Aug in Auge werden sie sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird

Henoch und sein Volk werden in den Himmel aufgenommen
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und dann werden sich die Worte des Propheten Jesaja erfüllen, die da lauten: 18  Deine Wächter werden die Stimme erheben; mit vereinter Stimme werden sie jauchzen; denn Aug in Auge werden sie sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird.“ (3. Nephi 16:17-18).

Aug in Auge werden sie sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird. Wenn etwas `wiedergebracht wird´, bedeutet das, dass es schon einmal dagewesen sein muss. Zion war schon mal auf der Erde. Da gab es einen Propheten Namens Henoch. Er war der `siebte nach Adam´ (Judas 14:14), redete mit dem Herrn von Angesicht zu Angesicht (Köstliche Perle Mose 7:1-4) und wurde beauftragt dem Volk Umkehr zu predigen (Köstliche Perle Mose 7:10). Aufgrund seines großen Glaubens führte er ein Volk mit Gottes Macht (Köstliche Perle Mose 7:13). Weil das Volk außerordentlich rechtschaffen war, nannte der Herr es `Zion´ (Köstliche Perle Mose 7:18). Im Laufe der Zeit nahm der Herr dieses Volk in den Himmel auf (Köstliche Perle Mose 7:21). In der Bibel lesen wir nur etwas über Henoch, der auch vom Herrn in den Himmel aufgenommen worden ist (Genesis 5:24; Hebräer 11:5).

Und nun bestätigt der Herr seinen zwölf Aposteln in Amerika, dass sich die Worte des Propheten Jesajas erfüllen würden, indem die Menschheit Augenzeuge der Wiederbringung Zions werden würde. Dieses Zions, das der Herr mitsamt Henoch zu dessen Zeit in den Himmel aufgenommen hatte. Diese Prophezeiung finden wir in Jesaja 52:8. Ich verweise gerne auf die King James Version, die deutlich zum Ausdruck bringt, dass die Wächter – und das sind die Priestertumsführer des Volkes (Lehre und Bündnisse 46:27) – ihre Stimme erheben werden und Auge in Auge – also als Augenzeugen ganz nahe am Geschehen – sehen werden, wie der Herr Zion wiederbringen wird (Jesaja 52:8). Ich finde es wunderbar, wie Jesus Christus sowohl bei den Juden in Jerusalem auf die Schrift verweist, als genauso auch hier in Amerika.

Was würdest du empfinden, wenn du Augenzeuge davon sein würdest, wie eine ganze Stadt aus dem Himmel heraus auf die Erde kommen würde, so wie sie vor etwa fünftausend Jahren vom Herrn in den Himmel aufgenommen wurde?

Dass ich diesem Volk dieses Land als sein Erbteil geben soll

Alice im Wunderland
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, so hat der Vater mir geboten—daß ich diesem Volk dieses Land als sein Erbteil geben soll.“ (3. Nephi 16:16).

Dass ich diesem Volk dieses Land als sein Erbteil geben soll. Wieder bin ich etwas ratlos und stelle mir die Frage, welches Volk Christus hier meint. Ich gehe davon aus, dass er `sein Volk´ meint. Und wenn er von seinem Volk spricht, dann ist damit das Volk des Hauses Israel gemeint, also sein Bundesvolk. Jedem der zwölf Stämme Israels wurde vom Herrn im Land Kanaan ein Gebiet als Erbteil zugewiesen. Den Nachkommen Josephs wurde noch ein weiteres Land als Erbteil zugesprochen: der amerikanische Kontinent. Eine Andeutung finden wir im Segen Jakobs, wo es heißt, dass der Zweig Josephs über die Mauer emporsteigen werde (Genesis 49:22, Lutherbibel 2017, weil King James Version und Joseph Smith Übersetzung entsprechend) . Eindeutig drückt es Jesus aus, als er zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln in Amerika sagt, dass sie vom Haus Joseph abstammen und dieses Land (auf dem sie sich also befinden, Amerika), das Land ist, welches ihnen Gott als Erbteil gegeben hat (3. Nephi 15:11-13).

Wieder lerne ich, dass Christus das ausführt, was der Vater ihm gebietet. Dieser Gehorsam dem Vater gegenüber zieht sich von der Schöpfung (Hebräer 1:2) über das Sühnopfer (Lukas 22:42) bis in die kleinste Anweisung durch. Ein wunderbares Beispiel, wie er dem Gebot, das aus seiner Feder stammt, – von seinem Finger auf zwei Tafeln geschrieben (Genesis 32:18) – „Ehre deinen Vater und deine Mutter, …“ (Exodus 20:12) gehorsam ist. Ich bin jeden Tag bemüht, mich diesem Gehorsam anzunähern.

Du kennst die Antwort der Grinsekatze aus Alice im Wunderland: „Wenn du nicht weißt, wo du hinwillst, ist es egal, welchen Weg du einschlägst.“? Solltest du jedoch wissen, dass du gerne in das `Himmelreich´ gelangen möchtest, wäre es da auch egal welchen Weg du einschlägst (Matthäus 7:21)?

Ich werde nicht zulassen, dass mein Volk, … sie niedertritt

(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und ich werde nicht zulassen, daß mein Volk, das vom Haus Israel ist, unter ihnen umhergeht und sie niedertritt, spricht der Vater. 15 Aber wenn sie sich mir nicht zuwenden und auf meine Stimme hören, dann werde ich zulassen, daß sie, ja, dann werde ich zulassen, daß mein Volk, o Haus Israel, unter ihnen umhergeht und sie niedertritt, und sie werden wie Salz sein, das seine Würzkraft verloren hat und hinfort zu nichts mehr nütze ist, als hinausgeworfen und von meinem Volk, o Haus Israel, zertreten zu werden.“ (3. Nephi 16:14-15).

Ich werde nicht zulassen, dass mein Volk, … sie niedertritt. Wenn man etwas niedertritt, z. B. Weizen auf dem Feld, so kann es nicht weiter reifen und wird unbrauchbar. Man kann auch mit Worten jemanden `unbrauchbar´ machen, niedertreten (Hiob 19:2).

Wer soll nicht niedergetreten werden, aber in dem Fall, in dem diese sich nicht dem Herrn zuwenden und auf seine Stimme hören werden, er es doch zulassen würde? Das Volk, das vom Haus Israel ist, soll die `Andern´, also die `Nichtjuden´ nicht `niedertreten´, wenn sie sich dem Herrn zuwenden. Für den anderen Fall jedoch würde es der Herr zulassen. Dieses `niedertreten´ verstehe ich so, dass die Betroffenen entweder aus dem `Haus Israel´ ausgestoßen, bzw. nicht hineingelassen werden (3. Nephi 21:20). Damit sind sie für den Herrn unbrauchbar.

Wie verstehst du die Aussage mit dem `niedertreten´?

Wenn aber die Andern umkehren … dann werden sie meinem Volk zugezählt werden

(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „Wenn aber die Andern umkehren und zu mir zurückkommen, so spricht der Vater, siehe, dann werden sie meinem Volk zugezählt werden, o Haus Israel.“ (3. Nephi 16:13).

Wenn aber die Andern umkehren … dann werden sie meinem Volk zugezählt werden. Immer wieder komme ich ins Grübeln, wenn ich auf Schriftstellen stoße, in denen vom Haus Israel, von den Juden und von den `Andern´ die Rede ist. Wer ist denn nun gemeint?

  • Die Juden
    Jeder, der ein Nachkomme Judas war und jeder, der aus dem Land Jerusalem stammte, wird in der Schrift als Jude bezeichnet, so wie z. B. die Nachkommen Lehis.
  • Haus Israel
    Das `Haus Israel´ wird gebildet durch das Bundesvolk des Herrn, durch sein `auserwähltes Volk´. Normalerweise sind die Nachkommen Jakobs (vom Herrn in Israel umbenannt) gemeint, wenn vom Haus Israel die Rede ist (Exodus 19:3).
  • Die Andern
    Bruce R. McConkie, ein Mitglied im Kollegium der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage von 1972 bis zu seinem Tod, hat sich zu diesem Problem folgendermaßen geäußert: „Sowohl Lehi als auch Nephi gliedern alle Menschen in zwei Gruppen auf, die Juden und die Andern. Die Juden waren entweder die Einwohner des Königreichs Juda oder deren Nachkommen, alle anderen Menschen wurden als `die Andern´ angesehen. Somit sind wir die Andern, von denen im Buch Mormon die Rede ist. Wir sind diejenigen, die die Fülle des Evangeliums empfangen haben, und wir sollen es den Lamaniten bringen, die Juden sind, weil ihre Väter aus Jerusalem und aus dem Königreich Juda stammten.“ (A New Witness for the Articles of Faith, 1985, Seite 556; kopiert aus: Das Buch Mormon Leitfaden für den Schüler Seite 39 linke Spalte, Die Juden und die Andern).

In der heutigen Schriftstelle verspricht der Herr nun den `Andern´, also uns, die wir Nichtjuden sind, dass auch wir Bürger seines Bundesvolkes Israel werden können. Die Voraussetzung ist allerdings, dass wir `umkehren und zu ihm kommen´. Wir leben in dieser Zeit und wir sind es, denen der Herr sich „… im Wort und auch mit Macht, ja, durch die Tat offenbaren wird, …“ um unsere `Stolpersteine´ wegzuräumen (1. Nephi 14:1-2). Nehmen wir sein Wort an und folgen ihm nach, so werden wir seinem Volk Israel zugezählt und sind Teilhaber der Segnungen des Bundes, den der Herr mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hat: Die Fülle des Evangeliums zu haben und die Segnungen des höheren Priestertums genießen zu dürfen, „…die Segnungen der Errettung, ja, des ewigen Lebens.“ (Abraham 2:11).

Wenn man eine andere Staatsbürgerschaft annehmen wollte, müsste man vorher bestimmte Bedingungen erfüllen. Was meinst du welche Bedingungen man erfüllen muss, wenn man die Staatsbürgerschaft des `Bundesvolkes des Herrn´ annehmen wollte?

Dann werde ich meines Bundes gedenken, den ich für mein Volk gemacht habe, o Haus Israel

Gottes Bund mit Abraham
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und dann werde ich meines Bundes gedenken, den ich für mein Volk gemacht habe, o Haus Israel, und ich werde mein Evangelium zu ihnen bringen. 12  Und ich werde dir zeigen, o Haus Israel, daß die Andern keine Macht über dich haben werden; sondern ich werde meines Bundes für euch gedenken, o Haus Israel, und ihr werdet zur Erkenntnis der Fülle meines Evangeliums kommen.“ (3. Nephi 16:11-12).

Dann werde ich meines Bundes gedenken, den ich für mein Volk gemacht habe, o Haus Israel. Der Bund, dessen sich der Herr erinnern würde, ist der Bund, den er mit Abraham geschlossen hatte, der ein Segen sein würde sowohl für ihn, als auch für all seine Nachkommen (Genesis 17:7-9). Er bekam das Evangelium und er wurde zum `höheren Priestertum´ ordiniert (Lehre und Bündnisse 84:14-16). Und diese Segnungen des Evangeliums und des Priestertums, – die Vollmacht und Macht, die Gott den Menschen überträgt, um in allen Dingen für die Errettung der Menschen handeln zu können (Johannes 15:16) –, werden allen Nachkommen Abrahams angeboten (Abraham 2:6,9). Mit dem Haus Israel spricht der Herr in den obigen Versen die Nephiten an. Sie sollen durch die `Andern´ nicht völlig vernichtet werden und eines Tages wieder in den Genuss der Fülle des Evangeliums kommen, wie es der Bund mit Abraham vorsieht.

Das Wunderbare daran ist, dass nicht nur die buchstäblichen Nachkommen Abrahams dieses Segens teilhaftig werden, sondern auch all diejenigen, die dieses Evangelium annehmen (Abraham 2:10), und nicht nur die aufgrund Geburt zum Haus Israel gehören, sondern auch diejenigen `eingebürgert´ werden, die `wahrhaft an Christus glauben´ (Epheser 2:11-13). So hat ein jedes Kind Gottes, egal welcher Abstammung, die Möglichkeit in den Genuss des `Abrahamischen Bundes´ zu kommen: Das Angebot, die Fülle des Evangeliums von Jesus Christus anzunehmen, und der ewigen Segnungen des Priestertums teilhaftig werden zu können.

Was meinst du, was jemand tun muss, um in den Genuss der Segnungen des Bundes des Herrn mit dem Haus Israel zu kommen?

So gebietet der Vater, dass ich zu euch sprechen soll

Die Heilung eines Gelähmten am Sabbat
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „und so gebietet der Vater, daß ich zu euch sprechen soll: An dem Tag, da die Andern gegen mein Evangelium sündigen und die Fülle meines Evangeliums verwerfen und sich in ihrem Herzensstolz über alle Nationen und über alle Völker der ganzen Erde erheben und erfüllt sein werden von allerart Lügen und von Täuschung und von Bosheit und allerart Heuchelei und Mord und Priesterlist und Hurerei und von geheimen Greueln, und wenn sie dies alles tun und die Fülle meines Evangeliums verwerfen, siehe, so spricht der Vater, da werde ich die Fülle meines Evangeliums von ihnen wegbringen.“ (3. Nephi 16:10).

So gebietet der Vater, dass ich zu euch sprechen soll. Diese Aussage Jesu seinen in Amerika neu berufenen Aposteln gegenüber erinnert mich an die Worte, die der Herr an die Juden in Jerusalem richtete, als sie ihn aus dem Grund verfolgten, weil er am Sabbat einen schon achtunddreißig Jahre Gelähmten am Teich Betesta geheilt hatte, und ihnen gegenüber dann noch Gott als seinen Vater ausgab: „… Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. …“ (Johannes 5:19). Im weiteren Verlauf seiner Rede zu den Juden sagt er noch bezüglich des Gerichtes: „Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es vom Vater höre, und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ (Johannes 5:30).

Das zeigt mir, dass Christus in allen Dingen das tut, was der Vater ihn anweist zu tun – und wenn wir davon ausgehen, dass beide `Eins´ sind, so weiß Christus auch von sich aus, was der Vater ihn heißen würde zu tun. Und so hat Christus seinen Zwölfen klar gemacht, dass der Vater ihn beauftragt hat ihnen zu sagen, dass die Andern, obwohl sie begünstigt waren, das Evangelium zu haben, es ihnen für den Fall ihrer Abwendung wieder nehmen würde. So will ich alles daransetzen, nicht in die Lage zu kommen, die der Herr für die Andern in dem obigen Vers beschreibt. Ich will nicht gegen die Fülle des Evangelium sündigen, es nicht verwerfen und auch all die anderen Dinge vermeiden. Dort wo mir dann doch Ausrutscher passieren, werde ich umgehend Umkehr üben und mit dem nächsten Abendmahl wieder neu beginnen. Wunderbar, dass uns der Herr diese Möglichkeit durch sein Sühnopfer gegeben hat.

Wie gut kennst du deinen Vater und deine Mutter, dass du genau weißt, ohne dass sie etwas sagen, was sie von dir erwarten – auch wenn sie nicht mehr bei dir sein sollten?

Gesegnet sind die Andern wegen ihres Glaubens an mich

Petrus betritt das Haus eines Heiden
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht immer noch zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und gesegnet sind die Andern wegen ihres Glaubens an mich im und durch den Heiligen Geist, der ihnen von mir und vom Vater Zeugnis gibt. 7  Siehe, wegen ihres Glaubens an mich, so spricht der Vater, und wegen eures Unglaubens, o Haus Israel, wird die Wahrheit in den Letzten Tagen zu den Andern gelangen, so daß ihnen die Fülle dieser Dinge kundgetan werden wird.“ (3. Nephi 16:6-7).

Gesegnet sind die Andern wegen ihres Glaubens an mich. Während der Anwesenheit Jesu unter den Juden, bestehend aus Nachkommen des Stammes Juda, Simeon und einem Teil Levi (lebend im Südreich Juda), predigte er zunächst diesen sein Evangelium. Seine Apostel beauftragte er ebenfalls das Evangelium zunächst nur den `verlorenen Schafen des Hauses Israel´, nicht aber den Heiden und Samaritern zu predigen (Matthäus 10:5-6). Später, als Christus dann wieder zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt war, beauftragte er Petrus, die Predigt auch auf die Heiden, die `Andern´, auszudehnen (Apostelgeschichte 10:45) und dies, weil die Juden das Wort ablehnten, während die Heiden freudig gläubig wurden (Apostelgeschichte 13:46-49).

So sehen wir, dass in den Tagen Jesu die Juden die ersten waren und die `Andern´ die letzten, denen das Evangelium gepredigt wurde. Aber in den letzten Tagen, in unserer Evangeliumszeit, sollte es genau umgekehrt sein. Das Evangelium sollte zuerst den Andern gepredigt werden und danach den Juden. Somit wurden die Ersten die Letzten und die Letzten die Ersten (Matthäus 20:16). Warum? Weil sie Glauben an Christus übten. Wie kamen sie zu diesem Glauben? Sie hörten auf die Stimme des Heiligen Geistes, der sowohl vom Vater, als auch vom Sohn Zeugnis ins Herz gibt (3. Nephi 28:11; Lehre und Bündnisse 42:17). Ein jeder, der auf diese feine und leise Stimme achtet, wird das Evangelium von Jesus Christus voller Freude annehmen und sein Bestes geben, um auch danach zu leben. Ich übe mich immer noch drin, diese feine und leise Stimme zu empfangen. Dazu ist es notwendig, dass ich mich auf die `richtige Frequenz´ einstelle. Wie erkenne ich diese richtige Frequenz? Ich verspüre aufgrund von `Resonanz´ ein besonders warmes Gefühl in mir, ein Gefühl von besonderem Frieden.

Wie gehst du vor, um die `richtige Frequenz´ zu bestimmen, auf der der Heilige Geist sendet?

Dann werde ich den Bund erfüllen

Eine Familiengeschichte erstellen
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht immer noch zu seinen neu berufenen zwölf Jüngern in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und dann werde ich sie von den vier Enden der Erde einsammeln; und dann werde ich den Bund erfüllen, den der Vater für das ganze Volk des Hauses Israel gemacht hat.“ (3. Nephi 16:5).

Dann werde ich den Bund erfüllen. Vor dem Erfüllen des Bundes steht erst das `Einsammeln´ aller verstreuten Schafe. Den Bund hat der Herr mit `seinem erwählten Volk´  (Jesaja 43:20) geschlossen, mit dem Volk Israel. Stammväter dieses Volkes sind Abraham, Isaak und Jakob. Letzterer wurde vom Herrn in Israel umbenannt (Genesis 32:29). Er bekam zwölf Söhne (Ruben, Simeon und Levi, Juda, Sebulon, Issachar, Dan, Gad, Ascher, Naftali, Joseph und Benjamin; Genesis 49:1-27), die den Grundstock des Volkes Israel bildeten (Genesis 49:28). Zusätzlich werden all jene, die wahrhaft an Christus glauben, in das Haus Israel aufgenommen und bekommen denselben Bund angeboten. Das Volk Israel wurde mit der Zeit über die ganze Erde zerstreut, was zur Folge hatte, dass das Wort des Herrn überallhin bekannt gemacht werden konnte. Um aber wieder `eine Herde und einen Hirten´ zu haben (Johannes 10:16), wird vor dem zweiten Kommen Jesu die Sammlung eines jeden Stammes in sein zugewiesenes Land erfolgen (3. Nephi 5:24,26).

Mit dem ganzen Haus Jakob hat der Herr einen Bund – eine Übereinkunft zwischen Gott und den Menschen, wobei der Herr einseitig die Bedingungen festlegt und der Mensch willigt ein und bekräftigt ihn durch die Taufe (Mosia 18:13) – geschlossen und dieser soll zur von ihm bestimmten Zeit erfüllt werden, indem das ganze Haus Jakob zur Erkenntnis des Bundes gebracht wird (3. Nephi 5:25). Ich bin von ganzem Herzen dankbar, dass ich in der Zeit dieser Sammlung leben darf und auch in diesen Bund eintreten durfte und bin bedacht darauf, `nach allen Verordnungen des Herrn zu wandeln.´ (Lehre und Bündnisse 136:4). Dadurch darf ich an dieser letzten Sammlung leibhaftig teilnehmen, sowohl unter den Lebenden, als auch unter meinen verstorbenen Vorfahren (1. Korinther 15:29; 1. Petrus 4:6) . Unsere Vorvorfahren waren `Jäger und Sammler´ da sie ihre Nahrung größtenteils durch die Jagd auf Wildtiere, den Fischfang sowie durch das Sammeln von wildwachsenden Pflanzen oder Kleintieren erwirtschaften. Heute können wir auf eine ganz wichtige Art und Weise `Jäger und Sammler´ sein – wir jagen nach unseren Vorfahren, sammeln ihre Daten und gehen für sie in den Tempel, um dadurch bei der `Sammlung Israels´ mitzuwirken.

Was denkst du, wie du dazu beitragen kannst, dass der Herr seinen Bund mit den Menschen erfüllen kann?

Ich gebiete euch, diese Worte niederzuschreiben

Mormon schreibt eine Zusammenfassung der Geschichte seines Volkes
(Bild: © 2014 Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten; Quelle)

Der auferstandene Christus spricht immer noch zu seinen neu berufenen zwölf Jüngern in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und ich gebiete euch, diese Worte niederzuschreiben, wenn ich gegangen bin; damit mein Volk zu Jerusalem, die, die mich gesehen haben und während meines geistlichen Wirkens bei mir gewesen sind, falls es so ist, daß sie nicht in meinem Namen den Vater bitten, so daß sie durch den Heiligen Geist Kenntnis von euch erhalten mögen und auch von den anderen Stämmen, von denen sie nicht wissen, damit diese Worte, die ihr niederschreiben werdet, bewahrt bleiben und den Andern kundgetan werden, damit der Überrest ihrer Nachkommen, die wegen ihres Unglaubens über das Antlitz der Erde zerstreut sein werden, durch die Fülle der Andern heimgebracht werde oder dahin gebracht werde, daß sie mich, ihren Erlöser, erkennen.“ (3. Nephi 16:4).

Ich gebiete euch, diese Worte niederzuschreiben. Jesus Christus war es offensichtlich äußerst wichtig, dass seine Aussagen über die `anderen Schafe´, die er laut dem Gebot seines Vaters auch noch unterweisen sollte, von seinen neu berufenen zwölf Aposteln schriftlich festgehalten wurden, nachdem er seine Aufgabe bei ihnen erfüllt haben würde. Diese Kenntnis von den `anderen Schafen´ sollte unbedingt zu den `Andern´, also den Nationen, die ohne das Evangelium sind, gelangen.

In unserer Generation ist die Zeit gekommen, in der diese Schriften, das Buch Mormon, in unsere Hände gelangt sind, wir, die wir zu den Andern gehören, dadurch vom Erlösungswerk des Herrn Kenntnis erlangt haben, und erkennen sollen, dass `die Sammlung Israels´ begonnen hat (Mormon 3:17). In der Gründungszeit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erfolgte die Sammlung so, dass die Mitglieder aufgefordert waren, sich nach Amerika zu begeben. Nachdem das Werk mit der Zeit wuchs, fand die Sammlung dann mit Ende des Ersten Weltkrieges im jeweils eigenen Heimatland statt. Mittlerweile ist die ganze Welt ein Sammlungsort. Bis heute ist die Kirche in mehr als 176 Ländern etabliert und es werden immer mehr (siehe hier). Ich erkenne, wie dankbar wir für den Gehorsam der damaligen Jünger in Amerika sein können, dass sie dem Auftrag des Herrn, Schriften zu verfassen und zu überliefern, nachgekommen sind. Heute erfüllen sie den Zweck, den der Herr mit ihnen im Sinn hatte (2. Nephi 30:3-8), „… daß sie mich, ihren Erlöser, erkennen.“ (3. Nephi 16:4).

Was denkst du, aus welchem Grund der Herr Menschen immer wieder beauftragte, vom Heiligen Geist bewegt, sein Wort aufzuschreiben?

Darum gehe ich, um mich ihnen zu zeigen

(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht immer noch zu seinen neu berufenen zwölf Jüngern in Amerika (3. Nephi 15:11): „Aber ich habe vom Vater das Gebot empfangen, daß ich zu ihnen gehen soll und daß sie meine Stimme vernehmen sollen und meinen Schafen zugezählt werden sollen, damit es eine Herde gebe und einen Hirten; darum gehe ich, um mich ihnen zu zeigen.“ (3. Nephi 16:3).

Darum gehe ich, um mich ihnen zu zeigen. Jesus Christus hat von seinem, von unser aller Vater, den Auftrag bekommen, sich den `anderen Schafen´, den verlorenen zehn Stämmen, zu zeigen, mit ihnen zu reden, damit auch sie wieder in seine Herde zurückgeführt würden (siehe auch gestriger Blogbeitrag: „Ich habe andere Schafe“). Als er später weiter zu dem Volk am Tempelplatz im Land Überfluss in Amerika gesprochen hatte, bekundet er ihnen auch, dass er zu seinem Vater zurückkehren würde, sich aber auch den `verlorenen Stämmen Israels´ zeigen wolle (3. Nephi 17:4).

Um welche Stämme Israels geht es bei den `zehn verlorenen Stämmen´? Es handelt sich um Teile der Stämme Ruben, Simeon, Dan, Naphtali, Gad, Asser, Issaschar, Sebulon, Manasse und Ephraim. Diese im Nordreich Israel lebenden und von den Stämmen Juda und Rehabeam im Südreich getrennten Stammesangehörigen, wurden um 721 v. Chr. von den Assyrern in Gefangenschaft geführt. Von dem römisch-jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus (37 n. Chr.–100 n. Chr.) erfahren wir, dass die zehn Stämme jenseits des Euphrats verteilt, und eine unermessliche Menge und nicht in Zahlen zu schätzen seien (The Antiquities of the Jews unter Chapter 5, 2. … while the ten tribes are beyond Euphrates till now). Als auch Juda um die 600 v. Chr. von den babylonischen Chaldäern unter Nebukadnezar gefangen weggeführt wurde, verteilten sich die zehn Stämme mit den Assyrern von Assyrien aus in nordwestlicher Richtung. Eine der Vorhersagen, die sich in dieser unserer letzten Evangeliumszeit erfüllen wird, ist die, dass der Herr derer gedenkt, die `in den Ländern im Norden´ sind (Lehre und Bündnisse 133:26). Joseph Smithwurden durch Mose, im Tempel zu Kirtland im Jahr 1836, diese Schlüssel der Sammlung übertragen, darunter auch die „… zur Rückführung der zehn Stämme aus dem Land des Nordens.“ (Lehre und Bündnisse 110:11).

Welche Gedanken bewegen dich, wenn du an die Sammlung der `verlorenen zehn Stämme´ denkst, insbesondere falls du Nachkomme eines dieser Stämme bist (siehe Absatz 3 oben)?