Gesegnet sind alle, die im Herzen rein sind

(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus predigt dem Volk am Tempelplatz im Land Überfluss die Seligpreisungen: „Und gesegnet sind alle, die im Herzen rein sind, denn sie werden Gott sehen.“ (3. Nephi 12:8).

Gesegnet sind alle, die im Herzen rein sind. In der Einheitsübersetzung heißt es: „Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.“ (Matthäus 5:8), ebenso in der King James Version „Blessed are the pure in heart: for they shall see God.“ (Matthew 5:8) und die Insprired Version of the Bible von Joseph Smith im Auftrage Gottes übersetzt entspricht wieder genau der Aussage im Buch Mormon „And blessed are all the pure in heart; for they shall see God.“ (Matthew 5:10). Im Buch Mormon finden wir jeweils die Aussage `Und gesegnet´ anstatt wie in der Bibel `Selig´. Für mich wird dadurch deutlicher, dass der Herr uns `segnet´ – uns seine Gunst überträgt – wenn wir die angesprochene Eigenschaft haben oder entwickeln. Dadurch entsteht dann in uns ein Zustand der `Seligkeit´, ein tiefes Glücksgefühl.

Was habe ich nun unter `im Herzen rein´ sein zu verstehen? Im geistigen Sinn bedeutet es, frei zu sein von Sünde, sogar in unseren Gedanken. Ich muss also ein tugendhaftes Leben führen, wenn ich `im Herzen rein´ sein will (Psalm 24:4-5). Meine Gedanken und Taten müssen in jeder Hinsicht rein sein. Wenn ich sündige, habe ich die Möglichkeit, durch aufrichtige und vollständige Umkehr wieder durch das Sühnopfer Jesu rein gemacht zu werden (Jesaja 1:18). `Im Herzen rein´ zu sein ist für mich ein lebenslanger Prozess, denn bin ich in einer Sache rein geworden, mache ich mich an einer anderen Stelle sicherlich wieder schmutzig, manchmal auch wieder und wieder an derselben Stelle. Welche unendliche Geduld der Herr doch mit uns hat (Psalm 103:8 Lutherbibel 2017!

Was bedeutet für dich `im Herzen rein´ sein?

Gesegnet sind die Barmherzigen

Auf dem Weg nach Jericho (Bild: Quelle)
Ein Mann fiel unter die Räuber
Nicht hinsehen und vorbeigehen, oder Barmherzigkeit erweisen?
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus predigt dem Volk am Tempelplatz im Land Überfluss die Seligpreisungen: „Und gesegnet sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ (3. Nephi 12:7).

Gesegnet sind die Barmherzigen. In der Einheitsübersetzung heißt es: „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.“ (Matthäus 5:7). In der King James Version und der Insprired Version of the Bible von Joseph Smith im Auftrage Gottes übersetzt, die direkt dem griechischen Original entstammen, ist der Text dieses Verses gleichlautend.

„Barmherzigkeit bedeutet, dass ein Mensch mit mehr Mitgefühl behandelt wird, als er verdient hat.“ („Barmherzigkeit“, Evangeliumsthemen). Die Barmherzigkeit ist auch wieder eine Eigenschaft des menschlichen Charakters – erst recht ist sie eine göttliche Eigenschaft. Ist jemand barmherzig, so öffnet derjenige sein Herz gegenüber denen, die in Not geraten sind und nimmt sich ihrer mildtätig an, er gibt niemanden verloren, ist reich an Huld und Treue (Exodus 34:6; Deuteronomium 4:31). Jeder Mensch kann die Barmherzigkeit des himmlischen Vaters dank des Sühnopfers von Jesus Christus erlangen (Alma 33:1). Inwiefern erweist uns Gott Barmherzigkeit? Aufgrund dessen, dass der `natürliche Menschen´ ein Feind Gottes ist, kann er auch nicht in seine Gegenwart zurückkommen. Wenn wir aber von unseren Sünden umkehren, vergibt uns Gott diese und hilft uns durch Bündnisse wieder in seine Gegenwart zurückkehren zu können (Mosia 3:19). Ich lerne, dass ich selber gegenüber meinem Nächsten barmherzig sein, Umkehr von meinen Sünden üben und mich voll dem Herrn zuwenden muss, wenn ich die Barmherzigkeit Gottes erlangen möchte.

Wie äußert sich deine Barmherzigkeit gegenüber deinen Mitmenschen?

Gesegnet sind alle, die hungern und dürsten nach Rechtschaffenheit

(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus predigt dem Volk am Tempelplatz im Land Überfluss die Seligpreisungen: „Und gesegnet sind alle, die hungern und dürsten nach Rechtschaffenheit, denn sie werden vom Heiligen Geist erfüllt werden.“ (3. Nephi 12:6).

Gesegnet sind alle, die hungern und dürsten nach Rechtschaffenheit. In der Einheitsübersetzung 2000 lautet diese Aussage: „Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.“ (Matthäus 5:6). Die Kings James Version lautet: „Blessed are they which do hunger and thirst after righteousness: for they shall be filled.“ (Matthäus 5:6), während die Insprired Version of the Bible von Joseph Smith im Auftrage Gottes übersetzt mit dem Wortlaut des Buches Mormon übereinstimmt: „And blessed are all they that do hunger and thirst after righteousness; for they shall be filled with the Holy Ghost.“ (Matthew 5:8).

Wikipedia beschreibt Rechtschaffenheit „… als die Neigung und das Bestreben, den Pflichten seines Standes gegenüber Gott und den Menschen genüge zu tun.“ Die einzige Erläuterung der Bibel was unter Rechtschaffenheit verstanden werden kann finden wir in der Aussage des Herrn bezüglich des Lebenswandels Hiobs: „… ein Mann untadelig und rechtschaffen, er fürchtet Gott und meidet das Böse.“ (Hiob 1:8). Mir leuchtet ein, dass der Mensch, der Gott fürchtet – im Sinne von tiefer Achtung und Respekt – und das Böse meidet, der Begleitung des Heiligen Geistes sicher sein kann. Ich lerne auch noch, dass es Glücklichsein ohne Rechtschaffenheit nicht gibt (2. Nephi 2:13). Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch sich nach Glücklichsein sehnt, also danach `hungert und dürstet´. Welche Anstrengungen unternimmst du, um glücklich zu sein?

Gesegnet sind die Sanftmütigen

Der auferstandene Jesus Christus predigt dem Volk am Tempelplatz im Land Überfluss die Seligpreisungen: „Und gesegnet sind die Sanftmütigen, denn sie werden die Erde ererben.“ (3. Nephi 12:5).

Gesegnet sind die Sanftmütigen. In der Einheitsübersetzung 2016 heißt die zweite Satzhälfte „… denn sie werden das Land erben.“ (Matthäus 5:5), in der King James Version wiederum `Erde´ (Matthew 5:5), gleichlautend in der Insprired Version of the Bible von Joseph Smith im Auftrage Gottes übersetzt (Matthew 5:7).

Stellt sich die Frage, was unter Sanftmut zu verstehen ist. Sanftmut ist eine bestimmte Gemütsart, Tugend bzw. Charaktereigenschaft, die mit Demut, Langmut und Geduld verbunden ist. Jemand, der sanftmütig ist, lernt seine Zornausbrüche zu zügeln. Das Gegenteil von Sanftmut ist `Zornmut´, d. h. Jähzorn. Wer keine Sanftmut hat, ist aufbrausen und aggressiv. Der Sanftmütige erträgt z. B. Kränkung ohne Verbitterung, er ist bereit, die Lehren des Evangeliums zu befolgen. Der verstorbene Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel, Robert D. Hales erklärte: „Sanftmut ist keine Schwäche. Sie ist ein Kennzeichen christlichen Muts.“ (Robert D. Hales, „Christlicher Mut – der Preis der Nachfolge“, Liahona, November 2008). In Teilen bin ich noch dabei mich in der Sanftmut zu verbessern. Es kommt doch noch vor, dass ich bei entsprechend starker Reizung ungeduldig und im äußersten Fall auch verhalten aufbrausend bin. Da habe ich noch an mir zu arbeiten. Was es nun mit dem „… denn sie werden die Erde ererben.“ auf sich hat, da kann ich mir vorstellen, dass es sich dabei um das `Reich Gottes´ handeln könnte, wir Erben dieses Reiches werden, dadurch, dass wir in allen Dingen den Lehren des Evangeliums folgen (2. Nephi 9:18; Lehre und Bündnisse 45:57-58; 84:38). Wie ergeht es dir mit der Sanftmut?

sanftmut

(Bild: Quelle)

Gesegnet sind alle, die da trauern

Der auferstandene Jesus Christus predigt dem Volk am Tempelplatz im Land Überfluss die Seligpreisungen: „Und weiter, gesegnet sind alle, die da trauern, denn sie werden getröstet werden.“ (3. Nephi 12:4).

Gesegnet sind alle, die da trauern. Dieser Vers im Buch Mormon entspricht genau der Aussage in der Einheitsübersetzung (Matthäus 5:4).

Was bedeutet nun diese Aussage? Es gibt natürlich die unterschiedlichsten Anlässe für das Trauern. Als Erstes fällt mir dazu ein, dass ich trauere, wenn ich mich von einem lieben Menschen verabschieden muss, weil er vom Herrn abberufen wurde, gestorben ist. Genauso kann ich auch trauern, wenn ein mir lieber Mensch für lange Zeit von mir getrennt sein wird, weil er z. B. in eine ganz andere Ecke der Welt verzieht. Ich kann trauern, wenn ich schwierige Zeiten zu durchleben habe, wie z. B. Katastrophen, Kriege, oder sonstige Widrigkeiten. Aber für mein Empfinden ist ein ganz wesentlicher Aspekt des Trauerns, das traurig sein über Fehltritte die ich begangen habe. Sie bringen garantiert früher oder später Leid über mich oder über diejenigen, an denen ich falsch gehandelt habe. Nach dem Neuen Testament gibt es zwei grundsätzliche Arten von Traurigkeit, eine gottgewollte und eine weltliche. Die erste verursacht in mir eine Sinnesänderung, die zur Umkehr führt. Sie braucht nicht bereut zu werden und führt mich zu Erlösung durch das Sühnopfer unseres Herrn und Meisters. Die zweite führt mich in die entgegengesetzte Richtung, zu geistigem Tod (2. Korinther 7:10). Welche Erfahrungen hast du schon mit diesen zwei Arten von Trauer gemacht?

trauer


(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Gesegnet sind die im Geist Armen

In den folgenden Versen wiederholt der auferstandene, am Tempelplatz im Land Überfluss in Amerika erschienene Jesus Christus, die Seligpreisungen. Hier die erste der neun von ihm ausgesprochenen: „Ja, gesegnet sind die im Geist Armen, die zu mir kommen, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (3. Nephi 12:3).

Gesegnet sind die im Geist Armen. In den jeweiligen Übersetzungen des Neuen Testamentes ist der Wortlaut nicht unbedingt derselbe. Einige wenige Beispiele:

  • Einheitsübersetzung 2017
    „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Matthäus 5:3).
  • Lutherbibel 2017
    „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.“ (Matthäus 5:3).
  • Zürcher Bibel
    „Selig die Armen im Geist – ihnen gehört das Himmelreich.“ (Matthäus 5:3).
  • King James Version
    „Blessed are the poor in spirit: for theirs is the kingdom of heaven.“ (Matthew 5:3)
    Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage benutzt im Englischen die Übersetzung aus dem ursprünglichen Griechisch. Dort hat der Vers denselben Wortlaut wie in der King James Version (Matthew 5:3).

Der Prophet der Wiederherstellung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Joseph Smith, hat folgenden Glaubensartikel geprägt: „Wir glauben, daß die Bibel, soweit richtig übersetzt, das Wort Gottes ist; wir glauben auch, daß das Buch Mormon das Wort Gottes ist.“ (Glaubensartikel 1:8). So hat der Herr ihm, nachdem er das Buch Mormon übersetzt hatte, im Jahr 1830 auch den Auftrag erteilt, eine Überarbeitung der Übersetzung der Bibel vorzunehmen (siehe Einleitung zum Schriftenführer 4. Absatz; Gründe, warum die Kirche diese Übersetzung offiziell nicht benutzt, siehe hier). Schauen wir uns nun noch den von Joseph Smith übersetzten Text der obigen Schriftstelle an:
„Yea, blessed are the poor in spirit who come unto me; for theirs is the kingdom of heaven.“ (Matthew 5:5).

Bei dem Vergleich der einzelnen Übersetzungen erkennen wir, dass die Wiedergabe dieser Seligpreisung im Buch Mormon genau übereinstimmt mit der Überarbeitung der Bibelstelle durch Joseph Smith. Diese Seligpreisung aus der sogenannten Bergpredigt will uns für mein Verständnis  lehren, dass diejenigen Erben des Himmelreichs sein werden, die demütig sind – also voller Dankbarkeit anerkennen, dass man auf den Herrn angewiesen ist und seiner Unterstützung bedarf – und der Einladung Christi, zu ihm zu kommen, folgen (Matthäus 18:3). Ich bemühe mich täglich aufs neue, so zu leben, dass ich dies auch erreichen kann. Wie verstehst du das mit dem `arm im Geiste sein´?

Bergpredigt

(Bild: Quelle)

Gesegnet sind die, die an eure Worte glauben und in die Tiefen der Demut hinabsteigen

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu der am Tempelplatz versammelten Volksmenge im Land Überfluss (3. Nephi 11:1; Karte mögliche geografische Lage der Städte zueinander): „Und weiter, mehr gesegnet sind die, die deshalb an eure Worte glauben, weil ihr bezeugen werdet, daß ihr mich gesehen habt und daß ihr wißt, daß ich bin. Ja, gesegnet sind die, die an eure Worte glauben und in die Tiefen der Demut hinabsteigen und sich taufen lassen, denn Feuer und der Heilige Geist werden sie aufsuchen, und sie werden Vergebung empfangen für ihre Sünden.“ (3. Nephi 12:2).

Gesegnet sind die, die an eure Worte glauben und in die Tiefen der Demut hinabsteigen. Ich muss bei diesem Vers unweigerlich an den `ungläubigen Thomas´, aber auch an die anderen Apostel denken. Der auferstandene Christus erschien zuerst Maria aus Magdala und sie ging und bezeugte den Jüngern, dass sie ihm begegnet war, er lebt. Wie war deren Reaktion? Sie glaubten ihr nicht (Markus 16:9-11). Später, als die Elf bei Tisch saßen und Jesus ihnen erschien, tadelte er ihren Unglauben und ihre Verstocktheit (Markus 16:14). Zu Thomas sagte er an anderer Stelle: „… Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ (Johannes 20:29).

Ich will mich eifrig bemühen, meine Ungläubigkeit und Verstocktheit, sofern sie aufkommt, abzulegen. Ich will nicht glauben, aufgrund dessen, dass ich `gesehen´ habe. Ich glaube fest, dass Jesus Christus auf diese Erde kam, um dieses Unbegreifliche für uns zu tun: Sühne für unsere Sünden im Garten Getsemani (Garten der Ölpresse), Tod am Kreuz auf Golgatha (Schädelstätte) und Auferstehung aus dem Grab, damit auch wir alle aus dem Grab auferstehen dürfen. Glauben alleine reicht aber nicht, deshalb sehe ich auch zu, dass ich nach besten Kräften Sein Wort auch tue (Mosia 4:10). Wie hältst du das mit dem Glauben an die Worte der berufenen Diener*innen des Herrn?

(Bild: Quelle)

Gesegnet seid ihr, wenn ihr die Worte dieser Zwölf beachtet, die ich aus euch erwählt habe

Nun wendet sich Jesus wieder der ganzen am Tempelplatz versammelten Menge zu: „Und es begab sich: Als Jesus diese Worte zu Nephi und zu denen, die berufen worden waren, gesprochen hatte (nun war die Zahl derer, die berufen worden waren und Macht und Vollmacht empfangen hatten zu taufen, zwölf), und siehe, da streckte er die Hand zur Menge aus und rief ihnen zu, nämlich: Gesegnet seid ihr, wenn ihr die Worte dieser Zwölf beachtet, die ich aus euch erwählt habe, euch zu dienen und eure Knechte zu sein; und ihnen habe ich Macht gegeben, daß sie euch mit Wasser taufen können; und nachdem ihr mit Wasser getauft seid, siehe, da werde ich euch mit Feuer und mit dem Heiligen Geist taufen; darum seid ihr gesegnet, wenn ihr an mich glaubt und euch taufen laßt, nachdem ihr mich gesehen habt und wißt, daß ich bin.“ (3. Nephi 12:1).

Gesegnet seid ihr, wenn ihr die Worte dieser Zwölf beachtet, die ich aus euch erwählt habe. Jesus Christus spricht einen Segen für diejenigen aus, die den Worten seiner von ihm berufenen Diener*innen `Beachtung´ schenken. Wenn Jesus einen Segen verheißt, bedeutet dies, dass demjenigen `göttliche Gunst´ zugesagt wird. Seine Segnungen bestehen aus Allem, was `zu wahrer Freude, wahrem Wohlsein und Wohlergehen beiträgt´. Eine Einschränkung um Segnungen Gottes auf sich herabregnen zu lassen: Gehorsam zu seinen Geboten ist erforderlich (Lehre und Bündnisse 130:20-21). In einem solchen Fall sagt er, ist er sogar verpflichtet, versprochene Segnungen auch zu geben (Lehre und Bündnisse 82:10).

Für mich bedeutet das, dass ich mich nach meinen besten Kräften bemühe, jedes Gebot oder Gesetz, das der Herr uns gegeben hat, kennenzulernen, zu verstehen und anzuwenden. Dies erfordert mein eifriges gebetbegleitetes `Schriftstudium´, dass ich darüber nachdenke, den Heiligen Geist einlade, mir beim Verstehen und Überzeugt werden behilflich zu sein. Dazu gehören selbstredend auch die Worte seiner lebenden Diener*innen (Lehre und Bündnisse 1:38), die wir halbjährlich in den Generalkonferenzen hören, als auch derjenigen, die uns unmittelbar in unseren Gemeinden berufen sind zu führen und zu leiten (Organisation der Kirche). Ich habe die Möglichkeit diese auch jederzeit wieder nachzulesen (siehe hier). Ich werde nicht wankelmütig sein und setze mein ganzes Vertrauen in den Herrn (Helaman 12:1). Wie gehst du vor, um vom Herrn gesegnet zu werden?

Die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf Apostel im Besucherzentrum des Rom-Tempels.
2019 BY INTELLECTUAL RESERVE, INC. ALLE RECHTE VORBEHALTEN.
(Bild: Quelle)

Darum geht hin … und verkündet die Worte

Nun erteilt der auferstandene Retter der Menschheit, Jesus Christus, seinen neu berufenen Jüngern in Amerika zum Ende seiner Ausführungen an sie folgenden Auftrag: „Darum geht hin zu diesem Volk und verkündet die Worte, die ich gesprochen habe, bis an die Enden der Erde.“ (3. Nephi 11:41).

Darum geht hin … und verkündet die Worte. Genauso wie Jesus seinen elf übrigen Aposteln in Jerusalem – der zwölfte hatte sich ja inzwischen nach seinem Verrat an Jesus erhängt (Matthäus 27;5) und die Wahl eines Nachfolgers stand noch bevor (Apostelgeschichte 1:24-26) –, nach seiner Auferstehung den Auftrag erteilte: „… Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung! .“ (Markus 16:15), tat er es mit seinen Zwölf in Amerika.

Diesen Auftrag erteilte der Herr in jeder `Evangeliumszeit´ seinen berufenen Dienern (siehe hier). So hat er nach der Gründung seiner Kirche, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Lehre und Bündnisse 115:4), beispielhaft durch den Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith, offenbart, dass seine berufenen Diener unter anderen Aufgaben auch das Evangelium jedem Geschöpf predigen sollen (Lehre und Bündnisse 58:62-64). Aus diesem Grund ist die Kirche in dieser letzten Evangeliumszeit der Fülle, genauso wie in früheren Zeiten, eine Missionskirche (Matthäus 28:19-20). Solltest du noch keine Missionare der Kirche kennen, so schau bitte auf diese Internetseite. Was meinst du, wie wichtig dem Herrn dieser Auftrag ist?

Two sister missionaries holding their scriptures and speaking with a woman wearing a denim jacket in an outdoor setting.

Schwesternmissionare im Gespräch
(Bild: Quelle)

Wer mehr oder weniger als dies verkündet und es als meine Lehre hinstellt

Der Herr weiter zu seinen neu berufenen Jüngern auf dem amerikanischen Kontinent, die er kurz nach seiner Auferstehung besucht: „Und wer mehr oder weniger als dies verkündet und es als meine Lehre hinstellt, derjenige kommt vom Bösen und ist nicht auf meinen Felsen gebaut; sondern er baut auf sandigem Grund, und die Pforten der Hölle stehen offen, so jemand zu empfangen, wenn die Fluten kommen und die Winde an ihn stoßen.“ (3. Nephi 11:40).

Wer mehr oder weniger als dies verkündet und es als meine Lehre hinstellt. Eine entsprechende Aussage lese ich sowohl im Alten als auch Neuen Testament. Als es um die Gesetzessammlung für das Volk Israel geht, heißt es: „Ihr sollt den vollständigen Wortlaut dessen, worauf ich euch verpflichte, bewahren und euch daran halten. Du sollst nichts hinzufügen und nichts wegnehmen. …“ (Deuteronomium 13:1) und mehr oder weniger unbeabsichtigt in den letzten Versen des letzten Buches im Neuen Testament wird Jesus zitiert: „Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. 19 Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.“ (Offenbarung 22:18-19).

Gerade die Aussage am Ende der Offenbarung des Johannes wird von vielen Menschen genutzt, um zu argumentieren, dass das Buch Mormon, sowie andere neuzeitliche Offenbarungen keine Heilige Schrift sein kann, da ja mit Johannes die Schrift endet. Da kann man näherungsweise auf Deuteronomium verweisen. Die Zusammenstellung der Inhalte des Neuen Testamentes wurde von Menschen festgelegt: Im „… 39. Osterfestbrief des Bischofs Athanasius von Alexandria aus dem Jahr 367, der die bis heute in allen christlichen Kirchen anerkannten 27 Schriften des Neuen Testaments aufzählt und als für die Kirche verbindlich einstuft. Bestätigt wird dieses durch das Decretum Gelasianum, das außerdem bestimmte Schriften anerkennt, sie aber nicht zum Kanon zählt und andere definitiv ausscheidet.“ (Zitat siehe hier). Die Schriftstellen fordern mich auf, zum Wort Gottes nichts hinzuzufügen aber auch nichts wegzulassen. Zu Seinem Wort gehört alles, was er oder seine berufenen Diener gesprochen und aufgeschrieben überliefert haben. Der Herr hat nicht nur zum Volk Israel gesprochen. Christus sagt selber: „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.“ (Johannes 10:16). Seine Herde ist über die ganze Erde verstreut (Beispielhaft: Genesis 11:1-9) und er sendet Sein Wort an all seine Schafe und demzufolge gibt es viele Heilige Schriften, auch solche, die wir noch gar nicht kennen (Glaubensartikel 1:9). Was verstehst du alles als Heilige Schrift, also das Wort Gottes an die Menschen enthaltend, und wie erkennst du sie?

(Bild: Quelle)