Dass auf seinen großen Befehl die Erde zusammengerollt werden wird wie eine Schriftrolle

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Mormon weiter zu den Anderen: „Wisst ihr nicht, dass ihr in den Händen Gottes seid? Wisst ihr nicht, dass er alle Macht hat und dass auf seinen großen Befehl die Erde zusammengerollt werden wird wie eine Schriftrolle?“ (Mormon 5:23).

Dass auf seinen großen Befehl die Erde zusammengerollt werden wird wie eine Schriftrolle. Das ist eine merkwürdige Vorstellung. Könnte man verstehen, wenn zuzeiten der Aussage noch die Meinung vorgeherrscht hätte, dass die Erde eine Scheibe sei. Aber die Nephiten hatten schon eine fundierte Kenntnis über die Schöpfung (beispielhaft: Alma 30:44; Helaman 12:15).

Wieder ist zu erkennen, wie viel von den Geheimnissen Gottes wir einfach noch nicht kennen (Lehre und Bündnisse 63:21). Bei seinem Besuch bei den Nephiten auf dem amerikanischen Kontinent, legte Jesus den Anwesenden alles aus, vom Anfang bis zum Ende und sagte auch, was auf Erden geschehen werde: „… bis die Elemente vor glühender Hitze schmelzen werden und die Erde zusammengerollt werden wird wie eine Schriftrolle und die Himmel und die Erde vergehen werden,“ (3. Nephi 26:3). Es hat also etwas mit der Erneuerung der Erde zu tun (Lehre und Bündnisse 29:23). In der Bibel wird an zwei Stellen der Himmel wie eine Buchrolle zusammengerollt (Jesaja 34:4; Offenbarung 6:14). Bei meiner Recherche bin ich auf einige Gedanken zu dieser Aussage gestoßen (siehe hier).

Welche Vorstellungen hast du zu dieser Aussage, dass die Erde wie eine Schriftrolle zusammengerollt werden soll?

O ihr Anderen, wie könnt ihr vor der Macht Gottes bestehen

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Mormon an die Anderen gewandt: „Und dann, o ihr Anderen, wie könnt ihr vor der Macht Gottes bestehen, wenn ihr nicht umkehrt und euch von euren bösen Wegen abwendet?“ (Mormon 5:22).

O ihr Anderen, wie könnt ihr vor der Macht Gottes bestehen. Hier stellt Mormon den `Anderen´, also all jenen, die das Evangelium von Jesus Christus in seiner Reinheit nicht kennen (1. Nephi 13:32), die Frage aller Fragen, die Frage der Existenz: „… wie könnt ihr vor der Macht Gottes bestehen, …?“ Ich stoße bei meiner Recherche auf eine Situation, die durch die Bewohner von Bet Schemesch verursacht wurde. Die Philister brachten die gestohlene Bundeslade wieder zum Volk Israel zurück und setzten sie in Bet Schemesch auf einem großen Stein ab. Die Bewohner schauten von ihrer Weizenernte auf und erblickten die Lade, was zur Folge hatte, dass der Herr siebzig Mann von ihnen schlug. Das Volk trauerte darüber und stellte die Frage: „… Wer kann vor dem HERRN, diesem heiligen Gott, bestehen? …“ (1. Samuel 6:20). An anderer Stelle lese ich davon, dass Israel sich mit Völkern vermischte, die Gräueltaten vollbrachten, was der Herr verboten hatte. Als Esra davon erfuhr, betete er im Büßergewand zu Gott, dass ihnen ihre Vergehen über den Kopf gewachsen sind und stellt fest: „… Nun stehen wir vor dir mit unserer Schuld. Nein, so kann niemand vor dir bestehen.“ (Esra 9:15).

Ich lerne, dass ich mit Schuld beladen vor Gott, dem gerechten Richter, nicht bestehen kann. Was bleibt mir also übrig? Das Sühnopfer Jesu durch Glauben, Umkehr, Taufe und weiterer Bündnisse, und das Halten dieser bis ans Ende meines Erdenlebens annehmen. Nachdem ich aber im Halten öfters einknicke, muss ich mich ständig `von meinen bösen Wegen abwenden´ und Umkehr üben.

Was meinst du, wie du vor der Macht Gottes bestehen kannst?

Der Herr wird auch der Gebete der Rechtschaffenen gedenken

Enos im Gebet
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Mormon erklärt: „Und der Herr wird auch der Gebete der Rechtschaffenen gedenken, die für sie vor ihn gebracht worden sind.“ (Mormon 5:21).

Der Herr wird auch der Gebete der Rechtschaffenen gedenken. An welche Gebete wird Mormon hier wohl gedacht haben?

Bei meiner Recherche hierzu kommt mir Enos in den Sinn. Er war der Sohn von Jakob, dem jüngeren Bruder Nephis. Als sein Vater starb, übernahm er die heiligen Dinge und führte die Aufzeichnungen weiter (Jakob 7:27). Als er über die Lehren seines Vaters nachsann, erwuchs in ihm der Wunsch, seine Sünden mögen ihm vergeben werden. Nun folgte ein für mich unvorstellbar langes Gebet, den ganzen Tag und sogar in die Nacht hinein. Der Herr sagte ihm, dass sie ihm wegen seines Glaubens vergeben seien. Nun kommt aber etwas Wichtiges, er belässt es nicht bei Bitten für sich selber, sondern er betet in gleicher Weise für sein Volk, die Nephiten, aber auch für die Lamaniten, obwohl diese Böses gegen die Nephiten und deren Aufzeichnungen im Sinn hatten. Er betete darum, dass die Berichte erhalten bleiben mögen, sodass die Lamaniten eines Tages doch zur Wahrheit geführt werden mögen, denn momentan waren sie dazu nicht zu bewegen. All seinen gerechten Wünschen stimmte der Herr zu (Enos 1:3-18). Wie wir aus Enos 1:18 erfahren, haben auch weitere Nephiten diese Wünsche an den Herrn gerichtet. Was ist nun wieder meine Lehre daraus? Ich werde nicht nur für mich beten, sondern dabei auch an meine Mitmenschen denken, auch wenn sie mir vielleicht nicht wohl gesonnen sein mögen.

Wie sehen deine Gebete aus, denkst du darin nur an dich, oder an wen sonst noch?

Wird der Herr des Bundes gedenken, den er für Abraham und für das ganze Haus Israel gemacht hat

Über den Haufen werfen
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Mormon schreibt: „Aber siehe, es wird sich begeben: Sie werden von den Anderen gejagt und zerstreut werden; und nachdem sie von den Anderen gejagt und zerstreut worden sind, siehe, dann wird der Herr des Bundes gedenken, den er für Abraham und für das ganze Haus Israel gemacht hat.“ (Mormon 5:20).

Wird der Herr des Bundes gedenken, den er für Abraham und für das ganze Haus Israel gemacht hat. Warum wird der Herr seines Bundes erst gedenken, nachdem der Überrest des Hauses Jakob von den Anderen gejagt und zerstreut wurde?

Die Nephiten, als auch die Lamaniten hatten sich zum Schluss wiedereinmal bewusst vom Herrn abgewendet und die Bündnisse, die sie mit ihm eingegangen sind, `über den Haufen geworfen´, missachtet und nicht eingehalten. Wenn ich meine weltlichen vertraglichen Verpflichtungen, die ich freiwillig eingegangen bin, nicht einhalte, werde ich die Konsequenzen daraus tragen, die als `Konventionalstrafe´ festgelegten Leistungen erbringen müssen. Nichts anderes gilt auch für Bündnisse, die ich mit dem Herrn eingehe, eher noch intensiver, da heiliger. Der Herr hat seinem Volk immer wieder gesagt, dass es von seiner Gegenwart abgeschnitten werden wird, wenn es seine Gebote übertreten würde (beispielhaft Alma 9:13). Wurde die `Konventionalstrafe´ dann aus der Sicht des Herrn erbracht, und hat sich sein Volk ihm wieder zugekehrt, wird er des Bundes, den er mit Abraham geschlossen hat, gedenken und erfüllen: zahlreiche Nachkommen (1. Mose 15:5-6), Evangelium und Priestertum vorhanden (Köstliche Perle Abraham 2:9-10), alle Familien der Erde werden mit Errettung gesegnet (Köstliche Perle Abraham 2:11). Meine Lehre hieraus: Ich werde nach besten Kräften bestrebt sein, meine mit dem Herrn eingegangenen Verpflichtungen nicht `über den Haufen werfen´, dann bleibt mir die `Konventionalstrafe´ erspart (Omni 1:7). Dort wo ich doch hier und da einknicke, erinnere ich mich der Möglichkeit der Umkehr – einer Wandlung von Herz und Sinn (2. Korinther 7:10Alma 42:29).

Was meinst du, warum das Volk zunächst leiden muss, ehe der Herr seines Bundes mit Abraham gedenkt?

Der Herr hat ihre Segnungen, die sie im Land hätten empfangen können, für die Anderen zurückgehalten

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Mormon spricht immer noch über diejenigen seines Volkes, die ihr Herz gegen den Herrn verhärtet hatten: „Und siehe, der Herr hat ihre Segnungen, die sie im Land hätten empfangen können, für die Anderen zurückgehalten, die das Land besitzen werden.“ (Mormon 5:19).

Der Herr hat ihre Segnungen, die sie im Land hätten empfangen können, für die Anderen zurückgehalten. Auch wieder etwas, was ich nicht so leicht verstehen kann. Welche Segnungen hätte der Überrest des Volkes im Land empfangen können?

Da kommt mir in den Sinn, dass der Herr das Land, in dem er sie hat siedeln lassen, ihnen und ihren Nachkommen, im Rahmen des `Abrahamischen Bundes´, den der Herr jeweils auf Isaak und Jakob bestätigte, als Erbteil zugedacht hatte (1. Nephi 2:20; 3. Nephi 20:14; 1. Mose 28:13-14). Dieser Bund beinhaltete des Weiteren, dass jeder, der das Evangelium annehmen würde, in den Genuss des Dienstes des Priestertums Gottes kommen würde (Köstliche Perle Abraham 2:3,9-11). Nachdem sowohl die Nephiten, als auch die Lamaniten letztendlich ihr Herz gegen Gott verhärteten und ihm bewusst `den Rücken zukehrten´, gingen sie dieser ihnen zustehenden Segnungen verlustig, und der Herr hat sie für jene aufgehoben, die später in dieses Land kommen würden, das Evangelium annehmen, und danach leben würden. All jene, die in dieses Land Amerika kamen und kommen und gottesfürchtig leben, ließ und lässt der Herr in den Genuss dieser Segnungen kommen. Vollends ab einem wunderschönen Frühlingstag des Jahres 1820, als sich Joseph Smith in den Wald begab, um den Herrn zu fragen, welcher Kirche er sich anschließen solle (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:14). Im Jahre 1823 dann das nächste Ereignis: Der Sohn Mormons, Moroni, der die heiligen Dinge im Jahre 421 n. Chr. Verborgen hatte (Mormom 6:6; 8:1,3-4), besuchte nun als auferstandenes Wesen Joseph Smith um ihm einen Auftrag Gottes zu überbringen (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:33). Es begann eine Zeit der Wiederherstellung aller Dinge, Bündnisse und Segnungen. Ich lerne, dass ich dem Herrn nie bewusst `den Rücken zukehren´ will, ich möchte nicht bewusst auf die Segnungen verzichten, die der Herr für seine gehorsamen Kinder vorgesehen hat.

Was meinst du, um welche Segnungen es hier geht?

Nun werden sie vom Satan umhergeführt

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Mormon über die Abtrünnigen: „Aber siehe, nun werden sie vom Satan umhergeführt, so wie Spreu vom Wind gejagt wird oder wie ein Schiff auf den Wellen umhergeworfen wird ohne Segel und Anker, ohne irgendetwas, womit es sich steuern ließe; und so wie dies ist, so sind sie.“ (Mormon 5:18).

Nun werden sie vom Satan umhergeführt. Weil das Volk nicht mehr dem Herrn gefolgt ist, hat sich Platz für Satan aufgetan und er hat die Lücke ausgefüllt. So ließ sich das Volk nicht mehr von `Gott dem Vater führen´ (Mormon 5:17), sondern Satan führte es nun nach seinem Willen umher, und zwar hinab zur Hölle (2. Nephi 28:21).

Ich lerne aus diesem Vers, dass ich zusehen muss, nicht so leicht zu sein, wie die Spreu, denn gegenüber dem Korn wird es vom Wind leicht woanders hingetrieben, während das Korn doch aufgrund seiner Masse nicht `vom Wind verweht´ wird. Wie stelle ich das an? Je mehr Evangeliumswissen ich mir aneigne, je größer wird, im übertragenen Sinn, meine Masse, und der Wind kann mich nicht einfach dahin pusten, wohin er gerade weht. Im anderen Bild, muss ich zusehen, dass ich meine Segel und mein Ruder nicht vernachlässige. Beides brauche ich, um die Richtung selber bestimmen zu können, um nicht wie eine Nussschale umhergetrieben zu werden. Wie? Indem ich mir Wissen aneigne, wie ich beide funktionstüchtig halte und zielgerichtet einsetze. Beides darf ich nicht aus der Hand geben! Tue ich es aus Bequemlichkeit dennoch, wird Satan beides in die Hand nehmen und die Richtung bestimmen (Alma 5:37). Das war´s dann (Alma 5:38-39)!

Wie stellst du sicher, dass du das Ruder fest in der Hand behältst?

Sie hatten Christus als ihren Hirten

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Über sein Volke sagt Mormon: „Sie waren einmal ein angenehmes Volk, und sie hatten Christus als ihren Hirten; ja, sie wurden sogar von Gott dem Vater geführt.“ (Mormon 5:17).

Sie hatten Christus als ihren Hirten. Was kann sich eigentlich eine Schafherde besseres wünschen, als einen `erhabenen Hirten´ – im Sinne von `von Würde und feierlicher Größe bestimmt, eben göttlich´? Diesen `erhabenen Hirten´ hat Gott für uns, seine Kinder, vom Tot zum Leben geführt (Hebräer 13:20). Diesen `erhabenen Hirten´ ablehnen, sich von ihm nicht beschützen lassen wollen? Nicht auszudenken, wenn wir Schafe ohne ihn sein müssten, wir müssten leiden (Sacharja 10:2).

Dieser einzigartige erhabene Hirte, nämlich Jesus Christus, gibt uns weitere Hirten, die uns `mit Einsicht und Klugheit weiden werden´. (Jeremia 3:15). An vorderster Front der jeweils lebende Prophet, Seher und Offenbarer – heute Präsident Russel M. Nelson. Ihm können wir vertrauen, denn sollte er uns fehlleiten, würde der Herr ihn aus seinem Amt entfernen. (Präsident Wilford Woodruff hat gesagt: „Ich sage Israel: Der Herr wird niemals zulassen, dass ich oder irgendjemand anderer, der als Präsident der Kirche auftritt, Sie in die Irre führt. Das ist nicht Teil des Plans. Das hat Gott nicht im Sinn.“ [Lehren der Präsidenten der Kirche: Wilford Woodruff, Seite 216, siehe hier] ). Dann weiter all jene, die mit ihm berufen sind, bis hinab in die einzelnen Gemeinden mit ihren Bischöfen, weiteren Beamten und den `Betreuerinnen und Betreuern´. Ja, sie alle haben die erhabene Aufgabe, die Herde Gottes zu weiden, sodass sie nicht verloren geht (Jeremia 23:4). Ein jeder dieser Hirten hat den `erhabenen Hirten´als Muster. Ich bemühe mich nach besten Kräften, dazu beizutragen, dass die Herde zusammenbleibt, sich nicht zerstreut, ich kümmere mich um diejenigen Schafe, die mir zugeteilt worden sind (Jeremia 23:2; Alma 5:59). Wie? Indem ich mich um geistige Führung bemühe, um herauszufinden, was ihnen an `guter Nahrung´ fehlt, geistig, wie physisch, und ihnen aufzeige, wo es diese Nahrung gibt. Wenn alle diese gute Nahrung aufnehmen, werden wir dem Herrn `ein angenehmes Volk´ sein.

Was unternimmst du, um dazu beizutragen, dem Herrn ein `angenehmes Volk´ zu sein?

Der Geist des Herrn hat schon aufgehört, sich mit ihren Vätern abzumühen

Angst als ständigen Begleiter? Nein danke
(Bild: Quelle)

Über die Vorfahren des Überrestes der Lamaniten erfahren wir: „Denn siehe, der Geist des Herrn hat schon aufgehört, sich mit ihren Vätern abzumühen; und sie sind ohne Christus und Gott in der Welt; und sie werden umhergejagt wie Spreu vor dem Wind.“ (Mormon 5:16).

Der Geist des Herrn hat schon aufgehört, sich mit ihren Vätern abzumühen. Diese gleiche Aussage finde ich auch bei dem Volk der Jarediten. Es gab eine großen letzte Schlacht zwischen dem Volk Koriantumr und dem Volk Schitz, die zu ihrem Untergang führen sollte. Koriantumr wollte die völlige Vernichtung abwenden, „Aber siehe, der Geist des Herrn hatte aufgehört, sich mit ihnen abzumühen, und der Satan hatte volle Macht über das Herz des Volkes; denn sie blieben ihrer Herzenshärte und ihrer Sinnesverblendung überlassen, sodass sie vernichtet werden konnten; darum zogen sie abermals in den Kampf.“ (Ether 15:19). Ether war der einzig Überlebende, dem wir diesen Bericht des Volkes der Jarediten verdanken (Ether 15:34).

Nephi, der Sohn Lehis, sah schon die Vernichtung seines Volkes fast tausend Jahre vorher voraus, und stellt dabei auch fest, dass der Geist des Herrn sich nicht immer mit dem Menschen abmühen wird (2. 26:9-11). Was lerne ich aus diesen Begebenheiten? Wenn ich mich durch Verhärten meines Herzens vom Herrn abwende und keine Aussicht auf Umkehr zu erkennen ist, wird sich der Geist des Herrn nicht länger mit mir abmühen, sodass ich mir selber überlassen bin. Die Folge: Ich werde von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten (Ether 2:15). Das ist etwas, was ich nie und nimmer erleben möchte, deshalb werde ich auf der Hut sein, und Umkehrbereitschaft wird `mein ständiger Begleiter sein´, nicht Angst!

Was unternimmst du, dass du keine Angst haben musst, dass der Geist des Herrn sich nicht weiter mit dir abmühen wird?

Dieses Volk wird zerstreut werden und wird ein dunkles, ein schmutziges und ein widerliches Volk werden

(Bild: Quelle Seite 26)

Mormon fährt fort: „und auch, dass die Nachkommen dieses Volkes noch mehr an sein Evangelium glauben, das von den Anderen aus an sie ergehen wird; denn dieses Volk wird zerstreut werden und wird ein dunkles, ein schmutziges und ein widerliches Volk werden, über die Beschreibung dessen hinaus, was jemals unter uns gewesen ist, ja sogar über das, was unter den Lamaniten gewesen ist, und dies wegen seines Unglaubens und Götzendienstes.“ (Mormon 5:15).

Dieses Volk wird zerstreut werden und wird ein dunkles, ein schmutziges und ein widerliches Volk werden. Und noch einmal betrachte ich diesen Vers, über den ich schon gestern meine Gedanken geäußert habe, heute allerdings unter dem Aspekt der Zerstreuung des Überrestes der Lamaniten und dass es ein dunkles , schmutziges und widerliches Volk werden würde.

  • Zerstreuen
    Hierzu habe ich schon viel in den letzten Beiträgen geschrieben. Siehe z. B. meinen Beitrag: „[Die] Anderen, die, … dieses Volk zerstreuen werden, und dieses Volk wird unter ihnen für nichts gezählt werden“.
  • Ein dunkles, ein schmutziges und ein widerliches Volk
    Im Buch Alma heißt es, dass die Lamaniten gegenüber den Nephiten eine dunkle Haut hatten, und zwar als Unterscheidung. Der Herr wollte nicht, dass sich die gottesfürchtigen Nephiten mit den abtrünnigen Lamaniten vermischten und deren unrichtige Überlieferungen annehmen würden (Alma 3:6-11). Ähnliches wollte der Herr auch beim Volk Israel vermeiden. Das Volk Israel war von götzendienerischen Völkern umgeben und der Herr wollte nicht, dass es sich mit ihnen vermischen würde (Josua 23:7-13).

Der Lebensstil eines Menschen zeigt seinen Charakter, prägt aber auch sein Erscheinungsbild. Wenn ich meine Haut z. B. ständig ungeschützt der Sonne aussetze, wird sie gegenüber jenen, die sich mit entsprechender Kleidung schützen, dunkler ausfallen (mal abgesehen vom Hauttyp). Verhalte ich mich überwiegend unzivilisiert, prägt das meine Erscheinung eher in Richtung widerlich. Ein zivilisierter Mensch wird sich eher nicht zu einem unzivilisierten hingezogen fühlen. So entsteht eine emotionale Distanz. Durch das Predigen des Evangeliums aber, besteht die Chance, dass Menschen sich doch wieder Gott zuwenden, und somit eine positive Angleichung erfolgen wird.

Wie verstehst du das mit der Aussage, dass der Überrest der Lamaniten `ein dunkles, ein schmutziges und ein widerliches Volk werden´ würde?

Dies wegen seines Unglaubens und Götzendienstes

(Bild: Quelle)

Mormon fährt fort: „und auch, dass die Nachkommen dieses Volkes noch mehr an sein Evangelium glauben, das von den Anderen aus an sie ergehen wird; denn dieses Volk wird zerstreut werden und wird ein dunkles, ein schmutziges und ein widerliches Volk werden, über die Beschreibung dessen hinaus, was jemals unter uns gewesen ist, ja sogar über das, was unter den Lamaniten gewesen ist, und dies wegen seines Unglaubens und Götzendienstes.“ (Mormon 5:15).

Dies wegen seines Unglaubens und Götzendienstes. Das erste der Zehn Gebote, die der Herr dem Haus Israel gab, lautet: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. … 5 Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen. …“ (2. Mose 20:3, 5). Götzen sind Machwerk der Menschen aus irdischem Material (Psalm 135:15), vor dem sie sich niederwerfen (Jesaja 2:8), obwohl sie doch vergänglich sind (Jesaja 2:18) und nichts nützen (Jesaja 44:9) und niemanden retten können (Jesaja 45:20). Wie wir aus der Geschichte wissen, hat die Menschheit sich vielfach allerdings nicht an dieses Gebot gehalten. Sogar die Israeliten ließen sich dazu verführen (Beispielhaft: 1. Könige 16:13; 16:26). Tiere, ja sogar Menschen wurden den Götzen geopfert (Psalm 106:38; 66:3).

Ich muss mir darüber im Klaren sein, wenn ich Götzenkult betreibe, dann verunreinige ich das Heiligtum des Herrn und kann nicht auf Mitleid hoffen (Hesekiel 5:11). Woraus mache ich mir heute meine Götzen? Vielleicht aus Schmuck oder sonstigen irdischen Dingen, die ich höher schätze und ihnen mehr Beachtung schenke, als meinem Schöpfer und Erretter (Hesekiel 7:20) und mich dadurch von ihm abwende (Hesekiel 14:5). Ich fühle mich aufgefordert, mich von solcherlei Gräueltaten gegenüber dem Herrn abzuwenden (Hesekiel 14:6) und dadurch den Sabbat nicht zu entweihen – z. B. Autowaschen anstatt Gottesdienstbesuch … (Hesekiel 20:16). Ich bin bemüht zu erreichen, dass der Herr mich mit reinem Wasser von aller Unreinheit befreit (Hesekiel 36:25), zum einen durch die Taufe und dann durch die regelmäßige Erneuerung meiner Bündnisse im Abendmahl. Ich will nicht den verlassen, der mir Gutes tut (Jona 2:9), sondern ihm dienen (1. Thessalonicher 1:9) und mich vor den Götzen hüten (1.Johannes 5,21).

Was meinst du, inwiefern man auch heute noch Götzendienst betreiben kann?