Dann muss ich zu meinem Vater gehen, damit ich andere Gebote erfülle

(Bild: Quelle)

Nun wandte sich der auferstanden Jesus wieder seinen jüngst neu berufenen Jüngern zu (3. Nephi 18:26): „Siehe, wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich gebe euch noch ein Gebot, und dann muß ich zu meinem Vater gehen, damit ich andere Gebote erfülle, die er mir gegeben hat. 28  Und nun siehe, dies ist das Gebot, das ich euch gebe: Ihr sollt nicht zulassen, daß irgend jemand wissentlich unwürdig von meinem Fleisch und Blut nimmt, wenn ihr es darreicht;“ (3. Nephi 18:27-28).

Dann muss ich zu meinem Vater gehen, damit ich andere Gebote erfülle. Bevor Christus die Nephiten wieder verließ, um zu seinem Vater zurückzukehren, gab er seinen Zwölfen noch ein Gebot.

Wieder kann ich einige Dinge lernen.

  • Erstens
    Christus überträgt Aufträge an seine Diener (Delegation). Ein Auftrag ist in diesem Fall m. E. mit einem Gebot gleichzusetzen.
  • Zweitens
    Christus geht offensichtlich nach Erfüllen eines Auftrages zu seinem Vater zurück, um ihm Bericht zu erstatten und nach Beratung einen weiteren Auftrag entgegenzunehmen und auszuführen.
  • Drittens
    Jesus erfüllt gehorsam die Gebote seines Vaters, der auch unser aller Vater ist. Welches ist wohl eins der anderen Gebote, die Christus noch ausführen sollte? Seine `anderen Schafe´ zu besuchen (3. Nephi 16:1-3).

Das Gebot an seine berufenen Jünger war, darauf zu achten, dass niemand wissentlich unwürdig an seinem Abendmahl teilnimmt. Warum, wird uns im Neuen Testament erklärt, denn auch dort hat der Herr seinen Jüngern schon dieses Gebot gegeben. Paulus erinnert die Mitglieder der Gemeinde in Korinth an die Heiligkeit des Abendmahles und kommt darauf zu sprechen, dass jeder der unwürdig davon nimmt, sich „… am Leib und am Blut des Herrn. …“ schuldig macht und vor Gericht zur Verantwortung gezogen wird (1. Korinther 11:27-29). Ich denke daran, dass der Herr dem Judas praktisch versagte, an seinem Leib und Blut teilzuhaben, indem er ihn nach dem Paschamahl und vor der Einführung des Abendmahls wegschickte, um das einzuleiten, was er vorhatte, Jesus für 30 Silberlinge mit einem Kuss zu verraten (Matthäus 26:20-29; Johannes 13:27-30). Wir sind aufgefordert, vor der Teilnahme am Abendmahl zu überprüfen, ob wir würdig sind.

Was meinst du, was gehört dazu, würdig am Abendmahl des Herrn teilzunehmen?

Ebenso sollt ihr der Welt tun

(Bild: Quelle)

Und noch dieses sagt der auferstandene Jesus den am Tempel im Land Überfluss den dort Versammelten (3. Nephi 11:1): „Und ihr seht, ich habe geboten, daß keiner von euch weggehen soll, sondern habe vielmehr geboten, daß ihr zu mir kommen sollt, damit ihr fühlen und sehen könnt; ebenso sollt ihr der Welt tun; und wer auch immer dieses Gebot bricht, der läßt zu, daß er in Versuchung geführt wird.“ (3. Nephi 18:25).

Ebenso sollt ihr der Welt tun. So wie Christus alle Menschen ohne Rücksicht auf Hautfarbe, Rasse oder Geschlecht, ob klein oder groß, alt oder jung einlädt, zu ihm zu kommen, und niemanden von sich wegschickt, ja sogar zulässt, dass jeder seine Wunden, die ihm auf Golgatha zugefügt wurden, befühlen kann (3. Nephi 11:14), sollen auch wir unseren Mitmenschen offen begegnen.

Auch uns hat er geboten, niemanden wegzuschicken, der von der Welt ist. Das kann uns u. U. sicherlich manchmal schwerfallen. Ich denke nur daran, dass ein Aussätziger vor Christus niederfiel und ihn bat ihn zu heilen. Christus berührte ihn, obwohl Lepra zu seiner Zeit als eine ansteckende bakterielle Infektionskrankheit galt, und heilte ihn. Es ekelte ihn auch nicht (Matthäus 8:2-3). Unsereins stört sich schon mal daran, dass jemand in die Kirche kommt und stark nach Tabak riecht, oder seine beste Kleidung zerlumpt ist. Da muss ich mich noch ganz schön verbessern, um einen jeden willkommen zu heißen, und nicht in Versuchung geführt zu werden.

Was machst du, wenn jemand auf dich zukommt, der nicht gerade sauber gekleidet ist und vielleicht sehr streng riecht, und dich etwas fragen will, vielleicht sogar neben dir Platz nehmen will?

Darum haltet euer Licht hoch, damit es der Welt leuchte

(Bild: Quelle)

Christus spricht weiter zu den Nephiten (3. Nephi 18:17): „Darum haltet euer Licht hoch, damit es der Welt leuchte. Siehe, ich bin das Licht, das ihr hochhalten sollt—das, was ihr mich habt tun sehen. Siehe, ihr seht, daß ich zum Vater gebetet habe; und ihr alle wart Zeugen.“ (3. Nephi 18:24).

Darum haltet euer Licht hoch, damit es der Welt leuchte. Wenn du in der Dunkelheit eine Kerze anzündest, verbreitet sie ihr Licht um so weiter, je höher du sie hältst. Umso näher am Boden, umso kleiner die ausgeleuchtete Fläche, umso höher, umso größer wird sie (natürlich nimmt die Intensität dabei ab, aber mehr Betrachter werden das Licht sehen können. Je stärker die Lichtquelle, umso effektiver auch die Ausbreitung.

Welche Lichtquelle spricht Jesus hier an? Sich selber. Er sagt hier, aber ebenso im Neuen Testament, dass er das Licht ist (Johannes 9:5), das wir hochhalten sollen und erklärt uns auch dort, dass unsere guten Taten das Licht für unsere Mitmenschen ist (Matthäus 5:16). Unsere guten Taten sehen zu lassen soll keine Eigendarstellung sein, sondern die Mitmenschen veranlassen den `Vater im Himmel zu preisen´. Gute Taten können wir uns bei Jesus Christus abschauen. Wenn wir seine Taten versuchen nachzuahmen, halten wir `sein Licht hoch´.

Wie bewerkstelligst du es, dein Licht hochzuhalten, damit es anderen den Weg erhellt?

Ihr sollt euch oft versammeln; und ihr sollt niemandem verbieten, zu euch zu kommen

Das Abendmahl wird gereicht 
(Bild: Quelle)

Christus spricht weiter zu den Nephiten (3. Nephi 18:17): „Und siehe, ihr sollt euch oft versammeln; und ihr sollt niemandem verbieten, zu euch zu kommen, wenn ihr euch versammelt, sondern zulassen, daß sie zu euch kommen, und es ihnen nicht verbieten; 23  aber ihr sollt für sie beten und sollt sie nicht ausstoßen; und wenn es so ist, daß sie oft zu euch kommen, sollt ihr in meinem Namen für sie zum Vater beten.“ (3. Nephi 18:22-23).

Ihr sollt euch oft versammeln; und ihr sollt niemandem verbieten, zu euch zu kommen. Auch Alma spricht schon um 83 v. Chr. zu der Kirche in Zarahemla, dass den Kindern Gottes geboten ist, oft zusammenzukommen (Alma 6:6). Er gibt zu verstehen, dass das Wort Gottes für alle da ist, niemandem vorenthalten werden soll und keiner daran gehindert werden soll sich zu versammeln, um es zu hören (Alma 6:5). Er erklärt auch, dass die Kinder Gottes für diejenigen fasten und beten sollen, die Gott nicht kennen.

Warum sollen wir uns oft versammeln und niemandem verbieten an Versammlungen der Kirche teilzunehmen? Zum einen, weil wir zusammen viel besser lernen können, als alleine. Viele tragen auch zu einer Vielfalt an Gedanken aus den unterschiedlichsten Denkweisen bei. Jeder kann davon profitieren und so seinen Horizont erweitern. Durch unsere unterschiedlichen Erlebnisse mit dem Wort Gottes können wir einander im Glauben stärken. Verbieten dürfen wir keinem die Teilnahme an unseren Zusammenkünften, da das Evangelium nicht einem exklusiven Kreis vorbehalten ist, sondern einem jeden Kind Gottes zugänglich sein muss. Der wichtigste Grund unserer regelmäßigen Zusammenkünfte ist natürlich die Teilnahme am Tisch des Herrn – dem Abendmahl.

Welche Gründe bewegen dich, dich häufig mit der Kirche des Herrn zu vereinigen?

Betet in euren Familien

Familiengebet
(Bild: Quelle)

Christus spricht weiter zu den Nephiten (3. Nephi 18:17): „Betet in euren Familien immer in meinem Namen zum Vater, damit eure Frauen und eure Kinder gesegnet seien.“ (3. Nephi 18:21).

Betet in euren Familien. Nicht nur die hier direkt angesprochenen Nephiten sind durch Jesus Christus aufgefordert, mit der Familie zusammen zu beten. Diese Aufforderung ergeht selbstredend an einen jeden von uns.

Amulek, der mit Alma dem Jüngeren zusammen u. a. eine Mission bei den Zoramiten (Jakob 1:13) erfüllte, lehrte diese um 74 v. Chr., in ihren Häusern, morgens, mittags und abends, für ihren ganzen Haushalt zu beten (Alma 34:21). Inwiefern werden unsere Familien gesegnet sein, wenn wir mit ihnen zusammen Familiengebete sprechen? Im gestrigen Blogbeitrag haben wir uns damit auseinandergesetzt, in wessen Namen wir zu unser aller Vater beten. Wir beten durch „… einen sehr erhabenen, höchst heiligen und höchst wunderbaren Namen – den Namen des Sohnes Gottes.“ zu unserem himmlischen Vater (L. Edward Brown „Im Namen Jesu Christi zum Vater beten“). Wenn wir wirklich in diesem Namen mit unseren Familien zum Vater beten, werden unsere Familien mit Kraft, Sicherheit und Frieden gesegnet. L. Edward Brown sagt in der oben verlinkten Ansprache: „Wenn wir diese heiligen Worte, „im Namen Jesu Christi“, benutzen, … stehen wir auf heiligem Boden.“ Soll dieses heilige Erlebnis vielleicht kein Segen für die Familie sein?

Was meinst du, inwiefern wird es ein Segen für die Familie sein, wenn wir mit ihr zusammen, im Namen von Jesus Christus, den himmlischen Vater anrufen?

Darum müsst ihr immer in meinem Namen zum Vater beten

(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus weiter zu den am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelten Nephiten (3. Nephi 11:1): „Darum müßt ihr immer in meinem Namen zum Vater beten; 20  und alles, was ihr den Vater in meinem Namen bittet, sofern es recht ist und ihr glaubt, daß ihr empfangen werdet, siehe, das wird euch gegeben werden.“ (3. Nephi 18:19-20).

Darum müsst ihr immer in meinem Namen zum Vater beten. Der Herr lässt die am Tempel im Land Überfluss in Amerika versammelte Gemeinschaft nicht im Unklaren, dass sie, wenn sie zum himmlischen Vater beten wollen, dies im Namen von Jesus Christus zu tun haben.

Was bedeutet das für mich? Ich muss daran denken und mir darüber im Klaren sein, in wessen Name ich mich in ehrfürchtigem Gebet an meinen, an unser aller himmlischen Vater – „… Unser Vater im Himmel …“ (Matthäus 6:9) – wende, nämlich im Namen meines Retters und Erlösers, unser aller Retter und Erlöser, nämlich Jesus Christus. Was ich also in diesem Zwiegespräch mit Gott rede, rede ich in Seinem Namen, dem Namen von Jesus Christus. Dieses Wissen, in wessen Namen ich hier mit dem Vater aller spreche, wird mich in meiner Wortwahl und meinem Inhalt lenken. Wenn ich etwas erbitte, werde ich bemüht sein, nichts zu erbitten, was unrecht ist. So werde ich mir also schon vorher überlegen, was ich erbitten möchte und welche Worte ich dazu wähle, im Glauben daran, dass mich der Vater hört und erhören wird. Ich werde mich am Mustergebet orientieren, das uns derjenige gegeben hat, in dessen Namen ich das Gebet spreche. Mir muss bewusst sein, dass ich bete in einem „… erhabenen, höchst heiligen und höchst wunderbaren Namen – den Namen des Sohnes Gottes.“ (L. Edward Brown „Im Namen Jesu Christi zum Vater beten“).

Welche Empfindungen durchziehen dich, wenn du in diesem heiligen Namen, dem Namen von Jesus Christus, mit dem Vater sprichst?

Satan verlangt nach euch, dass er euch siebe wie Weizen

Worfeln (Weizen sieben)
(Bild: Quelle)

Nachdem der auferstandene Christus seine berufenen Jünger instruiert hatte, wendet er sich nun wieder der Allgemeinheit zu, den fast zweitausendfünfhundert, die am Tempel versammelt waren (3. Nephi 18:17): „Siehe, wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr müßt immer wachen und beten, damit ihr nicht in Versuchung geratet; denn der Satan verlangt nach euch, daß er euch siebe wie Weizen.“(3. Nephi 18:18).

Satan verlangt nach euch, dass er euch siebe wie Weizen. Warum wird Weizen gesiebt? Zum einen, um es aufzulockern, aber früher musste man es auch machen, um noch enthaltene Verunreinigungen zu entfernen. Daher auch die Redewendung: „Die Spreu vom Weizen trennen“, was so viel bedeuten soll wie Unerwünschtes vom Erwünschten trennen, Schlechtes aussortieren. Noch viel früher haben die Bauern auf der Tenne das gedroschene Getreide mit der Schaufel in die Höhe geworfen und der Wind hat aufgrund der Gewichtsunterschiede die Spreu – den Abfall, Hülsen, Spelzen o. ä. – vom Weizen getrennt (siehe Bild oben). Diese Tätigkeit wird Worfeln genannt. Die Spreu ist leichter und wird vom Wind weggeweht und der schwerere Weizen fällt an Ort und Stelle zu Boden. Zu Petrus sagte Jesus Christus: „… der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf.“ (Lukas 22:31).

Es ist wahrhaftig und gewiss, wie Jesus es sagt, dass Satan auch mich verlangt zu sieben, deshalb muss ich die Warnung Jesu beherzigen, muss wachsam sein und beten, um nicht weggeweht zu werden – in Versuchung zu fallen. Denn Satan hat es sich mit unser aller himmlischen Vater durch seine Auflehnung verspielt und wünscht seitdem, dass alle anderen Kinder auch so elend würden, wie er geworden ist (2. Nephi 2:17-18). Doch gehe ich davon aus, dass Christus auch für mich zum Vater betet, wie er es für Petrus getan hat, dass mein Glaube nicht erlischt und wenn ich mich bekehre, ich auch meine Mitmenschen stärken kann (Lukas 22:32). Wie schaffe ich es, um beim Trennen von Korn und Spreu nicht zu leicht zu sein? Ich muss mich mit dem Wort des Herrn verbinden, indem ich es in mich aufnehme und mich auf seinen Felsen gründe, dann kann mich der Wind nicht aus der Bahn werfen.

Was unternimmst du, um beim Wiegen nicht als zu leicht befunden zu werden (Daniel 5:27) und dadurch Gefahr zu laufen, beim Worfeln vom Wind weg gepustet zu werden?

Wie ich unter euch gebetet habe, so sollt auch ihr in meiner Kirche beten

Jesus betet bei den Nephiten zu seinem Vater
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht in Amerika noch etwas zu seinen Zwölf: „Und wie ich unter euch gebetet habe, so sollt auch ihr in meiner Kirche beten, unter meinem Volk, das umkehrt und sich in meinem Namen taufen läßt. Siehe, ich bin das Licht; ich habe euch ein Beispiel gesetzt.“ (3. Nephi 18:16).

Wie ich unter euch gebetet habe, so sollt auch ihr in meiner Kirche beten. Ich gehe davon aus, dass sich Christus mit dieser Aussage auf das `Vater unser´, sein Mustergebet, bezieht (3. Nephi 13:9-13; Matthäus 6:9-13). Um das Gebet, das Jesus für seine Anhänger sprach, kann es sich nicht handeln, weil es Worte beinhaltete, die kein Mensch aussprechen konnte (3. Nephi 17:15-18).

Nochmals fordert Christus seine neu berufenen Apostel in Amerika auf, öffentliche Gebete in seiner Kirche, in der Art und mit dem Inhalt zu formulieren, wie er es sie gelehrt hat. Warum? Weil er als das erhabenste Wesen, für uns ein vollkommenes Beispiel darstellt. All unsere Gebete sollten inhaltlich seinem `Mustergebet´ entsprechen. Wir sollten uns in seinem Namen an den Vater wenden, dessen Namen als heilig anerkennen, dessen Willen akzeptieren, Vergebung leben und für uns erbitten, Kraft in Versuchungen erflehen, und des Vaters Reich, seine Macht und Herrlichkeit für immer anerkennen. Ich verstehe es so, dass Jesus nicht fordert, genau seine Worte zu wiederholen, aber Sinn und Inhalt als Gerüst unserer Gebete zu benutzen.

Inwiefern ist für dich das Gebet, das Jesus als Beispiel gegeben hat, hilfreich?

Ihr müsst immer wachen und beten

(Bild: Quelle)

Zu seinen zwölf neu berufenen Aposteln in Amerika spricht der auferstandene Jesus Christus weiter: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr müßt immer wachen und beten, damit ihr nicht vom Teufel versucht werdet und ihr von ihm gefangen weggeführt werdet.“ (3. Nephi 18:15).

Ihr müsst immer wachen und beten. Wieder beginnt Jesus eine Aussage mit der Einleitung `Wahrlich, wahrlich´. Sie wird meist benutzt, wenn etwas Bedeutsames zum Ausdruck gebracht werden soll, etwas was der Wahrheit entspricht, ganz sicher und gewiss ist. Dreimal finde ich in der Einheitsübersetzung 2016, und zwar in den synoptischen Evangelien, eine Aussage Jesu mit diesem gleichen Inhalt. Bei Matthäus und Markus in Zusammenhang mit seinem Gebet im Garten Getsemani (Matthäus 26:41; Markus 14:38) und einmal bei Lukas im Zusammenhang mit der Mahnung im Hinblick auf die Endzeit (Lukas 21:36).

Es ist mir ganz klar, dass es wahrhaftig so ist, der Wahrheit entspricht, dass wenn wir keinen Kontakt zu unserem himmlischen Vater halten, wir allzu leicht falsche Entscheidungen treffen, die uns vom Vater entfernen und wir mit der Zeit, wahrscheinlich ganz langsam aber unmerklich und stetig, in das aufgespannte Netz Luzifers geraten lassen. Und das ist so klebrig, dass wir uns wahrscheinlich selber nicht mehr draus befreien können. Um Satan nicht triumphieren zu lassen, nehme ich die Aufforderung Jesu ganz ernst: Ich versuche immer wachsam zu sein, aufzupassen, in welche Richtung ich mich entwickle und stets Kontakt zum himmlischen Vater im Gebet zu halten, um ihn zu bitten mir Kraft zu verleihen, Standhaft im Halten seiner Gebote zu sein. Woher beziehe ich diese erbetene Kraft? Aus dem Studium Seines Wortes. Dadurch schärfe ich mein Gewissen – das Licht Christi leuchtet in mir immer heller und ich erkenne, ich welche Richtung ich mich bewege.

Wie verhinderst du es, im Netz der Versuchungen Satans hängenzubleiben?

Wenn ihr dies immer tut, seid ihr gesegnet, denn ihr seid auf meinem Felsen gebaut

(Bild: Quelle)

Und der auferstandene Christus spricht weiter zu seinen Zwölfen, den berufenen nephitischen Aposteln in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und ich gebe euch das Gebot, daß ihr dies tun sollt. Und wenn ihr dies immer tut, seid ihr gesegnet, denn ihr seid auf meinem Felsen gebaut. 13  Wer aber unter euch mehr oder weniger tut als dies, ist nicht auf meinem Felsen gebaut, sondern ist auf sandigem Grund gebaut; und wenn der Regen fällt und die Fluten kommen und die Winde wehen und an ihn stoßen, so wird er fallen, und die Pforten der Hölle sind schon offen, ihn zu empfangen. 14  Darum seid ihr gesegnet, wenn ihr meine Gebote haltet, von denen der Vater mir geboten hat, sie euch zu geben.“ (3. Nephi 18:12-14).

Wenn ihr dies immer tut, seid ihr gesegnet, denn ihr seid auf meinem Felsen gebaut. Ein Felsen ist ein größerer zusammenhängender Körper aus Festgestein und bildet ein hervorragendes Fundament für große Bauwerke. Der Herr benutzt diesen Begriff häufig im übertragenen Sinn in Zusammenhang mit sich selber oder mit der Offenbarung.

  • Christus als Fels
    Christus ist für uns eine feste Stütze. Wenn wir auf ihn bauen, auf sein Wort, werden wir den Anfechtungen Satans standhalten können (1. Korinther 10:1-4). Stützen wir uns hingegen auf weltliche Weisheit, werden wir einen ganz unsicheren Halt haben, Anfechtungen werden uns überwältigen. Wie stütze ich mich auf Christus? Ich werde mich mit seiner Lehre auseinandersetzen und die darin enthaltenen Anweisungen befolgen.
  • Offenbarung als Fels
    Im Neuen Testament lernen wir etwas über den Felsen der Offenbarung. Zu Petrus sagt der Herr: „… Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16:18). Man könnte es so verstehen, dass Christus meint, dass Petrus der Fels sei. Das stimmt in Bezug auf die Bedeutung seines Namens sogar. Das griechische Wort `Petra´ bedeutet nämlich `Fels´. Um aber die richtige Deutung des Verses zu bekommen, müssen wir betrachten, was Christus im Vers vorher sagt: „… nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ (Matthäus 16:17). Christus spricht hier also von Offenbarung, die Petrus vom Vater im Himmel erhalten hat, und auf diesen Felsen, den Felsen der Offenbarung, will Christus seine Kirche bauen.

Ich bin zu tiefst dankbar für die beiden Arten von Felsen, die wir in unserem Leben nutzen dürfen. Jesus Christus als unser Vorbild, als unseren Felsen, auf den wir unser Haus gründen können mit der Gewissheit, dass es Wind und Wetter, den Anfechtungen Satans, standhalten wird. Und die Offenbarung, die uns in unseren täglichen wichtigen Belangen zuteilwerden kann, um richtige Entscheidungen zu treffen. Mit Sicherheit jeweils die Entscheidungen zu wählen, die uns in die richtige Richtung führen, zurück zu unserer himmlischen Familie.

Wie verstehst du das mit dem Bauen auf `seinen Felsen´?