Sie hatten eifrig in den Schriften geforscht, um das Wort Gottes zu kennen

Alma der Jüngere war etwa um 77 v. Chr. vom Land Gideon aus südwärts unterwegs zum Land Manti, wobei er auf Ammon, Aaron, Omner und Himni, die Söhne Mosia des Jüngeren (Mosia 27:34), traf (ALma 17:1), mit denen er vor etwa vierzehn Jahren (also ca. 91 v. Chr.) zusammen von einem Engel zur Umkehr von ihrem Vernichtungszug gegen die Kirche gebracht wurde (Mosia 27:10-11) und sie ein Werkzeug in den Händen Gottes wurden (Mosia 27:36). Die Söhne Mosias begaben sich auf eine Missionsreise weiter südlich von Zarahemla zu den Lamaniten (Mosia 28:9) in das Land Nephi (Alma 17:8), während Alma der Jüngere als der Hohepriester über die Kirche diese in Zarahemla weiter vervollständigte (Alma 4:1,4) und das Evangelium in Gideon (Alma 6:8), Melek (Alma 8:3) und Ammoniha (Alma 8:6), wo der Herr ihm Amulek als Mitarbeiter zuweist (Alma 8:29). Die Lage der Orte zueinander kannst du in der Karte unten erkennen.

„Nun waren diese Söhne Mosias bei Alma gewesen zu der Zeit, als ihm zuerst der Engel erschienen war; darum freute sich Alma über die Maßen, seine Brüder zu sehen; und was seine Freude noch vermehrte, sie waren noch immer seine Brüder im Herrn; ja, und sie waren in der Erkenntnis der Wahrheit stark geworden; denn sie waren Männer mit gesundem Verständnis, und sie hatten eifrig in den Schriften geforscht, um das Wort Gottes zu kennen.“ (Alma 17:2).

Sie hatten eifrig in den Schriften geforscht, um das Wort Gottes zu kennen. Wenn einem jemandes Handeln und Reden völlig daneben vorkommt, fährt einem schon mal die Redensart: „Du bist wohl nicht ganz bei Trost“ heraus. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass man denjenigen als geistig nicht ganz gefestigt, als verrückt ansieht. Dies konnte Alma von seinen Freunden, den vier Söhnen Mosias nicht behaupten. Im Gegenteil, sie hatten ein gesundes Verständnis und mit ihm hatten sie eifrig in den Schriften geforscht. So bitte ich den Herrn auch immer wieder darum, mir ein gesundes Verständnis zu geben, mit dem ich eifrig in den Schriften forschen kann, um sein Wort zu begreifen. Nur so kann ich Christus kennenlernen, ihm näher kommen und ihn erkennen, auf dass auch ich aufgrund meiner Taten von ihm erkannt werde (Matthäus 7:15-23). Wie nutzt du dein gesundes Verständnis, um Christus  zu erkennen? Lies auch gerne die Ansprache von Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel: „Wenn ihr mich erkannt habt“, oder sieh sie dir an (hier).

Cover

(Bild: Quelle)

Cover

Mögliche Landkarte des Buches Mormon
Ursprünglich angefertigt von Daniel H. Ludlow und mit seiner Genehmigung veröffentlicht. (Das Buch Mormon – Leitfaden für den Schüler S. 212)
(Karte: Quelle)

Sie wurden belehrt, dass er ihnen nach seiner Auferstehung erscheinen werde

Die berufenen Diener des Herrn predigten dem Volk, was alles nicht sein dürfte und vom Kommen des Sohnes Gottes, seinen Leiden, seinem Tod und seiner Auferstehung (Alma 16:18-19): „Und viele vom Volk fragten an, wo der Sohn Gottes kommen werde; und sie wurden belehrt, dass er ihnen nach seiner Auferstehung erscheinen werde; und dies hörte das Volk mit großer Freude und großem Frohsinn.“ (Alma 16:20).

Sie wurden belehrt, dass er ihnen nach seiner Auferstehung erscheinen werde. Alle Propheten Gottes zeugten, und zeugen immer noch, von Jesus Christus und seinem Sühnopfer und dass er sich als auferstandener den Menschen zeigen würde und dass er auch noch ein zweites Mal auf die Erden kommen wird. Im Fall der Nephiten wurde ihnen prophezeit, dass er nach seiner Auferstehung in Jerusalem sich auch ihnen auf dem amerikanischen Kontinent zeigen würde. Und das Volk hatte darüber verständlicherweise große Freude und wollte auch gerne wissen, wo er denn erscheinen würde.

Auch uns ist bekannt, dass Christus wieder erscheinen wird. Wie groß ist unsere Freude darüber und wollen auch wir gerne wissen, wann und wo das der Fall sein wird? Wann, das ist uns nicht offenbart, nicht einmal die Engel im Himmel wissen das, sondern nur Gott selber (Matthäus 24:36). Aber Christus selber hat seinen Jüngern auf deren Frage, wann es geschehen wird, Ereignisse aufgezählt, die geschehen würden: Viele würden sich als der Messias ausgeben (Matthäus 24:5); Kriege werden die Menschen beunruhigen (Matthäus 24:6); es wird Hungersnöte und Erdbeben geben (Matthäus 24:7); Gläubige werden verfolgt werden (Matthäus 24:9); viele Gläubige werden vom Glauben abkommen und einander hassen (Matthäus 24:10); falsche Propheten werden auftreten (Matthäus 24:11); die Missachtung des Gesetzes nimmt überhand und die Liebe erkaltet (Matthäus 24:12); das Evangelium wird der ganzen Welt gepredigt werden (Matthäus 24:14); eine große Not wird kommen, wie es sie noch nie gab und auch nie wieder geben wird (Matthäus 24:21); falsche Christi und Propheten werden große Zeichen und Wunder tun, um möglichst auch Auserwählte irrezuführen (Matthäus 24:24); die Sonne wird sich verfinstern, der Mond nicht mehr scheinen, die Sterne vom Himmel fallen (Matthäus 24:29). Wenn dies alles geschehen sein wird, werden diejenigen, die leben, den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen (Matthäus 24:30).

Ich sehe, dass wir in der Zeit leben, in der viele der genannten Ereignisse schon passiert sind, passieren und sich noch gewisslich ereignen werden, denn die Worte des Herrn erfüllen sich alle (Lehre und Bündnisse 29:10). Ich bemühe mich nach Kräften, mich nicht irreführen zu lassen und weiter dem Herrn gläubig zu folgen, ihm näher zu kommen und auf sein zweites Kommen zu blicken. Wie siehst du diese Prophezeiungen und deren Erfüllung?

A panoramic view of Jesus Christ standing in white robes on a flight of steps while Book of Mormon–era people gather around to see.Jesus Christus besucht die Nephiten nach seiner Auferstehung (by John Scott 62380)
(Bild: Quelle)

Der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus Teil 3: Damit sie … wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden

Der Erfolg des Predigens der berufenen Diener des Herrn (Alma 16:15) wird so berichtet: „Und es gab keine Ungleichheit unter ihnen; der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, oder um ihr Herz vorzubereiten, das Wort zu empfangen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde— 17  damit sie nicht gegen das Wort verstockt sein würden, damit sie nicht ungläubig seien und weiter der Vernichtung entgegengingen, sondern damit sie das Wort mit Freude empfingen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden, damit sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen könnten. 18  Nun predigten die Priester, die unter das Volk gingen, gegen jegliches Lügen und Täuschen und Neid und Hader und Bosheit und Schmähungen und Stehlen, Rauben, Plündern, Morden, Ehebruch und allerart Sittenverderbnis, indem sie riefen, dass dies alles nicht so sein dürfe—19  indem sie darlegten, was in Kürze kommen müsse, ja, indem sie das Kommen des Sohnes Gottes, seine Leiden und seinen Tod und auch die Auferstehung der Toten darlegten.“ (Alma 16:16-19).

In allen Evangeliumszeiten (siehe hier) hat der Herr Arbeiter in seinen Weingarten berufen, um ihn zu bepflanzen und zu pflegen. Der Weingarten ist eine symbolhafte Darstellung des Hauses Israels (Jesaja 5:7) bzw. des Reiches Gottes auf Erden (Matthäus 20:1) oder auch allgemein der Völker dieser Welt. Johannes erklärt uns, dass der wahre Weinstock Christus ist, der Winzer sein Vater und die Reben, also die Zweige, wir Menschen (Johannes 15:1-5).

Damit sie … wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden. Dies soll uns also erklären, dass alle Völker nichtisraelitischer Abstammung, oder solche nichtjüdischer Abstammung, oder Nationen, die das Evangelium nicht haben, obwohl es im Volk israelitisches Blut geben mag, also `die Andern´ „wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft“ werden, wenn sie sich zu Gott bekehren und Bündnisse mit ihm eingehen. Jakob, der jüngere Bruder Nephis, erklärt uns die Arbeit im Weingarten des Herrn (Jakob 5; in diesem Gleichnis bedeuten: der Weingarten – die Welt; der Herr des Weingartens – Jesus Christus; der edle Ölbaum – das Haus Israel, das Bundesvolk des Herrn; der wilde Ölbaum – die Andern, jene, die nicht zum Haus Israel gehören; Zweige – Menschengruppen; Knechte – berufene Diener des Herrn; die Frucht – die Taten der Menschen; das Einpfropfen – die Andern durch die Taufe in das Haus Israel zu bringen; das Umpflanzen der edlen Zweige in entfernte Teile des Gartens – die Zerstreuung Israels). Wir, die wir das Evangelium kennen und uns durch Bündnisse an den Herrn gebunden haben, helfen dabei, dass sein Weingarten gepflegt wird. Was trägst du dazu bei? Schau dir auch dieses erklärende Video an „“Die Allegorie vom Olivenbaum“ (hier).

Matthew 19–20; Mark 10; Luke 18, Laborers in a vineyard

Arbeiter im Weingarten
(Bild: Quelle)

Der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus Teil 2: Um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten

Der Erfolg des Predigens der berufenen Diener des Herrn (Alma 16:15) wird so berichtet: „Und es gab keine Ungleichheit unter ihnen; der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, oder um ihr Herz vorzubereiten, das Wort zu empfangen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde— 17  damit sie nicht gegen das Wort verstockt sein würden, damit sie nicht ungläubig seien und weiter der Vernichtung entgegengingen, sondern damit sie das Wort mit Freude empfingen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden, damit sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen könnten. 18  Nun predigten die Priester, die unter das Volk gingen, gegen jegliches Lügen und Täuschen und Neid und Hader und Bosheit und Schmähungen und Stehlen, Rauben, Plündern, Morden, Ehebruch und allerart Sittenverderbnis, indem sie riefen, dass dies alles nicht so sein dürfe—19  indem sie darlegten, was in Kürze kommen müsse, ja, indem sie das Kommen des Sohnes Gottes, seine Leiden und seinen Tod und auch die Auferstehung der Toten darlegten.“ (Alma 16:16-19).

Um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten. Immer wieder war es so, dass der Herr seinen Geist über die Menschen ausgoss und es auch weiterhin tut um sie für sein Erlösungswerk zu sensibilisieren (Apostelgeschichte 2:17). Allerdings war und sind hierfür auch Voraussetzungen von uns Menschen zu erfüllen: Wir müssen uns der Mahnung des Herrn zuwenden (Sprüche 1:23), wir müssen ihn als unseren Herrn und Gott erkennen (Joel 2:27Joel 3:1-2), wir müssen immer beten (Lehre und Bündnisse 19:38) und uns als Gemeinde versammeln (Lehre und Bündnisse 44:2). In diesen unseren Tagen, ist dafür aber noch eine letzte `Beschneidung seines Weingartens´ notwendig (siehe das Gleichnis mit dem Ölbaum Jakob 5:62,68-71; Lehre und Bündnisse 95:4) – wobei es um die Vorbereitung für seine tausendjährige Regentschaft hier auf Erden geht (Lehre und Bündnisse 29:9-12).

Was können wir u. a. mit seinem Geist anfangen? Durch den Geist des Herrn werden uns Erkenntnisse zuteil (Lehre und Bündnisse 84:45). Wir können ihn z. B. als Schwert der Verteidigung gegenüber Satans Angriffen nutzen, um nicht dem Geist Satans untertan zu werden (Lehre und Bündnisse 27:18; Alma 34:35). Sein Geist stärkt und bewahrt uns (Helaman 4:24), er führt uns (Alma 21:16), er erfüllt uns, wenn wir sein Wort lesen (1. Nephi 1:12), er teilt uns mit, was wir reden sollen (2. Nephi 1:27; 1. Nephi 7:15), er erfüllt uns mit Freude (Mosia 4:3), er schützt uns auch vor physischem Unheil (Helaman 16:2), er hilft uns bei unserem Bemühen auf den rechten Weg zurückzukehren und nicht mehr zu sündigen, sondern nur noch Gutes zu tun (Mosia 5:2). All diese wunderbaren Hilfen können wir durch den Geist des Herrn erhalten, wenn wir die erforderlichen Bedingungen erfüllen. Welche Segnungen sind dir schon durch den Geist des Herrn zuteilgeworden?

Comprehension of lifeAls ich las, war der Geist des Herrn auf mir, und ich wusste und begriff, dass das Buch wahr war, so klar und offensichtlich, wie ein Mensch begreift und weiß, dass er existiert (Parley P. Pratt über das Buch Mormon; Maschinenübersetzung) Parley P. Pratt, Autobiography of Parley P. Pratt, ed. Parley P. Pratt Jr. (1938)
(Originaltext siehe hier – 3. Absatz, Seite 38; Bild: Quelle)

Der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus Teil 1: Es gab keine Ungleichheit unter ihnen

Der Erfolg des Predigens der berufenen Diener des Herrn (Alma 16:15) wird so berichtet: „Und es gab keine Ungleichheit unter ihnen; der Herr goss seinen Geist über das ganze Antlitz des Landes aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, oder um ihr Herz vorzubereiten, das Wort zu empfangen, das zur Zeit seines Kommens unter ihnen gelehrt werden würde— 17  damit sie nicht gegen das Wort verstockt sein würden, damit sie nicht ungläubig seien und weiter der Vernichtung entgegengingen, sondern damit sie das Wort mit Freude empfingen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden, damit sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen könnten. 18  Nun predigten die Priester, die unter das Volk gingen, gegen jegliches Lügen und Täuschen und Neid und Hader und Bosheit und Schmähungen und Stehlen, Rauben, Plündern, Morden, Ehebruch und allerart Sittenverderbnis, indem sie riefen, dass dies alles nicht so sein dürfe—19  indem sie darlegten, was in Kürze kommen müsse, ja, indem sie das Kommen des Sohnes Gottes, seine Leiden und seinen Tod und auch die Auferstehung der Toten darlegten.“ (Alma 16:16-19).

Es gab keine Ungleichheit unter ihnen. Soziale Ungleichheit in einer Gesellschaft kann es in Bezug auf materielle als auch immaterielle Ressourcen geben, z. B. im: Glauben (Alma 30:7), Aussehen (Alma 3:4), Besitztum (Alma 32:5) … Schon der Vater von Alma dem Jüngeren, Alma der Ältere, hatte den Auftrag dem Volk zu lehren, dass der Herr das Gebot gegeben hat, die Armen, entsprechend gegebener Möglichkeiten, zu unterstützen (Mosia 18:27-28). Weil sie sich nun an diese Aufforderung hielten, gab es unter ihnen keine Ungleichheit.

Auf der Welt haben wir in heutiger Zeit allerdings wieder eine extreme soziale Ungleichheit, denn laut Oxfam Deutschland besitzt ein Prozent der Weltbevölkerung die Hälfte des Weltvermögens. Diese weltweite Armut könnte erfolgreich verringert werden, wenn jeder das Gesetz des Herrn, von seinem Reichtum abzugeben, befolgen würde. Es gibt nun schon etliche Reiche, die sich großzügig in sozialen Bereichen engagieren, wodurch schon sehr vielen geholfen wird. Leider kümmert es den Großteil der Reichen allerdings nicht und so leiden Millionen von Arme bis sie nicht mehr können. Ich bin dankbar, dass der Herr uns immer wieder daran erinnert, an diejenigen zu denken, die nicht so viel haben – sowohl materiell, als auch immateriell (Deuteronomium 15:4-7; Sprüche 28:27; Mosia 4:26). Persönlich werden wir auch aufgefordert durch Eigenständigkeit unabhängig zu werden – sowohl materiell, als auch immateriell (mehr kannst du hier erfahren). Was machst du, um eigenständig zu sein und wie hilfst du anderen dabei?

Bombay: In unmittelbarer Nachbarschaft der Hochhäusern des Geschäftsviertels Nariman Point leben Fischerfamilien in Baracken Eigentlich sind genug Ressourcen für alle da – sie sind nur extrem ungleich verteilt.
(Bild: Quelle)

So gingen Alma und Amulek hin und auch viele andere, die für das Werk erwählt worden waren, um im ganzen Land das Wort zu predigen

Die Kirche wurde durch berufene Diener des Herrn im ganzen Land aufgerichtet: „Und so gingen Alma und Amulek hin und auch viele andere, die für das Werk erwählt worden waren, um im ganzen Land das Wort zu predigen. Und die Kirche wurde allgemein im ganzen Land aufgerichtet, im ganzen Gebiet ringsum, unter dem ganzen Volk der Nephiten.“ (Alma 16:15).

So gingen Alma und Amulek hin und auch viele andere, die für das Werk erwählt worden waren, um im ganzen Land das Wort zu predigen. Warum sollte es im Reich des Herrn unterschiedlich gehandhabt werden? Sein Wort wurde schon zu Adams Zeiten durch Adam selber und durch berufene Diener all seinen Nachkommen gepredigt (Köstliche Perle Mose 6:1,23), sowie in allen Evangeliumszeiten bis hin zu dem Zeitpunkt, da Christus selber auf die Erde kam und er seine Diener beauftragte. Evangeliumszeiten sind Zeitabschnitte der Menschheitsgeschichte, in denen der Herr mindestens einen berufenen Priestertumsträger mit Schlüsselvollmacht ausgestattet auf Erden hatte, um den Menschen seinen Plan der Erlösung zu unterrichten und das Schließen ewiger Bündnisse zu ermöglichen z. B. Adam, Henoch, Noach, Abraham, Mose, Jesus Christus, Joseph Smith (lies gerne auch „Der große Plan unseres Gottes“ von Elder L. Tom Perry vom Kollegium der Zwölf Apostel).

Demzufolge wird auch heutzutage, in der `Evangeliumszeit der Fülle´ (Lehre und Bündnisse 27:13), durch seine berufenen Diener unter den Menschen sein Wort verbreitet und seine Kirche aufgerichtet. Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (siehe hier) bringen auch heute all denjenigen, die sie hören wollen, die Kunde von der frohen Botschaft und laden sie ein zu Christus zu kommen, sich ihm zuzuwenden, sich taufen zu lassen und weitere ewige Bündnisse einzugehen, um dadurch eines Tages in seine Gegenwart zurückkehren zu können. Welche Bündnisse kennst du, die uns helfen sollen für alle Zeit und Ewigkeit in die Gegenwart Gottes zurückkehren zu können? Lies auch gerne: „Die Macht der Bündnisse“ von D. Todd Christofferson Of the Quorum of the Twelve Apostles.

Mit jeder Teilnahme am Abendmahl erneuern wir unsere Bündnisse, die wir mit dem Herrn geschlossen haben
(Bild: Quelle)

Und predigten dem Volk in seinen Tempeln und in seinen Heiligtümern und auch in seinen Synagogen, … Umkehr

Gemäß der Vorhersage Alma des Jüngeren, waren der sündhafte Teil der Ammonihaiten nebst ihrer großen Stadt vernichtet (Alma 16:9-10) und das Land wurde `Verwüstung der Nehorer´ genannt (Alma 16:11). Danach herrschte 3 Jahre lang Frieden unter den Nephiten (Alma 16:12): „Und Alma und Amulek gingen hin und predigten dem Volk in seinen Tempeln und in seinen Heiligtümern und auch in seinen Synagogen, die nach der Weise der Juden gebaut worden waren, Umkehr. 14  Und allen, die ihre Worte hören wollten, denen teilten sie das Wort Gottes mit, beständig und ohne Ansehen der Person.“ (Alma 16:13-14).

Und predigten dem Volk in seinen Tempeln und in seinen Heiligtümern und auch in seinen Synagogen, … Umkehr.

  • Tempel
    Die Nephiten kannten Tempel aus ihrer alten Welt in Jerusalem und bauten auch solche in ihrer neuen Welt (2. Nephi 5:16) entsprechend der Bauanleitung aus dem Alten Testament (1. Könige 6), welches sie ja auf den Platten Labans, aus ihrer früheren Heimat Jerusalem, mitgenommen hatten (1. Nephi 4:38).
  • Heiligtümer
    Gebäude, die zum Zwecke der Anbetung errichtet wurden (Alma 22:7).
  • Synagoge
    bedeutet aus dem Griechischen übersetzt: Versammlung. So sind Synagogen von den Juden gebaute, und für religiöse Belehrungen und zur Anbetung genutzte, Versammlungsorte. Sie wurden auch von Christus (Matthäus 4:23), den ersten Aposteln (Apostelgeschichte 9:20-22) und Missionaren in vorchristlicher Zeit zum Predigen des Wortes Gottes genutzt.

Was wurde von Alma dem Jüngeren und Amulek gepredigt? Umkehr. Und das entspricht genau dem Auftrag, den die Diener des Herrn immer von ihm bekommen: „Sprich nichts als nur Umkehr zu dieser Generation; …“ (Lehre und Bündnisse 6:9; Deuteronomium 30:8; 1. Könige 18:37). Dieser Ruf gilt allen Menschen zu allen Zeiten, also auch heute, und ich bemühe mich diesem Ruf zu folgen und von all meinem falschen Handeln umzukehren, und mich dem Herrn zuzuwenden. Wie nimmst du diesen Ruf auf? Wenn du möchtest, lies auch den Artikel oder schau dir die Rede an: „Umkehr – ein Geschenk Gottes“ D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel.

Luke 4:15–20, Jesus standing in the synagogueJesus in der Synagoge
(Bild: Quelle)

Sie übernahmen ihre Brüder, die von den Lamaniten gefangengenommen worden waren

Alma der Jüngere befragte den Herrn in der Angelegenheit Zorams, der die gefangen hinweggeführten Nephiten zurückholen wollte, und bekam detaillierte Angaben, wo sie zu finden seien (Alma 16:6), worauf Zoram mit seinen Söhnen, im Vertrauen auf das Wort Gottes durch ihren führenden Hohepriester, das angegebene Ziel ansteuerten (Alam 16:7): „Und sie stießen auf die Heere der Lamaniten, und die Lamaniten wurden zerstreut und in die Wildnis gejagt; und sie übernahmen ihre Brüder, die von den Lamaniten gefangengenommen worden waren, und nicht eine einzige Seele von den Gefangenen war verlorengegangen. Und sie wurden von ihren Brüdern mitgenommen, um ihre eigenen Ländereien zu besitzen.“ (Alma 16:8).

Sie übernahmen ihre Brüder, die von den Lamaniten gefangengenommen worden waren. Nachdem Zoram den Wunsch hatte, seine von den Lamaniten verschleppten Stammesangehörigen zu befreien, brachte er Glauben auf und befragte seinen Priestertumsführer, Alma den Jüngeren, wo die Lamaniten diese denn hin verschleppt hätten (Alma 16:5). Alma befragte den Herrn und bekam detaillierte Auskunft und gab sie an Zoram weiter. Dieser setze seine erhaltene Kenntnis nun in die Tat um und konnte seine Brüder in die Freiheit zurückholen, ohne dass auch nur einer von ihnen Schaden genommen hätte.

Auch ich, wie jeder andere Gläubige, können auf die gleiche Art und Weise Hilfe von unserem Herrn erlangen. Eine Schwierigkeit wird dabei der Punkt des bedingungslosen Glaubens in die Macht des Priestertums sein. Mir geht es häufig so, dass ich bei Antworten, die ich auf Fragen erhalte, zweifle, ob sie nur Ergebnisse meines Wunschdenkens sind, oder tatsächlich Antworten des Herrn. Hierbei fällt mir die Aussage des Vaters ein, der seinen Sohn vom Heiland heilen lassen wollte: „… Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9:24). Es ist so, dass ich trainieren muss, in solchen Situationen einfach keinen Zweifel aufkommen zu lassen: „… Blickt mit festem Sinn auf Gott, und betet zu ihm mit überaus großem Glauben, und er wird euch in euren Bedrängnissen trösten, und er wird sich eurer Sache annehmen …“ (Jakob 3:1). Den Prozess der Stärkung meines Glaubens unterstütze ich dadurch, dass ich täglich aus den Schriften in Erfahrung bringe, was ich tun muss, um Gott zu gefallen. Was unternimmst du in Sachen: Hilf meinem Unglauben? Lies gerne auch diesen Artikel von Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel: „Ich glaube“.

Da rief der Vater des Jungen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
(Bild: Quelle)