Er hat euch gegeben, Gut von Böse zu unterscheiden

Immer noch der lamanitische Prophet zu den Nephiten in Zarahemla um 6 v. Chr.: „Er hat euch gegeben, Gut von Böse zu unterscheiden, und er hat euch gegeben, das Leben zu wählen oder den Tod; und ihr könnt Gutes tun und zu dem wiederhergestellt werden, was gut ist, oder daß euch das, was gut ist, wiederhergestellt wird; oder ihr könnt Böses tun und euch das, was böse ist, wiederherstellen lassen.“ (Helaman 14:31).

Er hat euch gegeben, Gut von Böse zu unterscheiden. Schon im Garten von Eden hat der Herr Adam und Eva gewährt selber zu entscheiden. Er sagte ihnen, dass sie Früchte von allen Bäumen des Gartens essen dürften, doch wenn sie vom Baum der Erkenntnis essen würden, wäre der Tod die Folge, aber sie dürfen die Entscheidung selber treffen (Köstliche Perle Mose 3:16-17). Aufgrund der aus Evas Sicht einleuchtenden Argumente der Schlange – sie sprach für Luzifer (Köstliche Perle Mose 4:6) –, entschloss sie sich, von dieser Frucht der `Erkenntnis von Gut und Böse´ zu genießen und überzeugte auch Adam Gleiches zu tun. Die Folge war, dass von nun an der Mensch zwischen Gut und Böse unterscheiden konnte (Köstliche Perle Mose 4:10-13; Genesis 3:4-7).

Wie kann ich nun Gut von Böse unterscheiden? Aufgrund meines Gewissens – dem inneren Gespür für richtig und falsch –, denn es ist der Geist Christi, der jedem Menschen gegeben worden ist (Römer 2:14-15). Jeder Mensch wird mit dieser Fähigkeit geboren. Es macht uns zu verantwortlichen Wesen. Durch andauernde falsche Entscheidungen, kann es aber abgeschwächt, ja sogar abgetötet werden. Die Entscheidungsformel lautet: „Alles was einlädt Gutes zu tun, kommt von Gott, alles was einlädt Böses zu tun, kommt vom Teufel.“ (Moroni 7:16-17). Ich entscheide mich lieber für Freude, anstatt für Gewissensqual (Alma 29:5). Wie gehst du mit deinem Gewissen um, schärfst du es ständig?

ein schlechtes Gewissen haben

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Wer zugrunde geht, fügt sich das Zugrundegehen selbst zu

Samuel führt in seiner Rede, deren Gedanken der Herr ihm ins Herz gab (Helaman 13:3-4), weiter aus: „Und nun denkt daran, denkt daran, meine Brüder: Wer zugrunde geht, fügt sich das Zugrundegehen selbst zu, und wer Übles tut, der tut es sich selbst an; denn siehe, ihr seid frei; es ist euch gewährt, für euch selbst zu handeln; denn siehe, Gott hat euch die Erkenntnis gegeben, und er hat euch frei gemacht.“ (Helaman 14:30).

Wer zugrunde geht, fügt sich das Zugrundegehen selbst zu. Du kennst sicherlich das Sprichwort: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ Es will uns sagen, dass wenn wir einem Dritten Übles zufügen wollen, wendet sich dieses gegen uns selbst. Wie schon so oft bei anderen Sprichwörtern festgestellt, hat auch dieses seinen Ursprung in der Bibel. Von Kohelet, dem Sohn des Königs von Israel, David (Kohelet 1:1), sind diverse Ratschläge übermittelt, u. a. folgende Warnung: „Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen, wer eine Mauer einreißt, den kann die Schlange beißen, 9  wer Steine bricht, kann sich dabei verletzen, wer Holz spaltet, bringt sich dadurch in Gefahr.“ (Prediger 10:8-9). In den Sprichwörtern Salomos heißt es: „Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, wer einen Stein hochwälzt, auf den rollt er zurück.“ (Sprüche 26:27). Die Ähnlichkeit könnte daher rühren, dass beide Bücher wahrscheinlich denselben Autor haben: Salomo, Sohn von König David (1.Könige 2:1), Erbauer des ersten Tempels in Jerusalem (1. Könige 6:2) und dritter König in Israel nach Saul und David (1. Könige 1:34).

Ich lerne, dass ich zunächst davon ausgehen kann, dass Ungemach, welches mich trifft, von mir selbst verursacht wurde, insbesondere, wenn ich mit meinem Handeln einem Anderen übles antun wollte. Ich halte mich gerne an die Warnung Salomos und werde niemand anderem eine Grube graben. Im Umkehrschluss müsste das ja auch bedeuten, dass das, was ich einem anderen Gutes tue, auch mich betreffen wird. Ein Karmaspruch lautet: „Tue Gutes und Gutes wird dir begegnen.“ Wie hältst du es mit dem Grube graben?

Biblische Redensarten

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Viele würden Größeres sehen als dies, zu dem Zweck, dass sie glauben

Weitere Worte des Propheten Samuel an die Nephiten in Zarahemla um 6 v. Chr., die der Herr ihm in sein Herz kommen ließ (Helaman 13:2-4): „Und der Engel sagte mir, viele würden Größeres sehen als dies, zu dem Zweck, daß sie glauben, daß diese Zeichen und diese Wunder sich überall auf dem Antlitz dieses Landes zutragen werden, zu dem Zweck, daß es keinen Grund für Unglauben unter den Menschenkindern gebe—29  und dies zu dem Zweck, daß derjenige, der glaubt, errettet werde und daß über diejenigen, die nicht glauben, ein rechtschaffenes Gericht komme; und auch, wenn sie schuldig gesprochen werden, so bringen sie selbst ihren Schuldspruch über sich.“ (Helaman 14:28-29).

Viele würden Größeres sehen als dies, zu dem Zweck, dass sie glauben. Unser himmlischer Vater gibt seinen Kindern im Voraus viele Zeichen und Wunder (Helaman 14:6), die auf Kommendes hinweisen, um ihren Glauben zu prüfen. So wurden die Zeichen und Wunder, die Helaman nun wenige Jahre vor dem Eintreten dem Volk, ihm vom Herrn ins Herz gegeben prophezeite, schon Nephi, dem Sohn Lehis, um die 600 v. Chr. vom Herrn kundgetan (1. Nephi 12:4-5; 19:10). Ein Prinzip des Herrn: „… durch den Mund zweier oder dreier Zeugen soll jegliches Wort bestätigt werden.“ (Lehre und Bündnisse 6:28).

Auch den Menschen, die Jesu Himmelfahrt erlebten, sowie insbesondere uns, die wir in der `letzten Zeit´ leben, hat der Herr Zeichen und Wunder gegeben, damit wir an sein zweites Kommen glauben würden (Apostelgeschichte 1:11), von dem niemand den Tag und die Stunde kennt, außer der Vater (Matthäus 24; Joseph Smith–Matthäus; Lehre und Bündnisse 49:6-7). Diese Zeichen sind: Abfall vom Glauben (Matthäus 24:9-12; 2 Thessalonicher 2:1-3); Wiederherstellung der Kirche des Herrn (Apostelgeschichte 3:19-21; Offenbarung 14:6,7; Lehre und Bündnisse 45:28; Lehre und Bündnisse 133:36); Wiederherstellung des Priestertums mit all seinen Schlüsseln (Maleachi 3:23,24; Lehre und Bündnisse 110:11-16); Hervorkommen des Buches Mormon (Jesaja 29:4-18; 3 Nephi 21:1-11; Lehre und Bündnisse 4:1); Verkündigung des Evangeliums in aller Welt (Matthäus 24:14; Lehre und Bündnisse 58:64; 68:8; 84:62); Eine Zeit der Schlechtigkeit (Matthäus 24:6,7; 2 Timotheus 3:1-7; Lehre und Bündnisse 45:26-33; 88:91); Zeichen im Himmel und auf der Erde (Joel 3:3,4; Matthäus 24:29,30; Lehre und Bündnisse 29:14-16; 45:39-42; 49:23; 88:87-90). Ich glaube an das zweite Kommen des Herren und daran, dass wir in der Zeit leben, in der sich die prophezeiten Zeichen angefangen haben zu erfüllen, und ich beunruhige mich nicht, dass diese Zeichen geschehen (Lehre und Bündnisse 45:35). Welche Zeichen des zweiten Kommens Jesu haben sich aus deiner Sicht schon erfüllt?

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Finsternis werde für den Zeitraum von drei Tagen das Antlitz der ganzen Erde bedecken

Weiterhin prophezeite Samuel, der lamanitische Prophet, dem Volk in Zarahemla: „Und er sagte mir, dies werde geschehen, solange das Donnern und das Blitzen und das Unwetter andauerten, und Finsternis werde für den Zeitraum von drei Tagen das Antlitz der ganzen Erde bedecken.“ (Helaman 14:27).

Finsternis werde für den Zeitraum von drei Tagen das Antlitz der ganzen Erde bedecken. Dieses Zeichen des Todes Jesu, war für diejenigen gedacht, „… die auf den Inseln des Meeres wohnen, mehr noch denen …, die vom Haus Israel sind.“ (1. Nephi 19:10). Im ganzen Land Jerusalem gab es vor seinem Tod für drei Stunden eine Finsternis (Markus 15:33).

Diese drei Tage Finsternis entspricht genau der Zeit, die der auf Golgatha gekreuzigte Retter der Menschheit, Jesus Christus, „… im Schoß der Erde sein.“ würde (Matthäus 12:40). Genau nach diesen drei Tagen sollte er „… als der Erste der Entschlafenen.“ von den Toten auferweckt werden (1.Korinther 15:20). Ich kann diese Dunkelheit also als ein Gleichnis der Aufenthaltsdauer seines physischen Körpers im Grab verstehen. Da dürfte es auch finster sein, und die Menschheit sollte dies auch miterleben. Des weiteren haben Zahlen in der Schrift Symbolcharakter. Die `Drei´ kommt recht häufig vor: Beim alttestamentlichen Propheten Hosea heißt es: „Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf und wir leben vor seinem Angesicht.“ (Hosea 6:2). Dem Mundschenk erscheinen im Traum des Pharaos drei Reben an einem Weinstock und drei Körbe Feingebäck als Sinnbild für drei Tage (Genesis 40:9-20). Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches (Jona 2:1), was als Sinnbild für Jesu Tod und seine dreitägige Grabesruhe gedeutet werden kann (Matthäus 12:40). Bedeutungsvolles geschieht oft dreifach: Der dreifache Fluch auf Kanaan (Genesis 9:25-27), der dreifache Segen der Israeliten (Numeri 6:24-26; 24:10), das dreifache Lob und Gebet (Jesaja 6:3), das dreimalige Gebet Jesu am Ölberg (Matthäus 26:44) oder die dreifache Bitte des Paulus, der Satan möge von ihm ablassen (2 Korinther 12:8). Die dreimalige Wiederholung bedeutet eine Betonung, so bei der Frage des Pilatus, warum er Jesus kreuzigen lassen solle (Lukas 23:22), und bei der Frage des auferstandenen Jesus an Petrus: „Liebst du mich, Simon?“ (Johannes 21:17). Du kennst die Redensart „Aller guten Dinge sind drei“ als Rechtfertigung, dass etwas zum dritten Mal geschieht? Das ist nur ein kleiner Ausschnitt, kennst du noch mehr Beispiele, wo die Zahl Drei eine Rolle spielt und welche symbolische Bedeutung sie hat?

Alle guten Dinge sind drei

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Viele Gräber werden sich öffnen

Samuel der Lamanite prophezeit (Helaman 13:2) weiter: „Und viele Gräber werden sich öffnen und werden viele von ihren Toten herausgeben; und viele Heilige werden vielen erscheinen.“ (Helaman 14:25).

Viele Gräber werden sich öffnen. Das muss man sich mal bildhaft vorstellen. Du stehst auf einem Friedhof und viele der Gräber öffnen sich plötzlich und die darin begraben waren treten heraus und begegnen den noch im Fleische lebenden. Da würde einem sicherlich der Schrecken in die Glieder fahren. Nach der Auferstehung Jesu war dies aber tatsächlich so: „Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt. 53  Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.“ (Matthäus 27:52-53) und die Augenzeugen dessen waren, erschraken sehr (Matthäus 27:54).

Das hat nichts mit den aus der Mythologie bekannten `Untoten´ zu tun. Auferstehung ist ein Vorgang, bei dem der sich nach dem zeitlichen Tod in der in Geisterwelt aufhaltende Geist, zu einer von Gott bestimmten Zeit, mit seinem auf Erden zurückgelassenen physischen Körper zu einem ewigen Zustand wiedervereint wird (1. Korinther 15:22). Das von den Toten auferstandene, noch im Fleische lebenden erscheinen, ist keine Gruselgeschichte, sondern ein ganz normaler Vorgang unseres Daseins. Christus war der erste, der von den Toten auferstanden ist (1. Korinther 15:20) und hat damit diesen Vorgang für alle `Entschlafenen´ in Gang gesetzt. Die Auferstehung ist ein fortlaufender Vorgang. Einige sind seit Christi Auferstehung schon auferstanden, alle anderen werden zum vom Herrn bestimmten Zeitpunkt folgen, bis alle seine Kinder, die über die Erde gingen, auferstanden sind (2. Nephi 9:22). Welche Gedanken bewegen dich zu `sich öffnenden Gräbern´?

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Viele Landstraßen werden aufbrechen

Unter den Zeichen die den Tod von Jesus Christus begleiten werden, die der lamanitische Prophet Samuel vorhersagt (siehe Blog „Ein weiteres Zeichen gebe ich euch“), findet sich auch das folgende: „Und viele Landstraßen werden aufbrechen, und viele Städte werden verwüstet werden.“ (Helaman 14:24).

Viele Landstraßen werden aufbrechen. Wie Mormon uns in seiner Zusammenfassung der in seinen Händen befindlichen überlieferten und gesammelten Berichte des Volkes erklärt, sind mit Landstraßen hier Straßen gemeint, die Orte, Städte und Landesteile miteinander verbunden haben, vergleichbar mit unseren Landesstraßen, Bundesstraßen oder Autobahnen (3. Nephi 6:8). Neben vielen Städten, die erbaut wurden (3. Nephi 6:7), wurde auch damals schon auf eine sehr gute Infrastruktur Wert gelegt. Viele frühere Kritiker des Buches Mormon fragten sich, ob dies tatsächlich wahr war und nicht eine Fantasie des Übersetzers Joseph Smith.

Wie in allen Dingen, die von Gott offenbart werden, so bestätigten sich auch diese Aussagen des Buches Mormon durch archäologische Untersuchungen. Sie fanden insbesondere Überreste solcher Infrastruktur, die von den Mayas gebaut und genutzt wurden. Zu den Merkmalen dieser Infrastruktur führte der mesoamerikanische Gelehrte Mark Wright aus: „Obwohl sie in Höhe und Breite variierten, bestand ihre Konstruktion im Allgemeinen aus Schutt mit großen Steinen an den Rändern und großen Pflastersteinen im Inneren, die von unten nach oben immer kleiner wurden und schließlich zu feinem Kies in der Nähe der Oberfläche abgestuft und mit feinem Pulver überzogen wurden, Kalkstein (genannt Sascab ), der mit Steinwalzen glatt gepresst wurde.“ („The Cultural Tapestry of Mesoamerica,” Journal of the Book of Mormon and Other Restoration Scripture22, no. 2 (2013): 14; in Englisch Absatz ab „Many of these Preclassic Lowland Maya centers
were linked together by a system of roads or causeways.“
). Hunderte Kilometer dieser Straßen wurden in ganz Mesoamerika identifiziert. Jüngst hat die Lasertechnologie LiDAR unter dem dichten Dschungel in Mesoamerika weitere Straßennetze enthüllt (siehe Schlagwort `highways´ hier). Wie wunderbar, dass auf die Aussagen von den Propheten Gottes Verlass ist. Zweifler kommen nicht umhin, dies zu gegebener Zeit anzuerkennen. Immer wieder werden die Wahrheiten Gottes durch wissenschaftliche Erkenntnisse früher oder später bestätigt. Ich warte nicht erst darauf, sondern glaube den Propheten Gottes direkt. Wie sieht dies bei dir aus?

Gibt es Beweise für Autobahnen im alten Amerika?
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Sie bringt die Bedingung der Umkehr zustande

Immer noch aus der Rede des lamanitischen Propheten Samuel an die Nephiten in Zarahemla um 6 v. Chr.: „Aber siehe, die Auferstehung Christi erlöst die Menschen, ja, selbst alle Menschen, und bringt sie in die Gegenwart des Herrn zurück. 18  Ja, und sie bringt die Bedingung der Umkehr zustande, so daß jeder, der umkehrt, nicht abgehauen und ins Feuer geworfen wird; wer aber nicht umkehrt, der wird abgehauen und ins Feuer geworfen; und über ihn kommt abermals ein geistiger Tod, ja, ein zweiter Tod, denn er wird abermals von dem, was die Rechtschaffenheit betrifft, abgeschnitten.“ (Helaman 14:17-18).

Sie bringt die Bedingung der Umkehr zustande. Die Auferstehung Jesu Christi bewirkt zwei entscheidende weitreichende Dinge für uns Menschen. Zum einen die Auferstehung eines jeden Menschen vom Tod des physischen Körpers. Zum anderen die Verhinderung eines `zweiten Todes´, nämlich der Trennung unseres Geistkörpers von unseren himmlischen Eltern, und zwar für alle Ewigkeit. Den `ersten Tod´ ist jeder von uns schon gestorben, als er vom Vorherdasein, aus der Gegenwart Gottes, hier auf diese Erde geboren wurde. Der `zeitliche´, als auch der `erste Tod´ wurde verursacht durch den Fall Adams und Evas im Garten von Eden, nachdem sie sich aus freien Stücken entschieden hatten, von der Frucht des Baumes zu essen, von der sie nach dem Gebot Gottes hätten nicht essen sollen.

Gott hatte diese Entscheidung Adams und Evas schon vorhergesehen und deshalb einen Erlösungsplan entwickelt (Alma 12:30) und allen Geistern zur Zustimmung oder Ablehnung vorgelegt. Zwei Drittel der Geistkinder Gottes stimmten ihm zu und jubelten darüber (Ijob 38:7), ein Drittel entschied sich für den Widersacher und wurde mit ihm aus der Gegenwart Gottes entfernt (Offenbarung 12:4). Jehova, der später auf Erden als Jesus Christus bekannte Retter (1. Korinther 10:1-4), hatte sich bereiterklärt, das Sühnopfer zu erbringen (Köstliche Perle Mose 4:1-4). Dieses bewirkt, dass jeder Mensch bedingungslos vom zeitlichen Tod auferstehen wird (1. Korinther 15:20-22; 2. Nephi 9:22), sein zum Staub zurückgekehrter physischer Körper mit seinem Geistkörper wiedervereint wird (Lehre und Bündnisse 88:15-17; Alma 40:23). Ob er dann aber für alle Ewigkeit bei seinen himmlischen Eltern weiterleben darf, das hängt von seiner Glaubenstreue ab. Glaubt er an Gott, übt aufrichtige Umkehr und nimmt den Namen Jesu durch die Taufe bevollmächtigter Diener des Herrn auf sich, und bleibt bis an sein irdisches Lebensende im Halten der Bündnisse treu, so greift das Prinzip der Barmherzigkeit (Leher und Bündnisse 54:6). Er wird wieder in die Gegenwart Gottes eintreten können, um dort für alle Zeit zu verbleiben. Anderenfalls erwartet ihn der `zweite Tod´ (Mosia 2:36-39). Ich bin so unendlich dankbar, dass ich dieses Prinzip erkennen durfte und bemühe mich, den schmalen und geraden Weg zu gehen (Matthäus 7:14) und es nicht dazu kommen zu lassen, dass ich `zu diesem zweiten Tod hinabgebracht´ werde (Helaman 14:19). Für welchen Weg entscheidest du dich?

lighted path(Bild: Quelle)

Erlöst alle Menschen vom ersten Tod

Der lamanitische Prophet erklärt den Nephiten in Zarahemla weiter: „Ja siehe, dieser Tod bringt die Auferstehung zustande und erlöst alle Menschen vom ersten Tod—jenem geistigen Tod; denn alle Menschen, durch den Fall Adams von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten, sind als tot anzusehen, sowohl was das Zeitliche als auch was das Geistige betrifft.“ (Helaman 14:16).

Erlöst alle Menschen vom ersten Tod. Wie schon im gestrigen Blogbeitrag beschrieben, wurden Adam und seine Frau Eva, wegen deren Entscheidung im Garten Eden von der Frucht des Baumes der Erkenntnis zu essen, aus diesem, und damit auch aus der Gegenwart Gottes, ausgeschlossen. Dieser Ausschluss aus der Gegenwart Gottes ist einem Tode zu vergleichen und wird `der erste Tod´ genannt. Es ist ein geistiger Tod, weil unsere Persönlichkeit von Gottes Gegenwart getrennt wird. Außerdem wurde auch der physische Körper sterblich. Hierbei handelt es sich um einen zeitlichen Tod, eine Trennung des geistigen Körpers vom physischen (Alma 42:9).

Von dem zeitlichen Tod werden ausnahmslos alle Menschen durch die Auferstehung Jesu errettet (Helaman 14:17; Alma 40:5; 1. Korinther 15:20-22). Ein von uns richtig genutzter Bewährungszustand (Abraham 3:25) errettet uns auch vom geistigen Tod. Nutzen wir diesen Zustand nicht, lehnen das sühnende Opfer Jesu wissentlich ab, und üben keine Umkehr für unsere Übertretungen, sterben wir, nach unserer Auferstehung vom zeitlichen Tod und dem Gericht, nochmals in geistiger Hinsicht. Wir werden für immer und ewig von der Gegenwart Gottes getrennt, im Reich Luzifers, leben müssen. Wir sterben also einen `zweiten Tod´ der wiederum ein geistiger Tod ist (Alma 12:16). Diesen Tod möchte ich nicht sterben. Deshalb nutze ich die mir gewährte Zeit hier auf Erden, um die Satzungen, Richtersprüche und Gebote des Herrn kennenzulernen und danach zu leben (Alma 58:40). Wo es nicht klappt, versuche ich aufrichtige Umkehr zu üben (Alma 42:29). Welche Meinung hast du zu diesem zweiten Tod, für den ganz alleine du verantwortlich wärest?

Adam und Eva werden aus der Gegenwart Gottes ausgewiesen
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Er muss gewiss sterben, damit die Errettung kommen kann

Samuel der lamanitische Prophet Gottes erklärt dem Volk in Zarahemla was mit Jesus Christus geschehen muss: „Denn siehe, er muß gewiß sterben, damit die Errettung kommen kann; ja, es ist für ihn erforderlich und wird ratsam, daß er sterbe, um die Auferstehung der Toten zustande zu bringen, so daß dadurch die Menschen in die Gegenwart des Herrn gebracht werden können.“ (Helaman 14:15).

Er muss gewiss sterben, damit die Errettung kommen kann. Mit diesem Sterben spricht Samuel den physischen Tod an, die Trennung des Geistes vom physischen Körper (Ijob 34:15). Dieser Tod kam über Adam und Eva und all ihre Nachkommen, weil sie sich im Garten von Eden dafür entschieden hatten, von der Frucht des Baumes der Erkenntnis zu essen (Köstliche Perle Mose 6:48). Der Vater hatte ihnen geboten nicht davon zu essen (Genesis 2:17). Sie durften sich aber frei entscheiden (Köstliche Perle Mose 3:17). Nachdem Luzifer, in Form der Schlange, Eva davon überzeugen konnte, dass sie nur dadurch Fortschritte machen konnten, indem sie von dieser Frucht essen würden, und sie es tat und auch Adam davon überzeugte (Köstliche Perle Mose 4:5-12), wurden sie sterblich, und zwar in zweierlei Hinsicht: Zum einen wurden sie aus der Gegenwart Gottes ausgeschlossen (Köstliche Perle Mose 6:49), was sinnbildhaft einen Tod bedeutete. Dieser Tod wurde als `der erste und der letzte Tod´ bezeichnet und ist ein geistiger Tod (Lehre und Bündnisse 29:41). Außerdem unterlag ihr physischer Körper nun einer `natürlichen Alterung´, die zum körperlichen Tod führt (Lehre und Bündnisse 29:42).

Der Plan unseres himmlischen Vaters, dem wir alle im Vorherdasein (Jesaja 14:12-14; Offenbarung 12:7-18) zustimmten, sah vor, dass wir, nachdem wir unsere vorgesehene Prüfungszeit auf Erden absolviert haben, in die Gegenwart unserer himmlischen Eltern wieder zurückkehren könnten. Dies erforderte allerdings das `Opfer´ eines reinen Wesens. Dieses Opfer sollte zum einen für all unsere Verfehlungen sühnen, also die Überwindung des geistigen Todes ermöglichen, zum anderen aber auch den physischen Tod. Hierfür meldete sich Jehova, einer der Söhne Gottes, der nach seiner Herablassung in das irdische Leben, als Jesus Christus bekannt wurde (Köstliche Perle Abraham 3:24-28). Ohne sein Werk der unendlichen Liebe uns gegenüber, würde nach dem Tod unser physischer Körper in der Erde verwesen und nie wieder mit unserem geistigen Körper zu ewigem Leben vereint werden können. Es gäbe keine Auferstehung (2. Nephi 9:8-9). Wie verstehst du das, dass er gewiss sterben musste?

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, (Johannes 11:25)
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Ein weiteres Zeichen gebe ich euch

Samuel der Lamanite fährt in seiner Rede an das Volk in Zarahemla fort: „Und siehe abermals, ein weiteres Zeichen gebe ich euch, ja, ein Zeichen von seinem Tod.“ (Helaman 14:14).

Ein weiteres Zeichen gebe ich euch. Über den Tod von Jesus Christus prophezeite Samuel der Lamanite folgendes:

Prophezeiung vom Tod Christi

Erfüllung

Helaman 14:20,27 Sonne verfinstert sich drei Tage lang 3.Nephi 8:19-23
Helaman 14:21 Donner, Blitze und Erdbeben 3.Nephi 8:6-7
Helaman 14:22 Die Erde bricht auf 3.Nephi 8:12,17,18
Helaman 14:23 Große Unwetter; Berge werden eingeebnet und Täler zu Bergen 3.Nephi 8:5,6
Helaman 14:24 Straßen und Städte verwüstet 3.Nephi 8:8,11,13,14
Helaman 14:25 Gräber öffnen sich und auferstandene Heilige dienen dem Volk 3.Nephi 23:9-13

Wie wir erkennen können, erfüllten sich auch diese Vorhersagen des Propheten Gottes wortwörtlich. Ebenso kann ich mich auf die Aussagen heute lebender Propheten verlassen. Ich bin unendlich dankbar dafür. Was denkst du über lebende Propheten?

propheten
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