Er werde seinen Sohn unter das Volk senden, doch werde er sie nicht erretten

Das Volk band Alma den Jüngeren und Amulek mit Stricken und führte sie vor den obersten Richter (Alma 14:4): „Und das Volk ging hin und sagte gegen sie aus—sie bezeugten, sie hätten das Gesetz und ihre Gesetzeskundigen und die Richter des Landes und auch des ganzen Volkes, das in dem Land war, geschmäht und hätten auch bezeugt, es gebe nur einen Gott, und er werde seinen Sohn unter das Volk senden, doch werde er sie nicht erretten; und viel Derartiges bezeugte das Volk gegen Alma und Amulek. Nun geschah dies vor dem obersten Richter des Landes.“ (Alma 14:5).

Er werde seinen Sohn unter das Volk senden, doch werde er sie nicht erretten. Wie leicht man doch die Aussage eines anderen verkehren kann. Was hatte Amulek gegenüber Zeezrom in Bezug auf die Errettung durch Christus gesagt: „… er kann sie nicht in ihren Sünden erretten; …“ (Alma 11:37). Was machen diejenigen, die einen Grund suchen, Alma und Amulek gerichtlich zu belangen, um sie aus dem Verkehr zu ziehen? Sie lassen einfach drei ganz wesentliche Worte in ihrem Zitat weg: „in ihren Sünden. Das ergibt natürlich einen ganz anderen Sinn.

Ich entnehme für mich daraus, dass ich mich davor zu hüten habe, durch das Weglassen oder Hinzufügen von Worten, anderen eine Aussage unterzuschieben, die sie so gar nicht gemacht haben, um dadurch eigene ungerechte Ziele zu erreichen. Wenn ich jemanden zitiere, bin ich verpflichtet, dies auch wahrheitsgetreu, absolut korrekt, ohne jede Änderung, ohne jede Auslassung oder Hinzufügung, zu tun. Mark Twain sagte einmal: „Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ Dies gilt allerdings nicht, wenn ich die Aussagen einer anderen Person wiedergeben will, oder sogar muss, z. B. vor Gericht. Wie sagt der Richter immer so schön, bevor er einen Zeugen im Zeugenstand vernimmt: „Sie dürfen nur die Wahrheit sagen, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit.“ Wie gehst du mit dem Zitieren anderer um?

“Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.”
Mark Twain (1835-1910)
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Der größere Teil von ihnen hegte den Wunsch, Alma und Amulek zu vernichten

Ein Teil des Volkes Ammoniha glaubte den Worten von Alma dem Jüngeren, die er zu Zeezrom sprach (Alma 14:1), „Aber der größere Teil von ihnen hegte den Wunsch, Alma und Amulek zu vernichten; denn sie waren wegen der Klarheit seiner Worte an Zeezrom zornig auf Alma; und sie sagten auch, Amulek habe sie angelogen und habe ihr Gesetz und auch ihre Gesetzeskundigen und Richter geschmäht.“ (Alma 14:2).

Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Unklare Worte sind wie ein blinder Spiegel.“ Daraus schlussfolgere ich, dass klare Worte wie ein guter Spiegel funktionieren. Demzufolge haben die Ammonihaiten aufgrund der Worte Alma des Jüngeren, ihre eigenen Schandtaten klar und deutlich erkennen können. Einige haben sich dadurch beeindrucken lassen und haben eifrig die Schrift studiert, um zu erkennen, was sie tun können, um sich von ihrem falschen Handeln ab- und richtigem Handeln zuzuwenden. Der größere Teil war jedoch so verblendet, dass er die klaren Worte doch nicht erkannte, sie sogar als lügnerischen Angriff gegen sich und ihre geschätzten Gesetzeskundigen und Richter betrachtete. So jemand muss aus ihrer Sicht unschädlich gemacht werden.

Der größere Teil von ihnen hegte den Wunsch, Alma und Amulek zu vernichten. Auch heute haben wir nicht nur lebende Propheten, die uns mit klaren Worten einen Spiegel vorhalten, sondern sicherlich auch Menschen in unserem Umfeld. Ich bemühe mich dies positiv für meine Entwicklung zu nutzen, idem ich in dem Spiegel, der mir vorgehalten wird, versuche zu erkennen, was an meiner Widerspiegelung korrigiert gehört, damit sie sich mehr und mehr dem Bild von Christus annähert (Alma 5:19). Wie nutzt du solche Gelegenheiten?

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Glaubten viele von ihnen seinen Worten

Mormon, der ja den Bericht von den Platten seiner Vorfahren zusammenfasste (Worte Mormons 1:1,5,9; Mormon 6:6), schreibt über den Erfolg der Worte Alma des Jüngeren an die Ammonihaiten: „Und es begab sich: Nachdem er mit seinen Worten an das Volk zu Ende gekommen war, glaubten viele von ihnen seinen Worten und fingen an, umzukehren und in den Schriften zu forschen.“ (Alma 14:1).

Schön wäre es, wenn auch heute die Menschen sich der Mühe unterziehen würden, die Worte der Missionare, die in die Welt hinausgesandt sind Gottes Wort zu verkünden (Lernen Sie die Missionare kennen), einer persönlichen Prüfung zu unterziehen, indem sie Glauben üben, die Schrift eifrig erforschen, darüber beten (Moroni 10:4-5) und annehmen würden. Ist es so schwer, einer lieben Einladung, sogar noch mit einer wunderbaren Verheißung: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Matthäus 11:28), Folge zu leisten? Scheinbar ja. Denn schon zu Lebzeiten Jesu forschten die Menschen in der Schrift, die ja von ihm Zeugnis gibt (lies gerne den Abschnitt: „Die heiligen Schriften geben Zeugnis von Jesus Christus“ in `Zeugnisse aus den heiligen Schriften´ von Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel), wollten aber dennoch nicht zu ihm kommen (Johannes 5:39-40). Ja, wie oft lädt der Herr uns Menschen ein und möchte uns unter seinen Flügeln Schutz bieten, aber wir wollen einfach nicht, sind eher bereit, die Boten, die er uns sendet, zu steinigen (Matthäus 23:37). Nun ja, vielleicht nicht im wortwörtlichen Sinn, aber doch gedanklich, indem wir sie abweisen.

Glaubten viele von ihnen seinen Worten. Ich bin dem Vater im Himmel dankbar, dass ich eine Mutter haben durfte, die an die einladenden Worte Seiner Diener, der Missionare, geglaubt hat, sie gebeten hat, ihr mehr vom Wort zu geben und die es angenommen hat und durch ihr gutes Beispiel auch ich in diesen Genuss der Einladung zu Christus zu kommen, gelangte. Schenkst du den Worten der Diener Gottes Glauben?

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Möge der Herr euch Umkehr gewähren

Bevor Alma der Jüngere noch weitere Worte zum Volk Ammoniha redete, die uns nicht übermittelt sind (Alma 13:31), wird uns zum Schluss noch einer seiner Wünsche für das Volk kundgetan: „Und möge der Herr euch Umkehr gewähren, damit ihr nicht seinen Grimm auf euch herabbringt, damit ihr nicht durch die Ketten der Hölle niedergebunden werdet, damit ihr nicht den zweiten Tod erleidet.“ (Alma 13:30).

Den zweiten Tod erleiden bedeutet, für alle Zeit und Ewigkeit aus der Gegenwart Gottes verstoßen, für immer von den Ketten der Hölle umfangen zu sein (Alma 12:11). Wie wir es schaffen, uns nicht von diesen Ketten binden zu lassen? Wir müssen uns zum Sohn Gottes als unserem Erlöser und Befreier bekennen (Lehre und Bündnisse 138:23).

Möge der Herr euch Umkehr gewähren. Dieses Bekennen zum Sohn Gottes muss noch vor dem großen Tag des Gerichtes passieren. Der Herr hat uns dieses Erdenleben zur Vorbereitung auf die Begegnung mit Ihm gegeben (Alma 34:12). Zwar wird denen, die hier auf Erden das Evangelium nicht kennenlernen konnten, auch noch in der Geisterwelt die Möglichkeit eröffnet, das Evangelium Jesu Christi kennenzulernen und anzunehmen (1. Petrus 3:19). Wenn sie das aus freien Stücken tun, hat der Herr auch ihnen `Umkehr gewährt´, die ihnen Alma der Jüngere wünschte. Denen, die auf Erden weilen `gewährt er solange Umkehr´, solange er sie hier auf Erden belässt. Ich danke dem Herrn für die Zeit der Bewährung, die er mir schenkt und ich will sie nicht vergeuden (2. Nephi 9:27). Wie nutzt du diese Zeit der Bewährung?

(Alma 34:32; Bild: Quelle)

Und die Gottesliebe immer in eurem Herzen habt

Alma der Ältere, fügt einen weiteren Wunsch hinzu: „und Glauben an den Herrn habt und die Hoffnung habt, dass ihr ewiges Leben empfangen werdet, und die Gottesliebe immer in eurem Herzen habt, so dass ihr am letzten Tag emporgehoben werden und in seine Ruhe eingehen könnt.“ (Alma 13:29)

Auch der Verfasser des 1. Johannesbriefes schreibt etwa 180 Jahre nach Alma dem Jüngeren viel über die Liebe. Er fragt z. B., wie in jemandem die Gottesliebe bleiben kann, wenn er der Armen nicht gedenkt (1. Johannes 3:17) und fordert seine Leser zu Taten auf: „Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.“ (1. Johannes 3:18). Vorher erklärt er aber noch, wie man zur Gottesliebe kommt, nämlich dadurch, dass man sich an das Wort Gottes hält und so lebt, wie er gelebt hat (1. Johannes 2:5-6).

Und die Gottesliebe immer in eurem Herzen habt. Gottesliebe ist die stärkste Form der Liebe, nicht alleine Zuneigung. Sie ist die Liebe, die Christus für uns hatte, so groß und umfassend, dass er im Garten Getsemani für unser aller Sünden litt, auf Golgatha sein Leben für uns hingab, und es auch wieder aufnahm. Solche Liebe sollen wir immer aus reinem Herzen in unserem Herzen haben. Das fällt oft genug nicht leicht. Wir können uns an die Gottesliebe sachte herantasten, indem wir zunächst mal uns selbst lieben lernen, dann diejenigen, die ständig um uns herum sind und so den Kreis derjenigen, die wir von Herzen lieben, immer mehr vergrößern. Umgekehrt ist es meines Erachtens nach falsch, zuerst die ganze Welt lieben zu wollen. Das wäre zu abstrakt und da kommen wir dann nicht ernsthaft weiter. Wie ist in dir die Gottesliebe gewachsen?

Wir können die Welt – Familie um Familie und Haus um Haus – durch Nächstenliebe, durch kleine und einfache Taten der reinen Liebe verändern. – Anne C. Pingree
(lies hier; Bild: Quelle)

Damit ihr nicht versucht werdet über das hinaus, was ihr ertragen könnt

Alma der Jüngere wünschte sich von den Ammonihaiten nicht nur, dass sie den Tag ihrer Umkehr nicht nur nicht aufschieben sollten, sondern auch: „… ihr würdet euch vor dem Herrn demütigen und seinen heiligen Namen anrufen und ständig wachen und beten, damit ihr nicht versucht werdet über das hinaus, was ihr ertragen könnt, und so durch den Heiligen Geist geführt werdet und demütig, sanftmütig, fügsam, geduldig, voll von Liebe und vollends langmütig werdet,“ (Alma 13:28).

Damit ihr nicht versucht werdet über das hinaus, was ihr ertragen könnt. Wer kennt ihn nicht, diesen Werbeslogan: „… die zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt“ Diese Art der Versuchung meint Alma der Jüngere natürlich nicht. Da geht es eher um die Art Versuchung, mit der die Fähigkeit eines Menschen festgestellt werden soll, ob er der Verlockung zu sündigen und Satan, anstatt Gott zu folgen, standhalten wird. Satan liegt ständig auf der Lauer uns zu verführen, wo wir es nur zulassen. Wir müssen die notwendige Widerstandsfähigkeit entwickeln, seinen Einflüsterungen nicht nachzugeben.

Logischerweise setzt er seinen Hebel dort an, wo für ihn die größtmögliche Chance besteht, uns zu Fall zu bringen. Für unser eventuelles Nachgeben brauchen wir uns aber keine Ausreden zurechtzulegen, denn wie schreibt Paulus an die Korinther: „Noch ist keine Versuchung über euch gekommen, die den Menschen überfordert. Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet. Er wird euch in der Versuchung einen Ausweg schaffen, sodass ihr sie bestehen könnt.“ (1. Korinther 10:13). Widerstandsfähigkeit entwickeln wir, indem wir auf das Wort Gottes hören (1. Nephi 15:24). Dabei hilft uns das ständige Gebet (Lehre und Bündnisse 20:33). Was machst du, um den Verlockungen Satans zu widerstehen?


Im Fall der Versuchung, schlag die Scheibe ein. Spielen mit der Versuchung ist wie das Spiel mit dem Feuer. Laufe davon oder verbrenne.
(Genesis 39:12; Bild: Quelle)

Den Tag eurer Umkehr nicht aufschieben

Nachdem Alma der Jüngere darauf hinwies, dass er freudig die von den Vorfahren angekündigte Ankunft Jesu erwarte (Alma 13:25-26), brachte er einen aufrichtigen Herzenswunsch zum Ausdruck: „Und nun, meine Brüder, wünschte ich aus dem Innersten meines Herzens, ja, mit großer Besorgnis bis zum Schmerz, ihr würdet auf meine Worte hören und eure Sünden abwerfen und den Tag eurer Umkehr nicht aufschieben,“ (Alma 13:27).

Warum ist es so wichtig, diesen Tag der Umkehr, der Wandlung von Herz und Sinn, die eine neue Einstellung zu Gott, zu sich selbst und zum Leben mit sich bringt, nicht aufzuschieben? Weil uns dieses Leben als Bewährungszeit gegeben wurde, und kein anderes. Nur während der Zeit, die uns hier auf Erden gegeben wird, haben wir die Möglichkeit dem Herrn zu zeigen, dass wir im Glauben seine Gesetze, die uns gegeben worden sind, halten wollen. Wir dürfen diese Tage einfach nicht vergeuden, wenn wir uns unsere Zukunft nicht verbauen wollen (2. Nephi 9:27). Auch neuzeitliche Offenbarung weist uns deutlich darauf hin: „wer sündigt und nicht umkehrt, soll ausgestoßen werden.“ (Lehre und Bündnisse 42:28), denn „… nichts Unreines kann bei Gott wohnen; …“ (1. Nephi 10:21). Wir sind aufgefordert, mit den Tagen unserer Bewährung weise umzugehen und all unsere Unreinheiten abzulegen (Mormon 9:28).

Den Tag eurer Umkehr nicht aufschieben. Nachdem ich mich dafür entschieden habe, das Sühnopfer Jesu anzunehmen, wäre es selbstzerstörerisch, würde ich dieser Aufforderung nicht demütig und aufrichtigen Herzens nachkommen. Weil es mir aber nichtwillentlich doch immer wieder mal passiert, alte Fehler zu wiederholen, bin ich zutiefst dankbar, dass der Herr mir die Möglichkeit schenkt, immer wieder Umkehr zu üben, und zum Gedenken an sein Sühnopfer an seinem Mahl teilzunehmen, um mich ihm erneut zuzuwenden und der Sünde abzusagen. Was denkst du über den Tag der Umkehr? Wenn du willst, lies auch noch die Ansprache „Umkehr – ein Geschenk Gottes“ von D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel (hier).

Säubern Sie Ihre Tat. Seife und Wasser wird nicht  ausreichen. Wahre Sauberkeit und Reinheit kommen aus aufrichtiger Umkehr.
(Bild: Quelle)

Sie wird uns in klaren Ausdrücken kundgetan

Über die Mitteilung der frohen „Nachricht von großer Freude“ (Alma 13:22), sagt Alma der Jüngere: „Und sie wird uns in klaren Ausdrücken kundgetan, damit wir verstehen, so dass wir nicht irren können; und dies, weil wir Wanderer in einem fremden Land sind; und so sind wir darum hoch begünstigt, denn uns ist diese frohe Nachricht in allen Teilen unseres Weingartens verkündet.“ (Alma 13:23).

Wenn ich mich im Nebel befinde, kann ich mein Umfeld sehr schlecht bis gar nicht erkennen. Bewege ich mich auf ein Ziel hin und würde plötzlich Nebel auftreten, würde ich die Orientierung verlieren und unweigerlich mein Ziel verfehlen, ja aufgrund von Hindernissen sogar in Gefahr kommen. Ich bin vor Jahrzehnten nachts mal mit recht hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs gewesen und urplötzlich befand ich mich in einer Nebelwand und konnte nichts mehr sehen. Das war eine Situation, in der ich voller Angst betete, dass ich die Fahrbahn nicht verlassen würde, kein Hindernis auftauchen würde, bis ich langsam genug war, um wieder mehr von meiner Umgebung erkennen zu können – glücklicherweise waren damals die Autobahnen noch nicht so stark frequentiert wie heute. Wie erleichtert ich war, als die Nebelbank zu Ende war und ich wieder sehen konnte, kannst du dir sicherlich vorstellen. Und natürlich stieg ein Dankgebet gen Himmel auf, dass wir die Situation schadlos überstanden hatten.

Sie wird uns in klaren Ausdrücken kundgetan. Klarheit bedeutet, dass man sein Umfeld erkennt. Etwas in „klaren Ausdrücken“ kundtun bedeutet, dass es so ausgedrückt wird, dass beim Gegenüber Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen oder Dingen gegeben ist. Luzifer hat es nicht gerne, wenn wir Menschen die „Nachricht von großer Freude“ verstehen. Er ist bemüht, uns klare Sicht darauf zu nehmen, indem er dafür sorgt, dass uns klare und kostbare Dinge verschleiert werden. Dies tut er z. B. dadurch, dass er einige dieser Teile entfernen lässt (1. Nephi 13:29). Wie dankbar können wir jedoch sein, dass der Herr uns nicht im Nebel umkommen lassen wird. Nein, er sorgt dafür, dass das was klar und kostbar war, wieder sichtbar werden wird, indem er uns diese fehlenden Wahrheiten durch Engel und Propheten wiedergeben wird (1. Nephi 13:34; Alma 13:24). Bei Dingen, die uns weiterhin unklar erscheinen, wie unter Umständen die Worte Jesajas, müssen wir uns bemühen, vom Geist der Prophezeiung erfüllt zu sein (2. Nephi 25:4). Wie kannst du diesen Geist erlangen? Eine Antwort findest du hier: Alma 17:3.


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Ja, auch denen, die über das Antlitz der Erde weithin zerstreut sind

Nun klärt Alma der Jüngere seine Zuhörer über die Art und Weise auf, in der der Herr sein Evangelium verkündet und wo überall: „ja, und die Stimme des Herrn verkündet es durch den Mund der Engel allen Nationen; ja, sie verkündet es, damit sie frohe Nachricht von großer Freude hätten; ja, und er lässt diese frohe Nachricht unter all seinem Volk erschallen, ja, auch denen, die über das Antlitz der Erde weithin zerstreut sind; darum ist sie an uns ergangen.“ (Alma 13:22).

Ja, auch denen, die über das Antlitz der Erde weithin zerstreut sind. Darüber, dass es noch andere Menschen gibt, die sich nicht in und um den Verkündungsbereich des Heilandes aufhielten, als er auf Erden weilte, und somit seine Botschaft noch nicht gehört hatten, spricht Jesus Christus in seinem Gleichnis des guten Hirten. Und er sagt, dass auch diese seine Stimme hören würden und eines Tages alle zusammengeführt werden würden (Johannes 10:16). Wie dies geschehen sollte? Nach der Auferstehung Jesu, erschien er seinen noch übrigen elf Aposteln – Judas hatte sich ja das Leben genommen (Matthäus 27:5) – und gab ihnen u. a. den Auftrag: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Markus 16:15).

Dies ist der Missionsauftrag, den er auch all den anderen Schafen, die er besuchte erteilte und der auch heute immer noch in seiner Kirche gilt (Lehre und Bündnisse 34:1,5). Nach seiner Auferstehung hatte er aber auch noch selber einige der anderen Schafe besucht und sie belehrt, nämlich die Nephiten auf der westlichen Halbkugel (3. Nephi 11:1,10). In diesem Zusammenhang lehre er ihnen sein Evangelium, berief auch hier Zwölf Apostel (3. Nephi 12:1) und erteilte auch ihnen den Missionsauftrag (3. Nephi 11:41). Er sagte ihnen außerdem noch, dass es noch weitere andere Menschen gibt, zu denen er auch noch selber gehen würde (3. Nephi 16:1-3). Bist du schon Dienern des Herrn begegnet, die in seinem Auftrag in aller Welt unterwegs sind, um seine frohe Botschaft zu verbreiten?

Zwei Missionarinnen in Portugal
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Streckte er seine Hand zu ihnen aus und rief mit mächtiger Stimme

„Und nun begab es sich: Als Alma diese Worte zu ihnen gesprochen hatte, streckte er seine Hand zu ihnen aus und rief mit mächtiger Stimme, nämlich: Jetzt ist die Zeit, umzukehren, denn der Tag der Errettung kommt nahe herbei;“ (Alma 13:21)

Streckte er seine Hand zu ihnen aus und rief mit mächtiger Stimme. Ich erkenne, dass die Wirkung von Worten offensichtlich durch weitere sichtbare Kundgebungen des Körpers verstärkt werden können. Sicherlich wird außer der mächtigen Stimme – dem Tonfall, der Lautstärke, der Betonung und der Gestik des Ausstreckens der Hand in Richtung Zuhörer – ein angepasster Gesichtsausdruck, die entsprechende Mimik, seine Worte eindrucksvoll unterstützt haben. Ich lerne daraus, dass Worte, die meine Zuhörer besonders beeindrucken und veranlassen sollen, etwas in ihrer Lebensführung zu verbessern, durch angepasste Mimik und Gestik unterstrichen und ihre Wirkung verstärkt werden. Natürlich nur in dem Fall, dass alles zusammen authentisch ist, mit meinem eigenen Handeln in Einklang steht. Beobachte das mal bei einer der nächsten Reden bewusst.

Aussagen mit Körpersprache unterstützen
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