Bekannten sie ihm ihre Sünden

Mormon, der die gesammelten Berichte zusammenfasste (Worte Mormons 1:9), lässt uns wissen: „Und nun begab es sich: Es gab viele, die die Worte Samuels des Lamaniten vernahmen, die er von der Mauer der Stadt herab redete. Und alle, die an sein Wort glaubten, gingen hin und suchten nach Nephi; und als sie hinkamen und ihn fanden, bekannten sie ihm ihre Sünden und leugneten nicht und wünschten, sich in dem Herrn taufen zu lassen.“ (Helaman 16:1).

Bekannten sie ihm ihre Sünden. Die Folge dessen, dass man an die Worte des Herren ernsthaft glaubt, sind Umkehr und Taufe. Zur Umkehr gehört, dass ich meine Sünden erkenne, bekenne, um Vergebung bitte, wo möglich Wiedergutmachung leiste, und sie nicht wieder begehe (Lehre und Bündnisse 58:43). Wenn ich so handle, wird mir Vergebung zuteil (Lehre und Bündnisse 58:42).

Wie kommen wir in den Genuss der Vergebung unserer Sünden für den Fall, dass wir unsere Einstellung zu Gott erneuern, ihm unser Herz und unseren Sinn ganz und gar zuwenden, dem Bösen entsagen, uns seinen Geboten und Wünschen fügen – also gottgewollte Traurigkeit (2. Korinther 7:10), aufrichtige Umkehrbereitschaft zeigen? Nur durch das Sühnopfer von Jesus Christus (Matthäus 26:28)! Durch sein Blut werden wir gereinigt (Johannes 1:7). Mein Dank für dieses Opfer, das Jesus Christus für uns Sünder erbrachte, kann nicht mehr sein, als in seinem Licht zu wandeln. Hört sich einfach an, aber Satan versucht uns mit aller Macht davon abzuhalten (2. Nephi 28:22). Was unternimmst du, um durch das Blut Jesu gereinigt zu werden?

Christus betet

Getsemanie, ein Teil seines Sühnopfers
(Matthäus 26:36; Bild: Quelle)

Es wird ihnen besser ergehen als euch

Samuel der lamanitische Prophet Gottes spricht zu den Nephiten in Zarahemla von der Stadtmauer herunter die Lamaniten meinend: „Darum sage ich euch: Es wird ihnen besser ergehen als euch, wenn ihr nicht umkehrt.“ (Helaman 15:14).

Es wird ihnen besser ergehen als euch. Als Nephi, der Sohn Helamans, vor etwa 17 Jahren, auf dem Turm in seinem Garten in der Stadt Zarahemla, über die schlechten Erfahrungen auf seiner Mission bei den Nephiten im Norden, mit dem Herrn im Gebet gesprochen hatte, hatten sich neugierige Nephiten vor seinem Gartentor versammelt. Als er sie bemerkt, spricht er zu ihnen. U.a. sagt er auch, dass Gott jenen, die sich wieder zum Herren wenden würden, von seiner Kraft zeigen würde. Sie würden allerdings erkennen, dass es um die Lamaniten besser stehen würde, als um sie selber, außer sie würden umkehren (Helaman 7:1-3,6,11-13,23).

Ich lerne daraus und aus den nächsten Versen in Helaman 15, dass ich darauf achten muss, Umkehr zu üben, denn ansonsten wird es mir schlechter ergehen, als denen, die kein solches Wissen über das Erlösungswerk des Herrn erlangt haben wie ich (Matthäus 11:20-23). Ich habe im Laufe meines Lebens viele mächtige Werke des Herrn erkennen dürfen. Und wenn ich mich mit diesem Wissen von ihm abkehre, wird es mir sicherlich schlechter ergehen, als denen, die diese Erfahrungen nicht gemacht haben (Helaman 15:15). Ich bin nicht lebensmüde und werde die Warnungen, die in diesen Versen gegeben werden, auch auf mich beziehen (Helaman 15:17). Wie lässt du diese Warnungen auf dich einwirken?

Christ rubbing clay into the eyes of a blind man who is kneeling before Him while a group of people look on to see what will happen.

Christus heilt einen Blinden
(Johannes 9:1-12; Bild: Quelle)

Dass sie wieder zur wahren Erkenntnis gebracht werden

Samuel der Lamanite über die Lamaniten (Helaman 15:12): „Und dies ist gemäß der Prophezeiung, daß sie wieder zur wahren Erkenntnis gebracht werden, nämlich zur Erkenntnis ihres Erlösers und ihres großen und wahren Hirten, und seinen Schafen zugezählt werden.“ (Helaman 15:13).

Dass sie wieder zur wahren Erkenntnis gebracht werden. Die Lamaniten sind entweder aufgrund von direkter Nachkommenschaft Lehis oder aber aufgrund von mit dem Herrn eingegangenen Bündnissen Teil des Hauses Israels, sozusagen adoptiert. Eine lange Zeit hatten sie in Unkenntnis des wahren Evangeliums von Jesus Christus gelebt. Ihre Väter hatten sie nur Hass gegen diejenigen gelehrt, die dem Herrn anhingen (Mosia 10:11-17). Allgemein wurden in dem Bericht des Buches Mormon all jene als Lamaniten bezeichnet, die sich vom Herrn abwandten und jene, die sich dem Herrn zuwandten, wurden als Nephiten bezeichnet. Alle, die sich dem Herrn in Treue zuwenden, egal ob direkte Nachkommen Abrahams oder nicht, sind Teil des Bundesvolkes des Herrn, sind Mitglieder des Hauses Israel und damit auch Teilhaber der Segnungen, die über Abraham ausgesprochen wurden (Lehre und Bündnisse 84:33-34; Galater 3:26-29). Bei diesen Segnungen handelt es sich um: zahlreiche Nachkommen – Genesis 17:5-6; seine Nachkommen werden das Evangelium und das Priestertum empfangen – Köstliche Perle Abraham 2:9; durch den geistlichen Dienst seiner Nachkommen sollten alle Familien der Erde gesegnet sein – Abraham 2:11). Den Mitgliedern des Hauses Israels hat der Herr versprochen, dass sie eines Tages zur Erkenntnis der Fülle seines Evangeliums kommen würden (3. Nephi 16:12).

Wie schon im gestrigen Blogbeitrag ausgeführt: Wir leben in dieser Zeit, in der der Herr diese Zusage verwirklicht. Alle Menschen erhalten die Gelegenheit, das Evangelium der Fülle des Herrn kennenzulernen – deshalb ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage eine Missionskirche (Matthäus 28:19; Lehre und Bündnisse 42:6-7; siehe auch hier). Welche Anstrengungen unternimmst du, um in den Genuss der Segnungen Abrahams zu kommen?

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!
(Markus 16,15-16; Bild: Quelle)

Dass sich die Verheißungen des Herrn in der Letzten Zeit auf … die Lamaniten erstrecken werden

Immer noch Samuel der Lamanite zu den Nephiten: „ja, ich sage euch, daß sich die Verheißungen des Herrn in der Letzten Zeit auf unsere Brüder, die Lamaniten, erstrecken werden; und ungeachtet der vielen Bedrängnisse, die sie haben werden, und ungeachtet dessen, daß sie auf dem Antlitz der Erde hin und her gejagt und gehetzt werden und daß sie geschlagen und weithin zerstreut werden und keinen Zufluchtsort haben, wird der Herr barmherzig zu ihnen sein.“ (Helaman 15:12).

Dass sich die Verheißungen des Herrn in der Letzten Zeit auf … die Lamaniten erstrecken werden. Auf welche Verheißungen spielt der lamanitische Prophet Samuel hier an? Enos, der Sohn Jakobs, des jüngeren Bruders von Nephi, der gute vierhundert Jahre vor Samuel lebte, gibt uns hierauf die Antwort. Er machte sich Sorgen über das Wohlergehen seiner nephitischen (Enos 1:9), aber auch lamanitischen Brüder (Enos 1:11). Er äußerte dem Herrn gegenüber im Gebet den Wunsch, sollten die Nephiten in Übertretung verfallen und zerschlagen werden, die Lamaniten hingegen nicht, für diese doch ein Bericht seines Volkes für sie aufbewahrt bleiben möge, damit sie zum wahren Glauben geführt werden mögen (Enos 1:13-14). Voller Glauben schrie er in dieser Sache zum Herrn und dieser ging mit ihm den Bund ein, dass der Bericht, zu der von ihm bestimmten Zeit zu ihnen gelangen würde (Enos 1:16). Die Lamaniten zuzeiten des Buches Mormon waren die Nachkommen von Nephis Brüdern Laman und Lemuel sowie all jenen Menschen, die sich ihnen anschlossen. Sie trennten sich aufgrund politischer Kontroversen von jenen, die Nephis Nachkommen waren und all jenen, die ihm folgten (2. Nephi 5:1-3,5,14). Diese Zweifachstruktur (Nepjhiten und Lamaniten) brach im Laufe weiterer Generationen auf in „Nephiten, Jakobiten, Josephiten, Zoramiten, Lamaniten, Lemueliten und Ismaeliten“ (Jakob 1:13). Jakob nannte nun diejenigen, die das Volk Nephi zu vernichten trachteten, Lamaniten, und die nephifreundlichen, Nephiten (Jakob 1:14), unabhängig ihrer biologischen Abstammung.

Nun zu den Verheißungen in der `Letzten Zeit´. Nachdem das Buch Mormon 1830 veröffentlicht wurde und die Kirche Jesu Christi wiederhergestellt war, gab der Herr die Anweisung, dieses Buch `zu den Lamaniten´ zu bringen (Lehre und Bündnisse 28:8-9,14). So begannen Oliver Cowdery und Parley P. Pratt mit weiteren Missionaren, den Indianern westlich des Flusses Mississippi zu predigen. Dieses Predigen unter den eingeborenen Gruppen hält bis heute an und somit erfüllt sich diese Verheißung. Natürlich vermischten sich die reinen Lamaniten mit anderen Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents und somit kann man heute die Abstammung per DNA nicht eindeutig nachweisen. Der Einleitung des Buches Mormon entnehmen wir bezüglich der Nephiten und Lamaniten: „Nach mehreren tausend Jahren waren alle zerschlagen außer den Lamaniten; und diese sind die Hauptvorfahren der amerikanischen Indianer.“ (siehe hier). Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der Herr zuzeiten Nephis und seiner Nachkommen die besprochene Verheißung gegeben hat und sie durch Joseph Smith begann sich zu erfüllen und wir genau diese Erfüllung miterleben dürfen. Willst du dich noch in die Thematik vertiefen, so folge diesem Link.

Joseph the Prophet Addressing the Lamanites
(Bild: Quelle)

Von der … auch der Prophet Zenos und viele andere Propheten gesprochen haben

Samuel weiter über seine bekehrten Brüder, die Lamaniten: „ja, selbst wenn sie in Unglauben verfallen sollten, wird der Herr ihre Tage verlängern, bis die Zeit kommen wird, von der unsere Väter und auch der Prophet Zenos und viele andere Propheten gesprochen haben, nämlich daß unsere Brüder, die Lamaniten, wieder zur Erkenntnis der Wahrheit gebracht werden sollen—“ (Helaman 15:11).

Von der … auch der Prophet Zenos und viele andere Propheten gesprochen haben. Zenos ist einer von vier israelitischen Propheten aus der Zeit des Alten Testaments, die im Buch Mormon zitiert werden, deren Schriften auf den Messingplatten Labans (1. Nephi 5:10–16) enthalten sind, die allerdings im Alten Testament nicht erwähnt werden (die drei anderen sind Zenoch, Englisch Zenock; Nehum, Englisch Neum; Ezias). Er war wahrscheinlich ein Nachfahre von dem Joseph, der von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft wurde (3. Nephi 10:16), und lebte laut Hugh Nibley als ausgestoßener Prophet zwischen den Propheten Mose und Elija, also zwischen 1600 und 800 v. Chr. (siehe hier). Zenos wird zitiert oder erwähnt von Nephi (1. Nephi 19:10-17), Jacob (Jacob 5:1-77; 6:1), Alma dem Jüngeren (Alma 33:3-11,13,15), Amulek (Alma 34:1,7), Nephi dem Jüngeren (Helaman 8: 19-20) und Mormon (3. Nephi 10:14-17). Aus den verlinkten Schriftstellen können wir entnehmen, dass er Zeit in der Wüste verbrachte (Alma 33:4), aber auch in Zusammenkünften predigte (Alma 33:9) und wegen seines kühnen Zeugnisses über das Kommen Jesu getötet wurde (Helaman 8:13-19).

Das Schicksal des Hauses Israel war sein wichtigstes Thema. Wir erkennen dies an seiner Allegorie, die das Haus Israel mit einem edlen und die Heiden mit einem wilden Ölbaum vergleicht (Jakob 5). Hier kommen wir wieder ins Spiel. Diese Allegorie spricht nämlich insbesondere auch die Zeit vor dem zweiten Kommen Jesu an, die letzten Tage, und betrifft somit uns – wir leben in diesen Tagen (Jakob 5:62). Ich fühle mich insofern angesprochen, als ich auch einer der wenigen Knechte in diesem Weingarten bin (Jakob 5:70-72). Welchen Bezug hast du zu den Worten, die Zenos gesprochen hat?

herr des weingartens

Der Herr des Weingartens (Jody Livingston)
(Bild: Quelle)

Wegen ihrer Festigkeit, wenn sie einmal erleuchtet sind

Samuel spricht zu den Nephiten in Zarahemla weiter in Bezug auf seine Brüder, die Lamaniten, die sich zum Herrn bekehrt hatten: „Und nun, wegen ihrer Beständigkeit, wenn sie an das glauben, was sie glauben, und wegen ihrer Festigkeit, wenn sie einmal erleuchtet sind, siehe, wird der Herr sie segnen und ihre Tage verlängern, ungeachtet ihres Übeltuns“ (Helaman 15:10).

Wegen ihrer Festigkeit, wenn sie einmal erleuchtet sind. Erleuchtet zu sein im religiösen Sinn, was bedeutet das? Je nach philosophischem oder religiösem Hintergrund des Beurteilenden, gibt es unterschiedliche Auffassungen: Spontan eingetretener Durchbruch; Ergebnis eines Prozesses geistiger Übung; ist göttlicher Gnade zu verdanken. Mit Erleuchtung wird auf jeden Fall verbunden, dass sich die Persönlichkeit tiefgreifend und nachhaltig verändert.

Wenn ich mich in einer finsteren Umgebung befinde, kann ich nichts um mich her erkennen. Schalte ich nun eine Lichtquelle ein, so kann ich sofort alles erkennen, was mich umgibt. Ich kann Hindernisse, Gefahren, aber auch Gutes erkennen, das mir meine Lebensumstände erleichtert. Genauso verstehe ich geistige Erleuchtung. Solange die Lichtquelle nicht eingeschaltet ist, kann ich Wahrheit nicht von Unwahrheit unterscheiden. Ich wandle in Finsternis und kann mich verletzen oder sogar zu Tode stürzen. Die Finsternis ist der `Schleier des Unglaubens´, die Lichtquelle ist die `Herrlichkeit Gottes´. Wenn man sich von dieser Lichtquelle erleuchten lässt, wird man in seinem natürlichen Leib überwältigt sein (Alma 9:6). Ich bemühe mich, dass ich nicht durch unvorsichtige Handhabung – Übertretung der Bündnisse, die ich schließen durfte und die mir mehr Licht spenden – dieses Licht auslösche und wieder in der Finsternis stehe (Alma 24:30). Was unternimmst du, um die Lichtquelle, die dich erleuchtet, nicht auszupusten?

erlöser

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Dass sie ihre Kriegswaffen begraben haben

Samuel der lamanitische Prophet spricht immer noch von der Stadtmauer (Helaman 13:2,4) zu den Nephiten in Zarahemla: „Und ihr wißt auch, daß sie ihre Kriegswaffen begraben haben, und sie fürchten sich, sie wieder aufzunehmen, damit sie ja nicht sündigen; ja, ihr könnt sehen, daß sie fürchten zu sündigen—denn siehe, sie lassen zu, daß ihre Feinde sie niedertrampeln und töten, und wollen ihr Schwert nicht gegen sie erheben, und dies wegen ihres Glaubens an Christus.“ (Helaman 15:9).

Dass sie ihre Kriegswaffen begraben haben. Samuel spielt hier auf seine Landsleute, die Lamaniten an, die ihre Gräueltaten gegenüber den Nephiten eingesehen, bereut und sich zum Herrn bekehrt hatten und aufgrund dessen erkannten, dass die Nephiten nicht ihre Feinde, sondern ihre Brüder und Schwestern waren und nie mehr gegen sie, oder gegen irgendwen in den Krieg ziehen wollten. Ja, zum Zeichen ihrer Ernsthaftigkeit, hatten sie ihre Kriegswaffen in der Erde vergraben (Alma 24:17-19).

Du kennst sicherlich den Tomahawk, die Waffe verschiedener indianischer Stämme, ähnlich der Streitaxt oder dem Kriegsbeil. Es handelt sich um die Sammelbezeichnung für alle ein- oder zweihändig führbaren, im Kampf eingesetzten Äxte und Beile. Wollte man den Kampf aufnehmen, so grub man das Kriegsbeil aus, im anderen Fall begrub man es. Ich beziehe diese Symbolik für mich auf verbal ausgefochtene Kriege. Mit zunehmendem Alter versuche ich jedem kriegerischen Wortgefecht aus dem Wege zu gehen – denn Worte können ebenso tödliche Waffen sein. Ich habe sozusagen mein `Kriegsbeil begraben´ und zwar so, wie die bekehrten Lamaniten, nämlich, um es nie wieder auszugraben. Andererseits können richtig gesetzte Wörter lebensrettend sein (siehe Videoclip „Die Kraft der Wörter“). Was machst du mit deinem `Kriegsbeil´ deinen Worten?

brunnen

(Bild: Quelle; Text eingefügt)

Dass sie fest und standhaft sind im Glauben und in dem, womit sie frei gemacht worden sind

Der Herr lässt Samuel den Lamaniten über diejenigen Lamaniten, die dazu gebracht wurden, die schlechten und gräuelreichen Überlieferungen ihrer Väter zu erkennen, an die heiligen Schriften zu glauben und Umkehr geübt haben (Helaman 15:7) sagen: „darum, diejenigen, die so weit gekommen sind, von denen wißt ihr selbst, daß sie fest und standhaft sind im Glauben und in dem, womit sie frei gemacht worden sind.“ (Helaman 15:8).

Dass sie fest und standhaft sind im Glauben und in dem, womit sie frei gemacht worden sind. Womit sind sie, wovon freigemacht worden? Mit dem Evangelium von Jesus Christus sind sie von den falschen Überlieferungen ihrer Väter und damit von den falschen Lehren Satans, frei gemacht worden. Der Herr, den sie nun kennengelernt, und sein Gesetz, das sie nun angenommen hatten, hat sie frei gemacht (Lehre und Bündnisse 98:8).

Inwiefern macht uns das Gesetz Gottes wovon frei? Paulus erklärt es uns in seinem Brief an die Römer. Er sagt, dass es für diejenigen, die Christus folgen, keine Verurteilung mehr gibt: „Denn das Gesetz des Geistes und des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.“ (Römer 8:1-2). Wir sind also vom Gesetz des Todes frei gemacht worden, und zwar durch das Sühnopfer Jesu, wenn wir es annehmen und `nach dem Geist leben´ – denn diejenigen trachten nicht mehr nach dem, was fleischlich ist und somit zum Tod führt, sondern nach dem was geistig ist und zu Leben und Frieden führt. Fleischlich gesinnt sein, bedeutet Gottes Feind zu sein, während vom Geist Gottes beseelt zu sein bedeutet, Gottes Söhne und Töchter zu sein. Wir sind somit frei von der Sklaverei der Sünde, Erben Gottes und Miterben von Christus (Römer 8:3-17). Was denkst du, warum uns das Gesetz Gottes wovon befreit?

(Bild: Quelle)

Sie streben mit unermüdlichem Eifer danach, … Brüder zur Erkenntnis der Wahrheit zu bringen

Samuel der Lamanite spricht zu denNephiten in Zarahemla über die Lamaniten: „Ja, ich sage euch, daß der größere Teil von ihnen dies tut, und sie streben mit unermüdlichem Eifer danach, die übrigen ihrer Brüder zur Erkenntnis der Wahrheit zu bringen; darum gibt es viele, die ihre Zahl täglich vergrößern.“ (Helaman 15:6)

Sie streben mit unermüdlichem Eifer danach, … Brüder zur Erkenntnis der Wahrheit zu bringen. Mit unermüdlichem Eifer sagt mir, dass sie mit Ausdauer und Fleiß, ohne müde zu werden, das Ziel verfolgten, ihren Brüdern das Evangelium von Jesus Christus nahezubringen, und sie zur Kirche des Herrn und zur Taufe zu führen. Im Neuen Testament lese ich von Paulus, dass er der Gemeinde in Ephesus auch unermüdlich, drei Jahre lang, jedem Einzelnen, den rechten Weg gewiesen hat (Apostelgeschichte 20:31; Neue Genfer Übersetzung).

Auch heute haben wir berufene Diener und Dienerinnen Gottes, die mit `unermüdlichem Eifer´ danach trachten, Menschen einzuladen, zu Christus zu kommen, sein Evangelium, seine Kirche, kennenzulernen, und Bündnisse mit ihm zu schließen, von der Taufe, bis hin zu ewigen Bündnissen im Haus des Herrn. Ich bin für ihren Einsatz von Herzen dankbar und will auch gerne der Aufforderung des Apostels Paulus an die Mitglieder in Korinth folgen: „Seid daher bereit, euch ihnen unterzuordnen – ihnen und allen anderen, die mit unermüdlichem Einsatz ´für den Herrn` arbeiten.“ (1. Korinther 16:16; Neue Genfer Übersetzung). Natürlich möchte ich mich auch bemühen, `mit unermüdlichem Eifer´ meine Brüder und Schwestern `zur Erkenntnis der Wahrheit zu bringen´ und `den Begierden der Jugend´ zu entkommen und „… unermüdlich nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden, zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen!“ zu trachten (2.Timotheus 2:22). Wonach strebst du mit `unermüdlichem Eifer´?

unermüdlich

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Dass der größere Teil von ihnen sich auf dem Weg ihrer Pflicht befindet

Immer noch spricht Samuel der Lamanite zu seinen nephitischen Brüdern in Zarahemla (Helaman 13:5): „Und ich möchte, daß ihr erkennt, daß der größere Teil von ihnen sich auf dem Weg ihrer Pflicht befindet, und sie wandeln umsichtig vor Gott, und sie sind darauf bedacht, seine Gebote und seine Satzungen und seine Richtersprüche gemäß dem Gesetz des Mose zu halten.“ (Helaman 15:5).

Dass der größere Teil von ihnen sich auf dem Weg ihrer Pflicht befindet. Samuel lässt die Nephiten wissen, dass der größere Teil ihrer Brüder, der Lamaniten, dabei ist, das zu tun, was sie inzwischen als ihre innere, sittliche und moralische Verpflichtung ansehen, die die Normen des kennengelernten Evangeliums von ihnen fordern. Diese Normen sind bei ihnen die Satzungen und Richtersprüche gemäß dem Gesetz des Mose.

Hierdurch werde ich daran erinnert, dass auch ich Pflichten habe, die es zu erfüllen gibt (Lehre und Bündnisse 107:99-100). Ich bin aufgefordert, meine Pflicht mit allem Eifer kennenzulernen und auszuüben. Anderenfalls werde ich als nicht würdig erachtet werden. Wie komme ich dem nach? Ich forsche eifrig in der Schrift. In ihr finde ich, wie damals das Volk Israel im Gesetz des Mose, das mit dem Sühnopfer des Herrn sein Ende gefunden hat (Alma 34:13; 3. Nephi 9:17), meine heutigen Pflichten (Lehre und Bündnisse 20:38-70). Wo und wie lernst du deine Pflichten kennen?

Kissen oder Tasse mit Motiv - Die Pflicht ruft!


(Bild: Quelle)