Alles, was er geredet hat, ist gewesen und wird sein

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Jesus Christus spricht weiter zu den Nephiten, die sich um die 34 n. Chr. am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelt hatten: „Denn gewiß hat er mit seinen Worten an alles gerührt, was sich auf mein Volk bezieht, das vom Haus Israel ist; darum muß es notwendigerweise so sein, daß er auch zu den Andern reden muß. 3 Und alles, was er geredet hat, ist gewesen und wird sein, ja, gemäß den Worten, die er geredet hat.“ ( 3. Nephi 23:2-3).

Alles, was er geredet hat, ist gewesen und wird sein. Gestern habe ich meinen Blogbeitrag mit der Frage abgeschlossen: Warum nur hat der Herr geboten, eifrig in den Schriften Jesajas zu forschen? Ich meine die Antwort liegt in den beiden heute betrachteten Versen.

Zum Einen hat Jesaja alle Themen angesprochen, die sich auf das Volk des Herrn beziehen, egal ob aus der direkten Linie Abrahams, oder durch Annahme Seiner Bündnisse von ihm adoptiert, die Andern. Zudem bekundet Jesus Christus, dass alles, was Jesaja angesprochen hat, sich in der Vergangenheit erfüllt hat, bzw. sich im Laufe der Zeit noch erfüllen wird. Es geht also bei den Worten Jesajas um Dinge, die einen jeden von uns betreffen und von höchster Bedeutung sind. Wenn etwas für jemanden von höchster Bedeutung ist, wird er sich dann nicht in solche Themen voller Eifer einarbeiten, sie erforschen wollen? Ich denke an Menschen, wie sie sich mit allem, was sie hatten, dafür einsetzten Gold zu finden (Matthäus 13:44-46) und dabei nicht selten ihr Leben gelassen, oder das anderer genommen haben. Ist das Erarbeiten des Wissens über die Fragen des Lebens – wo komme ich her, was ist der Sinn meines Hierseins, wo gehe ich hin – nicht unvergleichlich wichtiger? Es geht schließlich um die Gestaltung meiner ewigen Zukunft. Dafür forsche ich liebend gerne eifrig in Seinen Schriften.

Wie teilst du deine Zeit zwischen kurzweiliger Unterhaltung und der Erforschung wichtiger Themen, die deine ewige Zukunft betreffen, auf?

Ich sage euch: Ihr sollt hierin forschen

(Bild: Quelle)

Jesus Christus ist mit dem Zitieren von Jesaja 54 zu Ende gekommen und spricht nun weiter zu den Nephiten, die sich um die 34 n. Chr. am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelt hatten: „Und nun siehe, ich sage euch: Ihr sollt hierin forschen; ja, das Gebot gebe ich euch, hierin eifrig zu forschen; denn groß sind die Worte Jesajas.“ (3. Nephi 23:1).

Ich sage euch: Ihr sollt hierin forschen. Ja, Jesus Christus gebietet es sogar, und zwar `eifrig in den Worten Jesajas zu forschen´. Die Frage, die sich mir stellt: Wie unterscheidet sich das `Lesen in den Schriften´ von `eifrigem Forschen´?

Beim Lesen nehme ich schriftlich verfasste Inhalte auf. Unter Umständen stoße ich dabei auf mich interessierende Aussagen, deren Inhalte ich gerne besser verstehen möchte. In mir kommen Fragen auf, deren Antwort ich nur durch intensivere Beschäftigung mit dem Thema herausfinden kann. Ich suche nach weiteren mir verständlichen Informationen in authentischen Quellen. Ich stelle gedankliche Verknüpfungen her, um mein Verständnis zu erweitern. Dann werde ich die gewonnenen Erkenntnisse auf Richtigkeit prüfen, dadurch, dass ich sie im täglichen Leben anwende. Führt das zu einem positiven Ergebnis, weiß ich, dass ich eine meiner anfänglichen Fragen offensichtlich zufriedenstellend beantwortet habe. So sind offensichtlich auch die Juden in Beröa vorgegangen. Paulus und Silas predigten die Schriften in Thessalonich, wobei sie die Juden gegen sich aufbrachten. Diese wurden ob ihrer Bekehrungserfolge eifersüchtig und brachten die Menge gegen sie auf. So kam es, dass Paulus und Silas weiter nach Beröa gesandt wurden. Auch dort predigten sie in der jüdischen Synagoge. Hier durften sie einen fruchtbareren Boden bearbeiten: „Diese waren vornehmer gesinnt als die in Thessalonich; mit großer Bereitschaft nahmen sie das Wort auf und forschten Tag für Tag in den Schriften nach, ob sich dies wirklich so verhielte.“ (Apostelgeschichte 17:11). Ich lerne: Es kommt auf meine innere Einstellung zu einem Thema an, auf mein Interesse daran, auf meinen Wunsch es zu vertiefen und in meinem Leben die gewonnenen Erkenntnisse richtig anzuwenden. Das Ganze nicht nur einmalig, sondern `Tag für Tag´. Wenn ich dann noch zulasse, dass der Heilige Geist mein Lehrer ist, kann mein Fortschritt unermesslich werden (Johannes 14:26).

Warum nur hat der Herr geboten, eifrig in den Schriften Jesajas zu forschen?

Jede Zunge, die im Gericht gegen dich schmäht, wirst du schuldig sprechen

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Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:17 Vergleiche Jesaja 54:17 in der Einheitsübersetzung
Keiner Waffe, gegen dich geformt, wird etwas gelingen; und jede Zunge, die im Gericht gegen dich schmäht, wirst du schuldig sprechen. Dies ist das Erbe der Knechte des Herrn, und ihre Rechtschaffenheit ist von mir, spricht der Herr.“ Keine Waffe wird etwas ausrichten, die man gegen dich schmiedet; jede Zunge, die dich vor Gericht verklagt, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN: Von mir kommt ihre Gerechtigkeit – Spruch des HERRN.“

Jede Zunge, die im Gericht gegen dich schmäht, wirst du schuldig sprechen. Was haben wir darunter zu verstehen?

Unter `Schmähen´ versteht man, mit verächtlichem Reden jemanden beleidigen, beschimpfen bzw. schlechtzumachen. Auch Herabsetzen, Lästern oder durch den Schmutz ziehen, umschreibt man mit diesem gehobenen Begriff. Das Ganze im Kontext mit Gericht kann auch bedeuten, `jemandem etwas anhängen, nachsagen, unterstellen´, `Lügen verbreiten´ … Alle Synonyme sind negativ belegt. Was will ich daraus lernen? An einen frühen Ältesten der wiederhergestellten Kirche, Thomas B. Marsh, richtet der Herr folgenden Rat: „Sei geduldig in Bedrängnissen, schmähe nicht diejenigen, die schmähen …“ (Lehre und Bündnisse 31:9). An anderer Stelle rät der Herr: „nicht mit schmähender Anklage, damit ihr nicht überwunden werdet, …“ (Lehre und Bündnisse 50:33). Im Brief des Judas, des Bruders Jesu, lerne ich aus dem Verhalten Adams (Erzengel Michael), der mit dem Teufel über den Leichnam des Mose stritt, dass er nicht wagte, über den Teufel ein `lästerndes Urteil´ zu fällen. Er überließ es dem Herrn, ihn in die Schranken zu weisen (Judas 9). Ich werde mich also bemühen, niemanden zu `schmähen´. Nicht nur, weil es unfair gegenüber meinen Mitmenschen wäre, sondern auch, um den Herrn nicht zu zwingen, mich schuldig sprechen zu müssen. Meistens dient es ja doch nur dazu, sich selber besser dastehen zu lassen.

Erinnerst du dich an eine Begebenheit, in der du mal `geschmäht´ worden bist? Wie hast du dich gefühlt und wie hast du reagiert? Oder hast du selber schon mal jemanden geschmäht?

Ich habe den Verwüster erschaffen, um zu zerstören

(Bild: Quelle)

Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:16 Vergleiche Jesaja 54:16 in der Einheitsübersetzung
Siehe, ich habe den Schmied erschaffen, der das Kohlenfeuer anbläst und der ein Werkzeug hervorbringt für seine Arbeit; und ich habe den Verwüster erschaffen, um zu zerstören. “ Ich habe den Schmied erschaffen, der das Kohlenfeuer entfacht und Waffen herstellt, wie es seinem Handwerk entspricht. Ich habe auch den, der vernichtet, erschaffen, damit er zerstört.“

Ich habe den Verwüster erschaffen, um zu zerstören. Im Buch Mormon kommt dieser Begriff des Verwüsters nur einmal vor, in der Einheitsübersetzung 2016 gleich 16 Mal.

In dem Bericht Almas, in dem es um die Aufteilung des Landes zwischen den Lamaniten und Nephiten geht, lesen wir etwas über einen Landstrich, der von den Nephiten `Verwüstung´ genannt wurde (Alma 22:30). Dieses Land wurde bei einer Expedition der Nephiten unter König Limhi entdeckt, und war von menschlichen und tierischen Gebeinen sowie Ruinen von Gebäuden bedeckt, herrührend von einem Millionenvolk, den Jarediten (Mosia 8:8; Ether 15:2). Dort, sowie überall und jederzeit ist dieser `Verwüster´ bei seinem Werk, seinem Werk der Zerstörung. Und dieser Verwüster ist sogar ein Sohn Gottes, also selber von ihm erschaffen, Luzifer. Auch in heutiger Zeit haben wir mit Verwüstung zu tun. Die Menschen verwüsten die Erde nicht alleine durch Mord und Totschlag, nein auch durch ganz friedliche Mittel wie Kohle, Öl, Kunststoff … Der Herr hat uns auch in dieser Neuzeit vor Verwüstung gewarnt, die über die Schlechten gesandt werden würde (Lehre und Bündnisse 29:8). Der Herr sagt uns, dass wir uns an einem Ort auf dem Antlitz der Erde sammeln sollen, um für diesen Tag der Zerstörung vorbereitet zu sein. Momentan verstehe ich alle Orte auf Erden, die wir durch unser Verhalten heiligen, als diese Sammlungsorte, unser Zuhause, unsere kirchlichen Versammlungsstätten, die Häuser des Herrn. Irgendwann, zu der von ihm festgesetzten Zeit, wird der Herr etwas anderes bestimmen, und dann sammeln wir uns dort. Dann wird die Erde vollends vom Bösen gereinigt, damit die Herrlichkeit des Herrn dort wohnen kann (Lehre und Bündnisse 101:24-25).

Warum wurde der `Verwüster´ vom Herrn erschaffen?

Wer auch immer sich gegen dich versammelt, wird um deinetwillen fallen

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (1958)
(Bikld: Quelle)

Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:15 Vergleiche Jesaja 54:15 in der Einheitsübersetzung
„Siehe, diese werden sich gewiß gegen dich versammeln, aber nicht durch mich; wer auch immer sich gegen dich versammelt, wird um deinetwillen fallen.“ Siehe, greift dich jemand an, so geht es nicht von mir aus; wer dich angreift, fällt im Kampf gegen dich.“

Wer auch immer sich gegen dich versammelt, wird um deinetwillen fallen. Wie wir im Jesaja lesen, ist dieses `sich gegen dich versammelt´ in der Weise gemeint, dass diejenigen sich gegen Israel in feindlicher Absicht versammeln. Um wen es sich dabei handelt, wird nicht explizit gesagt. Können wir aus dem Vers vorher, in dem davon die Rede ist, dass Israel sich nicht zu fürchten braucht, dass `Schrecken´ nicht an es herankommen wird, eine Antwort ableiten?

Hier und da wir in der Schrift vom `Schrecken des Herrn´ gesprochen. Schrecken ist eine plötzliche emotionale Regung. Einen Schreck bekommt man, wenn ein potenziell bedrohlicher Reiz überraschend auftritt. Im 1. Samuel 11:7 wird davon berichtet, wie „der Schrecken des HERRN auf das ganze Volk fiel und sie wie ein Mann ausrückten.“ In diesem Text wird der Sieg König Sauls über die Amoriter beschrieben und zwar mittels dem `Schrecken des Herrn´, der auf ihnen lag. Außer dem Schrecken des Herrn gibt es auch noch den Schrecken, der von Luzifer ausgeht. Ihn hatte Joseph Smith im heiligen Hain verspüren müssen (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:15-16). Schrecken hängt immer mit einem Negativerlebnis zusammen. Der Herr tröstet also sein Volk dahingehend, dass es unter seinem Schutz stehen und mit Seiner Hilfe allen Bösen Angriffen widerstehen wird. Ja sogar der, der es angreifen würde, Satan mit den Seinen, wird dabei umkommen. Das bedeutet für mich, dass ich mich auch unter den Schutz des Herrn stellen kann, wenn ich so lebe, dass er mich seinem Volk zugehörig zählen wird – Satan, der sich gegen mich versammelt, wird dann nicht erfolgreich sein.

Hast du Ideen, wie man dem `Schrecken´, der Reaktion des Organismus auf einen überraschend wahrgenommenen potenziell bedrohlichen Reiz, in diesem Zusammenhang soll Satan der Verursacher des Schreckens sein, entgehen kann?

In Rechtschaffenheit wirst du aufgerichtet sein

Der Weg des HERRN ist Zuflucht für die Rechtschaffenheit, Verderben aber für Übeltäter.
( Sprüche 10:29; Bild: Quelle)

Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:14 Vergleiche Jesaja 54:14 in der Einheitsübersetzung
„In Rechtschaffenheit wirst du aufgerichtet sein; du wirst fern von Bedrückung sein, denn du wirst dich nicht fürchten, und vom Schrecken, denn er wird dir nicht nahe kommen.“ „Du wirst auf Gerechtigkeit gegründet sein. Du bist fern von Bedrängnis, denn du brauchst dich nicht mehr zu fürchten und bist fern von Schrecken; er kommt an dich nicht heran.“

In Rechtschaffenheit wirst du aufgerichtet sein. Wir erinnern uns, es geht in den ganzen Versen um das Verhältnis des Herrn zu seinem Bundesvolk (das Volk Israel als die Ehefrau, Christus als der Ehemann), wobei teilweise auch die heilige Stadt Jerusalem angesprochen wird, das Ganze in Zusammenhang mit dem zweiten Kommen Jesu.

Man kann also davon ausgehen, dass sowohl das Volk Israel, als auch das alte und das neue Jerusalem `in Rechtschaffenheit´ aufgerichtet werden wird. Als Rechtschaffenheit wird die Neigung und das Bestreben, den Pflichten seines Standes gegenüber Gott und den Menschen genüge zu tun, beschrieben. In den Heiligen Schriften wird Rechtschaffenheit vielfach als eine bedeutende Eigenschaft hervorgehoben. Mit diesem Begriff werden Eigenschaften wie gerecht, heilig, tugendhaft, Aufrichtigkeit, nach Gottes Geboten handeln und Sünde vermeiden verbunden. Ich lerne, wenn ich auf Rechtschaffenheit gegründet bin, werde ich fern von Bedrückung sein, ich werde mich nicht fürchten brauchen, auch werde ich frei sein von Schrecken (2. Nephi 2:13). Wenn wir Menschen nicht in `Rechtschaffenheit´ aufgerichtet würden, würden wir `keines Falls das Reicht Gottes ererben´ (Mosia 27:25-26). Was bedeutet es nun für mich, rechtschaffen zu leben? Ich muss mich an ethische Prinzipien wie oben beschrieben halten, worunter alle guten Tugenden fallen.

Was verstehst du darunter, frei zu sein von Schrecken, und was bedeutet es für dich?

Alle deine Kinder werden vom Herrn belehrt werden

(Bild: Quelle)

Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:13 Vergleiche Jesaja 54:13 in der Einheitsübersetzung
„Und alle deine Kinder werden vom Herrn belehrt werden; und groß wird der Friede deiner Kinder sein.“ „Alle deine Kinder sind Schüler des HERRN und groß ist der Friede deiner Kinder.“

Alle deine Kinder werden vom Herrn belehrt werden. Kannst du dir etwas Besseres wünschen, als dass deine Kinder den besten aller Lehrer bekommen? Ja den, der vorgelebt hat, was er gelehrt hat. Den, der nichts anderes lehrte, als das, was er `Seinen Vater hat tun sehen´ (Johannes 5:19)?

Aber bis das der Fall sein wird, müssen wir noch selber für unsere Kinder sorgen. Wir müssen uns diesen Vers als Richtschnur für die Unterweisung unserer Kinder nehmen. Schwester Patricia P. Pinegar, einst Präsidentin der Primarvereinigung, hat erklärt: „Die Welt ist kein sicherer Ort. Sie ist kein Ort, wo Kinder Frieden, Hoffnung und Weisung erleben können, wenn sie nicht lernen, den Erretter zu lieben und ihm zu folgen. Bitte, helfen Sie ihnen zu wissen, dass sie diese großartigen Segnungen erhalten können, und zeigen Sie ihnen, was sie tun müssen, um diese Segnungen zu empfangen.“ (Liahona, Januar 2000, Seite 81f.). Ich fühle mich angeregt, meinen Kindern, egal welchen Alters, oder ob es auch Kinder in meiner Umgebung sind, sei es in der Kirche oder im Privatleben, zu zeigen, was wir tun müssen, um in den Genuss der Segnungen des Herrn zu kommen. Ich darf nicht „öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken“!

Was hältst du von solchen Lehrern, die öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken – und woran hältst du dich?

Ich werde deine Steine in schönen Farben legen

Das neue Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt
(Bild: Quelle)

Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:11-12 Vergleiche Jesaja 54:11-12 in der Einheitsübersetzung
„O du Bedrängte, von Unwetter umhergeworfen und nicht getröstet! Siehe, ich werde deine Steine in schönen Farben legen und deine Grundmauern mit Saphiren auslegen. 12  Und ich werde deine Fenster aus Achat machen und deine Tore aus Karfunkelsteinen und alle deine Umfassungen aus Edelsteinen.“ „Ärmste, vom Sturm Gepeitschte, die ohne Trost ist: Siehe, ich selbst lege dir ein Fundament aus Malachit und Grundmauern aus Saphir. 12  Aus Rubinen mache ich deine Zinnen, aus Beryll deine Tore und alle deine Mauern aus kostbaren Steinen.“

Ich werde deine Steine in schönen Farben legen. Um diese Aussage richtig einordnen zu können, muss man sich der Offenbarung 21 zuwenden, in der es um `die Wohnung Gottes unter den Menschen´ und `das neue Jerusalem´ geht. Johannes beschreibt darin die Erneuerung der Erde und dann wie er „… die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen …“ sah, und sagte, „… sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.“ (Offenbarung 21:18-21).

Wieder haben wir hier den Vergleich Braut/Frau – eine Stadt ist ja nur eine Stadt, wenn sie auch ein Volk beherbergt, hier Sein Bundesvolk Israel; Ehemann – Jesus Christus. Eine Braut ist meist auch wunderbar herausgeputzt. So auch dieses neue Jerusalem. Und das ist in den obigen Versen beschrieben und noch ausführlicher in der Offenbarung des Johannes; zu den obigen zwei Versen passend: Offenbarung 21:18-21. Ich lerne daraus, dass zu der vom Herrn bestimmten Zeit, durch Ihn die Veredelung, Vervollkommnung, vorgenommen werden wird. Fühle ich mich manchmal hier im Erdendasein vom `Unwetter bedrängt´ und nicht getröstet, kann ich mit Sicherheit damit rechnen, dass alles zu einer wunderbaren Vervollkommnung durch den Erretter gebracht werden wird, unter der Voraussetzung, dass ich mein Herz dem Herrn zugewandt habe (Römer 2:29).

Was denkst du, wer dann die Einwohner dieses `neuen Jerusalems´, das so glanzvoll aufgebaut sein wird, sein werden?

Mein Wohlwollen wird von dir nicht weichen

(Bild: Quelle)

Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:10Vergleiche Jesaja 54:10 in der Einheitsübersetzung
„Denn die Berge werden weichen und die Hügel entfernt werden, aber mein Wohlwollen wird von dir nicht weichen, noch wird der Bund meines Friedens entfernt werden, spricht der Herr, der Erbarmen mit dir hat.“„Mögen auch die Berge weichen und die Hügel wanken – meine Huld wird nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens nicht wanken, spricht der HERR, der Erbarmen hat mit dir.“

Mein Wohlwollen wird von dir nicht weichen. Jesus Christus bringt mit seinen Aussagen in den Versen 4-10 zum Ausdruck, wie verpflichtet er sich gegenüber dem Bund mit seinem Volk des Hauses Israel fühlt. Obwohl es den Herrn verlassen hat, wird ihm, wenn es zurückkehrt, keine Schande erwachsen. Er wird sich sogar um seine Sammlung kümmern, mit immerwährendem Wohlwollen wird er ihm barmherzig sein.

Ja, sein Wohlwollen wird nicht von diesem Volk weichen. Zwar wird sich das Antlitz der Erde verändern, dadurch, dass u. a. Täler sich zu Berge erheben, Berge sich senken, Unebenes eben und ebenes uneben werden wird (Jesaja 40:4), was sich nicht ändern wird, ist Sein Wohlwollen gegenüber seinem Bundesvolk (siehe auch Psalm 94:14). Diese tiefe Verpflichtung, die der Herr hier zum Ausdruck bringt, erinnert uns auch daran, welche heilige Verpflichtung mit einem Ehebündnis einhergeht – das Volk die Frau, der Herr ihr Ehemann (3. Nephi 22:5-6). Das alles geschieht zu einer vom Herrn bestimmten Zeit (Lehre und Bündnisse 35:25). Wie wunderbar doch diese Zusage, Wohlwollen seinem Bundesvolk entgegenzubringen, zu dem jeder gehört, der durch den Bund der Taufe verspricht, Seine Gebote zu halten und Ihm zu folgen. Ich fühle mich verpflichtet, meinem Mitmenschen gegenüber auch dieses Kriterium moralischen Handelns, Wohlwollen, zu erweisen, ihm gegenüber freundschaftliche Gesinnung an den Tag zu legen.

Was meinst du, was du machen kannst, um dich im Zwischenmenschlichen viel, viel, besser fühlen zu können?

Dies ist mir wie die Wasser Noachs

(Bild: Quelle)

Jesus Christus wiederholt die Prophezeiungen Jesajas das Haus Israel betreffend, gegenüber den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten:

Buch Mormon 3. Nephi 22:9 Vergleiche Jesaja 54:9 in der Einheitsübersetzung
„Denn dies ist mir wie die Wasser Noachs; denn wie ich geschworen habe, daß die Wasser Noachs nie mehr über die Erde gehen sollen, so habe ich geschworen, daß ich dir nicht grollen will.“ „Wie bei der Flut Noachs soll es für mich sein: So wie ich damals schwor, dass die Flut Noachs die Erde nie mehr überschwemmen wird, so schwöre ich jetzt, dir nie mehr zu zürnen und dich nie mehr zu schelten.“

Dies ist mir wie die Wasser Noachs. Im vorhergehenden Vers 8 bringt Jesaja den Willen des Herrn klar zum Ausdruck, dass er dem Volk Israel `mit immerwährendem Wohlwollen barmherzig sein wolle´. In Vers 9 nun bekräftigt der Herr diese Aussage, indem er als Vergleich sein Versprechen heranzieht, nie wieder die Erde mit einer Flut zu überziehen.

Während der Zeit Noachs waren die Menschen nicht willens, trotzt erheblicher Bemühungen seitens Noach´s ihnen das Wort Gottes zu predigen, dieses anzunehmen. Ganz im Gegenteil, die Bosheit der Menschen nahm immer mehr zu (Genesis 6:5) und der Herr entschloss sich dazu, die Menschheit, außer Noach und seiner Familie und einer Auswahl von Tieren, um die 6.300 v. Chr. mittels einer Flut, die die ganze Erde bedecken sollte, auszulöschen (Genesis 6:7-8). Danach schloss der Herr einen Bund mit der Erde (!), sie nie wieder in dieser Weise zu fluten (Genesis 9:13). Als Zeichen dieses Bundes setzte der Herr den Regenbogen. Wie uns der Apostel Petrus erklärt, war die Sintflut ein Sinnbild der Taufe der Erde (1. Petrus 3:20-21). Ist das nicht ein wunderbares Versprechen des Herrn? So wie er die gesamte Erde nie mehr überfluten will, will er dem Volk Israel nicht weiter grollen. In der Bibel sagt er noch, dass er das Volk nie mehr `schelten´ will. Das ist mir eine Anregung, erst gründlich in mich zu gehen, bevor ich jemandem gegenüber Hassgefühle entwickle (Groll), oder jemanden beschimpfe (schelte), insbesondere innerhalb der Familie.

Was denkst du, welches Gewicht der Herr der Ehe dadurch beimisst, indem er (der Mann) ihm (dem Volk, der Frau) nie mehr `zürnen´ oder es `schelten´ wird?