Dass Christus sich ihnen bald nach seiner Auffahrt in den Himmel wahrhaftig kundtat

Mormon schreibt in seiner Zusammenfassung (Die Worte Mormons 1:3,9): „Und es begab sich: Zu Ende des vierunddreißigsten Jahres, siehe, ich werde euch zeigen, daß dem Volk Nephi, das verschont worden war, und auch denen, die Lamaniten genannt worden waren, die verschont worden waren, große Gunst erwiesen und große Segnungen auf ihr Haupt ausgegossen wurden, so sehr, daß Christus sich ihnen bald nach seiner Auffahrt in den Himmel wahrhaftig kundtat—19 daß er ihnen seinen Leib zeigte und ihnen diente; und ein Bericht von seinem geistlichen Wirken wird hiernach gegeben werden. Darum komme ich jetzt mit meinen Worten zu Ende.“ (3. Nephi 10:18-19).

Dass Christus sich ihnen bald nach seiner Auffahrt in den Himmel wahrhaftig kundtat. Mormon lässt uns wissen, dass sich der auferstandene Christus dem von den Katastrophen verschonten Teil des Volkes der Nephiten und Lamaniten in seinem auferstandenen Körper zeigen und ihnen dienen würde. Das Christus nicht nur die Menschen im alten Israel zu betreuen hatte, tat er diesen im Zusammenhang mit dem Gleichnis des guten Hirten zu seinen Lebzeiten kund: „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; …“ (Johannes 10:16). Dem von den Katastrophen verschonten Volk in Amerika bestätigt er, dass sie mit diesen anderen Schafen gemeint sind (3. Nephi 15:21).

In unserer Zeit hat Christus dem Wiederherstellungspropheten Joseph Smith auch nochmal bestätigt, was er den Israeliten auf der östlichen Halbkugel gesagt hatte. Allerdings haben sie die Aussage nicht verstanden (Lehre und Bündnisse 10:59). Christus lässt die Verschonten im Land Zarahemla auch wissen, weshalb die Israeliten in Jerusalem dies nicht verstanden. Sie waren starrsinnig und ungläubig. Aus diesem Grund hatte Gottvater Christus geboten, es ihnen nicht zu erklären (3. Nephi 15:16-18). Was lerne ich daraus? Will ich in den Genuss weiterer Belehrungen bezüglich des Reiches Gottes kommen, darf ich nicht halsstarrig sein und muss weiterhin Glauben aufwenden. Ich muss den Herrn demütig um mehr Erkenntnis bitten, dann werde ich auch empfangen (Lukas 11:9-10). Dieses Vorgehen verhalf Joseph Smith und weiteren auserwählten dazu, dass sich auch ihnen der Vater und der Sohn mehrfach persönlich kundtaten (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17; Lehre und Bündnisse 110:1-2; mehr siehe hier). Was antwortest du jemandem, der daran zweifelt, dass Jesus Christus sich auch heute Menschen gezeigt hat?

Joseph, This Is My Beloved Son. Hear Him!

Joseph, This Is My Beloved Son. Hear Him! by Leon Parson, oil, 1999.
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Sind wir nicht ein Überrest der Nachkommen Josephs?

Mormon lässt den Leser wissen: „Siehe, unser Vater Jakob hat auch in bezug auf einen Überrest der Nachkommen Josephs gezeugt. Und siehe, sind wir nicht ein Überrest der Nachkommen Josephs? Und diese Dinge, die von uns zeugen, sind sie nicht auf den Platten aus Messing niedergeschrieben, die unser Vater Lehi aus Jerusalem mitgebracht hat?“ (3. Nephi 10:17).

Sind wir nicht ein Überrest der Nachkommen Josephs? Mit Bezug auf die Stammtafeln auf den Messingplatten, die Nephi während ihres Auszugs aus Jerusalem aus der Sammlung Labans, einem jüdischen Ältesten in Jerusalem mitnahm (1. Nephi 3:3-4), stellt Mormon diese rhetorische Frage. Aus ihnen geht diese Abstammung von dem Joseph, der nach Ägypten verkauft wurde hervor (1. Nephi 5:14,16).

Warum ist es wichtig zu wissen, von wem man abstammt? Zum einen wurden den Stammvätern Segnungen von Gott auf ihre Häupter ausgesprochen und Bünde mit Gott geschlossen, die auch für deren Nachkommen gelten sollten (Beispielhaft Genesis 48). Wenn ich nicht weiß, welcher Linie ich entstamme, kann ich auch nicht in Erfahrung bringen, welcher Segen und welche Bündnisse auch für mich gelten. Zum anderen hat Maleachi uns gesagt, dass Gott Elija vor dem großen Tag des Herrn senden würde und gewarnt, dass wenn wir nicht dahin kommen, dass sich die Herzen der Väter den Kindern und umgekehrt zuwenden, der Herr die ganze Erde mit einem Bann schlagen würde (Maleachi 3:24; siehe auch Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:36,39). Dieser Elija ist erschienen und hat die Schlüssel der `Siegelungsvollmacht´ Joseph Smith übertragen (Lehre und Bündnisse 110:13-16). Wir sind also aufgefordert, die Segnungen unserer Stammväter zu studieren und deren Bündnisse mit dem Herrn, damit wir wissen, welche Segnungen auch auf uns kommen können, wenn wir entsprechend den Bündnissen getreu leben. Aufgrund meines patriarchalischen Segens weiß ich, zu welchem Stammvater ich gehöre (siehe hier). Des Weiteren müssen wir eine Verbindung zu unseren Vorfahren herstellen, das Herz der Väter den Kindern zuwenden. Dies tun wir, indem wir Familiengeschichte betreiben und im Tempel die notwendigen Bündnisse stellvertretend schließen. Inwiefern bist du an deiner Abstammungslinie interessiert?

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - woran glauben die Mormonen?

Familiengeschichte und Tempelarbeit
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Viele haben von diesen Dingen beim Kommen Christi gezeugt

Mormon bezeugt uns: „Siehe, ich sage euch: Ja, viele haben von diesen Dingen beim Kommen Christi gezeugt und sind getötet worden, weil sie von diesen Dingen zeugten. 16  Ja, der Prophet Zenos hat von diesen Dingen gezeugt, und auch Zenoch hat über diese Dinge gesprochen, weil sie besonders in bezug auf uns gezeugt haben, die wir der Überrest ihrer Nachkommen sind.“ (3. Nephi 10:15-16).

Viele haben von diesen Dingen beim Kommen Christi gezeugt. Zwei derjenigen Propheten, die von den Umständen des Kommens Christi gezeugt haben, nennt Mormon hier: Zenos und Zenoch. Beide werden nur im Buch Mormon genannt, waren aber Propheten im Volk Israel zu alttestamentlicher Zeit und wurden wegen ihrer Prophezeiungen getötet.

  • Zenos
    sagte laut dem Bericht Nephis, des Sohnes Lehis, der mit seiner Familie und einigen anderen auf Geheiß Gottes um die 600 v. Chr. Jerusalem verließ und in ein verheißenes Land aufbrach, dass als Zeichen der Grablegung von Jesus Christus, für diejenigen Menschen, die auf den Inseln der Meere lebten und denen die vom Haus Israel waren, es drei Tage Finsternis geben, und dass ebenfalls als Begleiterscheinung Naturkatastrophen stattfinden würden (1. Nephi 19:10,12). Die Folge seines unerschrockenen Zeugnisses war, dass das Volk ihn tötete (Helaman 8:19).
  • Zenoch
    prophezeite desgleichen über die `Emporhebung Jesu´ (1. Nephi 19:10) und musste deshalb ebenfalls den Märtyrertod erleiden (Alma 33:15,17).

Viele Propheten und Apostel fanden als Märtyrer den Tod, und zwar wegen ihrem Zeugnis von Jesus Christus und darum, dass sie dem Volk jeweils den Spiegel vorhielten – ihnen ihr negatives Handeln in einer bestimmten Sache kritisch beschrieben – und das vielleicht auch noch öffentlich. Überlege nur mal, welche Gefühle in dir hochkommen, wenn dir dies passieren würde, beruflich oder privat, vielfach berechtigt, manchmal auch nicht. Ich habe für mich erkannt, dass ich lernen muss Kritik `einzustecken´ und erst recht, in der richtigen Art und Weise zu geben habe. Wie übst du dich im Nehmen bzw, Geben von Kritik?

Jeder will Ehrlichkeit, doch ist man ehrlich, kann keiner die Wahrheit verkraften.

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Wer da liest, der möge verstehen

Mormon fordert auf: „Und nun, wer da liest, der möge verstehen; wer die Schriften hat, möge darin forschen und erkennen und sehen, ob alle diese Tode und Zerstörungen durch Feuer und durch Rauch und durch Unwetter und durch Wirbelstürme und indem die Erde sich auftat, um sie aufzunehmen, und alle diese Dinge nicht die Erfüllung der Prophezeiungen vieler heiliger Propheten sind.“ (3. Nephi 10:14).

Wer da liest, der möge verstehen. Als Erstes ist die Tätigkeit angesprochen, das Lesen. Lesen kann ich natürlich nur, wenn vorher etwas geschrieben worden ist. Beides stellt die Möglichkeit dar, miteinander zu kommunizieren und ist eine Kompetenz, die in den meisten Fällen in der Kindheit erlernt und mit der Zeit durch Übung immer weiter entwickelt wird. Wenn ich etwas lese, eine Information aufnehme, ist es hilfreich, den Inhalt auch zu verstehen. Hierbei sind zwei Seiten gefordert. Einmal derjenige, der Informationen schriftlich niederlegt und zum zweiten derjenige, der sie aufnimmt. Der Erste muss wissen, wer sein Leser ist und sich so ausdrücken, dass davon ausgegangen werden kann, dass er die Thematik verstehen und somit auch sinnvoll umsetzen kann. Der Zweite, muss sich bemühen, den Sachverhalt konzentriert aufzunehmen und dessen Sinn zu erfassen.

Ich werde in dem Vers oben aufgefordert, wenn ich Schriften habe, in ihnen auch zu forschen und zu erkennen. In welcher Intensität ich dies tue, hängt damit zusammen, wie ich mich für die dargestellte Thematik interessiere. Ich muss also feststellen, welche Thematiken sind für meinen Fortschritt wichtig und wo finde ich darüber wahre Informationen niedergeschrieben. Habe ich das Ziel, den Sinn des Lebens zu erfassen, werden mir die heiligen Schriften wichtig sein und ich werde eifrig in ihnen forschen. Insbesondere möchte der Mensch doch gerne Geheimnisse aufdecken und verstehen. So lehrte König Benjamin seine Söhne, dass sie daran denken sollten, dass Schriften „… durch die Hand Gottes erhalten und bewahrt worden sind, damit wir von seinen Geheimnissen lesen und sie verstehen können und seine Gebote ständig vor Augen haben …“, um nicht in Unglauben zu verfallen. Er bestätigt ihnen deren Wahrheit und fordert sie auf, „… eifrig darin zu forschen, damit ihr davon Nutzen habt; …“ (Mosia 1:5-7). Auch ich bin durch Einwirkungen des Heiligen Geistes von der Wichtigkeit, der Wahrheit, und dem Nutzen, des uns schriftlich durch Propheten übermittelten Wortes Gottes überzeugt und dankenswerter Weise von meiner Mutter angeregt worden, darin `eifrig zu lesen und zu verstehen´. Wie stellst du fest, welche Schriften für dich wichtig und lebensrettend sind und wie gehst du mit ihnen um?

Ein kürzlich am Strand von Dornumersiel (Niedersachsen) angebrachtes Schild weist auf ein für diesen Strandabschnitt verhängtes Badeverbot hin

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil – wenn er dann auch versteht
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Und es war der rechtschaffenere Teil des Volkes, der gerettet wurde

Von Mormon erfahren wir: „Und es war der rechtschaffenere Teil des Volkes, der gerettet wurde, und es waren diejenigen, die die Propheten empfangen und sie nicht gesteinigt hatten, und es waren diejenigen, die nicht das Blut der Heiligen vergossen hatten, die verschont blieben—13  und sie wurden verschont und wurden nicht in die Erde versenkt und gänzlich darin begraben, und sie wurden nicht in den Tiefen des Meeres ertränkt; und sie wurden nicht durch Feuer verbrannt, auch fiel nichts auf sie und quetschte sie zu Tode; und sie wurden nicht im Wirbelsturm hinweggetragen; auch wurden sie nicht durch die Schwaden von Rauch und von Finsternis überwältigt.“ (3. Nephi 10:12-13).

Und es war der rechtschaffenere Teil des Volkes, der gerettet wurde. Und wieder hat sich erfüllt, was ein Prophet des Herrn vorhergesagt hatte. Vor etwas mehr als fünfhundert Jahren sagte Nephi, der Sohn Lehis, kurz nach deren Auswanderung aus dem alten Jerusalem, voraus, dass Jesus Christus sich nach seiner Auferstehung seinen Nachkommen auf dem amerikanischen Kontinent zeigen würde und dass diejenigen, die rechtschaffen sein würden, all die Katastrophen unbeschadet überleben würden (2. Nephi 26:1,8).

Wenn man jetzt berechnend an die Sache herangehen würde, könnte man sagen, es ist lohnend, sich an Anweisungen des Herrn, die er durch seine Propheten gibt, zu halten. Doch ich glaube, dass dies die falsche Motivation wäre. Wir würden nie in den Genuss kommen, der denjenigen zuteilwird, die aus Glauben und Liebe zu ihrem Schöpfer handeln: Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes, mit allem, was damit zusammenhängt (Mosia 4:11-12). Ich würde, nachdem ich verschont geblieben wäre, sicherlich auch Probleme mit der Einladung Jesu haben, mich unter seine Flügel sammeln zu lassen, da mir die volle Herzensabsicht zu ihm zu kommen fehlen würde (3. Nephi 10:6). Wie denkst du darüber?

Wer bei seinen Handlungen immer auf Vorteil bedacht ist, wird sich viele Feinde machen. (Konfuzius)

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So vergingen die drei Tage

Mormon lässt uns wissen: „Und es begab sich: So vergingen die drei Tage. Und es war am Morgen, und die Finsternis zerteilte sich vom Antlitz des Landes hinweg, und die Erde hörte auf zu zittern, und die Felsen hörten auf, sich zu spalten, und das schreckliche Stöhnen hörte auf, und all das heftige Getöse verging. 10  Und die Erde fügte sich wieder zusammen, so daß sie stand; und das Trauern und das Weinen und das Wehklagen der Menschen, deren Leben verschont worden war, hörten auf, und ihr Trauern wandelte sich in Freude und ihr Wehklagen in Preis und Danksagung an den Herrn Jesus Christus, ihren Erlöser.“ (3. Nephi 10:9-10).

So vergingen die drei Tage. Aus dem zusammengefassten Bericht Mormons erfahren wir, dass es für etwa drei Stunden Naturkatastrophen gab und danach für drei Tage und Nächte eine so starke Finsternis, dass die Schwaden derselben gefühlt werden konnten (3. Nephi 8:19-20). Während dieser Finsternis vernahm das Volk im Land Zarahemla eine Stimme die zu Jesus Christus gehörte (3. Nephi 9:1,15). Sie teilte ihm mit, welche Zerstörungen stattgefunden hatten, bestätigte ihnen seine Göttlichkeit, erklärte ihnen, dass in ihm das Gesetz des Mose erfüllt sei und lud alle ein, zu ihm zu kommen und sich von ihm retten zu lassen (3. Nephi 9).

Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn man all solche Worte hört, sich wohl schon die Trauer über den Verlust seiner Lieben und ob der ganzen Verwüstungen, in Trost und Zuversicht wandelt, und man stattdessen Freude, Lobpreis und Danksagung an den Herrn, zum Ausdruck bringen wird. Auch heute noch will der Herr schützend seine `Küken unter seine Flügel sammeln`. Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar für diese ausdauernde Liebe, die Christus einem jeden von uns, den Kindern seines Vaters, die dieser ihm gegeben hat, entgegenbringt (Johannes 17:24). Was unternimmst du, um die Schwierigkeiten in deinem Leben aus dem Weg zu räumen, dein Wehklagen in Freude zu verwandeln, deinen Erlöser zu loben und zu preisen und seiner Einladung, unter seinen Flügeln Schutz zu finden, nachzukommen?

schutzhütte

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Wenn ihr umkehrt und mit voller Herzensabsicht zu mir zurückkommt

Die Stimme Jesu ist immer noch zu vernehmen: „O ihr Haus Israel, die ich verschont habe, wie oft werde ich euch sammeln, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt, wenn ihr umkehrt und mit voller Herzensabsicht zu mir zurückkommt. 7  Aber wenn nicht, o Haus Israel, dann werden die Stätten eures Wohnens wüst werden bis zu der Zeit, da der Bund für eure Väter in Erfüllung gehen wird.“ (3. Nephi 10:6-7).

Wenn ihr umkehrt und mit voller Herzensabsicht zu mir zurückkommt. Zunächst sagt die Stimme Jesu, etwas darüber, dass er einige vom Haus Israel verschont hat, und zwar diejenigen, die rechtschaffener waren als andere (3. Nephi 9:13). Das sagt mir, dass der Herr auch mich, wenn ich rechtschaffener wäre als andere, verschonen könnte. Wenn ich dann verschont geblieben bin, dann sollte ich auch der Einladung Jesu folgen, mich unter seine schützende Flügel sammeln zu lassen.

Dazu muss ich allerdings `mit voller Herzensabsicht´ zu Christus `zurückkommen´. Das Herz symbolisiert den Sinn und Willen des Menschen und ist die Quelle aller Empfindungen und Gefühle. Mit `voller Herzensabsicht´ bedeutet für mich demzufolge, dass mein ganzes Sinnen und Streben auf Christus gerichtet sein muss, was entsprechende Empfindungen und Gefühle freisetzt. Diese starken Empfindungen und Gefühle wiederum werden mein Sinnen und Streben verstärken, sodass ich mich in einer positiven Spirale auf dem Weg ins Himmelreich befinde. Wie ich das bewerkstelligen kann? Ich muss `all die fremden Götter und Astarten´ (Astarte ist eine weibliche nordwestsemitische Gottheit, die als Fremdgottheit, wie die Baale, vom Volk angebetet wurde) aus meinem Leben entfernen und nur dem Herrn allein dienen (1. Samuel 7:3). Ich muss für mich herausfinden, welche `Fremdgötter bete ich an´, setze ich also vor Gott – Auto, Haus, Gold, Smartphone … . Sie gilt es nun in der Bedeutung herabzustufen, mich nicht vordringlich um sie zu bemühen, sondern den Dienst im Werk des Herrn an erste Stelle zu setzen (1. Samuel 7:4). Sollte mir dies nicht gelingen, muss ich damit rechnen, dass `die Stätte meines Wohnens´ wüst werden. Wie habe ich mir das vorzustellen? Ich denke u. a. an Katastrophen, wie im vorliegenden Fall bei den Nephiten und Lamaniten. Wem wendest du dich gerne `voller Herzensabsicht zu´?

herzensabsicht

Wie oft hätte ich euch sammeln mögen, wie eine Henne ihre Küken sammelt

Die Stimme des Herrn ist weiterhin vom Volk im Land Zarahemla zu vernehmen: „Und weiter, wie oft hätte ich euch sammeln mögen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt, ja, o ihr Volk vom Haus Israel, die ihr gefallen seid; ja, o ihr Volk vom Haus Israel, die ihr zu Jerusalem wohnt, wie ihr, die ihr gefallen seid; ja, wie oft hätte ich euch sammeln mögen, wie eine Henne ihre Küken sammelt, und ihr habt nicht gewollt.“ (3. Nephi 10:5).

Wie oft hätte ich euch sammeln mögen, wie eine Henne ihre Küken sammelt. Wie endet dieser Satz des Herrn? „… und ihr habt nicht gewollt.“ Gleiches hat der Herr im Jerusalem der alten Welt dem Volk vorgehalten (Matthäus 23:37; Lukas 13:34). Kannst du die tiefe Enttäuschung in dieser Aussage Jesu heraushören? Er hat sich von seinem Himmelsthron bei seinem Vater herabgelassen (1. Nephi 11:26-28), um `seine Küken unter seine Flügel zu sammeln´, damit sie vor dem Zerstörer beschützt sein mögen. Aber sie haben diese Rettungsversuche abgelehnt! Sogar in heutiger Zeit hat der Herr diese Aussage gegenüber dem Propheten Joseph Smith wiederholt (Lehre und Bündnisse 43:24).

Inwiefern hat der Herr uns `oft unter seinen Flügeln sammeln wollen´? Er hat unzählige Male immer und immer wieder seine Diener beauftragt uns Menschen überall auf der Welt vor den Fängen Satans zu warnen und uns zur Umkehr aufzurufen. Aber die meisten Menschen haben dies nicht hören wollen und die Propheten getötet. Heute auch noch? Ja, z. B. Joseph Smith, den Propheten der Wiederherstellung, im Jahre 1844 (lies hier). Ich will nicht zu jenen gehören, die sich gegen die Propheten des Herrn wenden, sich gegen sie auflehnen (Mosia 15:26), sondern mich gerne zu meinem Schutz unter die Flügel Jesu sammeln lassen. Wie ich das mache? Indem ich eifrig gebeterfüllt das Wort des Herrn in mich aufnehme, überdenke und herausfinde, wie ich es in meinem Leben, sowohl zu meinem, als auch dem Wohl meiner Mitmenschen, anwenden kann. Wie lässt du dich von wem unter wessen Flügel sammeln?

Joseph Smith and his brother Hyrum were martyred at Carthage Jail on June 27, 1844.

Am Nachmittag des 27. Juni 1844 stürmte ein Mob das Gefängnis in Carthage, Illinois, und ermordete den Propheten Joseph Smith und Hyrum Smith.
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Die ihr Abkömmlinge Jakobs seid, ja, die ihr vom Haus Israel seid

Die Stimme von Jesus Christus wird vom Volk gehört, wie sie sagt: „O ihr Volk dieser großen Städte, die gefallen sind, die ihr Abkömmlinge Jakobs seid, ja, die ihr vom Haus Israel seid, wie oft habe ich euch gesammelt, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt, und habe euch genährt.“ (3. Nephi 10:4).

Die ihr Abkömmlinge Jakobs seid, ja, die ihr vom Haus Israel seid. Nun hört das Volk im Land Zarahemla selbst aus dem Mund von Jesus Christus, dass das stimmt, was schon Lehi aufgrund der Familiengeschichte Labans, die in den Messingplatten Labans enthalten und auf Geheiß Gottes in seine Hände gelangt war (1. Nephi 3:2-4), herausgefunden hatte (1. Nephi 5:14). Er, Lehi, und damit all seine Nachkommen, stammen aus der Linie Josephs, des jüngsten Sohnes Jakobs, der von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft wurde, weil sie ihm seine von Gott gegebene Führungsrolle neideten (Genesis 37; erkennst du eine Parallele zu Nephi und seinen älteren Brüdern?). Aber auch dies entsprach dem Willen des Herrn, weil Joseph dadurch seine Familie später vor dem Hungertod retten konnte.

Ich lerne aus den Anstrengungen, die Nephi mit seinen Brüdern anstellen musste, um an die Platten zu gelangen (1. Nephi 3,4), dass außer dem Wort Gottes auch Familiengeschichte eine wesentliche Rolle in unserem Leben spielt. Wie wichtig, wird uns durch Maleachi mitgeteilt. Sollten die Familienbande nämlich nicht geknüpft werden, würde das ganze Land mit einem Bann geschlagen werden (was den `Bann´ anbelangt, hat Joseph Smith uns die Worte, die ihm Moroni zitierte übermittelt: Joseph Smith Lebensgeshichte 1:33,39). Um dazu angeregt zu werden, hat uns der Herr den Propheten Elija gesandt (Maleachi 3:23-24; siehe auch Lehre und Bündnisse 128:17-18), auch um die Vollmacht für diese Zuwendung zu erteilen, die Vollmacht des Priestertums (Lehre und Bündnisse 2). Diese Zuwendung wird in den Tempeln Gottes vollendet. Die Familienbande werden dort für alle Zeit und Ewigkeit geschlossen, und zwar für die Lebenden, als auch für diejenigen Verstorbenen, die daran noch nicht teilhaben konnten (Lehre und Bündnisse 138:47-48) – allerdings nur auf Grundlage ihrer eigenen freien Entscheidung. Ich bin also aufgefordert, mein Herz meinen Vorfahren zuzuwenden und Sorge dafür zu tragen, dass die Familienbande im Haus des Herrn geschlossen werden können. Welches Verständnis hast du in Bezug auf die gegenseitige Zuwendung der Herzen?

meine familie

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Abermals erging eine Stimme an das Volk

Mormon lässt uns wissen, wie es nach dem Zeitraum vieler Stunden der Stille (3. Nephi 10:1) weiterging: „Und es begab sich: Abermals erging eine Stimme an das Volk, und alles Volk hörte und war dessen Zeuge, nämlich:“ (3. Nephi 10:3).

Abermals erging eine Stimme an das Volk. Aus den Ausführungen der nächsten Verse ist zu entnehmen, dass es sich wiederum um die Stimme von Jesus Christus handelte. Und wir nehmen zur Kenntnis, dass das Volk die Stimme `hörte´.

Mir stellt sich die Frage, hörte das Volk, hörte es hin, oder hörte es aktiv zu? Du fragst dich, welcher Unterschied da besteht?

  • Hören
    bedeutet, dass ich nicht unbedingt voll auf den Gesprächsinhalt konzentriert bin. Meine Gedanken schweifen häufig ab und ich warte nur darauf selber loszuwerden, was mir in den Sinn kommt.
  • Hinhören
    bedeutet, dass ich zwar aufnehme, was die Person sagt, aber ich bemühe mich noch lange nicht, herauszufinden, was sie meint. Ich bin gefühlsmäßig noch unbeteiligt.
  • Zuhören
    bedeutet, dass ich mich in die Person hineinversetze, ihr volle Aufmerksamkeit schenke und dass ich auch auf die Zwischentöne achte. Meine Haltung und Reaktion zeigt der Person, dass es für mich momentan nichts Wichtigeres gibt als sie.

Was bedeutet das für mich, wenn Diener des Herrn in seinem Namen reden? Es darf für mich momentan nichts Wichtigeres geben als das, was der Herr mir sagen will. Also werde ich mich voll auf das Wort konzentrieren, darauf achten, welche Gefühle dabei in mir ausgelöst werden (Heiliger Geist) und mir merken, welche Handlungen ich daraus ableiten will. Damit ich es nicht vergesse, werde ich mir ggf. Notizen machen. Wie sieht bei dir `Zuhören aus´?

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