Und fing an, immer weniger über ein Zeichen oder ein Wunder vom Himmel zu staunen

Mormon berichtet weiter über die Entwicklung des Volkes im Land Zarahemla um die fünf nach Christus, ihrem fünfundneunzigsten Jahr der Richterregierung: „Und es begab sich: So verging auch das fünfundneunzigste Jahr, und das Volk fing an, jene Zeichen und Wunder zu vergessen, die sie gehört hatten, und fing an, immer weniger über ein Zeichen oder ein Wunder vom Himmel zu staunen, so sehr, daß sie anfingen, in ihrem Herzen hart und in ihrem Sinn verblendet zu werden, und anfingen, alles nicht mehr zu glauben, was sie gehört und gesehen hatten“ (3. Nephi 2:1).

Und fing an, immer weniger über ein Zeichen oder ein Wunder vom Himmel zu staunen. Das Eintreten der vom lamanitischen Propheten Samuel vorhergesagten Zeichen und Wunder der Geburt Christi ist nun schon wieder knapp vier Jahre her (3. Nephi 1:4). Die nächsten prophezeiten Zeichen und Wunder ließen noch auf sich warten, die des Leidens Christi am Kreuz (Helaman 14:14). Innerhalb vier Jahren kann man schon viel vergessen – zumindest ich. So hat ein Teil des Volkes im Land Zarahemla sich auch nicht mehr der Wunder der Geburt Jesu erinnert. Mit der Zeit verblasste auch das Staunen über diese Wunder (3. Nephi 1:17). Das Leben war wieder ganz normal und das Volk ließ sich durch das Wirken Satans in seinem Sinn verblenden.

Durch entsprechende Manipulation kann Satan meinen Sinn insofern beeinflussen, dass ich unfähig bin, vernünftige Überlegungen anzustellen, richtige Entscheidungen zu treffen. Ich bin `in meinem Sinn verblendet´. Solche Manipulationen werden auch als Marketingwerkzeug benutzt. Durch entsprechende Werbung wird mir suggeriert, dass ich ein Produkt unbedingt brauche. Habe ich es dann gekauft, werde ich nach kürzester Zeit feststellen, dass es völlig überflüssig ist. Ich lerne, dass ich aufpassen muss, dass ich auf solcherlei Manipulationen meines Sinnes, insbesondere in geistiger Hinsicht – das zweite Kommen Christi ist noch so lange hin, Umkehr kannst du noch immer üben (Alma 34:32-34) … – reinfalle. Worin ist dein Sinn das letzte Mal verblendet worden?

Ist mein Sinn verblendet, kann ich auf der falschen Seite landen
(Matthäus 25:33; Bild: Quelle)

Durch ihr Lügen und ihre Schmeichelreden verführt

Mormon berichtet in seiner Zusammenfassung, dass die Gadiantonräuber sowohl unter den Nephiten, als auch unter den Lamaniten Anhänger rekrutierten: „Und es gab auch einen Grund für viel Kummer unter den Lamaniten; denn siehe, sie hatten viele Kinder, die aufwuchsen und anfingen, an Jahren zuzunehmen, so daß sie sich selbständig machten und von einigen, die Zoramiten waren, durch ihr Lügen und ihre Schmeichelreden verführt wurden, sich diesen Gadiantonräubern anzuschließen.“ (3. Nephi 1:29).

Durch ihr Lügen und ihre Schmeichelreden verführt. Die Gadiantonräuber – eine Räuberbande, die von einem schlechten Nephiten namens Gadianton gegründet wurde. Ihre Organisation gründete sich auf Geheimhaltung und satanische Eide (Helaman 2:4) – hatten starke Stützpunkte und gute Verstecke in den Bergen und konnten aufgrund dessen nicht ausgerottet werden. Im Gegenteil, sie rekrutierten sowohl unter den Nephiten, als auch unter den Lamaniten weitere Anhänger und richteten unter dem Volk viel Leid und Unheil an (3. Nephi 1:27-28). Auf diese Weise schafften sie es, dass nun auch unter den gerade bekehrten Lamaniten der Glaube und die Rechtschaffenheit abnahmen (3. Nephi 1:30).

Präsident Henry B. Eyring, von der Ersten Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, hat erklärt: Die jungen Leute der Kirche „… haben die Zukunft in der Hand. Die Kirche war immer nur eine Generation vom Untergang entfernt. Wenn eine ganze Generation verlorenginge, würde die Kirche verlorengehen. Zwar wird das nicht eintreten, doch schon ein einziger Mensch, der dem Evangelium Jesu Christi verlorengeht, schließt die Tür für Generationen von Nachkommen, wenn der Herr nicht die Hand ausstreckt, um einige von ihnen zurückzubringen.“ („We Must Raise Our Sights“, CES- Konferenz über das Buch Mormon, 14. August 2001; 3. Absatz, beginnend mit: I am grateful to be with you). Ich lerne, dass Abfall vom gerade gefundenen Weg zurück zu Gott, sehr schnell eintreten kann. Hier bei den Lamaniten schon die nächste neu heranwachsende Generation. Wir müssen uns also bemühen, ihnen, im Glauben an unseren Gott, ein starkes Vorbild zu sein. Haben sie das Alter erreicht, in dem sie für ihre Handlungen selber verantwortlich sind, und kehren sich vom Glauben ab, was können wir da noch tun?

Spruchbild Bildspruch Spruchbild Bildspruch Nichts wie die Schmeichelei ist so gefaehrlich dir Du

(Bild: Quelle)

Darum wurden sie … zur Erkenntnis ihres Irrtums gebracht und bekannten ihre Fehler

Über diejenigen des Volkes, die eine Falschlehre predigten (3. Nephi 1:24), sagt uns Mormon: „Aber es begab sich: Bald bekehrten sie sich und überzeugten sich von dem Irrtum, in dem sie sich befanden; denn es wurde ihnen kundgetan, daß das Gesetz noch nicht erfüllt sei und daß es in jedem kleinsten Teil erfüllt werden müsse; ja, das Wort erging an sie, daß es erfüllt werden müsse; ja, daß nicht ein Jota oder Pünktchen vergehen sollte, bis es ganz erfüllt sein würde; darum wurden sie in diesem selben Jahr zur Erkenntnis ihres Irrtums gebracht und bekannten ihre Fehler.“ (3. Nephi 1:25).

Darum wurden sie … zur Erkenntnis ihres Irrtums gebracht und bekannten ihre Fehler. Nachdem ihnen ihr falsches Verständnis der Schrift bezüglich des Erfülltseins des Gesetzes des Mose klar geworden war, bekannten sie auch ihren Fehler.

Unser Verständnis vom Plan der Erlösung ist nicht von vornherein da, es wird nach und nach aufgebaut. In der Zwischenzeit werden wir u. U. nicht richtig verstandene Evangeliumsgrundsätze weitergeben. Wenn wir dann darauf aufmerksam gemacht werden und wir unseren Fehler erkennen, müssen wir ihn auch bekennen. Nehmen wir also an, dass ich als Lehrer einer Sonntagsschulklasse lehren würde, dass wir alle durch die Gnade Gottes ewiges Leben und Erhöhung erreichen können, ohne Glauben auszuüben. Dann wird in der Klasse sicherlich eine Diskussion stattfinden, die mir zu denken geben würde. Zu Hause bete ich darüber und studiere und komme zur Erkenntnis, dass es ohne das Ausüben von Glauben nicht möglich ist. Ggf. wird ein Kirchenführer auch noch mit mir sprechen und mir helfen, meine Aussage zu überdenken und mithilfe des Heiligen Geistes zu studieren, um zur Erkenntnis der Wahrheit zu kommen. Habe ich die Wahrheit dann erkannt, werde ich beim nächsten Unterricht vor die Klasse treten und meinen Fehler bekennen und richtigstellen. Das erfordert Mut, ist aber unbedingt notwendig, um zu vermeiden, dass sich Irrlehre verbreitet. Jean-Jacques Rousseau, (1712 – 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution, sagte: „Indem wir unsere Schwäche bekennen, vermehren wir unsere Kraft.“ Was machst du, wenn du erkannt hast, dass du einen falschen Grundsatz verbreitet hast?

Handfeger / Besen mit dem Mahatma Gandhi Zitat: Das Bekenntnis der eigenen Fehler wirkt wie ein Besen. Der Besen fegt den Dreck weg, ein Bekenntnis tut nichts weniger. Mahatma Gandhi

(Bild: Quelle)

Dass es nicht länger ratsam sei, das Gesetz des Mose zu beachten

Mormon lässt uns in seiner Zusammenfassung der gesammelten Berichte weiter über das Volk in Zarahemla wissen: „Und es gab keine Streitigkeiten, außer daß es einige gab, die zu predigen anfingen und darangingen, aus den Schriften beweisen zu wollen, daß es nicht länger ratsam sei, das Gesetz des Mose zu beachten. Darin aber irrten sie, denn sie hatten die Schriften nicht verstanden.“ (3. Nephi 1:24).

Dass es nicht länger ratsam sei, das Gesetz des Mose zu beachten. Es wird nichts darüber berichtet, ob diejenigen, die diese Lehrmeinung zu beweisen versuchten und verbreiteten, kirchliche Aufgabenträger waren – Lehrer in irgendwelchen kirchlichen Organisationen, Leiter von kirchlichen Organisationen … . Offensichtlich gingen sie davon aus, dass mit der Geburt Jesu das `Gesetz des Mose´ erfüllt war und er ein neues Gesetz gebracht hat, das ab sofort Gültigkeit habe. Es war nämlich so, dass der Herr durch Mose zunächst dem Volk Israel ein höheres Gesetz gab, auf den ersten steinernen Tafeln (Exodus 31:18). Das Volk war aber noch nicht in der Lage dieses Gesetz zu befolgen (Exodus 32:7-8). Als Mose dessen gewahr wurde, zerschmetterte er die ersten Tafeln (Exodus 32:19) und der Herr gab Mose ein niederes Gesetz, das auf den zweiten Tafeln verzeichnet war (Exodus 34:1). Dieses Gesetz war ein vorbereitendes, das höhere Priestertum wurde dem Volk genommen, es behielt nur das Aaronische, das vorbereitende Priestertum (Joseph Smith Übersetzung Exodus 34:1-2; Lehre und Bündnisse 84:21-27).

Ihr Irrtum bestand in dem nicht korrekten Verständnis der Aussagen des Alma (Alma 34:13-14). Sie dachten, mit dem Kommen Jesu wäre das Gesetz des Blutopfers erfüllt, wurden aber belehrt, dass eben dieses `letzte Opfer´ erst mit dem Leiden Christi in Getsemani und seinem Kreuzestod auf Golgatha erfüllt sein wird (3. Nephi 9:17). Ich lerne, dass ich, bevor ich etwas Lehre, die Lehre selber erst verstanden haben muss. Wie gelingt mir das? Durch gläubiges intensives gebeterfülltes Schriftstudium, mithilfe des Heiligen Geistes sowie Evangeliumsgesprächen in der Kirche (Lehre und Bündnisse 88:118). Willst du dies vertiefen, dann lies gerne auch hier. Was unternimmst du, um Falschlehren zu vermeiden?

Durch Studium und durch Glauben lehren und lernen
(Lehre und Bündnisse 109:14; Bild: Quelle)

Tauften zur Umkehr, wodurch es zu einer großen Sündenvergebung kam

Mormon berichtet in seiner Zusammenfassung weiter: „Und es begab sich: Nephi und auch viele andere gingen hin unter das Volk und tauften zur Umkehr, wodurch es zu einer großen Sündenvergebung kam. Und so fing das Volk wieder an, im Land Frieden zu haben.“ (3. Nephi 1:23).

Tauften zur Umkehr, wodurch es zu einer großen Sündenvergebung kam. Wenn ich im 15. Jahrhundert gelebt hätte und wohlhabend gewesen wäre, dann hätte ich Vergebung meiner Sünden, und das Schmoren im Höllenfeuer durch einen angemessenen Obolus in einen Opferkasten erlangen können. Angeregt dazu wurden die armen Sünder durch die Ablasspredigten des Johann Tetzel. Heute ist der Allgemeinheit sein Slogan folgendermaßen bekannt: „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!“

Die Kirche des Herrn kennt keinen Ablasshandel. Das Evangelium lehrt uns, dass wir Vergebung unserer Sünden nur durch Umkehr, Taufe, Eingehen und Halten weiterer Bündnisse und darin Ausharren bis ans Ende unseres Erdenlebens erhalten können. Die Umkehr besteht aus einer Wandlung von Herz und Sinn, verbunden mit einer neuen Einstellung zu Gott, sich selbst und zum Leben an sich. Man ist willens, sein Herz dem Bösen ab- und Gott zuzuwenden (Mosia 5:2; Ezechiel 18:30-31). Wahre Umkehr resultiert aus Liebe zu Gott und dem aufrichtigen Wunsch, seinem Wort zu folgen und ist ein fortlaufender Prozess. Das Gott dieses Verhalten akzeptiert und uns unsere Sünden vergibt (Moroni 6:8), verdanken wir dem Sühnopfer seines Einziggezeugten im Fleisch, Jesus Christus. Ich will den Tag meiner Umkehr nicht aufschieben, sondern die Zeit, die mir gegeben wird, nutzbringend verwenden (Alma 34:33), denn ich weiß, wenn ich dies nicht tue, werde ich ausgestoßen werden (Lehre und Bündnisse 42:28). Was unternimmst du, um nicht ausgestoßen zu werden?

Bezahlen für die Sünden. „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!“ Dieser Satz spiegelte die Praxis der Kirche beim Ablasshandel wider (hier ein Holzschnitt um 1500). Gegen den Ablass wandte sich dann Luther mit seinen 95 Thesen.

Ablasshandel
(Bild: Quelle)

Dass sie nicht an jene Zeichen und Wunder glaubten, die sie gesehen hatten

Mormon berichtet uns in seiner Zusammenfassung, über die Zeit der Erfüllung aller Prophezeiungen, über die Geburt Jesu: „Und es begab sich: Von der Zeit an fing es an, daß vom Satan Lügen unter das Volk gebracht wurden, um ihr Herz zu verhärten, zu dem Zweck, daß sie nicht an jene Zeichen und Wunder glaubten, die sie gesehen hatten; aber ungeachtet dieser Lügen und Täuschungen glaubte der größere Teil des Volkes doch und bekehrte sich zum Herrn.“ (3. Nephi 1:22).

Dass sie nicht an jene Zeichen und Wunder glaubten, die sie gesehen hatten. Ist es dir auch schon mal passiert, dass jemand etwas machte, was er ansonsten nie gemacht hat, z. B. ohne einen besonderen Anlass seiner Frau Blumen überreicht? Oder der Sohn, der sich immer davor drückte den Mülleimer runter zubringen und zu leeren, es heute getan hat – und es war nicht Muttertag? Da hörst du im Geiste die Frau oder die Mutter sagen: „Es geschehen noch Zeichen und Wunder“. Um so etwas ging es bei den Zeichen, die die Geburt Jesu begleiteten, natürlich nicht. Da geschahen tatsächlich Ereignisse, die den Menschen als Beweis für dieses Ereignis dienen sollten – wundertätige Kundgebungen von Gott. Das konnte Satan nicht in den Kram passen und so streute er Lügen unter das Volk, sodass sie diese Zeichen nicht als von Gott kommend annehmen sollten.

Passiert es einem nicht auch, dass man unwahrscheinlich erscheinende Ereignisse nicht unbedingt als von Gott kommend anerkennt, sie irgendeinem anderen Mysterium zuschreibt oder zu erklären versucht? Was sind in den heiligen Schriften nicht für unzählige Zeichen der letzten Zeit aufgeführt. Dennoch wollen viele einfach nicht akzeptieren, dass Erdbeben, Verwüstungen, Tsunamis, Kriege, Herzlosigkeit … die vorhergesagten Zeichen sind. Sie sollen uns darauf aufmerksam machen, dass das zweite Kommen Jesu naht (Matthäus 24:32-36). Ich nehme diese Zeichen ernst, lass mich nicht durch Satans Lügen davon abbringen und bemühe mich, wachsam zu sein und die Gebote des Herrn mehr und mehr zu halten, dort wo es nicht klappt, Umkehr zu üben. Ich will vorbereitet sein, wie die fünf klugen Jungfrauen (Matthäus 25:10). Wie deutest du die unzähligen Zeichen, die um uns herum geschehen?

Gleichnis der zehn Jungfrauen
(Bild: Quelle)

Ein neuer Stern erschien, gemäß dem Wort

Mormon weiter in seiner Zusammenfassung über die Erfüllung der prophezeiten Zeichen über die Geburt Jesu: „Und es begab sich: Diese ganze Nacht lang gab es keine Finsternis, sondern es war so licht, als sei es Mittag. Und es begab sich: Die Sonne ging am Morgen wieder auf, gemäß ihrer rechten Ordnung; und wegen des Zeichens, das gegeben worden war, wußten sie, daß es der Tag war, an dem der Herr geboren werden sollte. 20  Und es hatte sich begeben, ja alles, jedes kleinste Teil, gemäß den Worten der Propheten. 21  Und es begab sich auch: Ein neuer Stern erschien, gemäß dem Wort.“ (3. Nephi 1:19-21).

Ein neuer Stern erschien, gemäß dem Wort. Samuel der lamanitische Prophet sagte dem Volk in Zarahemla das Erscheinen dieses  neuen Sterns voraus, einen Stern, wie er seither nie gesehen wurde (Helaman 14:5). Die Sterndeuter, auf der östlichen Halbkugel haben seine Neuerscheinung am Himmel auch gesehen und sind aufgrund dessen in das Land Jerusalem gezogen (Matthäus 2:1-2), um den Neugeborenen zu huldigen. Dieser Stern zeigte ihnen den Weg und als sie das Kindlein fanden, überkam sie sehr große Freude (Matthäus 2:9-10).

Ich bin begeistert von dem Ereignis am Sternenhimmel, das vom Schöpfer genau geplant sein musste. Unzählig Sterne existieren im All und genau zum richtigen Zeitpunkt erschien auf der richtigen Bahn, an der richtigen Stelle ein weiterer, der der Welt Zeugnis ablegen sollte davon, dass `das Licht der Welt´ auf die Erde gekommen ist. Dieses `Licht der Welt´ ist göttliche Energie, die von Gott durch Christus ausgeht und alles belebt. Dieses Licht hilft uns Evangeliumswahrheiten zu verstehen und den Pfad, der zur Errettung führt, zu finden (Johannes 12:46). Gerne bemühe ich mich in Seinem Licht zu wandeln, damit ich nicht von diesem Pfad abkomme. Wie nutzt du das `Licht der Welt´?

(Bild: Quelle)

Wegen ihres Übeltuns und ihres Unglaubens fingen sie an, sich zu fürchten

Über die Kenntnis des Volkes sagt Mormon: „Denn sie wußten, daß die Propheten viele Jahre lang von all diesem Zeugnis gegeben hatten und daß das Zeichen, das angegeben worden war, schon da war; und wegen ihres Übeltuns und ihres Unglaubens fingen sie an, sich zu fürchten.“ (3. Nephi 1:18).

Wegen ihres Übeltuns und ihres Unglaubens fingen sie an, sich zu fürchten.

Bei Furcht handelt es sich um durch konkrete Reize, Objekte oder Situationen, ausgelöste Alarmreaktionen, während es sich bei Angst um unbestimmte Gefühle der Beklemmung oder Besorgnis handelt, ausgehend von wenig bestimmbaren Einflüssen, die als potenziell bedrohlich wahrgenommen werden. Vielen ist schon mal der Schreck in die Glieder gefahren, als er eine riesige Spinne auf sich zukommen sah: Furcht. Ich lege mich des Nachts zum Schlafen nieder und denke daran, was passieren würde, wenn mir während dem Schlaf eine Spinne übers Gesicht in den geöffneten Mund laufen würde: Angst. Furcht wird plötzlich durch äußere Reize ausgelöst, während Angst von innen her kommt. Ist der Reiz weg, kann auch die Furcht ganz schnell wieder weg sein. Die Angst jedoch hält länger an. Die Propheten Gottes verkünden seit Jahrtausenden, was in der Endzeit auf Erden passieren würde und verheißen denen, die sich an ihre mit dem Herrn geschlossenen Bündnisse halten, Schutz vor dem Verderben (Lukas 21:25-28). Die geoffenbarten Ereignisse erfüllen sich mehr und mehr überall auf Erden. Wenn ich nun weiß, dass ich meinen Bündnissen nicht treu bin, muss ich die gesetzmäßigen Folgen `fürchten´ (Römer 13:4), anderenfalls kann ich `furchtlos´ den gerechten Weg weiter beschreiten (Lukas 12:32). Wovor fürchtest du dich?

fürchte dich nicht

(Bild: Quelle)

Schließlich waren alle Menschen …, so überaus erstaunt, dass sie zur Erde fielen

Mormon fasst die Ereignisse unter dem Volk folgendermaßen weiter zusammen: „Und es gab viele, die nicht an die Worte der Propheten geglaubt hatten und die zur Erde fielen und mit denen es so war, als seien sie tot, denn sie wußten, daß der große Plan der Vernichtung, den sie gegen diejenigen gefaßt hatten, die an die Worte der Propheten glaubten, vereitelt war; denn das Zeichen, das angegeben worden war, das war schon da. 17  Und sie fingen an zu erkennen, daß der Sohn Gottes in kurzem erscheinen müsse; ja, schließlich waren alle Menschen auf dem Antlitz der ganzen Erde, vom Westen bis zum Osten, sowohl im Land im Norden als auch im Land im Süden, so überaus erstaunt, daß sie zur Erde fielen.“ (3. Nephi 1:16-17).

Schließlich waren alle Menschen …, so überaus erstaunt, dass sie zur Erde fielen. Zur Erde fallen tut man unweigerlich, wenn es ein großes Erdbeben gibt, wie es Nephi, der Sohn Lehis, in einer Vision über unsere Zeit beschrieben hat (1. Nephi 12:4), aber vor Erstaunen, großer Verwunderung? Samuel hatte mit den anderen Zeichen aber auch dieses Verhalten des Volkes schon vorhergesagt (Helaman 14:7).

Staunen ist eine Emotion beim Erleben von Unerwartetem. Es ist begleitet von einem Zustand der Erregung, einem inneren Unruhezustand. Ihr Staunen, dass sie zur Erde niederfallen ließ, kann ein gläubiges, oder aber auch ein ungläubiges gewesen sein (Helaman 9:4). Entsprechend unterschiedlich können die ausgelösten Emotionen wie Bewunderung, Respekt, Verehrung oder Befremden, Irritation, Argwohn als Begleiterscheinungen eingetreten sein. So war die Verwunderung der Zuhörer Abinadis z. B. von Zorn begleitet (Mosia 13:8). Ebenso kann Sprachlosigkeit (Helaman 5:25) oder aber Furcht die Folge sein. Die Furcht verursacht wohl das Bedürfnis nach Sicherheit, die man auf zwei Beinen nicht mehr empfindet, und man so den ganzen Körper auf die Erde niederlegt. Aber Staunen kann auch mit tiefer Achtung vor Heiligem einhergehen. Dieses Staunen lässt mich jeden Tag mehrfach zur Erde niedersinken, um mich mit meinem Vater im Himmel über die vergangenen Ereignisse und meine weiteren Ziele und Wünsche auszutauschen. Was lässt dich vor Staunen zur Erde fallen?

staunen

(Bild: Quelle; Text eingefügt)

Das Volk fing an, sich zu wundern

Mormon berichtet uns in seiner Zusammenfassung: „Und es begab sich: Die Worte, die an Nephi ergingen, erfüllten sich demgemäß, wie sie gesprochen worden waren; denn siehe, als die Sonne unterging, da wurde es nicht finster; und das Volk fing an, sich zu wundern, weil es nicht finster wurde, als die Nacht kam.“ (3. Nephi 1:15).

Das Volk fing an, sich zu wundern. Wer würde sich nicht wundern, wenn Dinge passieren, die aufgrund seitheriger Erfahrung nicht erwartet werden. Zwischen zwei Tagen erwartet man normalerweise eine Nacht, die sich durch Dunkelheit auszeichnet. Zwar wurde dieses Zeichen, dass vor der Geburt Jesu eine Nacht zwischen zwei Tagen nicht dunkel werden würde, vom lamanitischen Propheten Samuel vorhergesagt (Helaman 14:3-4), aber die meisten glaubten ja nicht daran und die Prophezeiung ist auch schon fünf Jahre her, da wird man u. U. nicht gleich dran denken und sich zunächst doch verwundern, auch wenn man zu den Gläubigen gezählt hat.

Solch ein außergewöhnliches Ereignis konnte nicht durch Menschenhand bewirkt werden. Zwar macht so mancher heutzutage die Nacht zum Tag, aber dennoch erkennt man die Dunkelheit. Für mich bedeutet diese Nacht voller Helligkeit: Das Licht ist in die Welt gekommen, der Retter der Menschheit (Johannes 9:5). Ich fühle mich angeregt, diesem Licht zu folgen, denn dann gehe ich nicht in der Finsternis und werde mir keinen Schaden zufügen (Johannes 8:12). Wenn ich das tue, dann werde auch ich die Welt um mich herum ein klein wenig erhellen (Matthäus 5:14). Was tust du, um `der Welt ein Licht´ zu sein – auch wenn Weihnachten schon wieder vorüber ist (Anregungen siehe Video)?

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(Bild: Quelle)