Es wäre besser für sie, dass sie nicht geboren worden wären

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Die Warnung die Mormon im gestrigen Vers begonnen hat, geht so weiter: „und es wäre besser für sie, dass sie nicht geboren worden wären. Meint ihr denn, dass ihr der Gerechtigkeit eines gekränkten Gottes entgehen könntet, der von den Menschen mit Füßen getreten wurde, dass dadurch Errettung zuteilwürde?“ (3. Nephi 28:35).

Es wäre besser für sie, dass sie nicht geboren worden wären. In der Bibel finde ich zwei ähnliche Aussagen.

  • Im Buch Jesus Sirach, in dem es im Wesentlichen um Lebens- und Verhaltensregeln geht, geht es an einer Stelle um die Worte des Mundes, um das Schwören und die Aussprache des Namens des `Heiligen´. Dort heißt es, dass bestimmtes Reden als Nachkomme Jakobs nicht getätigt werden sollte. Man soll sich seinen Mund nicht an gemeine Ungezogenheit – sündhaftes Reden – gewöhnen. Man soll an seine Eltern denken und sich inmitten des großen Rates nicht vergessen und kein törichtes Verhalten an den Tag legen, denn „… sonst wirst du wünschen, dass du nie geboren wurdest, und du wirst den Tag deiner Geburt verfluchen!“ (Jesus Sirach 23:14).
  • Im Neuen Testament ist die zweite Stelle zu finden, und zwar, als Jesus mit seinen Aposteln das Mahl hält. Da sagt er ihnen, dass einer von ihnen, ihn verraten würde, und es für ihn besser gewesen wäre, „… wenn er nie geboren wäre.“ (Markus 14:21).

Ich sollte mich also davor hüten, den Herrn `mit Füßen zu treten´. Wann trete ich jemanden mit Füßen? Denken wir an unsere Kindheit, da wird es dem einen oder anderen passiert sein, dass er getreten hat, oder getreten wurde. Dies passiert, wenn man gegen jemanden aufgebracht ist und ihm zeigen will, dass man ihn verachtet. Im übertragenen Sinn bedeutet es, dass man Verbotenes tut, sich über etwas hinwegsetzt, zuwiderhandelt, etwas missachtet, ganz allgemein, dass man böse ist. Wenn ich also bewusst nicht auf die Worte Jesu hören will, werde ich mich früher oder später über seine Gebote hinwegsetzen. Die Folge: Ich werde am `letzten Tag nicht von ihm angenommen werden´ (3. Nephi 28:34).

Inwiefern denkst du, wäre es in einem solchen Fall besser, nicht geboren worden zu sein?

Und weh sei dem, der auf die Worte Jesu nicht hören will

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Moroni warnt uns: „Und weh sei dem, der auf die Worte Jesu nicht hören will, und auch nicht auf diejenigen, die er erwählt und unter sie gesandt hat; denn wer die Worte Jesu und die Worte derer, die er gesandt hat, nicht annimmt, der nimmt ihn nicht an; und darum wird er sie am letzten Tag nicht annehmen;“ (3. Nephi 28:34).

Und weh sei dem, der auf die Worte Jesu nicht hören will. Du kennst die Redensart: „Wer nicht hören will, muss fühlen!“ Mit Hören ist hier in diesem Fall, `gehorchen, den Rat eines anderen befolgen´ gemeint. Wer von euch alt genug ist, d. h. bis 1973 noch die Schule besucht hat, kann sich sicherlich daran erinnern, dass mit diesem pädagogischen Sprichwort oft Prügelstrafe angedroht wurde, wenn das Kind nicht gehorchen wollte.

Heute werden viele sagen: Wie konnte man nur Gehorsam mittels Androhung körperlicher Gewalt erreichen wollen. Im Sinne unseres heutigen Verses kann ich mir vorstellen, dass körperliche Züchtigung oftmals besser wäre, als dass jemand für alle Zeit und Ewigkeit aus der Gegenwart Gottes ausgeschlossen sein müsste, weil er ihn nicht annehmen kann. Denn wir wissen: „… nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Gräuel verübt und lügt. Nur die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen.“ (Offenbarung 21:17). Und wie heißt es doch in der Bergpredigt, als der Ehebruch angesprochen wird: Es wäre besser, sein rechtes Auge auszureißen und wegzuwerfen, als dass der ganze „… Leib in die Hölle geworfen wird“ (Matthäus 5:29). Damit spreche ich mich nicht für Prügelstrafe als pädagogisches Mittel aus. Aber körperlicher Schaden aufgrund Nichtbeachtung von `Geboten´ kann auch durch andere `kräftige Schläge´ entstehen. Wenn ich z. B., anstatt einen elektrischen Stromkreis abzuschalten, unter Spannung daran arbeite, nur weil es mir zu lästig ist, die Sicherungen herauszunehmen, kann dies mein irdisches Leben abrupt beenden. Der Herr hält mir also durch solcherlei Aussagen klar vor Augen, welche Folgen mich erwarten, wenn ich Seinen Geboten mutwillig keine Beachtung schenke, so wie mir durch entsprechende Arbeitsanweisungen klar gemacht wird, welche Folgen die Nichtbeachtung derselben hat.

Welche Vorstellungen hast du davon, wie der Herr uns vor ewigen Folgen, durch mutwilligen Ungehorsam gegenüber seinen Geboten, warnen sollte?

Wenn ihr alle die Schriften hättet

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Mormon sagt uns: „Und wenn ihr alle die Schriften hättet, die einen Bericht von allen wunderbaren Werken Christi geben, würdet ihr gemäß den Worten Christi wissen, dass dies alles gewiss eintreten wird.“ (3. Nephi 28:33).

Wenn ihr alle die Schriften hättet. Wie soll ich das verstehen, wir haben doch die Fülle des Evangeliums (3. Nephi 16:10,12; Lehre und Bündnisse 1:17,23; 20:8-9; 27:5 und weitere).

Die Fülle des Evangeliums zu haben, muss ja nicht gleichbedeutend damit sein, dass wir auch alle Schriften haben (Lehre und Bündnisse 42:12,15). In Lehre und Bündnisse 63:21 redet der Herr von einem Bericht, den wir noch nicht in seiner Fülle empfangen haben. An anderer Stelle sagt der Herr, dass die Fülle des Berichtes des Johannes erst später noch offenbart werden wird (Lehre und Bündnisse 93:6). Unter der Bedingung des Treuseins hat der Herr versprochen, diese Fülle seines Berichtes zu empfangen (Lehre und Bündnisse 93:18). Und dieser Bericht soll eine Fülle der Wahrheit enthalten (Lehre und Bündnisse 93:26). Die Voraussetzung zum Empfang der Fülle der Wahrheit, ist das Halten der Gebote (Lehre und Bündnisse 93:27). Außerdem wissen wir, dass viele Schriften verloren gegangen sind. Eine ausführliche Auflistung findest du hier im Abschnitt „Verlorengegangene Schriften“. Ich erkenne, dass wenn ich mehr Erkenntnis von der Fülle des Evangeliums haben möchte, muss ich die Gebote halten. Sind wir alle bereit, wird der Herr uns sogar noch weitere Schriften zukommen lassen, die wir bis jetzt noch nicht, oder nicht mehr, haben.

Was sind deine Gedanken dazu, dass wir noch nicht alle Schriften haben?

Sie wagten nicht, ihm das zu sagen, was sie sich wünschten

Sie wagten nicht, ihm das zu sagen, was sie sich wünschten
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„… sie wagten nicht, ihm das zu sagen, was sie sich wünschten.“ (3. Nephi 28:5). Hier eine Zusammenfassung bezüglich der vom Herrn übertragenen Fähigkeiten bzw. Segnungen auf diese drei Apostel des Herrn, mit ihrem besonderen Wunsch, bis zu Seinem zweiten Kommen auf diese Erde, weiterhin Menschen zu Ihm führen zu dürfen (3. Nephi 28:7-40):

  1. Sie sollten niemals den Tod schmecken, sondern „in einem Augenblick von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit verwandelt werden“ (Vers 7,8)
  2. Sie würden keinen Schmerz spüren, außer wegen der Sünden der Welt (Vers 9)
  3. Sie erhielten eine sichere Verheißung, dass sie erhöht werden würden (Vers 10)
  4. Sie sahen und hörten Unaussprechliches (Vers 13,14)
  5. Sie sollten beschützt werden, sodass die Schlechten keine Macht über sie haben würden (Vers 19-22)
  6. Sie sollten sich anderen Menschen zeigen können, wie es ihnen gut erschiene (Vers 30)
  7. Sie würden gesegnet sein, sodass der Satan keine Macht über sie hätte (Vers 39)
  8. Sie sollten bis zum Tag des Gerichts auf der Erde bleiben, um dann mittels einer größeren Veränderung ins Reich des Vaters aufgenommen zu werden (Vers 40)

Welch ein außergewöhnlicher Wunsch dieser Drei, und welche Segnungen, mit denen der Herr sie dafür ausstattete. Hier wird mir wieder die Allmacht des Herrn, die er von seinem Vater erhalten hat, deutlich vor Augen geführt.

Was denkst du, wie kann man auf einen solchen Wunsch, wie ihn diese Drei hatten, kommen?

Selbst unter den Anderen wird von ihnen ein großes und wunderbares Werk vollbracht werden

Ein großes und wunderbares Werk beginnt mit dem Hervorkommen des Busches Mormon
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Mormon berichtet über zukünftige Taten der drei nephitischen Apostel des Herrn: „ja, selbst unter den Anderen wird von ihnen ein großes und wunderbares Werk vollbracht werden vor jenem Tag des Gerichts.“ (3. Nephi 28:32).

Selbst unter den Anderen wird von ihnen ein großes und wunderbares Werk vollbracht werden. Ich gehe davon aus, dass die `Anderen´, von denen Mormon hier spricht, all jene Völker sind, die das Evangelium von Jesus Christus nicht kennen.

Unter diesen werden die drei nephitischen Apostel Jesu `ein großes und wunderbares Werk´vollbringen. Dieses `große und wunderbare Werk´ ist das Werk, das mit der Wiederherstellung der Kirche des Herrn, durch Joseph Smith, der aus der Linie Ephraims stammt (siehe hier, viertletzter Absatz), und somit zu den `Anderen´ gehört, begann. Entsprechend der Bitte der drei nephitischen Apostel des Herrn, Menschen zu ihm zu bringen (1. Nephi 32:9), werden sie bei der Verbreitung des Evangeliums in unseren Tagen mitwirken, bis hin zu dem Zeitpunkt, da der Herr ein zweites Mal auf die Erde kommen, und seine Herrschaft antreten wird.

Was meinst du, welches `große und wunderbare Werk´ die drei nephitischen Apostel des Herrn unter den `Anderen´ vollbringen werden?

Ich war daran, die Namen derjenigen niederzuschreiben, die niemals den Tod schmecken sollten

Die drei Jünger predigten den Nephiten weiterhin das Evangelium. Sie predigen das Evangelium auch heute noch.
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Nachdem Mormon berichtet hat, wie die drei nephitischen Jünger des Herrn durch ihre Widersacher erfolglos versucht wurde, sie zu töten, sagt er uns: „Siehe, ich war daran, die Namen derjenigen niederzuschreiben, die niemals den Tod schmecken sollten, aber der Herr verbot es; darum schreibe ich sie nicht nieder, denn sie sind der Welt verborgen. 26  Aber siehe, ich habe sie gesehen, und sie haben mir gedient.“ (3. Nephi 28:25-26).

Ich war daran, die Namen derjenigen niederzuschreiben, die niemals den Tod schmecken sollten. Mormon kannte ja die Namen der zwölf vom Herrn berufenen nephitischen Apostel: Nephi, Timotheus, Jonas, Mantoni, Mantonihach, Kumen, Kumenonhi, Jeremia, Schemnon, Jonas, Zidkija und Jesaja (3. Nephi 19:4).

So wusste er, seiner Aussage gemäß, wer von diesen Zwölfen die drei gewesen sind, und er hätte uns sein Wissen auch gerne mitgeteilt, jedoch hat ihn der Herr darin gebremst, und er hat es unterlassen. Wir wissen also nicht, wer von diesen Zwölfen die drei sind, denen der Herr Gleiches gewährte wie seinem Lieblingsjünger Johannes, nämlich solange auf Erden dienen zu dürfen, bis der Herr seine Herrschaft auf Erden antreten wird. Nachdem es im Buch Mormon heißt, dass sie wie Engel Gottes einem jeden Menschen erscheinen und große und wunderbare Werke vollbringen können (3. Nephi 28:27-31), wurden schon einige Erlebnisse mit diesen Dreien in Umlauf gebracht. Ich meine, dass dies nicht angebracht ist. Sollte jemand der Auffassung sein, dass ihm von ihnen geholfen wurde, so sollten sie dies für sich behalten und Geschichten, die im Umlauf sind, sollten meiner Auffassung nach nicht weiter verbreitet werden, ausgenommen der Herr würde es seinem Propheten anders kundtun.

Wie fühlst du dich, wenn du als Einziger etwas Neues weißt und es drängt dich, mit diesem Wissen zu prahlen, es dir aber untersagt wird ?

Zweimal wurden sie in eine Grube mit wilden Tieren geworfen

Daniel in der Löwengrube
(Bild: Wikipedia / PD-Art Quelle)

Die drei nephitischen Jünger des Herrn waren bisher ins Gefängnis, ja sogar lebendig begraben und dreimal in einen heißen Ofen geworfen worden und nun: „Und zweimal wurden sie in eine Grube mit wilden Tieren geworfen, und siehe, sie spielten mit den Tieren wie ein Kind mit einem saugenden Lamm und erlitten keinen Schaden.“ (3. Nephi 28:22).

Zweimal wurden sie in eine Grube mit wilden Tieren geworfen. Die drei nephitischen Apostel des Herrn mit ihrem außergewöhnlichen Wunsch, auf Erden bleiben zu dürfen, bis der Herr wiederkommen würde, um Menschen zu ihm zu führen, wurden schon erfolglos ins Gefängnis geworfen (3. Nephi 28:19), erfolglos lebendig begraben (3. Nephi 28:20), erfolglos in den Feuerofen geworfen (3. Nephi 28:21) und nun hofften seine Widersacher, dass er in der Grube endlich von den wilden Tieren gefressen werden würde.

Satan wollte offensichtlich mit aller Macht erreichen, dass diese drei ihre Mission nicht antreten könnten. Es muss ihm ein Dorn in seinen Augen gewesen sein. Jedoch hatte er natürlich nicht die geringste Chance gegen Gott. Gott vereitelte auch diesen vierten Anschlag. Die wilden Tiere gaben sich ganz zahm und sie konnten mit ihnen spielen. An welche Begebenheit aus dem Alten Testament erinnert dich dies? Da gab es den Mederkönig Darius (521-486 v. Chr.). Dieser hatte den verschleppten Juden Daniel (Du erinnerst dich? 597 v. Chr., kurz nach der Auswanderung Lehis mit den Seinen aus Jerusalem, wurden die Juden von Nebukadnezar II geschlagen und die meisten nach Babylon ins Exil verschleppt, insbesondere die Oberschicht), aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten, in eines der höchsten Ämter des Landes berufen, was einigen seiner Widersacher gar nicht passte. Sie überredeten den König, ein Dekret zu erlassen, dass denjenigen, der innerhalb von dreißig Tagen an einen anderen Gott als an den König, eine Bitte richtet, in die Löwengrube geworfen werden solle. David hielt sich natürlich nicht daran. Er betete wie gewohnt dreimal täglich in seinem Gemach zu Gott, was seine Widersacher beobachteten und dem König berichteten. Diesem war es sehr unangenehm und er wollte Daniel behüten, aber die Widersacher nagelten ihn fest, dass das Dekret bindend sei, und so musste der König Daniel Wohl oder übel in die Löwengrube werfen. Jedoch hatte er den Wunsch, dass sein Gott ihn behüten möge. Nach einer unruhigen Nacht konnte er erlöst feststellen, dass der Herr Daniel in der Grube mittels seines Engels behütet hatte und die Widersacher wurden nun ihrerseits mit ihren Familien in die Grube geworfen. Sie kamen allerdings darin um (Daniel 6). Ich lerne, dass der Herr mit denen ist, die Seine Gebote demütig befolgen.

Wie würdest du handeln, wenn dir unter Androhung von Strafe, von weltlichen Mächten verboten werden würde, deinem Glauben entsprechend, Gott anzubeten?

Dreimal wurden sie in einen Feuerofen geworfen

Schadrach, Meschach und Abed-Nego im Feuerofen
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Eine weitere unvorstellbare Tat, die den drei nephitischen Aposteln widerfuhr: „Und dreimal wurden sie in einen Feuerofen geworfen und erlitten keinen Schaden.“ (3. Nephi 28:21).

Dreimal wurden sie in einen Feuerofen geworfen. Auch nicht gerade das, worüber man dankbar sein dürfte, auch nicht, wenn es draußen recht kalt wäre. Und dann gleich noch dreimal.

Jedoch für die drei Jünger ging es ja gut aus, genauso wie für die drei Freunde Daniels, die nicht das von König Nebukadnezzar aufgestellte goldene Standbild anbeten wollten, sondern nur zu ihrem Gott beteten. Du erinnerst dich an die Namen der drei Freunde? Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Mit Daniel zusammen hielten sie sich am Hof des Königs sogar an das Gesundheitsgesetz des Herrn und wuchsen so besser heran und waren sogar weiser als diejenigen, die die vom König extra zubereitete Speise zu sich genommen hatten. Aufgrund ihres Ungehorsams gegenüber dem Gebot des Königs wurden sie gefesselt in einen extra heißen Feuerofen geworfen. Der König schaute nach ihnen und sah sie im Feuer herumlaufen und mit einem Engel reden. Verwundert erkannte der König, dass ihr Gott die größere Macht besaß, und er hieß sie herauszukommen. Ihnen war nichts geschehen, ja, kein Haar war angesengt, noch roch ihre Kleidung nach Rauch (Daniel 3). Ein wunderbares Zeichen, wie Gott sich um jene kümmert, die ihm treu sind.

Was würdest du denken: Drei Männer hast du gesehen, wurden gefesselt in einen äußerst heißen Ofen geworfen und dann siehst du vier drin umhergehen und sich unterhalten?

Sie wurden in die Erde hinabgeworfen

Chinesische Zivilisten werden von japanischen Soldaten beim Nanking-Massaker lebendig begraben.
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Das Nächste, was mit den drei nephitischen Aposteln Jesu geschah: „Und sie wurden in die Erde hinabgeworfen; aber sie schlugen die Erde mit dem Wort Gottes, sodass sie durch seine Macht aus den Tiefen der Erde befreit wurden; und darum konnte man keine Grube graben, die hingereicht hätte, sie zu halten.“ (3. Nephi 28:20).

Sie wurden in die Erde hinabgeworfen. Das klingt so, als hätte man sie bei lebendigem Leibe in eine ausgehobene Grube geworfen und diese dann wieder mit Erde aufgefüllt.

Ein fürchterliches Ereignis. Kennst du `Taphophobie´? Ich denke ab und zu daran, wie unvorstellbar schlimm es sein muss, für tot gehalten begraben zu werden, aber doch nur scheintot zu sein. Du wachst in der Kiste auf und über dir zwei Meter Erde. Kaum auszudenken. Im Altertum war dies eine Art des Opferns bzw. einer Hinrichtung. Im Römischen Reich wurden Jungfrauen in Fällen der Unkeuschheit auf diese grausame Art lebendig begraben (siehe hier). Die Angst davor wird `Taphophobie´ genannt. So muss es wohl für die drei nephitischen Propheten gewesen sein, allerdings noch ohne Sarg. Und nun kam wieder die Macht des Priestertums Gottes zum Zug. Sie geboten der Erde mit dem Wort Gottes, sich wieder zu öffnen, sodass sie aus diesem Grab wieder heraussteigen konnten, ohne, dass ihnen etwas passiert wäre. Auch im Alten Testament haben wir ein solches Beispiel: „… Wurde Achikar nicht lebendig in der Erde begraben? Gott aber hat ihm diese Niedertracht ins Angesicht vergolten: Achikar kam wieder heraus ans Licht, Nadab aber ging in die ewige Finsternis ein, weil er versucht hatte, Achikar zu töten. …“ (Tobit 14:10). Wieder wird mir gezeigt, wie der Herr die Menschen an Seiner Macht teilhaben lässt. So wie er nur ein Wort spricht und es geschieht, so gab er diesen dieselbe Macht. Das gibt mir Zuversicht, dass der Herr auch mir helfen würde, wenn ich in eine Situation kommen würde, aus der ich mich selber nicht befreien könnte. Vorausgesetzt ich habe ein würdiges Leben geführt.

Welche Gedanken bewegen dich, wenn du daran denkst, dass man lebendig begraben werden würde?

Sie wurden ins Gefängnis geworfen von denen, die nicht zur Kirche gehörten

Paulus und Silas im Gefängnis in Philippi
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Was diesen drei nephitischen Aposteln Jesu bei ihrem Dienst widerfuhr, berichtet Mormon in den nun folgenden Versen – aber einen nach dem anderen: „Und sie wurden ins Gefängnis geworfen von denen, die nicht zur Kirche gehörten. Und die Gefängnisse konnten sie nicht halten, denn sie brachen entzwei.“ (3. Nephi 28:19).

Sie wurden ins Gefängnis geworfen von denen, die nicht zur Kirche gehörten. Erinnerst du dich auch an ähnliche Situationen in der Heiligen Schrift? Diener des Herrn wurden wegen ihres Glaubens an Gott in Gefängnisse geworfen, doch auf wundersame Weise kommen sie ohne ihr Zutun wieder frei.

Einmal, als Paulus mit seinem Mitarbeiter Silas auf ihrer Missionsreise nach Philippi kamen, lief ihnen eine Frau, die von einem bösen Geist besessen war, und dadurch mit Wahrsagen Geld für ihren Herrn einbrachte, hinterher und sagte immer wieder: „Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes; sie verkünden euch den Weg des Heils.“ Paulus wurde es dann zu viel und er hieß den Geist im Namen Jesu, aus ihr auszufahren. Nun brachte die Frau ihrem Herrn kein Geld mehr ein und er wurde zornig auf Paulus und Silas und verursachte, dass sie in ein Hochsicherheitsgefängnis verbracht wurden und zusätzlich noch Fußfesseln bekamen. Paulus und Silas ließen sich die Freude am Herrn nicht verderben. Sie sangen dem Herrn Lobpreis. Und in der Nacht kam ein Erdbeben, die Türen des Gefängnisses sprangen auf und allen Gefangenen fielen die Fesseln ab. Vor lauter Angst wollte sich der Gefängniswärter dasa Leben nehmen, aber Paulus hielt ihn davon ab, und er ließ sich sogar bekehren (Apostelgeschichte 16:11-33). Ich lerne, dass wenn ich dem Herrn treu bin, lässt er mich auch im tiefsten Verlies nicht im Stich. Er beschützt die, die ihm treu sind.

Welche anderen Begebenheiten kennst du, in denen der Herr seine berufenen Diener aus dem Gefängnis befreite?