psalmisten: „… tausend Jahre sind in deinen Augen wie der Tag, der gestern vergangen ist …“ (Psalm 90:4) und auch Petrus sagt: „… dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre …“ sind (2. Petrus 3:8). Der Prophet Joseph Smith sagt über Gott: „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn ein einziges, ewiges Jetzt.“ (Lehren der Präsidenten der Kirche Joseph Smith Seite 451f) und er teilt uns mit, dass ein neues Lied gesungen werden wird: „Der Herr hat sein Volk erlöst, und der Satan ist gebunden, und Zeit ist nicht mehr. …“ (Lehre und Bündnisse 84:100). In einer Offenbarung des Herrn an Joseph Smith über die Auferstehung und der damit verbundenen Ereignisse heißt es: „… bis der siebente Engel seine Posaune ertönen lassen wird; und er wird vortreten auf das Land und auf das Meer und im Namen dessen, der auf dem Thron sitzt, schwören, dass es Zeit nicht länger geben wird; …“ (Lehre und Bündnisse 88:110). Wie stellst du dir Ewigkeit vor?

(Bild: Quelle)

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