Die Nephiten fingen an, von ihren Übeltaten umzukehren, und fingen an zu schreien

Der lamanitische Prophet Samuel prophezeit von der Stadtmauer
(Bild: Quelle)

Mormon weiter: „Und es begab sich: Die Nephiten fingen an, von ihren Übeltaten umzukehren, und fingen an zu schreien, so wie es vom Propheten Samuel prophezeit worden war, denn siehe, niemand konnte das, was sein Eigen war, festhalten, wegen der Diebe und der Räuber und der Mörder und der Magie und der Hexenkunst, die es im Land gab.“ (Mormon 2:10).

Die Nephiten fingen an, von ihren Übeltaten umzukehren, und fingen an zu schreien. Leider ist es so, dass der Mensch im Allgemeinen, je besser es ihm geht, umso mehr den Herrn, der ihm dieses erst ermöglicht, in den Hintergrund schiebt, und ihn mehr und mehr vergisst. Erst, wenn ihn Schicksalsschläge treffen, wird er u. U. wachgerüttelt und fängt an, Gott um Hilfe `anzuschreien´.

Dieses Verhalten hat Samuel, der lamanitische Prophet, schon um sechs vor Christus, vom Herrn in sein Herz eingegeben, den Nephiten von deren Stadtmauer herunter vorhergesagt (Helaman 13:5,8-9,31-32). Jetzt, etwa vierhundert Jahre danach, als es ihnen schlecht erging, sie ihre angehäuften Schätze nicht mehr festhalten konnten, das Land verflucht war um ihretwillen und Krieg um sie herum tobte, da wurden sie wachgerüttelt, kehrten von ihrem Übeltun um, und schrien zu Gott. Ich habe gelernt, in Zeiten, in denen es mir gut geht, zum Herrn zu schreien, aus Dankbarkeit! Natürlich habe ich auch sehr schwere Zeiten durchlaufen, wie es sicherlich jedem ergeht. Auch da habe ich zum Herrn geschrien, um Hilfe in der Not. Der Herr hat mir immer geholfen, nicht unbedingt nach meinen Zeitwünschen und Vorstellungen, sondern so, wie er es für angebracht ansah. Dafür bin ich auch wieder zutiefst dankbar. Ich habe mir angewöhnt, „… Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus!“ zu sagen (Epheser 5:20).

In welchen Situationen `schreist´ du zu deinem himmlischen Vater im Namen seines Sohnes Jesus Christus?

Er kam mit einem Heer von vierundvierzigtausend gegen uns

Judas Makkabäus
(Bild: Quelle)

Mormon lässt uns weiter wissen: „Und nun hatten die Lamaniten einen König, und sein Name war Aaron; und er kam mit einem Heer von vierundvierzigtausend gegen uns. Und siehe, ich hielt ihm mit zweiundvierzigtausend stand. Und es begab sich: Ich schlug ihn mit meinem Heer, sodass er vor mir floh. Und siehe, all dies geschah, und dreihundertdreißig Jahre waren vergangen.“ (Mormon 2:9).

Er kam mit einem Heer von vierundvierzigtausend gegen uns. Wieder stoßen wir auf riesige Zahlen an Menschen. Auf der einen Seite vierundvierzigtausend Lamaniten und Mormon stellt ihnen noch zweiundvierzigtausend seiner Leute entgegen, macht zusammen eine riesige Menge von sechsundachtzigtausend Kriegsleuten. Das ist etwas mehr, als Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg, oder etwas weniger als Lünen in Nordrhein-Westfalenstfalen Einwohner haben.

Manch ein Leser mag denken, dass dies Phantasiezahlen sind. In meinem Beitrag vom 17. April 2020 „Das ganze Land war mit Bauwerken bedeckt “ bin ich schon mal auf die Thematik großer Besiedlung in Mesoamerika zu dieser Zeit eingegangen. Aber schauen wir uns mal vergleichbare Situationen im Alten Testament an. Wenn ich in der Einheitsübersetzung der Bibel nach der Zahl `vierzigtausend´ suche, werden mir acht Treffer angezeigt und bei `achtzigtausend´ lande ich zwei Treffer.

  • Beispiel 1
    Als das Volk Israel trockenen Fußes den Jordan überquert hatte, lesen wir: „Die Rubeniter, die Gaditer und der halbe Stamm Manasse zogen kampfbereit vor den Israeliten her, wie es ihnen Mose befohlen hatte. 13 Es waren etwa vierzigtausend bewaffnete Männer, die vor den Augen des HERRN zum Kampf in die Steppen von Jericho zogen.“ (Josua 4:12-13).
  • Beispiel 2
    Der Regent des Seleukidenreiches, Lysias, wollte aus der Stadt Jerusalem eine griechische Siedlung machen und „… zog daher in kürzester Zeit an die achtzigtausend Mann zusammen, dazu seine ganze Reiterei, und marschierte gegen die Juden.“ (2. Makkabäer 11:2). Der jüdische Freiheitskämpfer Judas Makkabäus eilte mit einigen Kämpfern seinen jüdischen Brüdern zu Hilfe, erhielt aufgrund von flehentlichem Gebet himmlische Unterstützung in Form von Kämpfern, und so waren sie in der Lage, Lysias mit seinen Truppen in die Flucht zu schlagen (2. Makkabäer 11:10-12).

Welchen Eindruck hinterlassen bei dir solch enorme Zahlen an Menschen in diesen Berichten?

Ungeachtet der großen Vernichtung, die über meinem Volke hing, kehrte es von seinen bösen Taten nicht um

(Bild: Quelle)

Der Kriegsbericht geht weiter: „Aber siehe, das Land war voller Räuber und Lamaniten; und ungeachtet der großen Vernichtung, die über meinem Volke hing, kehrte es von seinen bösen Taten nicht um; darum breiteten sich Blut und Gemetzel überall im ganzen Land aus, sowohl auf Seiten der Nephiten als auch auf Seiten der Lamaniten; und überall im ganzen Land war alles in Aufruhr.“ (Mormon 2:8).

Ungeachtet der großen Vernichtung, die über meinem Volke hing, kehrte es von seinen bösen Taten nicht um.

Normalerweise macht man sich Gedanken, was die Ursachen für schlechte Zeiten sein könnten, und wie man ihnen begegnen kann. Aber Satan hatte wohl uneingeschränkten Zugriff auf die Herzen der Menschen, sodass sie nur noch an Blutvergießen dachten (2. Nephi 28:20). Warum mach Satan das? Weil es sein Ziel ist, die Seele der Menschen zur Vernichtung zu führen, sie zur Hölle hinabzuzerren, dorthin, wo auch er für ewig hin verbannt wurde (Lehre und Bündnisse 10:22,26-27). Können wir uns dagegen wehren, oder sind wir ihm ausgeliefert? Wir wären ihm ausgeliefert, wenn es keine Auferstehung geben würde (2. Nephi 9:8-9), die gibt es aber und deshalb haben wir Macht uns seinem Einfluss zu widersetzen. Wenn unsere Grundlage der Erlöser Jesus Christus ist, dann wird der mächtige Sturm Satans keine Macht über uns haben, wir werden seinem Wüten widerstehen (Helaman 5:12). Ich baue auf diesen Felsen und bin dankbar, dass ich aufgrund dessen einen sicheren Stand habe, obwohl ich den Anfechtungen Satans ausgesetzt bin (Jesus Sirach 2:1).

Wie bereitest du dich auf die Anfechtungen Satans vor?

Sie jagten uns auch aus dem Land David fort

Buch Mormon Modell. Zuletzt aktualisiert am 30. Januar 2016. 14 MB. Dies ist der bislang ehrgeizigste Versuch, den Text des Buches Mormon mit den in Google Earth verfügbaren Geodaten zu korrelieren. Wenn Sie den Text , wie ich (Kirk Magleby) interpretieren
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In diesen Kriegsberichten bekommen wir teilweise Einblick in die Geografie des Landes: „Und sie jagten uns auch aus dem Land David fort. 6  Und wir marschierten weiter und kamen in das Land Joschua, das im Grenzgebiet westlich an der Meeresküste lag.“ (Mormon 2:5-6).

Sie jagten uns auch aus dem Land David fort. Wo befand sich das Volk, als Jesus Christus ihnen nach seiner Auferstehung erschien und sie belehrte und seine Kirche unter ihnen aufrichtete? Wir lesen, dass sich eine große Volksmenge rings um den Tempel im Land Überfluss befand (3. Nephi 11:1,14). Dies ist für die die heutige Betrachtung der Ausgangspunkt für die weitere geografische Beschreibung. Wie schon in einem vorhergehenden Beitrag zum Ausdruck gebracht kennen wir die genaue Lage der Orte in Bezug auf unsere heutigen Landkarten des bewohnten Gebietes nicht. Aber man kann sich ein ungefähres Bild machen, wie die Lage zueinander war.

Vom Land Überfluss, mit einer Hauptstadt gleichen Namens – die Nephiten hatten die Art, die Hauptstadt eines Landes mit gleichem Namen zu benennen, wie sie das Land benannten, und das Land oder die Stadt nannten sie meist nach dem Namen desjenigen, der sie zuerst besiedelt hat (Alma 8:7; 50:14). Von hier aus zogen die Nephiten in die nördlichen Länder und kamen zu einer Stadt Angola, aus der sie dann auch wieder verjagt wurden (Mormon 2:3-4). Des weiteren wurden sie aus dem Land David gejagt und kamen in das Land Joschua im Grenzgebiet an der westlichen Meeresküste. Aus diesen und unzähligen anderen geografischen Beschreibungen, hat u.a. Aric Turner ein Modell abgeleitet, das die Lage der Orte bzw. Länder zueinander aufzeigt. Hier ist der Link zu seinem Modell, das unten Mitte das Land Überfluss (Bountiful), also den Ausgangsort der Vertreibung aufzeigt, Ost-Ost-Nord davon die Stadt Angola, westlich davon das Land David, weiter westlich an der Küste das Land Joschua. Übrigens, auf dieser Karte finden wir auch den Hügel Schim (Hil Shim), von dem in meinem Beitrag vom 14. April 2020 die Rede ist (siehe hier), etwa in der Mitte der Karte. Ich finde es interessant, eine Vorstellung der Lage der Orte zueinander zu haben, jedoch mache ich von einer etwaigen Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung mit heutigen geografischen Gegebenheiten meinen Glauben an die Wahrheit des Buches Mormon nicht abhängig. Meine Gewissheit, dass das Buch Mormon wahr ist, basiert auf Moroni 10:4-5!

Woher nimmst du dein Wissen über die Wahrheit des Buches Mormon?

Wir … trafen Vorbereitungen, uns gegen die Lamaniten zu verteidigen

(Bild: Quelle)

Die Lamaniten kamen mit solch einer Macht über die Nephiten, sodass diese Angst bekamen und sich Richtung Norden zurückzogen (Mormon 2:3). „Und es begab sich: Wir kamen zur Stadt Angola, und wir nahmen die Stadt in Besitz und trafen Vorbereitungen, uns gegen die Lamaniten zu verteidigen. Und es begab sich: Wir befestigten die Stadt mit aller Kraft; aber ungeachtet all unserer Befestigungen kamen die Lamaniten über uns und verjagten uns aus der Stadt.“ (Mormon 2:4).

Wir … trafen Vorbereitungen, uns gegen die Lamaniten zu verteidigen. Das bedeutet, dass die Nephiten Maßnahmen in die Wege leiteten, sich gegen Angriffe ihrer Feinde zu schützen, ihre erwarteten Angriffe nach Möglichkeit erfolgreich abzuwehren.

Die Vorbereitungen, die die Nephiten trafen, lagen darin, ihre gerade eingenommene Stadt Angola, so zu befestigen, dass es für den Feind unmöglich wird, sie wieder zu erobern. Wie wirksam solche Vorkehrungen sind, hängt u. a. neben entsprechend zur Verfügung stehenden Materialien auch davon ab, wie viel Zeit ich bis zum nächsten Angriff habe. Wir kommen nun wieder in eine Kriegsberichterstattung und so mancher Leser fragt sich, was hat so etwas im Wort Gottes zu suchen. Zum einen haben wir es desgleichen in der Bibel immer wieder mit Kriegsschilderungen zu tun. Zum anderen meine ich, können wir solche Situationen auch auf eine geistige Ebene heben und lernen, was wir tun können, um `Befestigungen´ gegen Angriffe Satans auf unser ewiges Heil zu errichten. Dazu müssen wir herausfinden, wo sich unsere Schwachstellen befinden. Dort wird der Feind, also Satan, seine Angriffe konzentrieren. Worauf es Satan am ehesten abgesehen hat, darauf machen uns unsere `Wächter auf dem Turm´, unsere Propheten, oder von ihnen Beauftragte, aufmerksam. Also werde ich eifrig ihre Botschaften durchforsten, worin sich auch meist Anleitungen zur Errichtung von `Befestigungen´ befinden.

Wer sind für dich, in Bezug auf geistige Angelegenheiten, alles `Wächter auf dem Turm´, und wie gehst du mit ihren Warnungen um?

Ungeachtet meiner jungen Jahre war ich groß an Gestalt

Mormon wurde zum Anführer ihres Heeres gewählt
(Bild: Quelle)

Mormon berichtet weiter: „Und es begab sich: In demselben Jahr fing wieder ein Krieg zwischen den Nephiten und den Lamaniten an. Und ungeachtet meiner jungen Jahre war ich groß an Gestalt; darum bestimmte mich das Volk Nephi zu seinem Führer oder zum Führer seiner Heere.“ (Mormon 2:1).

Ungeachtet meiner jungen Jahre war ich groß an Gestalt. Gerade erst hatten die Nephiten ihre lamanitischen Angreifer besiegt (Mormon 1:8-12), begannen die Lamaniten erneut einen Krieg gegen die Nephiten.

Die Nephiten hatten ein sehr großes Heer zusammengebracht, mehr als dreißigtausend Mann (Mormon 1:11). Solch ein Heer zu befehligen ist sicherlich eine unvorstellbar herausfordernde Aufgabe. Diese Aufgabe wurde nun einem, in seinem sechzehnten Lebensjahr stehenden, jugendlichen übertragen (Mormon 2:1)? Gut, er selber sagt, dass er, trotz seiner jungen Jahre, groß an Gestalt war. Das alleine kann aber nicht ausreichen, von seinem Volk als dessen geistiger Führer und auch noch als General einer riesigen Armee erwählt zu werden. Es wird also nicht eine Frage seines Alters gewesen sein, sondern eher, dass er den Herrn kannte (Mormon 1:15) und er ihn kannte und besuchte, und nachdem er als ernsthaftes Kind mit schneller Beobachtung beschrieben wurde (Mormon 1:2), erfüllte er wohl schon in diesem Alter alle Voraussetzungen ein Führer seines Volkes zu sein. Ich denke an andere junge Männer, die im selben jungen Alter vom Herrn zu herausragenden Aufgaben berufen wurden: Joseph Smith, der mit vierzehn Jahren von Gottvater und seinem Sohn besucht wurde, und sie ihm sagten, dass große Aufgaben auf ihn warteten; Präsident Joseph F. Smith wurde im Alter von fünfzehn Jahren auf Mission auf die hawaiianischen Inseln geschickt. Er verließ sich auf den Herrn und konnte sich innerhalb eines Jahres mit dem Volk, dessen Sprache er vorher nicht beherrschte, verständigen, sodass er ein Jahr später als Präsident über diese Mission berufen wurde. Es ging jeweils nicht um das Alter, sondern darum, den Willen des Herrn zu verstehen und das Evangelium des Herrn zu leben! Ich lerne, dass wir unserer Jugend vertrauen müssen, dass sie in der Lage ist, große Aufgaben zu erfüllen, weil sie bereit ist, sich auf den Herrn zu verlassen, ihm zuzuhören und nachzufolgen.

Wie viel Vertrauen setzt du in junge Menschen der Kirche des Herrn?

Es gab Zauberei und Hexenkunst und Magie

Der niederländische Maler Hieronymus Bosch zeigt einen Gaukler auf der Straße.
(Bild: Quelle)

Und es begab sich: Es gab Zauberei und Hexenkunst und Magie; und die Macht des Bösen wirkte sich im ganzen Land aus, ja, sodass sich alle Worte Abinadis und auch Samuels des Lamaniten erfüllten.“ (Mormon 1:19).

Es gab Zauberei und Hexenkunst und Magie. Zauberei hat u. a. etwas mit der Unterhaltung von Menschen zu tun. Mit Zauberei wird das Publikum aufgrund von Illusionen – es sieht nur so aus, als wäre etwas wirklich so – zum Staunen gebracht. Der Zauberer gaukelt den Menschen also vor, dass er etwas Unmögliches tun kann. Manche wenden ihre Zauberkünste an, um den Menschen vorzutäuschen, dass Gott ihnen hilft Unmögliches zu vollbringen, oft auch verbunden mit dem Zweck, damit ihren Unterhalt verdienen zu wollen. Frühere Traumdeuter wurden als Magiker bezeichnet. `Magie´ geht von der Vorstellung aus, dass alles im Kosmos von einer `transzendenten´ – übersinnlichen, übernatürlichen – Kraft durchdrungen ist, auf die der Magiker Einfluss nehmen kann. Traditionelle `Hexenkunst´ wendet Magie an.

Das alles hat nur etwas mit dem Vortäuschen überirdischer Kräfte zu tun. Mit dieser Vortäuschung durch die vom Christusglauben abgefallenen Menschen, erfüllten sich nun `wahre Vorhersagen´ früherer Diener des Herrn, durch ihn selber bevollmächtigt, berufen und ordiniert, d. h. also mit Seiner, mit göttlicher Macht, ausgestattete Menschen. Ich werde mich nicht dem Übel von Wahrsagern, Teufelsanbetern, Zauberern, Beschwörern, Hexenkunst, Voodoo-Kult, sonstiger schwarzer Magie oder Formen des Dämonismus hingeben. Präsident James E. Faust (1920-2007), von der damaligen Ersten Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, warnte uns und sagte: „Der einzige sichere Weg ist der, dass man zum Satan und seinen verderblichen Praktiken Distanz hält. Beschwörungen und Bannflüchen, Hexenkunst und Voodoo, schwarzer Magie und allen anderen Formen des Dämonismus muss man meiden wie die Pest.“ (Januar Stern 1987 Seite 30, 2. Spalte Ende 2. Absatz). An diese Warnung halte ich mich auf jeden Fall.

Was ist deine Einstellung zu Zauberei, Hexenkunst und Magie?

Ihre Schätze … wurden schlüpfrig, weil der Herr das Land verflucht hatte

(Bild: Quelle)

Über die Schätze, die das Volk angehäuft hatte, sagt Mormon: „Und diese Gadiantonräuber, die sich unter den Lamaniten befanden, machten das Land unsicher, sodass dessen Bewohner anfingen, ihre Schätze in der Erde zu verbergen; und sie wurden schlüpfrig, weil der Herr das Land verflucht hatte, sodass sie sie weder halten noch abermals festhalten konnten.“ (Mormon 1:18).

Ihre Schätze … wurden schlüpfrig, weil der Herr das Land verflucht hatte. Im gestrigen Beitrag haben wir festgestellt, was es bedeuten kann, dass der Herr aufgrund vorsätzlicher Auflehnung wider besseren Wissens, gegen ihn, etwas verflucht. Heute lesen wir, dass die Räuber das Land unsicher machten. Auch das ist ja schon ein Fluch, ein durch Menschen selber hervorgerufener Fluch. Gegen diese räuberischen Attacken wollte das übrige Volk seine angehäuften Reichtümer schützen. Sie verbargen sie in der Erde.

Ich muss an Eichhörnchen denken, die ihren Futtervorrat für den Winter auch in der Erde verbergen. Sie finden ihre Schätze zielgenau wieder, das böse gewordene Volk Nephi allerdings nicht. Warum? Weil der Herr das Land verflucht hat. Zum einen lesen wir, dass die Schätze schlüpfrig wurden. Ich stelle mir bildhaft vor, dass sie mit Schmierseife umhüllt waren, dann kann ich sie auch nicht mehr festhalten, sie `schlüpfen´ mir durch die Hände. Wir lesen von einem anderen Volk, dass aufgrund seines Übeltuns, jemand, der sein Werkzeug oder seine Waffen an seinen üblichen Aufbewahrungsort legte, diese am nächsten Tag dort nicht wiederfand, weil der Herr das Land verflucht hatte (Ether 14:1). Auf der anderen Seite wird uns gesagt, wie wir in der Lage sein werden, Schätze festhalten zu können: Wir müssen sie allerdings für den Herrn verbergen und nicht für uns (Helaman 13:18-20). Schätze mit der Hingabe zu Gott und für ihn zu verbergen, bedeutet Rechtschaffenheit, und da liegt dann kein Fluch auf dem Land – es wurde sich ja nicht wissentlich gegen Gott vergangen. So sind auch die heiligen Aufzeichnungen des Volkes von Ammoron für den Herrn verborgen worden (Mormon1:2), und sie wurden wiedergefunden, zu unserem Heil und Segen. Wie dankbar bin ich doch für diese rechtschaffenen Diener des Herrn. Durch sie weiß ich heute, wie ich mit `Schätzen´ umzugehen habe.

Was tust du, damit dir deine `Schätze´ – deine dir wichtigen Dinge – dir nicht durch deine Hände schlüpfen?

Das Land wurde wegen seiner Herzenshärte um seinetwillen verflucht (Teil 2)

Dornen und Disteln wird er dir hervorbringen
(Köstliche Perle Mose 4:24; Bild: Quelle)

Mormon, der Sohn Mormons, berichtet von seinen Erlebnissen unter den schlecht gewordenen Volk: „Doch ich verblieb unter ihm, aber wegen seiner Herzenshärte wurde es mir verboten, ihm zu predigen; und das Land wurde wegen seiner Herzenshärte um seinetwillen verflucht.“ (Mormon 1:17).

Das Land wurde wegen seiner Herzenshärte um seinetwillen verflucht. Was verstehe ich darunter, dass das Land `mit einem Fluch´ belegt wurde?

Im Allgemeinen versteht man unter einem Fluch eine böse Verwünschung, den Wunsch, dass jemandem ein Unheil widerfahren soll. Das schließe ich selbstredend bei Gott aus. Ganz im Gegenteil, Flüche Gottes sind Zeichen seiner Liebe und Gerechtigkeit. Flüche in Zusammenhang mit den heiligen Schriften, sind nichts anderes, als die Anwendung göttlicher Gesetze. Werden diese Gesetze von jemandem oder einem ganzen Volk missachtet, sind Strafgerichte als Fluch die entsprechende Folge. So können solche Flüche z. B. Naturkatastrophen sein, oder wie in Adams Fall die Verfluchung des Erdbodens, sodass er Dornen und Disteln hervorbringen sollte (Köstliche Perle Mose 4:23-25). Durch diese möchte der Herr seine Kinder aufrütteln, dass sie wieder an ihn und seine Gebote denken, zur Umkehr veranlasst werden und wieder zu ihm zurückkommen. Gründe für einen Fluch, sind oftmals nur Gott selber bekannt. Einen Fluch bringe ich über mich, wenn ich Gott vorsätzlich und absichtlich nicht gehorche (Alma 3:19). Das gilt natürlich ebenso für ein ganzes Volk. Der Fluch besteht dann darin, dass sich der Geist des Herrn entzieht. Der Herr nimmt Flüche unter der Voraussetzung auch wieder zurück, dass Umkehr geübt wird, und die Gesetze und Verordnungen des Evangeliums wieder beachtet werden (Alma 23:16-18). So bin ich bemüht, Gott mehr und mehr zu gehorchen (Deuteronomium 28:15). So gebe ich ich u. a. den vollen Zehnten in Gottes Vorratshaus (Maleachi 3:6-10), folge keinen anderen Göttern nach – z. B. das Trachten nach weltlichem Besitz vor Gott stellen (Deuteronomium 11:26-28), kümmere mich um meine Vorfahren (Lehre und Bündnisse 128:18) … Allerdings gibt es sicherlich noch vieles, wo ich an meinem Gehorsam arbeiten muss. Es ist nicht wichtig, woher ich komme, sondern wohin ich gehe!

Was unternimmst du, um einen Fluch Gottes von dir abzuwenden?

Das Land wurde wegen seiner Herzenshärte um seinetwillen verflucht (Teil 1)

(Bild: Quelle)

Mormon, der Sohn Mormons, berichtet von seinen Erlebnissen unter dem schlecht gewordenen Volk: „Doch ich verblieb unter ihm, aber wegen seiner Herzenshärte wurde es mir verboten, ihm zu predigen; und das Land wurde wegen seiner Herzenshärte um seinetwillen verflucht.“ (Mormon 1:17).

Das Land wurde wegen seiner Herzenshärte um seinetwillen verflucht. Das Herz ist Symbol für Sinn und Willen eines Menschen, es ist die Quelle aller Empfindungen und Gefühle. Du kennst sicherlich die Redensart: „Ein Herz aus Stein haben“. Damit will man zum Ausdruck bringen, dass der so bezeichnete, kalt, ablehnend, gefühllos, ohne Mitgefühl, unbarmherzig, kaltblütig, inhuman, rücksichtslos, eben ohne christusähnlicher Liebe ist. Im Gegensatz dazu ist der Weichherzige sanftmütig, mitfühlend, nachgiebig, besitzt den Geist des Mitleids, des Mitgefühls, der Vergebung, ist somit voller Liebe für seinen Mitmenschen, er ist barmherzig.

Bei Ezechiel, dem Priester, der 579 v. Chr. mit der ersten Verbannung nach Babylon deportiert wurde, und dort von 593 bis ca. 571 gewirkt hat, lese ich über die Erneuerung Israels durch den Herrn: „Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist gebe ich in euer Inneres. Ich beseitige das Herz von Stein aus eurem Fleisch und gebe euch ein Herz von Fleisch.“ (Hesekiel 36:26). Ich möchte gerne `mein Herz am rechten Fleck haben´, wie wir umgangssprachlich häufig sagen, mich mit `Herzblut´ für die Sache Jesu einsetzen, und ich wünsche mir nicht, dass mir dabei `das Herz in die Hose rutscht´ – ich dabei große Angst bekomme. Ich bete darum, dass aus meinem Herzen immer nur das Gute hervorkommt und mein Herz davon überfließt (Lukas 6:45). Das gelingt mir am Ehesten dadurch, dass ich mich eifrig mit dem `Guten´ befasse, mit dem `guten Wort Gottes´ (Alma 17:2).

Wie schützt du dich vor einem `Herz aus Stein´?